Wir alle wollen ein bisschen besser auf uns achten. Doch wer hätte gedacht, dass Fitness dort so eine große Rolle spielen würde – und sogar Spaß machen kann?

Es gibt sicherlich viele Gründe, warum wir Sport treiben. Warum wir uns mehrere Male in der Woche in ein Fitnessstudio begeben – und das sogar nach einem langen Arbeitstag – oder unsere Laufschuhe schnüren. Wir alle wünschen uns schlankere Beine, einen flachen Bauch, definierte Muskeln. Um diese Ziele zu erreichen, tun wir beinahe alles: Wir bringen Bodystyling-Workouts, HIIT-Einheiten oder intensive Zumba-Stunden hinter uns. Die Kurse, die wir pflichtbewusst in unsere Kalender eintragen, sind oftmals einzig allein dafür konzipiert, unseren Körper zu formen, sie schmelzen zu lassen. Und dann heißt es: „Wer schön sein will, muss leiden.“ Doch ist das tatsächlich der Fall?

Ein neues und modernes Verständnis von Fitness möchte ein wenig tiefergehen. Dabei entstehen ganzheitliche Konzepte, die einerseits das Offensichtliche fördern wollen: Einen starken, gestrafften Körper in Bestform. Auf der anderen Seite steht allerdings die mentale und emotionale Gesundheit im Mittelpunkt. Denn in Zeiten von vielfältigem Bodyshaming und Vergleichen, denen wir – auch dank Social Media – Tag für Tag ausgesetzt sind, wird es immer wichtiger sich selbst lieben zu lernen. Mit allen Ecken und Kanten, mit Kurven und mit alten Narben.

Ich, mein eigener bester Freund

Richtig betrieben kann Sport dazu führen, dass wir endlich eine Freundschaft mit unserem Körper schließen. So entwickeln wir, im wahrsten Sinne des Wortes, ein neues Selbstbewusstsein. Wir arbeiten an uns, um die beste Version unserer selbst zu werden – und um eine neue innere Balance zu finden. Und das ist gar nicht so schwer, wie es im ersten Moment vielleicht scheinen mag.

Wenn Sie regelmäßig Sport treiben, kennen Sie die positiven Folgen bestimmt bereits. Und nein, hier geht es nicht nur darum, dass das neue Kleid endlich passt, welches wir versehentlich eine Nummer zu klein gekauft haben. Nach jedem Workout fühlt man sich besser als zuvor. Mit einem Lauf durch den Park wird es einfach, den Alltagsstress hinter sich zu lassen. Wir empfinden uns  als leistungsstärker und kreativer. Neue Ideen fallen uns schneller ein, wir handeln lösungsorientiert, fühlen uns furchtloser. Wir erschaffen uns selbst eine Leichtigkeit, die wir sonst kaum kennen würden.

Das lässt sich nicht nur damit erklären, dass wir uns Zeit für uns selbst genommen haben und somit darauf hinarbeiten, ein wenig besser im nächsten Strandurlaub auszusehen. Das Glücksgefühl hat auch biochemische Gründe. Bereits eine halbe Stunde Joggen lässt nämlich die so genannten Glückshormone tanzen: Serotonin, Adrenalin und Noradrenalin werden vermehrt ausgeschüttet. Auch der gleichmäßige Rhythmus unserer Schritte in Kombination mit dem andauernden, vollständigen Fokus auf uns selbst wirkt beruhigend und ausgleichend. Wer es schafft, an der frischen Luft zu trainieren, versorgt seinen Körper darüber hinaus mit einer Extraportion Sauerstoff. So entsteht der ultimative Frischekick für Körper und Seele.

Fitness – eine Luxusware?

Manchmal sind wir allerdings so fokussiert auf unser Aussehen und auf unsere Leistung dass wir vergessen, dass Sport nicht ganz selbstverständlich ist. Viele Menschen sind körperlich nicht in der Lage, sich frei zu bewegen; sie sind krank oder in irgendeiner Weise so eingeschränkt, dass sie nicht einfach so in ihre Turnschuhe schlüpfen können. Sport zu treiben bedeutet also auch wertzuschätzen, dass wir dies überhaupt können. Wir tun nicht nur etwas für die Bikinifigur, sondern auch für unsere Gesundheit.

Außerdem kostet es natürlich Zeit, Sport zu machen. Viele glauben, in ihrem hektischen Alltag keinen Freiraum schaffen zu können für ein Workout oder eine ausgiebige Yogasession. Umso wichtiger – und umso wertvoller – ist es, es trotzdem zu tun. Am besten schreibt man sich diesen Termin ebenso in seinen Kalender wie das wichtige Meeting, das übermorgen stattfindet. Sport ist somit eine Form von Wellness. Ein Luxus, den wir eigentlich ganz leicht für uns selbst kreieren können. Doch wie funktioniert das am besten?

Option 1: Fitness-Apps

Wir alle haben mit unseren Smartphones die Möglichkeit, unseren eigenen Personal Trainer im Taschenformat dabei zu haben. Dies ist besonders dann eine gute Idee, wenn wir extrem wenig Zeit haben oder wenn es auf der Arbeit gerade sehr stressig ist. Diese Apps erlauben es uns, unsere Workouts selbst einzuteilen und sie dann auszuführen, wenn es gerade passt: Ob noch vor dem ersten Kaffee am Morgen oder nach einem langen Bürotag in der angenehmen Abendkühle. Ganz ohne Verpflichtungen, ganz ohne Druck.

Besonders beliebt und eine weltweite Nummer 1 ist die App SWEAT. Konzipiert von Fitness-Star Kayla Itsines bringt diese App alles mit sich, was man sich nur wünschen kann: Einen persönlichen wöchentlichen Trainingsplan, Kombinationen von schweißtreibenden Zirkeltraining-Einheiten und Läufen sowie gesunde Rezepte und Einkaufslisten für jeden Tag. Ein wahrer Lifestyle-Coach in App-Form.

Von Experten gefeiert wird die App Seven, die Platz für Sport schafft – ganz egal, wie wenig Zeit Sie haben. In nur sieben Minuten können Sie nämlich (fast) die selben Effekte spüren wie nach einem anderthalbstündigen Workout im Fitnessstudio. So stellt Seven etliche thematisch sortierte Trainingseinheiten zur Verfügung, die Sie nach Lust und Laune kombinieren können. Sogar Ihren eigenen Trainer, der Sie dann motiviert anfeuert, können Sie wählen!

Die App Asana Rebel, geboren in Berlin-Kreuzberg, kombiniert gekonnt schweißtreibendes Intervalltraining mit klassischen Yogasequenzen. So fühlt man sich hinterher nicht nur körperlich gestärkt – sondern auch mental. Eben genau so, wie es sein sollte.

Option 2: Yoga

Für alle, die sich doch ein wenig mehr mit Yoga beschäftigen wollen, gibt es auch zahlreiche Angebote. Yoga ist ein jahrtausendealtes ganzheitliches Konzept – ein wahrer Vorreiter, wenn man so möchte. Die gleichmäßigen Bewegungsabläufe in verschiedenen Schwierigkeitsgraden arbeiten vor allem mit der Tiefenmuskulatur und verbessern die Körperspannung. Nicht nur profitieren „Yogis“ von einer schlanken, athletischen Erscheinung; sie haben auch deutlich weniger Gelenk- oder Rückenprobleme. Yoga eignet sich besonders gut für Ungeübte, die sich gerne sportlich betätigen möchten. Hier geht es um keine Leistung, die unter allen Umständen erbracht werden muss, und auch nicht um die Perfektion von so genannten Asanas, also den verschiedenen Haltungen. Wer Yoga macht, beschäftigt sich nicht nur mit dem Körper, sondern immer auch mit dem Geist. Auf der Matte lernen wir uns selbst besser kennen, stoßen – wenn auch sanft – an unsere Grenzen und überwinden sie. Hier geht es nicht darum, wie gut man ist – sondern wie man es angeht. Wer regelmäßig praktiziert, wird schnell nie geahnte Erfolgserlebnisse erleben. (Ja, auch Sie können die Krähe, wenn Sie nur üben! Trauen Sie sich!)

Foto: Adriene Mishler

Unser Tipp: Einen besonders leichten Einstieg bietet der Instagram-Channel Yoga with Adriene

Mit über fünf Millionen Abonnenten zählt Adriene Mishler zu den erfolgreichsten Yogalehrerinnen der Welt. Hunderte von kostenlosen Videos warten nur darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. Von fünf bis hin zu sechzig Minuten Länge – jede Art von Workout ist dabei. Adriene ist bodenständig, witzig und ermutigend. Selbst fortgeschrittene Yogis kommen hier auf ihre Kosten!

Option 3: Fitness für Frauen

Immer mehr Studios spezialisieren sich auf Frauen, um ihnen eine angenehme und besonders entspannte Trainingsatmosphäre bieten zu können. So werden neue Workouts mit speziellen Angeboten kombiniert – etwa mit Schwangerentransport, Kinderbetreuung oder Physiotherapie. Es wird mit Gleichgesinnten trainiert, die ähnliche Wünsche oder auch Probleme hegen. Körpertypen, Kleidergrößen und Alter sind vollkommen irrelevant. Dies führt zu einer neuen Form der Motivation und zu einer einzigartigen Erscheinung der gegenseitigen Unterstützung. Aus Mitsportlerinnen und Trainingspartnerinnen können richtige Freundinnen werden. So hilft man sich dabei, mit seinem Körper auch ein positives Körperbewusstsein zu trainieren; Bodyshaming und Leistungsdruck gehören der Vergangenheit an. Ausgerechnet das Fitnessstudio hat das Potential, sich zu einem Safe Space für Frauen zu entwickeln.

Solche Angebote gibt es auch ganz in der Nähe! So zum Beispiel in Mainz bei Mrs. Sporty www.mrssporty.de/club/mainz/]

oder auch in Frankfurt bei HERBODY www.herbody.de