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Langsam aber sicher müssen wir uns den Tatsachen stellen: Der Herbst nähert sich in großen Schritten. Die Tage werden schon längst wieder kürzer, es wird früher dunkel, die Temperaturen sinken. Und wie in jedem Jahr wird der Übergang zwischen Sommer und Herbst ein wenig chaotisch. Das Wetter ist plötzlich unberechenbar, wir tragen einen zu dünnen Mantel und vergessen den Schirm versehentlich an der heimlichen Garderobe. Als wäre das nicht schon schlimm genug, leidet auch noch unser Look darunter – das Make-Up verwischt, die Wimperntusche verläuft. Regen, Wind und wechselnde Temperaturen sind echte Herausforderungen für unsere tägliche Beautyroutine. Darum haben wir die besten Tipps und Hacks zusammengestellt, wie Sie dem Wetter in jeder Jahreszeit strahlend und schön trotzen können.

1. Eine gute Grundlage ist alles

Wenn das Make-Up gefordert wird, so geht es nicht nur um die Produkte, die Sie verwenden – denn auch die Basis muss stimmen. Auch bei einem kunstvollen Gemälde spielen immerhin nicht nur die Farben eine Rolle, sondern auch die Leinwand. Damit das Make-Up gut halten kann sollte die Haut möglichst ebenmäßig und glatt sein. Nehmen Sie sich deswegen ein wenig mehr Zeit für sich und peelen Sie das Gesicht zwei- oder auch dreimal in der Woche. Achten Sie darüber hinaus an jedem Abend darauf, dass Ihr Gesicht nach dem Abschminken auch wirklich sauber ist. Viel zu oft geschieht es, dass wir aus Müdigkeit doch nicht mehr ganz so aufmerksam sind. Unter  vergessenen Schminkresten, egal wie klein sie erscheinen mögen, leidet dann die Haut.

Unser besonderer Tipp: Auch am Morgen, noch bevor Sie Ihr Make-Up auftragen, können Sie etwas tun. Nutzen Sie vor dem Schminken immer eine Creme. Trinken Sie einen Kaffee – oder wahlweise einen Tee – und geben Sie ihr mindestens zehn Minuten Zeit, um einzuziehen, ehe Sie dann die Foundation auftragen. Dasselbe gilt übrigens auch für Lippen und Augen. Lippenpflegestifte und spezielle Cremes für die empfindliche Augenpartie eignen sich dazu perfekt. Denn die Haut des ganzen Gesichts sollte vor dem Schminken nicht nur sauber sein, sondern auch mit genügend Nährstoffen versorgt. Ihre Haut wird es Ihnen danken!

2. Wagen Sie sich an den Primer

Ein Primer eignet sich bestens dazu, vor allem eher schwierige Stellen das Looks zu fixieren. An dieser Stelle geht es hauptsächlich um die Augen. Ein Eyeliner – egal ob flüssig oder nicht – wird sehr weniger angreifbar, wenn auf dem Lid vorher Primer aufgetragen wurde. So gibt es kein unschönes Verwischen mehr und die Farbe bleibt so strahlend und stark wie im Moment des Schminkens. Auch Lidschatten hält sehr viel besser und begleitet Sie sicher von morgens bis abends. Übrigens zaubert Primer auch ein feineres und ebenmäßigeres Hautbild. So wird es einfacher, das Make-Up aufzutragen. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie sich umso sorgfältiger abschminken. Am besten nutzen Sie dazu einen ölhaltigen Make-Up-Entferner, der nicht bloß besonders schonend mit Haut, sondern auch sanft mit den Wimpern umgeht. So wird nicht nur gereinigt, sondern auch gleich gepflegt.

3. Weniger ist mehr

Egal ob im Sommer oder im Winter – nicht immer muss man das Gesicht zukleistern. Mehr Foundation bedeutet nämlich nicht gleichzeitig, dass der Look auch besser hält. Ganz im Gegenteil. Je mehr Farbe wir im Gesicht tragen, desto angreifbarer wird sie. Leichte Rezepturen und weniger beinhaltete Farbpigmente können hier wahre Wunder wirken. Trauen Sie sich, durchaus ein wenig mehr natürliche Haut zu zeigen. So hält das Ergebnis länger und das Make-Up kann gar nicht erst beginnen, unschön abzubröckeln. Arbeiten Sie stattdessen mit einem schönen Puder und ein wenig Concealer. Auch Ihre Haut wird aufatmen!

4. Waterproof? Aber sicher!

Sie nutzen nur dann wasserfestes Make-Up, wenn es Sie ins Schwimmbad oder an den Badestrand verschlägt? Dann sollten Sie es auch mal in der kühlen und regnerischen Jahreszeiten ausprobieren. Denn gerade dann, wenn es stürmisch wird und auch der Schirm nicht mehr jeden Tropfen abhalten kann, werden Sie dankbar sein für wasserfesten Eyeliner oder Mascara. Dabei müssen sich nicht einmal die Schleusen des Himmels öffnen, damit uns das „Waterproof“-Label hilft. Es ist auch dann nützlich, wenn es mal wieder hektisch auf der Arbeit wird, wenn wir ein wichtiges Meeting überstehen oder die Nacht durchtanzen wollen. Auf diese Art und Weise müssen Sie nicht ständig etwas zum Aufbessern und Nachschminken bei sich tragen. Das wiederum entspannt und schenkt Selbstsicherheit. Übrigens gibt es auch Foundations, die extra langanhaltend sind. Sie beinhalten ganz spezielle Inhaltsstoffe, die das Make-Up trotz Schweiß fixieren können. Achten Sie bei Ihrem nächsten Besuch im Drogeriemarkt oder im Kosmetik-Fachmarkt auf die verschiedenen Symbole die darauf hinweisen, dass ein Produkt extrem haltbar oder waterproof ist.

5. Fix it!

Sie wollen den Primer-Effekt noch verstärken? Dann greifen Sie zu einem Fixierspray. Es wird als abschließendes Finish für den bereits fertigen Look verwendet und die Anwendung ist denkbar leicht. Schließen Sie einfach die Augen und sprühen Sie mit einem Abstand von etwa 20 bis 30 Zentimetern. Angepeilte Schwerpunkte sollte hier vor allem die T-Zone sein, also Stirn, Nase und Kinn. Auch die Wangen dürfen gut und gerne miteinbezogen werden. So erhalten Sie ein wunderschönes, mattes Finish. Das eignet sich übrigens auch für besonders warme Sommertage, wenn Sie mal auf die Foundation verzichten möchten.

Unser besonderer Tipp: Fixiersprays haben auch die wunderbare Eigenschaft, die Haut zu erfrischen. Bewahren Sie das Fixierspray im Kühlschrank auf und verwenden Sie es beispielsweise nach einem langen Tag auf der Arbeit oder nach einem Workout.

6. Finger weg

Das klingt oftmals leichter, als es tatsächlich ist. Gerade wenn wir konzentriert oder angespannt sind wandern unsere Finger immerhin viel zu schnell ins Gesicht, um beispielsweise unbewusst nach Unebenheiten zu suchen oder um an einer ganz bestimmten Stelle zu kratzen. Ständige Berührungen und Reibungen jedoch lösen und verwischen die Mineral- und Farbpigmente blitzschnell, die wir zuvor auf unsere Haut aufgetragen haben. Wenn die Finger dann auch noch dreckig oder fettig sind kann jedoch nicht nur das Make-Up leiden. Die Haut reagiert mit unerwünschten Pickeln, Rötungen oder anderen Irritationen. Tragen Sie also, für den Fall der Fälle, am besten immer ein Kosmetik- oder Pflegetuch mit sich. Damit können nicht nur versehentlich verriebene Schminkreste entfernt werden. Die Haut wird auch gereinigt und geklärt, wenn wir uns doch mal wieder beim Knibbeln im Gesicht erwischt haben.