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Für viele Männer ist es immer noch eine Katastrophe: das immer lichter werdende Haupthaar. Die Glatze gilt als unattraktiv und Haartransplantationen boomen. Aber ist die Glatze wirklich so
verpönt? Warum fällt Mann eigentlich das Haar aus? Wie kann er den Haarausfall aufhalten und wann muss er endgültig zum Rasierer greifen? Über all das und mehr klären wir euch in diesem Beitrag auf.

Die Glatze – ein Sexsymbol

Das Wichtigste zuerst: Wer unaufhaltsam auf eine Glatze zusteuert, muss sich wegen seiner mangelnden Attraktivität keine Gedanken machen. Stars wie Bruce Willis oder Heiner Lauterbach machen es vor: Trotz Glatze – oder gerade wegen ihrem kahlen Kopf – gelten sie als männlich und attraktiv. Das war schon zu Zeiten von Schauspieler Telly Savalas berühmter Kultfigur „Kojak“ der Fall, doch nun wird die Glatze immer mehr zum attraktiv anmutenden Trend.

Zu diesem Ergebnis kam auch eine Studie, die kürzlich von der Universität von Pennsylvania durchgeführt wurde. Darin wurden im Schnitt Männer mit Glatze als selbstbewusster, stärker und dominanter von den weiblichen Probanden wahrgenommen als diejenigen mit vollem Haupthaar. Doch damit nicht genug: Laut einer Umfrage des Portals OnlineDoctor, an der mehr als 1.700 Menschen teilnahmen, fanden 54 Prozent der Frauen einen kahlen Kopf sexy.

Also keine Angst vor einem kahlen Kopf – die Damen finden das Ganze nicht halb so schlimm, wie es die meisten Männer beurteilen. Vielmehr wirken Männer mit Glatze insgesamt attraktiver auf das andere Geschlecht. Zögere also nicht, den Rasierer zur Hand zu nehmen, wenn dein Kopf immer kahler wird. Denn eine Halbglatze macht das positive Urteil der Damenwelt wieder zunichte. Dieselbe Studie der Universität von Pennsylvania befand nämlich, dass Männer, die an ihrem schütteren Haar festhalten statt einen Radikalschnitt zu machen, als weniger männlich wahrgenommen werden. Wenn das kein Grund ist, sich der Vollglatze zu verschreiben! Tatsächlich haben die prominenten Beispiele das Bild des Mannes mit Glatze verändert: Also nur Mut – lieber attraktive Vollglatze als sich an einige wenige Haare auf dem Kopf zu klammern.

Haarpflege gegen Haarausfall

Warum fällt das Haar eigentlich aus?

Die Prinzen William und Harry von England sind prominente Beispiele für Männer, denen in jungen Jahren bereits Geheimratsecken oder sogar kreisrunder Haarausfall auf dem Schädel auflauern. Woran liegt das und kann man dem Haarausfall vorbeugen?

Die Gründe für Haarausfall sind nicht endgültig geklärt. Experten gehen davon aus, dass zum Beispiel Stress, hormonelle Schwankungen oder die genetische Veranlagung alle als Faktoren eine Rolle spielen. Auch kann die Kopfhaut von Infektionen oder Pilzen befallen sein oder aber eine ungenügende Ernährung führt zu Mangelerscheinungen auf dem Kopf. Bei manchen Männern kann die Schilddrüse Ursache für den Haarausfall sein. Es ist also bei so vielen möglichen Faktoren unerlässlich einen Arzt aufzusuchen und eine vollständige Diagnostik durchführen zu lassen, denn nur so kann eine Therapie wirken.

Die gute Nachricht: Wenn man dem Haarausfall früh entgegenwirkt, kann man mit der richtigen Therapie den Haarausfall verlangsamen und vielleicht sogar die Glatze gänzlich vermeiden. Wenn du allerdings bereits deutlich lichteres Haar hast, hast du zwei Möglichkeiten: Den Haarausfall kaschieren oder zum Rasierer greifen.

Kaschieren von lichtem Haar

Die einfachste Methode die nahende Glatze zu kaschieren, ist sicherlich eine Frisurveränderung. Den Schnitt oder das Styling zu ändern, kann hier schon Wunder bewirken. Kämmt man das Haar ein wenig anders, lassen sich zum Beispiel Geheimratsecken gut kaschieren oder kleinere, lichte Stellen werden überdeckt. Lass dich hier ebenfalls vom Experten beraten!

Etwas radikaler sind Toupets und Haartransplantationen. Andre Agassis prächtige Lockenmähne, die er jahrelang auf den Tenniscourts der Welt zur Schau trug, war ein Toupet. Der Ex-Profi gab das in seiner Autobiografie zu. Heute steht er zu seinem kahlen Kopf – und wirkt dadurch um einiges attraktiver. Wer sich zu einem radikaleren Schritt entscheiden möchte, kann eine Haartransplantation in Angriff nehmen. Diese will jedoch gut überlegt sein, denn sie ist kein leichter Eingriff und es dauert lange, bis man den Kopf mit dem neuen Haar der Welt präsentieren kann. Dennoch erfreut sich die Prozedur immer größerer Beliebtheit. Prominentes Beispiel: Jürgen Klopp, der Fußballtrainer des FC Liverpool, der vor einigen Jahren eine Haartransplantation durchführen ließ. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Wer es weniger radikal mag, kann zu einer simplen Kopfbedeckung greifen.

Der vollständige Kahlschnitt

Die obigen Studien haben gezeigt: Ein Kahlschnitt wirkt auf viele Frauen attraktiv und kann sogar optisch besser aussehen als das schüttere Haupthaar. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt zum Rasierer zu greifen? Und wie pflegt man die Glatze?

Generell muss jeder für sich selbst entscheiden, wann er sein Haar für zu licht und schütter empfindet, so dass das Abrasieren unumgänglich wird. Das ist bei jedem Mann unterschiedlich – mache stört’s früher, manche erst viel später. Generell kann man den Kahlschnitt aber wagen, wenn man beim kreisrunden Haarausfall eine so große Lücke auf dem Kopf hat, dass durch die Seitenpartien der Kopf optisch verlängert wird. Bedenke vor der Rasur auch eventuelle Narben und die Kopfform. Eine schöne Kopfform macht natürlich auch eine schöne Glatze.

Wir empfehlen in jedem Fall den Gang zum Experten, der dich entsprechend beraten kann. Auch sollte die Rasur nicht einfach spontan erfolgen: Es gibt einige Dinge, auf die man bei der Kopfrasur achten sollte. So muss längeres Kopfhaar zunächst getrimmt, ein Rasiergel aufgetragen und eine geeignete Klinge genutzt werden. Achtete auch auf solche Feinheiten wie Muttermale – diese solltest du beim Rasieren tunlichst umgehen, um dich nicht zu verletzen!

Ein enormer Vorteil der Glatze ist natürlich, dass man sich den zukünftigen Gang zum Friseur sparen kann, und zudem kann man auch viele Stylingprodukte, die man früher für das Haar brauchte, verzichten. Doch Achtung: Eine Glatze ist kein Freifahrtsschein für fehlende Pflege. Auch der kahle Kopf braucht einige grundlegende Pflegeschritte.

Wie pflegst du deine Glatze richtig?

Klar, das Haar zu kämmen und zu stylen ist aufwendiger als eine Glatze zu pflegen. Du sparst einiges an Zeit mit dem Weniger an Haaren auf dem Kopf. Aber das bedeutet nicht, dass keinerlei Pflege notwendig ist: Deine Kopfhaut ist die Sonneneinstrahlung nicht gewöhnt, war sie doch bisher durch dein Haupthaar einigermaßen geschützt. Sonnenschutz für die empfindliche Schädelhaut ist ein Muss – besonders gegen die schädigenden UV-Strahlen, denn wird deine Haut enorm geschädigt kann das sogar zu Hautkrebs führen. Sonnenschutz ist auch schon für lichter werdendes Haar wichtig, umso mehr aber, wenn du eine Glatze hast. Ein Spray kann hier einfach Abhilfe schaffen, denn es fettet das Haar nicht unnötig. Suche dir ein Spray aus, dass zu deinem Hauttyp passt. Für den gewissen Glanz und einen zusätzlichen Kick an Feuchtigkeit raten Experten auch zum gelegentlichen Einölen der Kopfhaut – zum Beispiel mit Babyöl.

Pflegeprodukte für die Glatze

Auch wenn keine Haare mehr auf dem Kopf sitzen, will auch der kahle Schädel gewaschen werden. Hier sind milde Shampoos oder ein Schaum von Vorteil – egal ob für das lichte Har oder für die Glatze. Danach unbedingt wieder eincremen, um der Haut die Feuchtigkeit zurückzugeben.

Schon längst ist die Glatze keine Notlösung mehr. Im Mainstream angekommen, gilt sie mittlerweile als stylisch und sexy und bewirkt, dass Männer unter anderem selbstbewusster erscheinen. Natürlich ist ein solcher Kahlschnitt für jeden Mann dennoch eine radikale Veränderung, aber wenn du deine Optionen kennst und entsprechend handelst, stehen dir alle Türen offen: Vom Vorbeugen des Haarausfalls, zum vollständigen sexy Kahlschnitt bis hin zur Haartransplantation. Haarausfall ist also keine Katastrophe und eine Glatze als Frisur längst nicht mehr fragwürdig, sondern ein attraktiver Trend.