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Afrika entdecken, der Orient und Märchen aus tausend und einer Nacht. Klingt super? Dann sollten Sie unbedingt bei Ihrer nächsten Reiseplanung Marrakesch näher ins Auge fassen. Eine wunderschöne Wüstenstadt im nordafrikanischen Marokko, zwischen trockener, heißer Wüste und dem Atlasgebirge, wo es sogar schneit. Ob für nur wenige Tage als Kurztrip, oder auch für eine Woche, oder länger, eignet sich die sogenannte „Perle des Orients“ perfekt als aufregendes, inspirierendes Reiseziel. Doch wann und zu welcher Jahreszeit lohnt sich eine Reise dorthin am meisten, was sind die absoluten Hotspots, wie reist man an und wie reist man auch innerhalb von Marrakesch am besten und einfachsten?

Entdecken Sie Afrika und den Orient das erste Mal und verpassen Sie dabei kein Highlight mit unseren Tipps und Must-Sees. Los geht’s!

Wann ist die beste Reisezeit?

Die Sommer sind sehr heiß, die Winter relativ kühl. Somit eignen sich der Frühling und der Herbst als perfekte Reisezeit für Marokko. Empfohlen werden meistens die Monate März bis Mai, sowie September bis November. Jedoch kann man auch im November noch über 20 Grad dort erleben. Nur die Nächte können schon etwas kühler werden. Kein Vergleich natürlich mit dem deutschen Winter und somit eine schöne Möglichkeit um der grauen, kalten Herbst und Winterzeit in Deutschland noch einmal zu entfliehen.

Wer keine Lust auf Touristenströme hat und diese gerne umgehen möchte, sollte eher die Monate Januar, Februar und März ins Auge fassen. Zudem sind die Flüge und Unterkünfte in dieser Zeit auch um einiges günstiger und man kann sich ordentlich Geld einsparen. Bedenken muss man natürlich, dass es tagsüber in den ersten Monaten des Jahres dort zwar auch schon um die 20 Grad haben kann, es abends und vor allem in der Nacht jedoch auf bis zu 0 Grad abkühlen wird. Vorsicht also beim Koffer packen und am besten auf jeden Fall einen dickeren Pullover, oder eine Jacke mit einplanen.

Anreise und Verkehr. Wie kommt man am besten von A nach B?

Nach Marrakesch gibt es viele Direktflüge von zahlreichen deutschen Flughäfen aus. München, Düsseldorf und Frankfurt sind beliebte Abflughäfen, von denen aus man bequem und ohne Umstieg und Zwischenstopp nach Marrakesch fliegen kann. Teilweise sogar auch super günstig. Besonders wenn man früh genug schaut, oder die Augen offenhält, findet man oft unschlagbare Angebote für weit unter 50 Euro. Auch die Reisezeit beträgt weniger, als die meisten Menschen sich vermutlich vorstellen. In 3,5 Stunden ist man beispielsweise von Frankfurt aus schon dort.

Vom Flughafen aus ist es nicht mehr kompliziert. Die meisten Menschen lassen sich einfach und bequem mit einem Taxi bis zur Medina, so nennt man die Altstadt Marrakeschs, bringen. Die Fahrtzeit beträgt in etwa 20 Minute. Einige Unterkünfte stellen sogar auch extra Flughafenshuttles zur Verfügung. Innerhalb der Altstadt, ist es üblich, eigentlich alle Strecken zu Fuß zurück zu legen. Wenn es einem aber doch einmal einfach zu weit ist, hat man auch immer die Möglichkeit, sich mit einem Taxi fahren zu lassen.

Tipps für eine entspannte Einreise:

  • Gepäckstücke werden oft in Plastik eingepackt. Wer also am Flughafen Panik bekommt, weil er seinen Koffer nicht auf dem vorbeifahrenden Gepäckstreifen finden kann, sollte erst einmal Ruhe bewahren und genau schauen, ob er seinen Koffer nicht unter einer Plastikverpackung erkenne kann.
  • Nach Marokko dürfen keine Devisen ein- oder ausgeführt werden. Demnach also: Kein Geld mitnehmen! Aber keine Panik. Am Flughafen kann man bequem Geld wechseln.
  • Drohen werden ausnahmslos konfisziert. Dabei spielt es keine Rolle, ob man eine Genehmigung dafür hat, oder nicht. Am besten eine Drohe gar nicht erst mit einpacken, auch wenn es für Foto- und Filmbegeisterte schade um die traumhaften Aufnahmen ist, die dort hätten entstehen können.

Übernachten in Marrakesch

Wer es luxuriös mag, sollte sich eines der zahlreichen Luxushotels, außerhalb der Medina (der Altstadt) aussuchen. Zentraler und traditioneller, lässt es sich in den günstigen Riads wohnen. Als Riad bezeichnet man ein traditionelles marokkanisches Haus mit Innenhof. Auch hier können die Preise schwanken und man hat noch immer die Wahl zwischen sehr günstigen und etwas teureren Versionen, günstiger als eines der großen Hotels ist es aber auf jeden Fall. Meistens haben die Gästehäuser nur wenige Zimmer und die Besitzer sind oft sehr hilfsbereit und interessiert an ihren Gästen, sodass sich schnell eine persönliche Bindung aufbauen lässt. Außerdem muss man, auch wenn man sich für ein Riad entscheidet, nicht auf den Luxus einer Massage, eines Transfers, oder einem guten Frühstück- oder Mittagessen verzichten.

Das Herz von Marrakesch: Die historische Altstadt Medina

Von roten Steinmauern umgeben und bestehend aus unzähligen, verwinkelten Gassen, kann man im Herzen der Stadt, der Medina, zwar im ersten Moment schnell die Orientierung verlieren, ist aber gleichzeitig absolut überwältigt und beeindruckt von der Vielzahl an Farben, Geräuschen und Gerüchen. Der Platz „Djemaa el Fna“ ist der Knotenpunkt der Altstadt. Oft wird er von Einheimischen einfach kurz als „place“, oder „square“ bezeichnet. Neben zahlreichen Essensständen, findet man hier auch Wahrsager, Schlangenbeschwörer, Musiker und anderen Künstler, sowie Marktstände mit Gewürzen und besonderen Ölen. Am Abend verwandelt sich der Marktplatz in ein Lichtermeer und man fühlt sich tatsächlich versetzt in ein Märchen aus 1001 Nacht. Der Platz ist ein perfekter Ausgangspunkt, um in den Abend zu starten, sich auf den Weg zu machen, um ein typisch marokkanisches Abendessen zu genießen, oder durch die bekannten Souks zu bummeln.

Die Souks

Als Souk bezeichnet man die kleinen Marktstände, die durch die ganze Stadt verteilt zahlreich zu finden sind. Ähnlich wie ein riesiger Flohmarkt im Freien, reihen sich die Stände aneinander. Der Souk in Marrakesch wird sogar als der größte Basar in ganz Afrika bezeichnet. Neben marokkanischer Handwerkskunst, findet man hier auch eine Vielfalt an Gewürzen, Nüssen und marokkanischen Speisen, aber auch traditionelle Kleidung und Schmuck. Ganz wichtig, auch wenn es vielleicht nicht jedem liegt: Handel. Ansonsten wird man utopische Summen zahlen. Die Faustregel ist, etwa mit 50% des genannten Preises bei Verhandlungen zu starten.

Achtung: 1 Euro sind in etwa 100 Dirham (DHS) wert. Somit sollte das Umrechnen nicht schwerfallen.

Hat man den Dreh raus, macht es sogar richtig Spaß ein bisschen zu feilschen und man kann definitiv den ein oder anderen, kleinen, wertvollen Schatz erwerben. Der orientalische Flair, mit all seinen Farben und Verzierungen, ist mehr als spürbar und man wird schnell Teil des Stroms und kann sich einfach treiben lassen. Ein absolutes Shopping-Paradies und grandioses Fest der Sinne.

Spa-Time mit Hammam

Wenn man von einem Hammam spricht, ist dabei ein traditionelles Dampfbad und Spa-Ritual gemeint. Man findet es zwar mittlerweile auch in jeder größeren, europäischen Stadt, seinen Ursprung hat die Tradition jedoch im arabischen und türkischen Raum.

Zu Beginn wird man erst einmal mit sehr heißem Wasser übergossen, um die Poren zu öffnen. Im Anschluss, folgt ein intensives Peeling, am ganzen Körper, um den Köper vollständig von abgestorbener Haut zu befreien. Danach wird man mit einer Black Soap eingeschäumt, welche aus der Asche von lokal geernteten Pflanzen und Rinden besteht. Es folgt eine kurze Ruhepause, bevor der Körper abschließend mit einer Feuchtigkeitscreme versorgt wird. Eine interessante Erfahrung, die es auf jeden Fall wert ist, zu testen. Danach fühlt man sich wie neu geboren und die Haut ist seidenweich und porentief rein.

Oasen im Trubel der Großstadt

  • Le Jardin Majorelle: Beherbergt Pflanzen von 5 Kontinenten
  • Maison de la Photographie (Museum): Eine Zeitreise durch die Landschaften Marokkos
  • Le Jardin Secret: Perfekt, wenn die Sinne durch Lärm und Gerüche überreizt sind
  • Bahia Palast: Der größte seiner Zeit und ein absolute Must-See
  • Das Nomad (Restaurant): Zentral, super lecker, traumhafter Blick von der Dachterrasse aus
  • Le Jardin (Restaurant): Unbedingt den Lentil Salad probieren!
  • Cafe de Epices: Gleicher Besitzer wie von „Nomad“ und „Le Jardin“