Bärte sind mittlerweile seit einigen Jahren wieder richtig angesagt. Genauso im Kommen ist aber auch wieder die ganz traditionelle Nassrasur mit einem ganz traditionellen Werkzeug: dem Rasierhobel. Für alle Nassrasur Neulinge erklären wir in unserem Rasurpflege Blogbeitrag, wie die Nassrasur mit Rasierhobel ohne Zwischenfälle über die Bühne geht.

Die Nassrasur mit Rasierhobel: Ein Ritual voller männlicher Eleganz

Zum einen ist die traditionelle Rasur mit dem Rasierhobel ein echtes Ritual, ein Zeremoniell, mit dem man jeden Morgen in den Tag starten kann. Mit einem Gefühl maskuliner Eleganz lässt der Tag sich doch gleich viel angenehmer angehen. Das Procedere, per Hand die Rasierseife oder die Rasiercreme in einer edlen Schale aus Porzellan mit einem hochwertigen Rasierpinsel aus Dachshaar aufzuschlagen, ist allein schon eine so stilvolle Angelegenheit, dass es sich lohnt, morgens den Hobel zu schwingen.

Mehr lesen: Rasierhobel Anleitung

Übung macht den Meister – so gelingt das Rasieren mit Rasierhobel

Dabei wollen wir nicht das Blaue vom Himmel loben. So eine Rasur mit dem Hobel ist keine kinderleichte Sache. Bis man sich daran gewöhnt hat und die Handhabung perfekt navigieren kann, werden ein paar Rasuren nötig sein. Damit die Eingewöhnungsphase so kurz wie möglich ausfällt, gibt es hier unsere Anleitung für die Rasierhobel Rasur.

Schritt für Schritt: die Anleitung zur Rasierhobel Nassrasur

Damit die traditionelle Nassrasur wirklich perfekt gelingt, ist nicht nur ein geschicktes Händchen mit dem Rasierhobel notwendig. Das Rasurergebnis wird von allen Schritten, die in Vor- und Nachbereitung der Rasur vonstattengehen, beeinflusst. Denn bevor der Hobel zeigt, was in ihm steckt, wollen Haut und Haar erstmal auf den Kontakt mit der Klinge vorbereitet werden. Nur so wird gewährleistet, dass die scharfe Klinge des Rasierhobels bei der Nassrasur gründlich und schonend ans Werk gehen kann.

Nassrasur mit Rasierhobel: Das gehört zur optimalen Vorbereitung

Deswegen beginnt die eigentliche Rasur nicht erst mit dem Ansetzen der Klinge. Lange bevor wir uns über den richtigen Winkel zwischen Klinge und Haut Gedanken machen, geht es den Barthaaren an den Kragen. Und zwar mit der richtigen Substanz, um sie aufzuweichen. Im ersten Schritt reicht hier warmes Wasser, mit dem die Haare nass gemacht werden. Creme– und Fettrückstände sind bei der Rasur später eher hinderlich, deswegen sollten diese – sofern vorhanden – mit einem milden Waschgel vorher entfernt werden. Ein warmes, nasses Tuch, das an die Haut gedrückt wird, weicht die Haare ein und erweitert die Follikel: Die Haare treten hervor. Dadurch kann das Haar später besonders weit unten abgetrennt werden.

Nassrasur mit Rasierhobel: Nichts für Schaumschläger – oder doch?

Sind die Barthaare einmal mit warmem Wasser befeuchtet, heißt es: Handarbeit. Ohne Rasierschaum, der die Haare richtig weich macht, aufquellen lässt und als Gleit-Barriere zwischen Klinge und Haut agiert, geht nämlich bei der Nassrasur mit Rasierhobel nichts. Ein weiches Barthaar lässt sich nicht nur leichter abtrennen, es schont auch die Klinge des Hobels, die dann länger scharf bleibt. Hier kann der rasierfreudige Mann zwischen folgenden Optionen wählen:

Rasierschaum und Rasiergel: Die beste Wahl für unterwegs oder alle, die es eilig haben. Hier braucht man nichts anrühren. Denn der fertige Schaum kommt bereits einsatzbereit aus der Dose. Das spart Zeit. Der einzige Nachteil: Durch die deutlich kürzere Einwirkzeit sind die Haare nicht so aufgeweicht, wie sie sein könnten.

Rasierseife und Rasiercreme: Die traditionellere Variante. Sowohl Seife als auch Creme müssen manuell zu Schaum geschlagen werden. Dazu ist neben etwas mehr Zeit am Morgen auch eine Rasierschale und ein hochwertiger Rasierpinsel notwendig. Mit beidem bewaffnet zaubert der geübte Nassrasur-Enthusiast einen wunderbar sahnigen, feinporigen Rasierschaum, der die Nassrasur mit Rasierhobel zum Spaziergang macht.

So schlägt man Rasierschaum richtig für die Nassrasur mit Rasierhobel

Für Anfänger wird das Rasierschaum Aufschlagen mit einer Rasiercreme einfacher sein als mit einer Rasierseife. Besonders mühelos gelingt der sahnige Rasierschaum mit einem besonders wertigen Rasierpinsel. Die beste Qualität zeigen hier oft Modelle mit Dachshaar oder Silberspitz, einem besonders weichen Haar aus dem Winterfell des Dachses. Aber auch synthetische Alternativen sind heute dank innovativer Forschung eine hochwertige und vor allem vegane Alternative zum Silberspitz. Der besonders feinporige Schaum wird nach dem Aufschlagen sanft in die Haare einmassiert. Dazu verwendet Mann entweder den Pinsel oder nimmt gleich die Hände. Das ist Geschmackssache. Dem Schaum gibt man dann seine fünf Minuten, damit er kurz einwirken kann.

An die Hobel, fertig, los – die reibungslose Nassrasur mit Rasierhobel

Nach all der Vorfreude und Vorbereitung ist es nun so weit und der Rasierhobel kommt zum Zug. Bei der Nassrasur mit Rasierhobel ist zu erst einmal der Winkel von Belang. Zwischen Haut und Klinge ist optimalerweise ein Winkel von etwa 30 Grad. Bei fertigen Rasierköpfen und Systemrasierern ist der optimale Winkel voreingestellt. Beim Rasierhobel muss der Anwender während der Rasur immer wieder selbst darauf achten, die Klinge richtig zu justieren. Beim Ansetzen der Klinge wird die freie Hand dazu verwendet, die Haut leicht zu spannen. Das heißt, die Hand zieht die Haut etwas entgegen der Rasurrichtung. Durch diese manuelle Glättung der Haut minimiert man das Risiko für Verletzungen und die Rasur fällt gründlicher aus.

Achtung bei der Nassrasur mit Rasierhobel: Aufdrücken nicht erwünscht

Neben dem Winkel der Klinge ist noch ein anderes Kriterium entscheidend für den Erfolg der traditionellen Nassrasur: der richtige Druck. Zu fest aufdrücken ist bei der Rasur mit dem Rasierhobel keine gute Idee. Die Klinge sollte so gut wie ohne Druck über die Haut geführt werden, die leicht angespannt wird. Wichtig ist auch eine wirklich scharfe Klinge. Dann wird in einem Zug jedes Haar direkt an der Wurzel abgetrennt. Wer zu doll aufdrückt, muss nicht unbedingt mit einem gründlicheren Rasurergebnis rechnen. Wohl aber mit Verletzungen, die sowohl unschön als auch unangenehm sind.

Die richtige Pflege nach der Rasur

Sind die Haare einmal der Klinge zum Opfer gefallen, ist allerdings noch nicht Schicht im Schacht. Überbleibsel vom Rasierschaum werden jetzt mit lauwarmem Wasser abgewaschen. Dann das Gesicht mit einem Handtuch trocken tupfen. Nicht reiben – das könnte die frisch rasierte Haut zu stark reizen. Nicht fehlen darf jetzt ein After Shave. Das desinfiziert die Haut und wirkt adstringierend. Das heißt, kleine Verletzungen und Blutungen werden prompt gestillt. Ist die Haut sehr empfindlich? Dann lohnt sich eine After Shave Lotion oder ein After Shave Balsam zum Abschluss der Nassrasur mit Rasierhobel. Es beruhigt und spendet Feuchtigkeit, so wird Irritationen, Rötungen und Juckreiz vorgebeugt.

Einige Tipps zum Umgang mit Rasierklingen

In einen Rasierhobel legt man keine fertigen Rasierköpfe ein wie in einen Systemrasierer aus der Drogerie. Stattdessen genügen die klassischen, einfacen Rasierklingen. Hier spart man ordentlich, denn sie sind wesentlich günstiger. Doch weil die Klingen ziemlich dünn sein, ist auch Behutsamkeit im Handling geboten. Stößt man mit der Klinge irgendwo an oder lässt sie herunterfallen, beschädigt man sie schnell. Bei der Rasur erhöht eine beschädigte Klinge das Verletzungsrisiko. Deswegen unbedingt ersetzen und eine neue Klinge einlegen.

Rasierhobel online kaufen – darauf muss man achten

Eine große Auswahl an Rasierhobel und Nassrasur Accessoires gibt es bei meinduft im Onlineshop. Je nachdem, wie versiert man schon ist im Umgang mit dem traditionellen Nassrasur Hobel, gibt es hier die Variante mit oder ohne Kamm. Auch in Sachen Design ist bei unseren Rasierhobeln für jeden Geschmack etwas dabei. Ein verchromter Rasierhobel, komplett im Set mit einem hochwertigen Rasierpinsel im edlen Ständer gelagert – diese Ausrüstung macht auch optisch ordentlich Eindruck im Badezimmer.

Foto Rasierhobel: Mühle

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