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Ob wir wollen oder nicht; bewusst oder unbewusst: Düfte bestimmen unser Leben und haben einen direkten Einfluss auf unsere Empfindungen und Stimmung. Gerüche und Aromen stärken unser Selbstvertrauen, beeinflussen unsere Shoppinggewohnheiten und unser Angstverhalten. Und auch die Liebe geht nicht (nur) durch den Magen, sondern vor allem durch die Nase: Während wir die Optik und Akustik von anderen Menschen beim ersten Eindruck bewusst wahrnehmen und oft auch bewerten, beeinflusst der Geruch oft unbewusst, wen wir im wahrsten Sinne des Wortes gut riechen können. Niemals – oder zumindest nur sehr schwer – würden wir uns in jemanden verlieben, der nach Schweiß riecht oder sogar noch Mundgeruch hat.

Immer wenn wir einatmen, riechen wir. Selbst im Schlaf bleibt der Geruchssinn ständig aktiv. Düfte können sowohl positive, als auch negative Gefühle erzeugen – das ist wissenschaftlich erwiesen – und dazu beitragen, dass wir uns wohlfühlen. Die Macht der Düfte und Aromen kann vielfältig und gezielt eingesetzt werden und ganz leicht für mehr Ausgeglichenheit und Lebensfreude im Alltag sorgen. Der Duft in Form von Parfum beispielsweise ist eine altbekannte Methode, einen Geruch mit Wirkung zu nutzen. Aroma-Öle hingegen können zum Inhalieren, zur Massage, als Raumduft oder zum Baden dienen. So kann schon ein einfaches Duftbad unsere Stimmung verändern: ein Rosenöl-Vollbad, nach einem anstrengenden Arbeitstag beispielsweise, wirkt wunderbar entspannend. Und auch Kaufhäusern nutzen Düfte und Aromen, um das Wohlgefühl und die Kauflust von uns Kunden anzuregen. Vanillearoma beispielsweise ist ein wahrer Glücksbote: es weckt Erinnerungen an Geborgenheit, Leckereien und/oder glückliche Kindheitsmomente. Und auch der frische Duft von Minze wirkt belebend und positiv auf die Kauflaune.

Wie wird Gerüche wahrnehmen, ist ganz individuell

Mehr als eine Billion verschiedener Düfte kann unser Geruchssystem unterscheiden. Und damit wesentlich mehr als Geräusche, Geschmacksrichtungen oder Farben. Meist fällt es schwer, Düfte in Worte zu fassen. Vielleicht lösen sie gerade deshalb stärkere Emotionen aus als visuelle und akustische Signale. Manche Gerüche holen Erinnerungen zurück: Das Parfüm des ersten festen Freundes, das einem im Vorbeigehen in die Nase steigt; der Duft von Pinien, der einen in einen Mittelmeerurlaub zurückversetzt. Gerüche können aber auch ein Warnsystem in unserem Körper aktivieren. Etwa indem uns übel wird, wenn wir verdorbene Lebensmittel riechen. Oder wenn wir Staub oder Gas einatmen. Auch der beißende Geruch in der Zahnarztpraxis löst bei vielen Patienten panikartige Fluchtreflexe aus. Gerüche werden in unserem Gedächtnis exakt gespeichert. Ein gutes Beispiel dazu ist eine Lebensmittelvergiftung: Haben wir etwas Falsches gegessen, wird uns auch in den nächsten Wochen noch schlecht werden, wenn wir nur daran denken. Unser Körper sagt uns: Stopp! Iss‘ das lieber nicht noch mal. Wie sehr unser Körper mit Kopfweh, Übelkeit oder erhöhtem Blutdruck auf Gerüche reagiert, hängt davon ab, wie empfindlich wir sind. Und auch ob jemand einen Geruch mag oder nicht, ist nicht genetisch bedingt, sondern wird von jedem Menschen persönlich bewertet. Diese (Be)wertung ist jedoch stark vom jeweiligen Kulturkreis und der individuellen Erziehung abhängig. Auch klimatische Bedingungen und die Flora prägen unsere Duftgewohnheiten. Unser Nachbarland Frankreich beispielsweise hat fast in jedem Kosmetiksegment, im Badebereich bis hin zu Fußbodenpflege oder Wäscheweichspülern einen typischen, unverfälschten Lavendelduft. Der Süden Europas hingegen hat eher die etwas schwereren blumig-holzigen Noten, wobei auch hier Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern zu erkennen sind. Asien bevorzugt dagegen intensive blumige, grüne Duftnoten. Wird ein Duft einmal positiv abgespeichert, so wird er auch in Zukunft immer positiv bewertet werden. Besonders interessant: schon Embryonen ab der 28. Schwangerschaftswoche können riechen, das heißt, sie nehmen Düfte wahr, denen ihre Mutter während der Schwangerschaft ausgesetzt ist. Forschungen zeigen, dass ein Mensch oder ein Tier sich noch zwei Jahre nach der Geburt an diese Düfte erinnert.

Beliebte Damendüfte

  • Accendis - The Whites Fiorialux

    Accendis - The Whites Fiorialux

    Die Duftkomposition: Duftfamilie: Blumig-Fruchtig Kopfnote: Bergamotte, Grapefruit, Aprikose, Wermut Herznote: Osmanthus, Iris, Ringelblume, Wildleder> Basisnote: Vetiver, Patschuli, Ambra, Moschus Mehr von Accentis

  • Jardin de France - Tendre Muguet

    Jardin de France - Tendre Muguet

    Die Duftkomposition: Kopfnote: Fresie, Aldehyde Herznote: Maiglöckchen. Rose, Wasserjasmin, Frangipani Basisnote: Moschus, Ambra, Kaschmirholz, Patschuli Mehr von Jardin de France

  • Ciro - Maskee

    Ciro - Maskee

    Die Duftkomposition: Kopfnote: Ylang-Ylang, Bulgarische Damaszener-Rose, Iris Herznote: Jasmin, Heliotrop, Tonkabohne Basisnote: Honig, Bourbon-Vanille, Zedernholz, Weißer Moschus Mehr von Ciro Parfums     Parfumeur: Alexander Streek     Ciro Parfums im Blog

Düfte haben den direkten Draht zur Seele

Sie wirken im menschlichen Gehirn ohne Umweg über das für die Vernunft zuständige Großhirn unmittelbar auf das limbische System, den Ort der Gefühle, Instinkte und unbewussten Wahrnehmung. Hier sind alle seit der Geburt gemachten Erfahrungen plus die begleitenden Gefühle und Düfte gespeichert und mit sogenannten limbischen Markern gekennzeichnet. Die Marker verbinden Erlebnisse inklusive des dazugehörigen Duftes mit den begleitenden Gefühlen wie Schmerz, Angst, Genuss oder Freude. Riecht dieser sinnlichste unserer Sinne ein bekanntes Aroma, wird die Erinnerung an die dazugehörigen Gefühle geweckt. So beeinflussen Düfte unsere Stimmung, erzeugen Lust, Sympathie oder Angst und steuern das Sexualverhalten.

Bei der Wahrnehmung von Gerüchen beschränkt sich der menschliche Körper allerdings bei Weitem nicht nur auf unsere Nase als Riechorgan. Duftrezeptoren finden sich auch in zahlreichen anderen Organen und Geweben. So wurden auch im Herzen, in der Haut, im Gehirn und sogar auf Sperma- und Prostatakarzinomzellen entsprechende Duftrezeptoren gefunden. Schon unsere Vorfahren haben mithilfe von ätherischen Ölen Wunden, Infekte und diverse gesundheitliche Probleme behandelt. So können Duftrezeptoren in unserer Haut beispielsweise das Zellwachstum beeinflussen: Sandelholz etwa erhöht die Regeneration der Hautzellen und beschleunigt so die Wundheilung. Und Veilchenduft kann das Zellwachstum von Prostatakrebszellen verlangsamen.

Welche Düfte, Gerüche und Aromen unser Leben, unsere Gefühle, Stimmungen und sogar unsere Gesundheit beeinflussen können, verraten wir euch hier.

Orange gegen Angstzustände: Riecht es beim Zahnarzt statt nach Desinfektionsmittel beispielweise nach Orange und Lavendel, so sinken bei Patienten erfahrungsgemäß der Stresspegel und die Angst vorm Bohrer um 70 Prozent. Hinzu kommt: Orangen-Duft verbessert die Stimmung und verhilft zu schönen Träumen in der Nacht.

Rose hilft bei Kreislaufbeschwerden: Auch Rosen-Duft hat eine entspannende Wirkung. Er ist positiv auf Herz und Kreislauf und beeinflusst unser Seelenbefinden positiv, hilft gegen Depressionen und schlechte Laune.

Pfefferminz steigert das Lernvermögen: Ein Duft-Gemisch aus Pfefferminze und Zitrone verbessert unser Lernvermögen, das belegen wissenschaftliche Studien.

Gewürznelken puschen das Immunsystem: Die Knospen von Nelken gehören zu den besten Antioxidatien. Sie wirken entzündungshemmend und stärken zudem unsere Abwehrkräfte.

Weihrauch lindert Entzündungen: Auch Weihrauch kann bei entzündlichen Erkrankungen wie Rheuma beispielsweise helfen.

Sandelholz unterstütz die Wundheilung: Sandelholzöl aktiviert eine Zellreaktion durch Duftrezeptoren in der Haut an, die Wunden schneller heilen lässt.

Jasmin lindert Schmerzen: Einer Studie der Universität Düsseldorf zufolge wirkt der Duft von Jasmin ähnlich wie Valium. Er löst Stress und Ängste auf, beruhigt, lindert Schmerzen und fördert den Schlaf.

Lavendel zum Stressabbau: Der Duft von Lavendel hilft beim Entspannen und Einschlafen.

Gardenie wirkt beruhigend: Bochumer Forscher fanden heraus, dass der jasminähnliche Geruch von Gardenien beruhigend, angstlösend und schlaffördernd wirkt.

Gutes Gedächtnis dank Rosmarin: Riecht es in einem Raum nach Rosmarin, können sich Menschen besser und leichter entscheidende Informationen merken.

Menthol für mehr Konzentration: Untersuchungen der Universität Wien belegen, dass Menthol belebt, aktiviert und die Aufmerksamkeit steigert. Ein Tipp: Aromaspray neben dem Schreibtisch kann helfen, konzentrierter zu arbeiten.

Mathe meistern mit Lavendel: Rechenaufgaben sollen leichter zu lösen sein, wenn es im Raum nach Lavendel riecht, ergaben wissenschaftliche Studien.

Konzentrationshilfe Pfeffer: Wenn Teilnehmer in Meetings beispielsweise lange aufmerksam bleiben sollen, wird der Raum häufig mit Pfefferaromen vernebelt.

Beliebte Herrendüfte

  • Arte Olfatto - Brise Marine

    Arte Olfatto - Brise Marine

    Die Duftkomposition: Kopfnote:Meeresfrische, Myrte. Herznote: Maiglöckchen, Zyklamen, Ylang-Ylang, Akazie.. Basisnote: weißer Moschus, Vanille Patschuli Mehr von Arte Olfatto     Arte Olfatto im Blog

  • Lubin - Brittany Breeze

    Lubin - Brittany Breeze

    Die Duftkomposition: Aromatisch / Fougere Kopfnote: Pfefferminze, Grüne Minze, Sternanis, Beifuß und Bergamotte Herznote: Thymian, Lavendel, Galbanharz, Geranium und Veilchenblattgrün Basisnote: Vetiver, Zeder, Tonkabohne, Kreuzkümmel und Eichenmoos Mehr von Lubin        Lubin im Blog

  • Nasengold - / L

    Nasengold - / L

    Die Duftkomposition: Duftrichtung: Würzig / Aromatisch Kopfnote: Mandarine, Ingwer, Elemiharz, Kardamom, Thymian, Bergamotte Herznote: Veilchen, Magnolie, Maiglöckchen, Orangenblüte, Iris Basisnote: Wildleder, Amber, Vetiver, Olibanum, Rauch, Zedernholz, Sandelholz Mehr von Nasengold     Parfumeur: Christian Plesch      Nasengold / L im Blog

Zitrus fördert die Denkfähigkeit: Der Duft von Zitrusfrüchten wirkt belebend, ist luftreinigend, verhilft zu klarem Denken und kann sogar die Konzentrationsfähigkeit steigern.

Pfefferminzöl bremst Heißhungerattacken: Regelmäßiges Schnuppern an Pfefferminzöl hilft, die Essgewohnheiten längerfristig zu verändern. Außerdem kurbelt Pfefferminzöl die Fettverbrennung an: Der Geruch aktiviert außerdem den Fettstoffwechsel und regt Leber und Galle an.

Zimt regt den Stoffwechsel an: Das Gewürz fördert nachweislich den Stoffwechsel. So kann Zimt-Duft helfen, wenn man Gewicht verlieren will.

Grapefruit für mehr Appetit: Die Zitrusfrucht wirkt euphorisierend und appetitanregend.

Ylang-Ylang steigert die Libido: Der Duft der asiatischen Blüte gilt als besonders erotisch. So wird zum Beispiel in Indonesien das Bett in der Hochzeitsnacht mit Ylang-Ylang-Blüten geschmückt.

Zu guter Letzt und auch wenn wir es schon längt wussten: Schokolade macht glücklich. Nicht nur der Geschmack, auch der Geruch macht uns glücklich – das ist wissenschaftlich erwiesen. Zum Beispiel als Badezusatz oder als (leckere) Gesichtsmaske.