Oil Cleansing für eine schöne Haut

©ISNTAGRAM/KATEBOSWORTH Öl – das ist eine natürliche Form der Hautpflege, bei der man genau weiß, was man sich eigentlich aufs Gesicht schmiert. Wie gut Öle für die Haut sein können, haben wir euch bereits in einem früheren Beitrag beschrieben. Öl kann man auf zahlreiche unterschiedliche Arten und Weisen anwenden – hast du etwa schon mal daran gedacht dein Make-up mit Öl zu entfernen? Oil Cleansing nennt sich diese hautschonende Methode, die sich einfach umsetzen lässt und viele Vorteile hat. Wir zeigen euch, wie das geht.

Natürlich gibt es Unmengen von Gesichtsreinigern, Peelings, Cremes und Tonern, die alle unserer Haut Gutes tun. Aber zunehmend entdecken wir die vielen Vorteile verschiedener Öle für die Haut – und die Nutzungsmöglichkeiten sind endlos: Haare, Haut, Nägel und sogar ein Löffel Öl am Tag für die innere Gesundheit – Öl lässt sich vielfältig einsetzen. Es für die Haut zu benutzen hört sich auf den ersten Moment vielleicht seltsam oder sogar kontraproduktiv an, aber die Vorteile sind enorm und vielfältig. Tatsächlich bezeichnen viele Öl als eine Art Superwaffe für jeden Hauttyp. Aber Achtung, du musst schon genau wissen, welche Eigenschaften eines Öls am besten mit deiner Haut harmonieren.

Egal ob du trockene, fettige oder Mischhaut hat – mit dem richtigen Öl kannst du jedes Make-up sanft und effektiv entfernen. Die „Oil Cleansing“-Methode ist längst kein Geheimtipp mehr – immer mehr Frauen schwören darauf. Da ist es doch einen Versuch wert, oder nicht?

Was genau ist Oil Cleansing?

Oil Cleansing bezeichnet einfach die Reinigung des Gesichts von Make-up oder den Rückständen des Tages mit einem oder mehreren Ölen in Kombination. Hört sich vielleicht verrückt an, wenn man an Seife und alkoholische Gesichtsreiniger gewöhnt ist. Wie soll man die Mascara denn mit Öl entfernen? Die sanfte Reinigung mit Ö ist erstaunlich effektiv, reinigt das Gesicht, nährt die Haut und bindet dazu auch noch Feuchtigkeit. Das Ergebnis ist ein strahlender Teint.

Wie wendet man die Oil Cleansing-Methode an?

Das Schöne an der Oil Cleansing-Methode ist, das sie wirklich einfach ist. Du nimmst dein Öl oder deine Ölmischung und pumpst dir etwas davon in die Hände. Dies massierst du sanft ins leicht nasse oder trockene Gesicht. Lass dir dabei Zeit – bis zu zwei Minuten in sanften aufwärtsgehenden Kreisen sind am besten. Wenn du Zeit hast, lass die Ölmischung ruhig ein wenig auf der Haut sitzen, bis sie in eingesunken ist. Dann nimmst du ein kleines Handtuch, hältst es unter sehr heißes Wasser und legst es dir aufs Gesicht, wo du die Wärme ungefähr zehn Sekunden lang genießen kannst. Danach beginnst du das Öl mitsamt dem Makeup vom Gesicht zu reiben. Der Dampf des heißen Handtuches öffnet die Poren hilft dabei das Öl und Make-up zu entfernen und fühlt sich außerdem himmlisch an. (Achtung: Wenn du Rosazea hast, kann es sein, dass die Hitze deine Haut errötet – in dem Fall reibe das Gesicht lieber mit lauwarmem Wasser ab). Wenn nötig, wasche das Handtuch aus und wiederhole die Reinigung, bis das Öl weg ist. Meist bleibt eine dünne Schicht Öl auf der Haut übrig, aber das ist gut so, denn das Öl nährt die Haut. Falls du sehr trockene Haut hast, kannst du danach auch gerne eine feuchtigkeitsspendende Creme benutzen, aber das ist nicht unbedingt notwendig.

Und das war’s. Ist doch wirklich einfach, oder? Auch wenn es einem schwerfällt es zu glauben, diese Methode reicht aus, um das Gesicht vollends zu reinigen und gibt dir außerdem ein strahlendes Finish.

DIY-Anleitung zum Cleansing-Oil

Wieso funktioniert die Reinigung mit Öl?

Das Prinzip ist einfach erklärt: Chemisch gesehen, löst Gleiches Gleiches auf. Was das in Bezug auf deine Haut bedeutet? Das Öl, das du zum Reinigen benutzt, löst die Öle auf, die sich auf deiner Haut gebildet haben und deine Poren verstopfen.  Öl löst also Öl auf. Hier lohnt es sich, sich ein wenig mit den wesentlichen Eigenschaften deiner Haut auseinanderzusetzen: Deine Haut produziert ständig ihr eigenen Öl oder Sebum – selbst, wenn sich deine Haut trocken anfühlt, hast du dennoch Öl auf der Haut, das die Poren verstopfen kann. Indem du das richtige Öl benutzt, löst das Öl das Öl in den Poren auf , so dass man es leicht und auf sanfte Art und Weise entfernen kann. Auch die Bakterien auf der Haut werden so entfernt.

Das „schmutzige“ Öl, dass deiner Haut schadet, wird mit dem „guten“ Öl ersetzt, dass viele natürliche, heilende oder entzündungshemmende Eigenschaften hat (je nachdem welches Öl man benutzt). Wenn man Oil Cleansing konsequent und richtig anwendet, spürt man schnell die Vorteile dieser Methode, das so auch Probleme wie fettige, trockene oder sensible Haut gemindert werden. Die natürliche Balance der Haut wird ohne chemische Zusatzstoffe wiederhergestellt. Einige Gesichtsreiniger aus dem Handel sind so aggressiv, dass sie die Haut von allem Öl und Sebum befreien. Deine Haut versucht dann sofort entgegenzusteuern und produziert zu viel Öl, was wiederum zu Pickeln und Mitessern führen kann oder auch zu Hautirritationen.

Die besten Öle für das Oil Cleansing?

Rizinusöl ist eine gute Basis für dein Cleansing Oil, da es einen Komedogenitätsgrad von 1 hat (das heißt, dass es die Poren nicht verstopft). Rizinusöl ist auch von Natur aus antibakteriell. Der einzige Nachteil: Rizinusöl kann die Haut austrocknen, also lieber nicht anwenden, wenn man sowieso schon trockene Haut hat oder die Menge entsprechend anpassen.

Weitere Öle, die du benutzen kannst:

  • Jojobaöl eignet sich gut für alle Hauttypen und ist nicht-komedogen.
  • Avocadoöl eignet sich für trockene Haut, hat aber einen leicht höheren Komedogenitätsgrad als Jojobaöl (aber immer noch im grünen Bereich).
  • Arganöl eignet sich ebenfalls für alle Hauttypen und ist nicht-komedogen. Besonders gut für reifere Haut geeignet.
  • Traubenkernöl ist gut für Mischhaut.

Obwohl Kokosöl solch einen guten Ruf hat, raten wir davon ab es für die Reinigung zu benutzen, da es einen höheren Komedogenitätsgrad hat.

Ihr könnt eurer Mischung auch mit einem für euch angenehmen Duft anreichern und zum Beispiel einige Tropfen eines ätherischen Öls hinzufügen. Lavendel, Kamille oder Rose sind nur einige wenige, die eurer Haut einen angenehmen Duft verleihen werden und darüber hinaus auch selbst pflegende Eigenschaften aufweisen. So wirkt Lavendel etwa beruhigend und antibakteriell!

Die Öle richtig mischen

Zwei bis drei Öle zu mischen ist eine gute Idee. Für ölige Haut wäre die Ratio zum Beispiel 2/3 Rizinusöl und 1/3 Trägeröl also zum Beispiel Jojobaöl. Für trockene Haut sollte man das Rizinusöl verringern, da es ebenfalls austrocknet, also zum Beispiel nur 1/3 Rizinusöl und dazu 2/3 eines feuchtigkeitsspendenden Öls. Normale Haut kann noch mehr experimentieren und etwa zu gleichen Hälften Rizinusöl und ein anderes Öl mischen.

Cleansing Öle von Meinduft

Diese Mischungen kannst du auf einmal für einen langen Zeitraum anfertigen oder bei jeder Reinigung die verschiedenen Öle in deiner Hand mischen.

Vorteile und Nachteile von Oil Cleansing

Die Vorteile haben wir bereits zum Teil erläutert: Öle reinigen das Gesicht effektiv und lösen das Sebum in den Poren auf. Die Ölreinigung ist sehr natürlich und enthält keine chemischen Inhaltsstoffe. Sie ist einfach anzuwenden und reinigt Makeup gründlich.

Einige Nachteile gibt es natürlich auch: Es könnte eine Weile dauern bis deine Haut sich an das neue Regiment gewöhnt hat. Es ist nicht ungewöhnlich, wenn die Haut eine Zeitlang schlimmer wird, aber das sollte nach 1-2 Wochen wieder vergehen und die Haut sollte sich danach kontinuierlich verbessern. Natürlich ist eine Reinigung mit einem Gesichtsreiniger schneller als Oil Cleansing. Außerdem kann es sein, dass die Ölmischung teuer wird, je nachdem welche Öle man sich aussucht.

Oil Cleansing hat genug natürliche Vorteile, dass es sich lohnt, es auszuprobieren! Gib deiner Haut nur ein wenig Zeit sich umzustellen und spüre genau nach, wie du dich selbst nach dem Oil Cleansing fühlst. Und am wichtigsten: Höre auf deine Haut – es könnte eine Weile dauern, bis du die richtige Ölmischung gefunden hast, die deiner Haut am besten tut. Hab Spaß beim Ausprobieren!

Author: Jasmin Winter

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