INSTAGRAM/KIMKARDASHIAN Ihre eigentliche Aufgabe ist es, unsere Augen vor umherfliegenden Fremdkörpern, Schmutz und Haaren zu schützen. Doch unsere Wimpern können noch so viel mehr! Sie verhelfen uns nicht nur zu dramatischen Augenaufschlägen, sondern vergrößern unsere Augen optisch und geben ihnen einen hübschen Rahmen und vermitteln so einen frischen und aufgeweckten Blick. Fakt ist: Wir wollen alle schöne Wimpern. Die Realität sieht aber meistens leider anders aus: Die meisten von uns haben nur ein paar wenige helle und kurze Wimpern ohne natürlichen Schwung, die nach vorne gerichtet sind. Da verwundert es kaum, dass Mascara das weltweit am meisten verkaufte Make-up-Produkt ist und viele von uns für die Party am Abend gerne mal zu Fake Lashes greifen. Doch das tägliche Anbringen der unechten Wimpern erfordert erstens ein wenig Zeit und Geduld und ist zweitens auch mit Kosten verbunden. Für den täglichen Gebrauch ist das also nichts. Das muss aber auch gar nicht sein. Wir haben Tipps und Tricks für euch gesammelt, wie ihr eure feinen Härchen stärkt und tuscht, damit auch ihr bald mit wunderschönen Klimperwimpern überzeugen könnt. Wer von Mutter Natur nicht mit vollen, langen Wimpern gesegnet wurde – keine Sorge, das ist bei den meisten Frauen so – kann über eine Wimpernverlängerung oder zumindest über das Färben der Wimpern in einem Kosmetikstudio nachdenken. Aber ein klein wenig können wir auch selbst für dichte Wimpern tun. Pflegende Inhaltsstoffe in speziellen Wimpernseren stärken und regenerieren die feinen Härchen von innen heraus und können deren Wachstum fördern. Nach ca. sechs bis acht Wochen regelmäßiger Anwendung sollte man feststellen, dass die Wimpern deutlich länger geworden sind. Leider lässt die Wirkung aber auch wieder nach, sobald man das Serum absetzt. Auf natürlichem Wege geht es mit grünem Tee. Dieser soll ebenfalls sich das Wimpernwachstum fördern. Überbrüht dafür abends einfach zwei Teebeutel mit heißem Wasser, lasst sie kurz abkühlen, drückt die Beutel dann sanft aus und legt sie zu guter Letzt für fünf Minuten auf beide Augen. Diese natürliche Beauty-Booster beruhigt zudem geschwollene und gereizte Augen. Auch sogenannter Wimpernprimer pflegt und stärkt – allerdings von außen. Er umhüllt die einzelnen Wimpern, was die anschließend aufgetragene Mascara noch voller aussehen lässt. Wer einen dauerhaften Effekt möchte, kann seine Wimpern beim Tuschen tönen. Mascara mit speziellem Tönungskomplex färbt helle Wimpern nach und nach dunkler. So hält die Farbe nicht nur bis zur nächsten Dusche. Und so bekommt ihr zu Hause ruck zuck traumhafte XL-Lashes: Die richtige Mascara bzw. das richtige Bürstchen Wimpern unterscheiden sich in Länge, Dichte und Wuchsrichtung. Und so hat eben jeder Mensch andere Wimpern. Um diese möglichst effektiv in Form zu bringen, entwickeln Kosmetikfirmen immer wieder neue Bürsten. Generell gilt: Bei widerspenstigen Wimpern empfehlen sich Kamm-Applikatoren, mit denen man die Farbe präzise auftragen und dabei gleichzeitig die Härchen trennen kann. Frauen mit kurzen Wimpern, sollten zu gebogenen Bürsten greifen. Diese erreichen auch die äußeren Härchen und helfen so, die Wimpern optisch zu verlängern. Auch Bürsten mit weit auseinanderliegenden Borsten sorgen für Verlängerung. Wer sich voluminöse Wimpern wünscht, sollte zu buschigen Bürstchen greifen.

Volumen Mascaras

Schwung dank Wimpernzange So wie sich unsere Wimpern unterscheiden, unterscheiden sich natürlich auch die Wimpernzangen. Bei der Auswahl müssen viele Faktoren berücksichtigt werden: Neben der Wimpernlänge sind die Form des Augenlids und die Größe der Augenhöhle entscheidend. Achtet beim Kauf darauf, dass ihr die für euch passende Zange auswählt. Die Wimpernzange sollte unbedingt vor dem Tuschen angewendet werden. Danach besteht nämlich die Gefahr, dass die Wimpern abbrechen. Tipp: Eine leicht mit dem Föhn oder auf der Heizung vorgewärmte Zange gibt den Härchen besseren Schwung. Gesichtspuder oder Primer als Grundlage Ein wenig Gesichtspuder auf den Wimpern sorgt dafür, dass Mascara besser hält und die Wimpern insgesamt dicker aussehen. Am besten nach dem Benutzen der Wimpernzange mit einem Pinsel etwas losen Puder aufnehmen, leicht abklopfen und dann die Wimpern abpudern. Wer nur festen oder Kompakt-Puder hat, kann mit einem Schwämmchen in die Puderdose gehen und damit dann über die Unterseite der Wimpern streichen. Anstelle von Puder kann man auch direkt zu einem sogenannten Eyelash Primer greifen. Er sieht aus wie Mascara, ist aber meist weiß oder farblos. Einige Kosmetikfirmen bietet sogar 2in1-Produkte an. Wie Puder wird der Primer vor dem Auftragen der Mascara benutzt. Anschließend lässt man ihn kurz antrocknen. Ein weiterer Vorteil: Das Produkt enthält oft pflegende Inhaltsstoffe – und die Wimperntusche lässt sich am Ende des Tages leichter entfernen. Die richtige Schmink-Technik Für einen ausdrucksstarken Blick ist es besonders wichtig, dass die Wimpern im äußeren Augenwinkel lang und voll sind. Hier kann man mit einem flüssigen Eyeliner nachhelfen. Zieht dafür einen kurzen Lidstrich am oberen, äußeren Wimpernkranz. Anschließend die Wimpern wie gewohnt mit der Lieblings-Mascara tuschen. Und so geht’s: Setzt das Bürstchen an den Haarwurzeln an und fahrt in kleinen Zickzack-Bewegungen nach oben. Der Ansatz erhält so Volumen, ohne dass die feinen Spitzen beschwert werden. Schöne lange und definierte Wimpern bekommt man, wenn man das Bürstchen waagerecht hält. Wer es nicht ganz so dramatisch möchte, darf gerne zu braunem statt schwarzem Mascara greifen. Vor allem bei hellen Hauttypen wirkt das natürlicher. Der Mega-Lashes-Trick Ein Geheimtipp vieler Star-Visagisten: Für Mega-Wimpern erst eine Schicht Volumen-Mascara auftragen und dann mit einer wasserfesten Mascara nochmals nachtuschen. Um noch mehr Wimpernvolumen vorzutäuschen, empfiehlt sich die Verwendung von zwei Farben, zum Beispiel unten dunkelbraun und oben schwarz. Und noch ein Farb-Tipp: Komplementäre – also gegensätzliche – Töne bringen die Augenfarbe besser zur Geltung. So nutzt beispielsweise Jennifer Lopez violette Wimpern, um ihre braunen Augen zum Leuchten zu bringen. Pannen im Nu ausbessern Ihr ärgert euch oft über ausgetrocknete Mascara und verklebte Wimpern? Dann solltet ihr beim Schminken darauf achten, das Bürstchen nicht mehrfach hintereinander rein und wieder raus zu ziehen. So trägt man nicht mehr Farbe auf, sondern pumpt nur Luft in das Fläschchen. Und das lässt die Farbe dann eben austrocknen. Vielleicht ist eure Mascara aber auch einfach zu dickflüssig. Hält man das Fläschchen kurz unter heißes Wasser, wird die Tusche wieder flüssig. Sollten dennoch Fliegenbeine entstehen, kann man nach dem Tuschen die Wimpern mit einer sauberen Zahnbürste kämmen. Bitte zu viel Mascara am Bürstchen nicht am Tubenrand abstreifen.  Dort würde die Farbe antrocknen und beim nächsten Tuschen als Klumpen auf den Wimpern landen. Besser ein Kosmetiktuch oder ein Stück Toilettenpapier verwenden. Wenn es doch passiert, keine Panik.  Klümpchen und verschmierte Mascara lassen sich zum Glück ganz easy mit einem Wattestäbchen ausbessern. Einfach kurz in Make-up-Entferner tunken und den Patzer entfernen. Um sich vor derartigen Pannen zu schützen, kann man ein Kosmetiktuch am Wimpernkranz anlegen, mit einer Hand festhalten und mit der anderen Hand ganz normal schminken. Abschminken nicht vergessen! Spätestens abends vorm Schlafengehen muss das Augen-Make-up wieder komplett entfernt werden. Sonst drohen abgebrochene Wimpern, trockene Augen und im schlimmsten Fall eine entzündete Bindehaut. Da die Haut rund um die Augenpartie sehr dünn und empfindlich ist, bitte zu speziellen Augen-Make-up-Entferner-Produkten greifen. Wichtig: Bei wasserfester Mascara muss ein Produkt auf Öl-Basis her. Alternativ geht auch eine besonders reichhaltige Gesichtscreme oder Kokosöl.

Make Up Entferner

Und das sind de Wimpern-Trends des Jahres Der richtige Schwung: Angel Wings Beim sogenannten Engelsflügel-Look werden eure Wimpern nach oben und nach unten gebogen. Damit ihr den Bogen richtig raus habt, empfiehlt sich die Verwendung einer Wimpern-Zange und eines Mascaras mit Push-Effekt. Zunächst werden die Naturwimpern mit einer angewärmten Zange nach oben gebogen. Anschließend die Mascara in kleinen Auf- und Seitwärtsbewegungen auftragen.
Keine Angst vor Fliegenbeinen: Clumpy Lashes Jahrelang war unsere größte Angst beim Wimperntuschen, dass wir zu viel Mascara auftragen und unsere Wimpern dann verkleben. Jetzt sind die sogenannten Fliegenbeine sogar Trend! Also ruhig gerne dick auftragen. Für einen besonders „klebrigen“ Look die erste Schicht Wimperntusche antrocknen lassen und dann nochmal nachtuschen. Die Bürste gleitet dann nicht mehr so geschmeidig – und die Wimpern verkleben. Drunter und drüber: Bottom Lashes Tuschen wir unsere Wimpern nur oben, hebt das unsere Augen optisch. Für Menschen mit schmalen Augen empfiehlt sich das sogar. Die Augen würdendurch den Rahmen sonst nur unnötig verkleinert. Alle anderen dürfen aber auch gut und gerne unten tuschen. Große, runde Augen zum Beispiel bekommen so eine harmonische Form. Vor allem bei blonden Damen mit entsprechend hellen Wimpern wirkt der Kontrast dadurch auch weniger hart. Besonders gut eignen sich hierfür Gummibürsten mit kurzen Borsten.