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Es gibt diese Tage: Das widerspenstige Haar möchte mal wieder nicht so wie wir. Diese „Bad Hair Days“ sind anstrengend und rauben uns den letzten Nerv. Dies passiert gerade dann, wenn es schnell gehen soll. Etwa morgens vor der Arbeit oder vor der lang ersehnten Geburtstagsparty der besten Freundin, wenn wir eh schon ein bisschen zu spät dran sind. Nebenbei versuchen wir dann auch noch uns die Augenfältchen wegzuschminken, die uns heute besonders auffällig vorkommen. Nicht nur Make-Up, auch unser Haar kann allerdings dabei helfen, wieder jünger und frischer auszusehen. Es ist an der Zeit, unserer geliebten Mähne wieder ein wenig Zuneigung zu schenken und ihr Potential zu erkennen. Wir haben Ihnen die wichtigsten Styling-Regeln zusammengestellt, die Sie im Handumdrehen um ein paar Jahre jünger mogeln.

1. Nicht zu lang, bitte!

Natürlich sind volle und lange Haare das Sinnbild für Weiblichkeit – so glauben wir zumindest. Doch sehr langes Haar kann auch genau das Gegenteil bewirken. Besonders Schnitte ohne sorgfältig gesetzte Stufen neigen dazu, uns älter wirken zu lassen als wir es eigentlich sind. Die Haare nur wuchern zu lassen, damit sie auch auf jeden Fall lang aussehen, ist hier nicht die Lösung. Denn wenn das Haar nur schlaff und formlos hinunter hängt, zieht es optisch auch unsere Gesichtszüge mit sich. So erscheint das Gesicht nicht nur unnatürlich lang und hager, die Haut wirkt auch schlaffer.

Die Lösung? Eine der beliebtesten Alternativen sind mittellange Haare mit leichten, nicht zu auffälligen Stufen. Diese verleihen dem Haar mehr Volumen und lassen es aufspringen, so dass es schwungvoll und jugendlich wirkt. Auch ein trendiger Long Bob, der sorgfältig geschnitten ist, verleiht dem Gesicht wieder mehr Ecken und Kanten, wenn die Konturen bereits weicher werden. Denn diese Frisur ist ideal, um von störenden Fältchen abzulenken. Allerdings ist stets eines zu beachten, und zwar ganz unabhängig vom Styling: Je gesünder das Haar ist, desto jünger erscheinen auch Sie. Das Haar ist immerzu ein wahrer Eyecatcher. Wenn es schön gesund, voll und glänzend ist, fallen auch Fältchen nicht mehr so sehr auf. Deshalb lohnt es sich, öfter mal zu einer reichhaltigen Pflegekur zu greifen und regelmäßig den Friseur aufzusuchen, um die dünnen Spitzen zu schneiden.

2. Finger weg von der Schere

Wir kennen alle das Bedürfnis nach weniger Aufwand. Dies gilt gerade in besonders stressigen Zeiten wenn wir einfach keine Lust mehr haben, das lange Haar tagtäglich zu hegen und zu pflegen. Und somit entscheiden sich gerade Frauen über 40 rasch für einen klassischen Kurzhaarschnitt. Denn kurze Haare sind natürlich pflegeleichter, weniger zeitintensiv und deutlich einfacher zu färben, wenn die grauen Strähnen doch mal wieder schneller sind als wir. Selbst wenn sich all diese Vorteile nicht wegdiskutieren lassen, so macht der Kurzhaarschnitt doch auch im schlimmsten Fall um Jahre älter.

Dies gilt vor allem für Frauen mit besonders runden Gesichtern. Kurzes Haar lässt viel Raum für ungeliebte Makel, die wir eigentlich lieber verstecken möchten. Egal ob müde und geschwollene Augen, stärker werdende Fältchen oder der neue Stresspickel – der Fokus liegt, in guten wie in schlechten Zeiten, auf dem Gesicht. Eine extreme Kurzhaarfrisur – etwa ein Pagenkopf oder Pixie Cut – hebt allerdings auch auffallend lange Gesichter ungewollt hervor. So wirkt das Gesicht oftmals eingefallen oder kränklich. Beides lässt deutlich älter aussehen.

Wer also gesundes und nicht allzu dünnes Haar hat, sollte unbedingt die Finger von der Schere lassen. Am besten eignet sich oftmals die goldene Mitte: nicht zu lang und nicht zu kurz. Wer mal wieder nicht weiß, was er mit seiner Frisur anstellen soll, kann sich für sanfte Wellen entscheiden. Mit einem Glätteisen und wenigen Handgriffen wirkt der Look wieder jünger und frischer. Auch das Gesicht profitiert davon, denn die leichten Locken lassen die Züge ganz einfach weicher und jünger erscheinen.

3. Lassen Sie mal locker

Natürlich wollen wir, gerade auf der Arbeit, besonders seriös auftreten. Ein strenges Haarstyling – etwa der Wet-Hair-Look oder ein eng gebundener Dutt, aus dem auch ja kein Härchen entkommen darf – macht aber oftmals nicht nur seriöser, sondern auch deutlich älter. Zu akkurate Frisuren aller Art sind ein absolutes No Go, wenn Sie sich um ein paar Jahre jünger mogeln möchten.

Natürlich geht es aber auch um eine Frisur, die nützlich ist und uns nicht stört. Gerade an einem langen und warmen Arbeitstag möchten wir uns nicht jederzeit die Strähnen aus der Stirn streichen müssen. Was hilft ist ein locker gebundener Zopf oder Pferdeschwanz. Dieser ist nicht zu streng, befreit Sie aber von lästigen und störenden Haaren im Gesicht. Außerdem lässt sich ein solcher Zopf unbeschwerter tragen wenn Sie wissen, dass trotzdem mal die ein oder andere Strähne entkommen darf, ohne dass dies gleich Ihre Frisur zerstört.

Unser Tipp: Ein natürlich fallender Pony, wie etwa beim berühmten French Hair Cut, steigert den Verjüngungseffekt. Gerade unerwünschte Fältchen auf der Stirn werden problemlos versteckt, das Gesicht selbst wird schön und feminin eingerahmt. Der Pony sollte allerdings auf keinen Fall rund geschnitten werden sondern möglichst gerade. So wird nicht nur das Gesicht positiv geöffnet, das Styling fällt somit auch sehr viel leichter. Kunstvoll zerzaust werden kann der Pony später immer noch!

4. Auf ins Warme

Natürlich ist das kühle und klassische Blond noch immer ein beliebtes Go To. Blond liegt selten mal nicht im Trend. Allerdings unterstützt dieser Farbton auch blasse und zunehmend fahl werdende Haut. Eine solche matte Haarfarbe lässt den Teint äschern erscheinen, da sie ihm keinen schönen Kontrast bietet. Dunkle, warme Töne jedoch reflektieren das Licht auf natürliche Weise und lassen das Haar in neuer Pracht erstrahlen. So wirkt selbst angegriffenes Haar voll und gesund – und dies wiederum lässt den ganzen Look jünger aussehen. Wer jedoch nicht gleich seine Lieblingshaarfarbe wechseln möchte, kann zunächst mit sanften Babylight-Strähnchen arbeiten. Achten Sie darauf, nicht mit zu intensiven Haartönen zu arbeiten. Extrem dunkle und kühle Farben wie etwa Schwarz können, abhängig von Ihrem Hautton, zu harsch wirken. Wenn Sie von Natur aus einen hellen Teint besitzen, wirkt dieser auch dann zu blass und im schlimmsten Fall sogar ungesund. Sprechen Sie sich auf jeden Fall mit dem Friseur Ihres V