Die Nachrichten überschlagen sich, jeden Tag eine neue Meldung. Die teilweise äußerst kritische und bedrohliche politische Situation in vielen Gebieten der Erde mal ausgenommen, bleibt noch immer viel Platz für Sorge um unseren Planeten. Die ökologische Situation unseres Planeten ist derzeit ebenfalls mehr als beunruhigend, jeden Tag neue Meldungen von Katastrophen und besonders die aktuelle Situation mit den schrecklichen Bränden in Australien, geht vielen Menschen sehr nah, nicht zuletzt aufgrund der vielen, armen und wehrlosen Tiere, die darunter leiden. Der Klimawandel und die damit verbundenen Ereignisse löst in vielen Menschen Panik und schlaflose Nächte aus.

Ja, wir müssen definitiv etwas ändern, um weiterhin gut und sicher auf unserem Planeten Erde leben zu können, aber es ist noch nicht zu spät. Wir erklären, was es mit Eco Anxiety, der sogenannten Öko-Angst auf sich hat und wie Sie damit möglichst gut umgehen können.

Was genau ist Eco Anxiety?

Eco Anxiety ist ein Begriff der aus dem Englischen kommt und übersetzt so viel wie „Öko-Angst“ bedeutet. In Zeiten wie diesen, leiden immer mehr Menschen unter ernstzunehmenden Ängsten vor ökologischen Katastrophen und vor Gefahren für die natürliche Umwelt, wie Umweltverschmutzung und dem Klimawandel. Im Extremfall fürchten sie sich vor einer Apokalypse, einer Dürre und dem zeitnahen Aussterben der Menschheit. Was häufig damit einhergeht sind Albträume und Schlafstörungen, sowie Panik und exzessives Recherchieren neuster Ereignisse. Häufig wird der neuartige Begriff jedoch im falschen Zusammenhang verwendet, denn es geht dabei tatsächlich nicht um eine Krankheit, oder Störung, sondern lediglich um eine normale und gesunde Reaktion. Dennoch ist das Phänomen bezeichnend genug, als dass sich Psychotherapeuten damit befasst und nach Lösungen und Möglichkeiten gesucht haben, um mit diesen Ängsten umgehen zu können. Besonders Kinder werden mit den teilweise extrem zugespitzten und hochgeschaukelten Informationen und Meldungen in Angst und Schrecken versetzt. Umso wichtiger ist es zu wissen, wie wir damit umgehen und diese Situation handhaben können, damit wir dies auch der jüngeren Generation weitergeben und vorleben können.

Es ist noch nicht zu spät

Der erste und wichtigste Punkt ist, sich bewusst zu machen, dass wir nicht macht- und hilflos sind. Wir können noch immer etwas ändern. Viele Menschen fühlen sich gelähmt und starr, wenn sie an die Situation unseres Planeten denken, aber genau das ist der falsche Ansatz. Wegschauen und die Situation einfach so hinnehmen wird nichts verändern. Aber genau das ist nun angesagt, eine Veränderung muss her und jeder Einzelne kann und muss Teil davon werden. Wenn man einmal genauer darüber nachdenkt würden wir es uns doch auch ziemlich einfach machen, wenn wir einfach sagen würden, es ist sowieso schon zu spät, etwas zu tun, oder nicht? Also keine Panik! Aussichtlos ist die Situation nicht und am Ende sind wir schon einmal überhaupt nicht angelangt. Die folgenden Tipps helfen, sich dies in Erinnerung zu rufen und Möglichkeiten zu finden, sich selbst ein wenig die Angst zu nehmen und zu beruhigen.

Fange bei dir selbst an und lebe nach deinen Werten

Ein großes Problem ist nicht die Tatsache, dass die meisten Menschen nicht die richtigen Werte kennen und diese auch vertreten. Das Problem liegt vielmehr darin, dass es schwieriger wird, wenn es gilt diese Werte auch in die Tat umzusetzen und tatsächlich in Übereinstimmung mit diesen Werten zu leben, sie in den Alltag zu integrieren und gewisse Gewohnheiten zu verändern. Häufig denkt man: „Ach, es gibt Menschen die fliegen viel häufiger als ich, ob ich nun einen Flug buche, oder nicht, macht sowieso keinen Unterschied. Die, die jede Woche fliegen, müssten es einstellen.“ Genauso sieht es mit dem Essen von Fleisch und Milchprodukten und dem ständigen Kaufen von neuen Dingen, sowie dem altbekannten Thema Plastik aus. Der Gedanke, dass es im Prinzip nichts ausmacht, als einzelne Person zu verzichten, oder etwas zu ändern ist grundlegend falsch. Und das schlimmste dabei ist, dass Sie sich unterbewusst dennoch ein schlechtes Gewissen machen, da Sie eigentlich genau wissen, dass man es anders machen sollte. Deshalb: Jede Veränderung ist wertvoll! Machen Sie den ersten Schritt, leben Sie im Einklang mit Ihren Werten und geben Sie diese an Ihre Mitmenschen weiter. Sie werden sehen, Sie werden sich besser und nicht mehr so ohnmächtig und hilflos fühlen. Sie helfen dadurch nicht nur sich selbst, sondern auch effektiv der Umwelt. Natürlich können Sie das Problem des Klimawandels nicht lösen, das ist klar, aber Sie können ein Stück dazu beitragen und Ihnen selbst die Last abnehmen, das Gefühl von Verantwortlichkeit und das schlechte Gewissen.

Geteiltes Leid ist halbes Leid, aber Glück verdoppelt sich, wenn man es teilt

Ein altes Sprichwort, aber es behält Recht. Besonders in dieser Situation empfiehlt es sich eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten zu suchen. Das kann eine offizielle Gruppe, oder Organisation sein, aber auch eine private Gemeinschaft. Wichtig dabei ist, dass man seine Umweltängste offen ausdrücken und teilen kann. Außerdem ist es hilfreich um das Gefühl loszuwerden, man könne allein als machtloses Individuum sowieso nicht bewirken. Wenn Sie in einer Gruppe gemeinsam über Ihre Ängste und Befürchtungen sprechen, tut das nicht nur der Seele gut, sondern Sie können sich auch gemeinsam neue Ziele setzen. Die Ziele zu erreichen und die Vorsätze durchzuziehen fällt leichter, wenn Sie jemandem davon erzählt haben und sich gegenseitig motivieren können. Zudem macht es natürlich direkt einen größeren Unterschied, wenn eine ganze Gruppe von Menschen sich dazu entscheidet bestimmte Gewohnheiten zu verändern, oder auf bestimmte Dinge zu verzichten. Hat man ein Ziel erreicht und umgesetzt, kann man gemeinsam stolz darauf sein und sich ein neues Ziel setzen.

Komme zur Ruhe und manifestiere deine Gedanken und Ziele

Wie schon gesagt sollte man natürlich nicht die Augen vor der Welt und den Problemen auf der Erde verschließen, aber dennoch ist es wichtig für Leib und Seele regelmäßig Abstand zu nehmen und ein wenig zur Ruhe zu kommen. Dafür ist es in erster Linie wichtig, Social Media Apps und Kanäle zu meiden, oder sogar zeitweise zu löschen. Neben einem herzzerreißenden Bild nach dem anderen, kann man Stunden um Stunden auf den Kanälen verbringen und sich immer weiter hineinsteigern. In den bewussten Pausen, die man sich von den Ereignissen nimmt, sollte man unbedingt etwas machen, was einen erdet. Das kann für manch einen meditieren, oder ein Spaziergang sein, genauso wie Sport, oder ein leckeres Essen. Hierfür ist es wichtig seinen Körper gut kennenzulernen und so herauszufinden, was das Beste für einen persönlich ist. Das Führen eines Tagebuchs, oder das sogenannte Journaling kann dabei helfen, sich selbst besser kennenzulernen und zu verstehen, woher bestimmte Gefühle kommen, was genau sie in einem auslösen und wieso man sich in bestimmten Situationen so verhält, wie man es eben tut. Seine Hoffnungen, Wünsche und Ziele, genauso wie seine Ängste, Befürchtungen und Probleme zu manifestieren und niederzuschreiben ist dabei ein wichtiger Faktor und kann helfen, einen besseren Überblick zu bekommen und eine effektivere Lösung zu finden. Zudem wirkt das Aufschreiben von Gedanken beruhigend und meditativ.