Sie treten manchmal überraschend auf oder aber ärgern uns täglich: Kleine oder große Rötungen im Gesicht. Im Gegensatz zu Hautunreinheiten oder Pickeln, fällt es uns manchmal schwer, diese Rötungen einzuordnen und zu bekämpfen. Wir erklären dir, wie du am besten gegen sie vorgehst.

Wir wissen alle: Ein gutes Make-up braucht eine makellose Basis. Das bedeutet, dass wir erst eine „Grundierung“ schaffen müssen, bevor wir mit Mascara, Lippenstift und Rouge handwerkeln. Sie ist das A und O jedes strahlenden Auftritts. Denn wer die Augen toll betont, aber keine gute Basis hat, der wird mit seinem Make-up nur bedingt erfolgreich sein. Es ist der makellose Teint, der Unreinheiten kaschiert und den Rest des Make-ups erst in Szene setzt. Eine gute Foundation und zahlreiche weitere Produkte – wie Concealer oder Korrekturstifte – gehören also in jedes Make-up-Repertoire. Sie lassen kleine Makel verschwinden und sorgen so für ein strahlendes Make-up. Umso ärgerlicher ist es, wenn wir uns mit Rötungen im Gesicht herumschlagen müssen. Diese treten mal stärker, mal schwächer auf und können uns in den Wahnsinn treiben. Denn oftmals haben wir keine Ahnung, warum unser Gesicht plötzlich spinnt und rote Flecken auf Wangen, Kinn oder Nase erscheinen.

Gängige Make-up-Routinen können dies Rötungen nicht immer deckend kaschieren. Da aber ein ebener Teint zu den Schönheitsidealen gehört, sind solche Rötungen schwer zu verkraften. Deshalb versuchen wir auch, sie mit immer stärker deckendem Make-up zu kaschieren. Das ist mal mehr, mal weniger von Erfolg gekrönt. Und: Wer möchte schon jeden Tag eine dicke Maske Foundation auf sein Gesicht auftragen, damit die Rötungen verschwinden? Betreiben wir also ein wenig Ursachenforschung. Woher kommen diese störenden Rötungen, was sind die Ursachen und wie können wir sie loswerden?

Wann Rötungen normal sind

Im Alltag kennt das jeder: Wir machen einen Winter-Spaziergang und unsere Nasen leuchten sofort rot. Oder wir sind einem starken Temperaturwechsel ausgesetzt und die Wangen werden feuerrot. Auch nach einer heißen Dusche ist das Gesicht gerötet und oft ein wenig gereizt. Genauso kann trockene Luft eine gereizte, gerötete Haut zur Ursache haben. Das alles ist bis zu einem gewissen Grad normal und bedarf nicht mehr als einer reichhaltigeren Pflege der Haut. Im Winter ist es zum Beispiel unerlässlich etwas für den Schutzfilm der Haut zu tun. Die Regenerationscreme von Susanne Kaufmann hilft der Haut äußere Einflüsse besser abzuwehren. Sie liefert wertvolle Feuchtigkeit und mindert Spannungsgefühle. Wenn die Rötungen trotz einer besseren Pflege nicht schnell wieder verschwinden und dich täglich beeinträchtigen, dann kann eine der folgenden Dinge dafür die Ursache sein. Aber auch dann brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Du kannst einiges dafür tun, dass sich die Rötungen mindern oder sogar ganz verschwinden.

Warum dein Gesicht gerötet ist: die drei häufigsten Ursachen

  1. Rosazea

Rosazea ist eine Hauterkrankung, die teils starke Rötungen im Gesicht hervorruft. Oft gehen diese Rötungen mit Pusteln und einem brennenden, juckenden Gefühl einher. Das macht diese Krankheit nicht nur störend, sondern auch schwer zu ertragen. Rund 5 bis 7 Prozent in Deutschland leiden unter Rosazea. Meist tritt die Krankheit in einem späteren Lebensstadium auf und verschlimmert sich mit jedem „Schub“. Woher Rosazea kommt, ist noch weitgehend unklar. Manche Wissenschaftler sehen das Bakterium Staphylococcus aureus als Hauptauslöser, anderen verweisen auf die Gene. Fest steht, dass die Entzündung eine schwere Belastung für die Betroffenen ist.

Bei Rosazea solltest du unbedingt den Rat eines Hautarztes einholen. Er wird dir spezielle Cremes verschreiben. Manchmal werden auch Antibiotika verschreiben. Hier ist von Fall zu Fall abzuwägen und das kann nur der Fachmann. Rosazea gilt als nicht heilbar, allerdings gibt es einiges, was du tun kannst, um die „Flushs“ zu vermeiden. Am wichtigsten dabei: Meide die Sonne und trage immer Sonnenschutz auf. Auch der Genuss von warmen Getränken, Stress oder scharfe Speisen sollten vermieden werden. Daneben solltest du auf eine schonende Reinigung achten, fetthaltige Cremes meiden und auf starke Temperaturschwankungen (wie zu Beispiel beim Saunabesuch) verzichten. Kleiner Tipp: Wenn die Rosazea plötzlich schlimmer wird, hilft es manchmal ein Eisstück zu lutschen. Das lindert die plötzlichen Gesichtsrötungen effektiv.

  1. Ekzeme

Beim Thema Rötungen sind sie mit Abstand die häufigste Ursache: Ekzeme. Rund zwanzig Prozent aller Hauterkrankungen sind Ekzeme. Doch was genau ist das und wie geht man am besten damit um? Ekzeme sind juckende und gerötete Stellen an der Haut, die nicht ansteckend sind. Diese Entzündungen machen sich entweder als schuppige oder nässende Hautstellen bemerkbar und sind äußerst unschön anzuschauen. Überdies können sie auch im Gesicht auftreten und so nicht nur unser physisches, sondern auch unser psychisches Wohlbefinden traktieren. Denn keiner möchte mit roten, juckenden Stellen an Wange, Nase oder Stirn vor die Tür gehen.

Ekzeme haben eine Vielzahl von Ursachen. So kann schon Kälte allein die unschönen roten Flecken auf den Plan rufen. Aber auch allergische Reaktionen oder die Verwendung von toxischen Mitteln (wie zum Beispiel in Reinigern) können die Hautkrankheit hervorrufen. Manchmal entstehen Ekzeme sogar durch ein bestimmtes Pflegeprodukt. Was also tun, wenn man davon betroffen ist? Auch hier solltest du den Hausarzt besuchen. Er kann die Symptome durch Antihistaminika oder Kortisonsalben bekämpfen. Darüber hinaus kann er darüber aufklären, welche Inhaltsstoffe deiner Pflegeprodukte oder Haushaltsreiniger eventuell das Ekzem hervorgerufen haben könnten.

  1. Zu viel Pflege

Du reinigst deine Haut gründlich, benutzt dreimal in der Woche ein Peeling, trägst täglich speziell Cremes auf und hast dennoch Rötungen? Dann bist du selbst wahrscheinlich das Problem, denn auch ein Überangebot an Pflegprodukten kann der Haut schaden. Leider übertreiben wir es häufig gerade damit – vielleicht weil der Markt mittlerweile so groß ist. Das kann dann zum Beispiel solche Krankheiten wie die Stewardessen-Krankheit oder Mundrose nach sich ziehen. Bei dieser Krankheit treten häufig um den Mund herum Pickel, Rötungen und andere Unreinheiten auf. Der Grund ist eine Überfrachtung der Haut mit Pflegeprodukten. Denn ein zu viel an Pflege greift unter anderem die schützende Hautbarriere an. Eine Hautbarrierestörung ist die Folge. Das bedeutet konkret, dass die Haut schwieriger Feuchtigkeit speichern kann und dadurch schneller austrocknet. Wenn du dann noch mehr mit Cremes, Salben oder Seren versuchst, entgegenzusteuern, dann werden die Rötungen nur noch schlimmer.

Das einzige, was du in dem Fall tun kannst? Deine Pflege auf ein Minimum reduzieren. Am besten ist es, erstmal nur Waser an die Haut zu lassen. Das ist natürlich ein starkes Kontrastprogramm, aber deine Haut wird sich dadurch schnell bessern – und die Rötungen werden verschwinden.