Foto von Seth Doyle auf Unsplash

Der Sommer ist da. Er schenkt uns lange, goldene Tage, Nachmittage am See und milde Nächte im Garten. Wir genießen diese Zeit des Jahres ganz besonders. Wie lange haben wir darauf gewartet? Wir haben sehnsüchtig aus dem Fenster geblickt, wenn es mal wieder geregnet hat, haben uns zurück in unseren letzten Sommerurlaub gewünscht oder gleich an einen Strand auf den Malediven. Doch jedes Jahr vergessen wir aufs Neue, dass die hohen Temperaturen auch neue Anforderungen an unsere tägliche Pflegeroutine mit sich bringen.

Denn wer kennt es nicht, das Bedürfnis, nach einem langen und warmen Arbeitstag einfach unter die Dusche springen zu wollen? Am liebsten wollen wir uns morgens und abends vom kühlen Nass berieseln lassen, um uns erfrischt und gesund zu fühlen. Zu viel Wasser und zu viel Seife allerdings können die natürliche Schutzbarriere der Haut zerstören und sie rasch austrocknen lassen. Dermatologen empfehlen nun, bloß einmal am Tag zu duschen –  und zwar am besten abends. Wir erklären, worauf Sie in der heißen Jahreszeit achten sollten.

Ein echter Stimmungsmacher

Eine Dusche ist nicht bloß eine Dusche. Das wunderbare Gefühl von Wasser auf der Haut, gerade nach einem langen Arbeitstag oder einem anstrengenden Workout, ist unvergleichbar wohltuend. Das wissen auch Dermatologen, die jüngst erklärten, dass das Duschen nicht nur unsere Stimmung, sondern auch unsere innere Uhr beeinflussen kann. Der Gedanke, sich dies am frühen Morgen zu Nutze zu machen, ist da sicherlich nicht abwegig – Experten raten jedoch davon ab. Denn wenn wir duschen, dominieren die so genannten Alpha-Wellen im Gehirn. Dies führt zu einem Zustand absoluter Entspannung, der dem Moment nach einer ausgiebigen Meditation gleicht. Das ist zwar schön, wirkt aber alles andere als anregend. Gerade am Morgen und kurz nach dem Aufstehen könnte eine Dusche meist eher dazu führen, dass wir uns lieber wieder ins Bett begeben möchten. So sagt Shelley Carson, Psychologin in Harvard: „Mit einer Dusche entspannen, erneuern und regenerieren wir unsere kognitiven Prozesse.“ Das bedeutet aber nicht gleich, so Carson weiter, dass wir uns danach wacher fühlen. Ganz im Gegenteil.

Duschen am Abend wirkt dagegen – passenderweise – schlaffördernd. Wir entspannen uns unter dem Wasser. Das Stresshormon Cortisol baut sich ganz natürlich ab – und Cortisol ist immerhin auch ein Faltenbeschleuniger. Eine luxuriöse Dusche am Abend ist also sogar ein wunderbares Anti-Aging-Mittel.

Unser Tipp: Bauen Sie eine erfrischende Dusche mit in Ihre tägliche Abendroutine ein. Gönnen Sie sich ein wenig Ruhe, bevor Sie ins Bett gehen und geben Sie dem Körper Zeit, runterzufahren. Arbeiten Sie mit einem Duft, den Sie lieben, oder einem ätherischen Öl wie Lavendel. Dies sollte der Punkt am Ende eines jenen Tages sein an dem Ihr Körper verinnerlicht, dass er sich nun regenerieren darf. Verzichten Sie aufs Smartphone und greifen Sie zu einem Buch, bevor Sie das Licht endgültig ausschalten. Sie werden überrascht sein, wie positiv dies Ihren Schlaf beeinflusst!

Nachhaltigkeit ist in

Wenn Sie trotzdem nicht auf eine Erfrischung am Morgen verzichten wollen, tauschen Sie die Dusche gegen eine Katzenwäsche ein. Dazu zählt nicht nur eine Körper-, sondern auch eine ausgiebige Gesichtsreinigung. Dazu eignet sich übrigens ganz besonders gut ein Wechselbad für das Gesicht. Kaltes Wasser macht nämlich nicht nur wach, es schließt auch die Poren. So schützen Sie Ihre Haut noch besser vor Bakterien und Verunreinigungen. Sie wappnen damit Ihre Haut bestens für den Tag, der vor Ihnen liegt! Ein besonderes Plus ist der Fakt, dass dies nicht nur Zeit spart – sondern auch Wasser.

Das senkt nicht bloß die gefürchtete Nebenkostenabrechnung, sondern hilft auch der Natur. In Zeiten von anhaltender Dürre und überdurchschnittlich hohen Sommertemperaturen gibt es uns ein besonders gutes Gefühl, aufmerksam auf unseren täglichen Wasserverbrauch zu achten. Schalten Sie das Wasser also nicht ein, bis Sie wirklich bereit sind – auch, wenn es einige Sekunden dauern mag, bis es die gewünschte Temperatur erreicht hat. Erinnern Sie sich an die Vorteile eines Wechselbads, die auch für den ganzen Körper gelten!

Multitasking hilft auch. Wenn Sie sich die Beine rasieren – eine Angelegenheit, die gründlich durchgeführt durchaus seine Zeit dauern kann, wie wir alle wissen – tun Sie dies, während Ihre neue Haarkur einwirkt. Und vergessen Sie nicht, dabei das Wasser auszuschalten. Gerade im Sommer ist es ohnehin, auch ohne laufendes Wasser, warm genug. So können Sie viele Liter Wasser sparen, die sonst verschwendet worden wären. Und umso schöner ist das Gefühl, wenn Sie den Hahn wieder aufdrehen. Versprochen!

Das Gefühl bewahren

Das Gefühl, frisch aus der Dusche zu kommen, ist eines das leider nur allzu schnell wieder verfliegt – gerade im Sommer. Sorgen Sie also dafür, dass Sie es einfangen. Dabei hilft eine wunderbare Pflegecreme oder Bodylotion Ihrer Wahl. Diese versiegelt die mit Feuchtigkeit versorgte Haut und lässt sie dennoch atmen. Außerdem wird die Haut so wunderbar geschmeidig. Besonders gut fühlt sich das vor dem Schlafengehen an; der angenehme Duft wird Sie sanft ins Land der Träume begleiten.

Doch auch außerhalb des Badezimmers gibt es die ein oder andere Möglichkeit, wie Sie sich an langen Sommertagen erfrischen können. Dazu gehört, wie Sie vielleicht bereits geahnt haben, die Flüssigkeitsversorgung von Innen. Das heißt: trinken, trinken, trinken! Mit zwei bis drei Litern Wasser am Tag werden Sie sich dauerhaft wacher und anhaltend leistungsstark fühlen. Ein netter Nebeneffekt: Die Haut ist auch tagsüber angenehm hydriert und wird besonders strahlend.

Und wenn die Sommertage doch einmal unerträglich warm werden, Sie aber noch nicht die Zeit  haben um endlich die Dusche aufzudrehen, gibt hier einen ganz besonderen Tipp. Bevor Sie sich auf den Nachmittagskaffee mit der besten Freundin treffen oder auch vor dem obligatorischen Abstecher ins Fitnessstudio – halten Sie einen feuchten, kalten Waschlappen bereit. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Haare Sie nicht stören können, und legen Sie sich diesen in den Nacken. Setzen Sie sich hin, machen Sie es gemütlich, und genießen Sie die ultimative Erfrischung für einige Momente. Das nasse Tuch kann auch auf Platz auf Ihrer Stirn oder auf den geschlossenen Augen finden. So beruhigen Sie ihr zentrales Nervensystem bei besonders hohen Temperaturen, was wiederum dazu führt, dass Sie Ihren Puls senken. Eine kurze Entspannung, die wahre Wunder wirkt.

Wahre Kühlprofis nutzen dabei auch gerne natürliche Öle – Minze oder Lavendel eignen sich hierbei besonders gut, einige Tropfen auf dem Waschlappen genügen – oder eine Kühlmaske fürs Gesicht, die bereits im Kühlschrank auf Sie wartet.