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Was war das für ein Sommer! Sage und schreibe fünf Monate am Stück Sommer, Sonne, Sonnenschein. Das gab es so wohl auch noch nicht. Aber ob wir wollen oder nicht, der Sommer 2018 geht so langsam aber sicher leider zu Ende. Draußen wird windiger und ungemütlicher, die Blätter verfärben sich und fallen mitsamt Kastanien von den Bäumen und die Sonne scheint weniger und nicht mehr so stark wie noch vor ein paar Wochen. Das ist aber noch lange kein Grund, Trübsal zu blasen. Denn mit unseren Tipps geht eure Sommerbräune – und so auch vielleicht ein kleines bisschen des Sommergefühls – in die wohl verdiente Verlängerung.

Egal ob ihr dieses Jahr in der Südsee am Strand, in den Bergen zum Wandern oder zu Hause auf Balkonien geurlaubt habt – eine schöne, knackige Bräune konnte man sich in diesem Jahr definitiv überall zulegen. Doch leider ist es auch nach fünf Monaten Dauersonne irgendwann um den schönen Teint geschehen. Den Gang ins Sonnenstudio könnt ihr euch eurer Haut zuliebe aber trotzdem sparen!

Regel Nummer 1: Cremen, cremen, cremen

Ob Sommer oder Winter – sich nach dem Duschen ordentlich einzucremen, sollte immer Pflicht sein. Aber gerade, wenn es um eure Sommerbräune geht, solltet ihr es nicht versäumen, euch und eurer Haut eine zusätzliche Portion Feuchtigkeit zu gönnen. Warum? In unseren obersten Hautschichten befinden sich mit Melanin angereicherte Hautzellen. Das sorgt dafür, dass unsere Haut braun wird. Unsere Haut erneuert sich allerdings alle vier Wochen, das heißt, die obersten Hornzellen unserer Haut lösen sich ab und neue, hellere Hautschichten kommen zum Vorschein. Ausreichend Feuchtigkeit verlangsamt den Erneuerungsprozess unserer Haut allerdings. Das bedeutet: Cremen wir uns regelmäßig ein, lösen sich die braunen Hautschichten nicht so schnell ab und wir bleiben länger braun. Im Umkehrschluss heißt das: Je trockener unsere Haut, desto schneller werden wir wieder blass. Vor allem Produkte After-Sun Produkte und Pflegeprodukte mit Aloe Vera, Glyzerin, Hyaloronsäure, Urea und Vitamin E sind zu empfehlen und regenerieren die durch UV-Strahlen geschädigte Haut. Auch Mandel- und Jojobaöle eignen sich hier sehr gut. Pflegeprodukte, in denen Birkenrinde enthalten ist, erhalten die Spannkraft.

TIPP! Körpercremes


Regel Nummer 2: Genug essen und trinken

Nicht nur von außen können wir den Feuchtigkeitshaushalt unserer Haut auffüllen, sondern auch von innen heraus. Wer zu wenig trinkt, darf sich nicht beschweren, wenn der Urlaubsteint sich schon nach kurzer Zeit verabschiedet. Viel trinken lautet daher die Devise. Natürlich ist damit nicht das Feierabendbier oder der erste Federweißer gemeint. Mit Mineralwasser, Fruchtschorlen und ungesüßtem Tee ist man da schon bedeutend besser beraten. Grüner Tee zum Beispiel enthält viele Antioxidantien, die die Haut schonen und einen langfristig gebräunten Teint versprechen.

Und auch unsere Ernährung spielt wie immer eine große Rolle: gesunde, vitamin- und ballaststoffreiche Nahrung verbessert die Qualität unserer Haut und hilft, die Bräune zu erhalten. Neben Obst und Gemüse ist Eiweiß – aus Milchprodukten, Eiern und Fleisch beispielsweise – wichtig. Gleiches gilt für Zink: Garnelen, Haferflocken, Erdnüsse, Kakao oder Austern regen die Pigmentbildung unserer Haut an. Und auch Karotten wirken sich positiv auf unsere Haut(farbe) aus: das enthaltene Karotin regt die Produktion von Melanin an und verzögert so das Erblassen der Haut. Karotin ist unter anderem auch in Fenchel, Spinat, Wurzelgemüse, Chili, Paprika und Mangos enthalten. Es wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt und wirkt als wahrer Teintbooster: Gelangen über einen Zeitraum von mehr als drei Wochen täglich 30 Milligramm Carotinoide in den Körper – diese Menge steckt in 500 Gramm Karotten – lagern diese sich nicht nur in unserer Leber und unserem Fettgewebe ein, sondern auch in unserer Haut. Dadurch färbt sich unser Teint leicht orangebraun. Zucker und (zu viel) Fett schaden unserer Haut hingegen.

Regel Nummer 3: nicht zu lange und zu heiß duschen

Ob harter Arbeitstag oder ein nass-kalter Herbstspaziergang: Nichts ist so entspannend, wie eine ausgedehnte, heiße Dusche oder ein wohliges Schaumbad. Wer aber möglichst lange etwas von seiner Sommerbräune haben möchte, sollte das Dusch- und Badevergnügen auf ein Minimum reduzieren. Zu häufiges, zu langes oder zu heißes Duschen und Baden verändert nämlich den pH-Wert unserer Haut. Die Folge: Sie trocknet schneller aus. Deshalb lieber lauwarm und nur kurz duschen und danach nicht mit dem Handtuch abtupfen. Das Handtuch sollte eher weich sein und nicht zum schnellen Abrubbeln verwendet werden. Sanft abtrocknen reibt nicht so stark an der Haut, wodurch die Bräune besser erhalten bleibt.

Milde Duschgele


Kritisch sind auch Schwimmbäder: Chlor ist zwar wichtig für die Sauberkeit – trocknet die Haut aber ebenfalls aus. Neben ph-neutralen Duschgels und -lotions sollten eine feuchtigkeitsspendende Bodylotion oder auch ein rückfettendes Körperöl daher ab sofort zur Routine gehören. Dabei sollte man zu milden Produkten greifen, die unsere Haut nicht unnötig belasten. Lavendelöl beispielweise riecht angenehm und lässt unsere Haut strahlen. Pflegeprodukte mit Alkohol sind hingegen Gift für unsere Bräune. Für ausgiebige Schaumbäder sollte man natürliche Badezusätze aus Blüten und Kräutern nehmen und von aggressiven Zusätzen die Finger lassen. Und auch beim Vollbad gilt: lieber nicht zu heiß, um die Haut nicht unnötig zu strapazieren.

Auch auf Sauna und Dampfbäder sollten erst einmal verzichtet werden, wenn man möglichst lange etwas von seiner Sommerbräune haben möchte.

Regel Nummer 4: Sanftes Körper-Peeling

Auch wenn es im ersten Moment tatsächlich ziemlich unlogisch klingt: Man sollte seine Haut regelmäßig peelen, um die Bräune zu verlängern. Einmal pro Woche sorgt ein sanftes Körperpeeling tatsächlich dafür, dass abgestorbene und lose Hautschüppchen entfernt werden und fleckenlose, strahlende Haut und somit eine gleichmäßige Bräunung zur Geltung kommt. Verzichten sollte man auf ein grobes (Gesichts-)Peeling, das energisch auf der Haut verrieben wird. Dadurch sorgt man nicht nur für Mikrorisse in der Haut, sondern auch die Hornschicht – und damit die Bräune – werden so wieder abgetragen.

Pflegende Körperpeelings

Regel Nummer 5: Möglichst viel draußen aufhalten

Fehlendes, natürliches Sonnenlicht ist wahrscheinlich die Hauptursache für schnelles Erblassen. Auch wenn die Sonne nicht mehr so lange und intensiv scheint, wie noch in den Sommermonaten – auch die Herbstsonne hat ausreichend Strahlkraft. Vor allem in unserem Gesicht können wir – mit der richtigen Feuchtigkeitspflege – den gebärunten Teint so noch ein paar Wochen erhalten. Schon ein Stündchen an der frischen Luft hilft, die Bräune frisch zu halten. Also nichts wie ab nach draußen! Wichtig: Sonnenschutz nicht vergessen. Denn auch wenn die Intensität der Sonne zum Herbst hin nachlässt, sollte man aufpassen, sich keinen Sonnenbrand (mehr) zu holen.

Regel Nummer 6: Vorsicht bei Anti-Aging-Produkten

Anti-Aging-Produkte mit Fruchtsäuren oder Retinol fürs Gesicht sollten so kurz nach dem Sommer gemieden werden. Deren Wirkung beruht nämlich darauf, abgestorbene Hautzellen abzulösen und neue, frische Haut zu bilden – für einen jugendlichen Teint. Für unsere Sommerbräune ist das allerdings kontraproduktiv. Besser sind deshalb rückfettende Pflegeprodukte.

Regel Nummer 7: Schummeln erlaubt

Trotz aller Maßnahmen ist irgendwann der Zeitpunkt gekommen, an denen sich die Bräune definitiv verabschiedet. Dennoch kann man immer noch einiges dafür tun, um nicht fahl und blass auszusehen. Das Zauberwort heißt Selbstbräuner! Die Bräune aus der Tube ist wohl das bekannteste Mittel, um auch im Herbst einen gebräunten Teint zu zaubern. Regelmäßig aufgetragen, bringt er der Haut eine gewisse Bräune (zurück). Auch Bronzepuder oder getönte Tagescreme lassen und nicht ganz so blass erscheinen. Mit Hilfe eines Peeling wird das Ergebnis gleichmäßiger. Ein nettes Extra sind auch Feuchtigkeitscremes mit Schimmerpartikeln, die unsere Bräune zusätzlich betonen, zum Beispiel an den Beinen, den Schultern oder am Dekolleté. Ein weißes Shirt ist der perfekte Kontrast zu gebräunter Haut. Und auch sommerliche und farbenfrohe Kleidung lässt uns frisch und erholt aussehen. Genau wie ausreichender Schlaf. Alle aufgelisteten Tipps sind nur halb so viel wert, wenn es uns und unserem Körper an nötiger Erholung fehlt.