Die anbrechende kalte Jahreszeit bringt allerlei Vorteile und unvergessliche Momente mit sich. Ob es die wunderbar geschmückten Weihnachtsmärkte sind oder gemütliche Stunden zuhause bei Kerzenschein, die festliche Atmosphäre oder das liebevolle Verpacken von Geschenken: Gründe gibt es viele, um den Winter zu lieben. Für Haut, Körper und Haar bietet er allerdings auch einige Herausforderungen. Viele Temperaturunterschiede – etwa zwischen beheizten Räumen und der kalten Luft draußen – belasten vor allem Haut und Haar und neigen dazu, beides auszutrocknen. Wer ohnehin schon unter strohigem Haar leidet glaubt so, dass jeden Tag ein Bad Hair Day sein muss. Wird das Haar nun auch noch regelmäßig mit Föhn, Glätteisen oder Lockenstab frisiert, so kann es schwer werden, wieder zu einer sanften Geschmeidigkeit zurückzufinden. Doch wie können wir dem Haar geben, was es wirklich braucht? Wir haben die wichtigsten Tipps und Tricks zusammen gestellt die dabei helfen, die geliebte Mähne gesund und seidig zu halten.

Warum wird das Haar so trocken?

Das kann viele Gründe haben. Fest steht allerdings: Das unschöne Austrocknen der Haare geschieht nicht über Nacht, sondern ist ein Prozess. Dieser hängt zwar durchaus mit der Jahreszeit und den damit verbundenen Aktivitäten – wie etwa das Schwimmen im Meer oder längere Aufenthalte in extrem trockener Heizungsluft – zusammen, wird primär jedoch vom individuellen Umgang mit Haar und Styling beeinflusst. Haarexperten unterscheiden dabei drei verschiedene Arten von Stress, denen das Haar ausgesetzt wird. Thermischer Stress beispielsweise entsteht beim Föhnen und bei der Verwendung anderer erhitzter Stylingwerkzeuge wie etwa dem Glätteisen. Außerdem gibt es chemischen Stress, der vor allem von professionellen Treatments wie dem Färben und Blondieren ausgelöst wird. Nicht zu vergessen ist auch der mechanische Stress, der dem Haar durch Reibung schadet. Verursacht wird dieser oftmals bereits vom Kämmen der Haare mit der falschen Bürste. 

Es ist also gar nicht abwegig zu überlegen, ob das tägliche Styling mit extremer Hitze wirklich sein muss. Vielleicht stehen wir ja mal zu unseren natürlichen Wellen, ohne sie am Morgen mit einem Glätteisen bändigen zu wollen. Alternativ lohnt es sich ebenso, ab und zu auf das Föhnen zu verzichten. Wer besonders dickes Haar hat, kann sich dieses auch am Abend waschen, es mit reichhaltiger Pflege versorgen und es an der Luft trocknen lassen. Das spart am nächsten Morgen vor der Arbeit nicht nur Zeit, sondern schützt das angegriffene Haar auch vor weiterem Stress.

Superfood für’s Haar

Die alltägliche Ernährung schlägt sich nicht nur im Hautbild nieder – auch das Haar wird maßgeblich davon beeinflusst. Eine besonders vitaminreiche Kost hilft dabei, das Haar von Innen heraus gesund und stark zu halten. Außerdem glättet es auch die Struktur und schützt somit vor gefürchtetem Spliss. Natürlich kann eine Ernährungsumstellung allein Haarbruch nicht verhindern, dennoch ist die Nahrung ein durchaus wichtiger Faktor, den es zu beachten gilt. Besonders gut für die Mähne sind wachstumsfördernde Proteine und eine ausgewogene Mischung aus Spurenelementen und Vitaminen.

Unser Tipp: Nicht nur für die Nägel ist Hafer ein wahres Wundermittel, auch die Haare profitieren von dem Getreide. Hafer ist ein eisenreicher Nährstofflieferant der dabei hilft, die Haare von der Wurzel an mit allem zu versorgen, was sie brauchen. Nicht umsonst liegt leckerer Porridge gerade so sehr im Trend. Am besten kann der warme Haferbrei mit Zimt, Honig oder frischen Früchten kombiniert werden. Perfekt zum Frühstück!

Ein Plus an Pflege – So kannst du eine störrische, trockene Mähne bändigen

Um das angegriffene Haar optimal unterstützen zu können, braucht es eins: Feuchtigkeit, Feuchtigkeit, Feuchtigkeit! Und damit ist nicht nur das Wasser beim Duschen gemeint. Eine ausgewogene Kombination von reichhaltigem Shampoo und einer hochwertigen Spülung sind Pflicht – und zwar bei jeder Wäsche. Nur so kann verhindert werden, dass das Haar weiter austrocknet. Wer sich täglich die Haare wäscht, dabei allerdings auf eine Spülung verzichtet, der muss sich nicht über störrische Haare wundern. Denn gerade heißes Wasser entzieht Haut und Haaren nur noch mehr Feuchtigkeit, während ein Conditioner viele wichtige Nährstoffe für das strapazierte Haar bereit hält.

Unser Profi-Tipp: Wenn sich ganz besonders die Haarspitzen als trocken und porös zeigen, dann hilft es, schon vor dem Shampoonieren die Spülung direkt auf die Spitzen zu geben und sorgfältig einzumassieren. Wer langes Haar hat, kann sich dieses für einige Minuten auch zu einem Dutt binden. Das sieht vielleicht ein bisschen komisch aus, hilft aber sehr gut dabei, die Spülung einwirken zu lassen. Wer seinem Haar noch mehr luxuriöse Pflege bieten möchte, der kann die Spülung nach dem Shampoonieren auch noch einmal auftragen. So wird das Haar gleich doppelt geschützt – und zwar besonders nachhaltig.

Haarmasken aus dem Küchenschrank

Auch die berühmt-berüchtigten Hausmittel können dabei helfen, das Haar wieder strahlen zu lassen. Besonders gut eignen sich beispielsweise der Essig mit seinem niedrigen ph-Wert (etwa Apfelessig). Hat man sich erstmal an den etwas eigenartigen Geruch gewöhnt, möchte man kaum mehr darauf verzichten. Essig führt dazu, dass sich die Schuppenschicht der Haarstruktur bereits bei der ersten Anwendung wieder zusammenzieht und somit schön glänzt. Das „sour rinse“ allein genügt jedoch nicht – verzichten Sie deswegen auf keinen Fall auf einen Conditioner. Eine Kombination von beidem ist optimal.

Ganz leicht und unkompliziert lässt sich außerdem eine intensiv pflegende Haarmaske herstellen, die wahre Wunder wirkt. Dafür wird ein simples Ei aufgeschlagen und in einer Schüssel mit einigen Tropfen Mandel- oder Olivenöl gemischt. Wer besonders kreativ werden möchte, der darf gerne auch Tropfen eines herrlich duftenden ätherischen Öles verwenden. Nun die angerührte Maske – wer sich nicht ganz traut kann Einweghandschuhe verwenden – auf das Haar auftragen und gründlich einmassieren. Die selbstgemachte Paste sollte mindestens sechs Stunden einziehen, besser noch sind acht. Deswegen eignet sich die Maske bestens für die Abendstunden. Nach dem Auftragen kann das Haar dann in ein Handtuch gewickelt werden, ehe man schlafen geht. Die Haarkur am nächsten Tag gründlich ausspülen. Das Ergebnis: Ganz natürlich glänzende und geschmeidige Haare.

Sanft, sanfter…So schonst du deine Haare

Eins sollte festgehalten werden: Manchmal benötigt das angegriffene und strohige Haar einfach ein wenig mehr sanfte Zuwendung. Oftmals ist uns gar nicht bewusst, welche Herausforderungen unser Haar Tag für Tag bewältigen muss – dafür wundern wir uns dann darüber, warum es so widerspenstig ist. Wenn man allerdings einfach mal probiert, das Haar nicht schon in der täglichen Beautyroutine zu strapazieren, kann allein dieser Schritt schon viel bewirken. Auch sollte man sich öfter mal für lockere Frisuren entscheiden; streng zurückgebundene Haare oder Dutts, die stundenlang halten müssen, belasten das Haar ebenfalls und machen es brüchig. Greifen wir jedoch ganz bewusst – gerade in Herbst und Winter – zu hochwertiger Pflege und geben dem Haar somit etwas zurück, so wird es sich bald schon wieder bändigen lassen.

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