Sie tragen uns jeden Tag aufs Neue durch unser Leben – unsere Füße. Meist ohne zu murren und zu knurren, weswegen sie gerne mal zu kurz kommen, erst recht im Winter. Wenn dann der Frühling beginnt und die Temperaturen steigen, die gemütlichen Wellness Wollsocken im Schrank verschwinden und gegen vielleicht gar neue Sandalen eingetauscht werden wollen, ist die Not oft groß: der Alltag hat seine Spuren hinterlassen, die kalte Jahreszeit hat dabei fleißig mitgeholfen. Die Füße sind noch dran, aber mitunter deutlich davon entfernt, eine optisch flotte Sohle aufs Parkett zu legen. Rettung naht – wir haben für Sie die besten Tipps und Tricks zusammengetragen, mit denen Ihre Füße wieder fix im Fokus stehen können.

Der Füße Liebling – das passende Schuhwerk

Ecken und Kanten zeigen Charakter, Schrunden, Blasen und Hühneraugen jedoch braucht nun wirklich niemand. Am einfachsten ist man diese los, wenn man sie erst gar nicht entstehen lässt – klingt logisch, ist es auch. Und sollte beim nächsten Schuhkauf bedacht werden: auch wenn die Sandalen ganz furchtbar entzückend sind, sind sie zu klein oder zu schmal, sollten wir sie lieber auf eine passende Trägerin warten lassen. Hals über Kopf verliebt in die hübschen Heels? Kein Problem, wenn man auf Abwechslung baut. Füße mögen Absätze über vier Zentimeter auf Dauer nicht. Wer höher hinaus will, verlagert sein Körpergewicht auf den Ballen, was zu Krämpfen und Sehnenverkürzungen sowie zu Hüft und Rückenproblemen führen kann. Deshalb als Kontrastprogramm zu den neuen Heels auch öfters flache Schuhe tragen – Ihre Füße werden es Ihnen danken. Oder gleich barfuß auf die Wiese, wenn die Sonne scheint, das stärkt die Muskulatur. Und wenn es dafür zu kalt ist, können einfache Greifübungen ähnliches bewirken – dazu müssen Sie noch nicht einmal zum Fußakrobaten werden, ein paar Minuten Training unter dem Schreibtisch oder auf dem Sofa reichen vollkommen aus.

Am Anfang steht – das Bad

Eine gelungene Fußpflege fängt zweifelsohne mit einem lauwarmen Fußbad an. Das macht müde Füße munter, erfrischt und entspannt. Und, ganz wichtig: es pflegt, die entsprechenden Zutaten vorausgesetzt. Sind die Füße von trockener Haut geplagt, spröde und rissig, gönnen Sie ihnen ein Ölbad. Dieses lässt sich gut mit aromatischen Zusätzen versehen und wird somit zum sinnlichen Vergnügen. Wenn Sie sich wie eine Königin fühlen wollen – Milchbäder im Stile von Kleopatra bekommen den Füßen gut. Bei Verhornungen weicht Salz auf, das zudem noch Keime abtötet. Es sollte dafür in mindestens zehnprozentiger Konzentration beigemengt werden. Geeignet ist nicht nur spezielles Totes Meersalz, greifen Sie ruhig in den Vorratschrank und verwenden Sie Ihr gewohntes Koch oder Meersalz. Seien Sie kein Frosch – genießen Sie Ihr Fußbad nicht länger als fünfzehn Minuten, als Diabetiker nicht länger als fünf Minuten. Andernfalls riskieren Sie die sogenannte Froschhaut, von Dermatologen als Mazeration bezeichnet. Des Weiteren spüren Sie sonst den Unterschied zwischen gesundem Gewebe und Verhornungen nicht mehr, was für die weitere Fußpflege wichtig ist. Sorgfältiges Abtrocknen ist im Übrigen Pflicht – so lassen Sie Fußpilz und Co. keine Chance.

Watteweich – Hornhaut ade

Schöne Füße sind weiche Füße und somit hornhautfrei. Um sich der lästigen Hornhaut zu entledigen, gibt es unterschiedliche Methoden. Leichte Verhornungen verabschieden sich mit oben genannten Salzbädern, Fruchtsäureoder sonstige Peelings tragen ebenfalls zum Ablösen derselben bei. Für stärkere Verhornungen gilt der altbewährte Bimsstein als Klassiker und effizientestes Mittel der Wahl. Es gibt ihn sowohl in natürlicher als auch in synthetischer Form. Für Diabetiker ist zweitere die beste Option, da sich synthetische Bimssteine leichter reinigen lassen und sich deren Poren nicht mit Hautpartikeln zusetzen. Bei der Verwendung von Hornhautraspeln oder hobeln besteht die Gefahr, zuviel Hornhaut zu entfernen, was zu Verletzungen führen kann. Darüber hinaus fühlt sich die bedrängte Haut dadurch gerne animiert, sich in Zukunft besser zu schützen – mit vermehrter Hornhautbildung, dem Gegenteil des eigentlichen Ziels. Insofern sind derlei Instrumente nur für Geübte zu empfehlen und laut Dermatologen bei Diabetikern nicht angeraten. Kangalfische sind zwar niedlich, Sie sollten aber aus mehreren Gründen beim Ansehen der possierlichen Tierchen bleiben. Tierschützer sehen den Trend der Kangal-Pediküre zu Recht als Tierquälerei, darüber hinaus wird das Risiko von Krankheitsübertragungen durch Aquarienhygiene von Experten als hoch eingestuft.

Gut gecremt ist halb gewonnen

Cremen, cremen, cremen – für gepflegte Füße die halbe Miete. Da die Haut unserer Füße, im übrigen genauso wie die unserer Hände, nur über wenige Talgdrüsen verfügt, neigt sie zu Trockenheit und bedarf unserer besonderen Aufmerksamkeit. Wer regelmäßig cremt, wird deshalb belohnt. Produkte mit Urea, Ölen, Hyaluron, Kakaooder Sheabutter und ähnlichem versorgen die Haut optimal mit Feuchtigkeit und verhindern auf Dauer ungewünschte Gerüche. Ein Fußdeo kann hierbei zusätzlich helfen. Tipp: Bei besonderem Pflegebedarf die Füße einfach dick eincremen und über Nacht in Baumwollsocken hüllen.

Was Oma schon wusste – Hausmittelchen, die helfen

Pflegeprodukte für Füße gibt es viele, darunter etliche wirklich gute. Ein paar Tricks hatten aber schon unsere Mütter und Großmütter parat – wir wollen sie Ihnen nicht vorenthalten, zumal Sie den Großteil der Zutaten bereits zu Hause stehen haben.Durchtanzte Nacht und raue Füße? Zucker und (Oliven)Öl in gleichen Teilen mischen, Füße einreiben und nach fünf Minuten mit lauwarmem Wasser abspülen.

Hornhaut Geheimtipp:

Zwei Esslöffel Natron mit dem Lieblingsduschgel oder der Lieblingsseife mischen und die Füße nach dem Fußbad damit peelen, danach lauwarm abwaschen. Fußmaske für Geplagte, gegen Schrunden und Trockenheit: Einen Teelöffel Salz mit einer klein geschnittenen halben Zwiebel und Olivenöl vermengen, die Füße damit einreiben und in ein Baumwolltuch wickeln. Nach einer Stunde Einwirkzeit die Füße sanft abwaschen. Ähnlich wirksam und gut – reife Banane mit Olivenöl gemischt als Packung, Einwirkzeit circa fünfzehn bis zwanzig Minuten. Mal wieder den Unterlack vergessen und jetzt verfärbte Fußnägel? Mit (natronhaltigem) Backpulver lässt sich Abhilfe schaffen – regelmäßig angewendet (Mischung: drei Teile Backpulver, ein Teil Wasser) alle ein bis zwei Wochen hellt es dank seiner alkalischen Natur die Nägel zuverlässig auf.

Das ITüpfelchen schöner Füße ist selbstredend die Nagelpflege, der wir uns in einem der nächsten Artikel widmen, in dem wir Ihnen zudem die neuesten Lack-Trends vorstellen.