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Unreinheiten auf der Haut sind an sich schon nervig und unschön. Wenn es sich dann auch noch um unterirdische Pickel handelt, ist das Maß voll. Denn die tiefliegenden Pickel unter der Haut sind unangenehm, schmerzen und lassen sich nicht ohne Weiteres ausdrücken. Besonders schlimm: Es dauert viel länger bis ein unterirdischer Pickel verschwindet. Wir zeigen euch, wie ihr mit diesen kleinen Biestern umgeht.

An Stirn, Nase, Kinn oder Wange bilden sich diese kleinen Knubbel mit Vorliebe aus: die unterirdischen Pickel. Das sind Pickel, die so tief in der Haut liegen, dass man sie nicht ausdrücken kann. Sie spannen und schmerzen und stören extrem. Natürlich will man diese verkapselten Pickel schnellstmöglich loswerden. Doch wie genau sollte man da vorgehen? Ist es am besten die Knubbel aufzustechen und auszudrücken? Warum sich unterirdische Pickel ausbilden und was du dagegen tun kannst, erfährst du hier.

Was sind unterirdische Pickel und wie entstehen sie?

Macht sich ein Pickel erstmal im Gesicht bemerkbar, scheint es geradezu eine Herkulesaufgabe die Finger davon zu lassen. Das ist bei unterirdischen Pickeln nicht anders. Obwohl diese Pickel oft nicht sichtbar sind, fallen sie doch unangenehm auf, denn oftmals schmerzen sie. Da fällt es schwer nicht daran herumzudrücken. Unterirdische Pickel bilden sich oft im Gesicht, auf dem Rücken oder auch an den Achseln aus. Sie entstehen genau wie „normale“ Pickel durch abgestorbene Hautzellen und Talg. Diese verstopfen die Poren und wenn dann noch Bakterien dazukommen, hast du alle Zutaten für eine Entzündung. Mit dem einzigen Unterschied, dass ein unterirdischer Pickel viel tiefer in der Haut liegt als ein normaler Pickel.

Unter der Hautoberfläche liegt also eine mit Eiter gefüllte Pustel, die spannt und schmerzt. Da heranzukommen ist nicht so einfach. Am besten ist es zu warten, bis der Knubbel weiter an die Hautoberfläche wandert und einen Eiterpunkt ausbildet. Für viele ist die Versuchung jedoch zu groß: Sie wollen die Beule schnellstmöglich loswerden und drücken daran herum. Doch genau das solltest du nicht tun! Tatsächlich kann ein Quetschen oder Aufstechen des unterirdischen Pickels schlimme Konsequenzen nach sich ziehen. Im besten Fall verteilst du durch das Ausdrücken die Bakterien weiter unter der Haut. Die Folge ist eine noch größere Entzündung. Im schlimmsten Fall aber können sich die Gesichtsnerven entzünden – das kann zu einer Blutvergiftung oder einer Hirnhautentzündung führen! Besonders Pickel an Nase und Stirn sind hier gefährlich. Also lieber die Finger davon lassen und abwarten! Viel besser ist es, sich an folgende Hautmittelchen zu halten, um die unterirdischen Pickel loszuwerden.

Gesichtspflege für eine unreine Haut

Tipps gegen unterirdische Pickel – was du mit einfachen Hausmitteln tun kannst

Wenn aufstechen und ausdrücken keine Optionen sind, was soll man dann gegen die fiesen Knubbel unter der Haut tun? Es gibt viele effektive Hausmittel, die dir helfen, die Entzündungspusteln schnell loszuwerden.

1.Wärme für die Haut

Wärme und Feuchtigkeit sind unschlagbare Waffen im Kampf gegen die unerreichbaren Pusteln unter der Haut. Um unterirdische Pickel loszuwerden, müssen wir sie dazu animieren, schneller an die Hautoberfläche zu wandern. Wärme und Feuchtigkeit helfen genau dabei. Tränke also ein sauberes Tuch oder einen Waschlappen in warmem Wasser und lege ihn auf die entsprechende Stelle. Lass die Wärme für einige Minuten auf die Problemzone wirken und wiederhole die Prozedur mehrere Male am Tag. Das öffnet die Poren und bringt den Pickel schneller dazu einen Eiterpunkt auszubilden.

2. Ein Kamille-Dampfbad

Hand in Hand mit einer Wärmebehandlung geht ein Dampfbad mit Kamille. Hier vereinen sich Wärme und Feuchtigkeit mit der Power-Wirkung der Kamille. Die Kamille gehört zu den effektivsten Heilpflanzen. Seit Urzeiten wird sie als Wunderwaffe gegen die verschiedensten Leiden geschätzt. Besonders wirkungsvoll ist sie aber bei Hautleiden. Um diese Kräfte auch für dich zu nutzen, musst du einfach einige Kamillenblüten in einem Topf mit Wasser aufkochen. Halte dein Gesicht über die Dämpfe und lege ein Handtuch über den Kopf, damit der Dampf nicht entweichen kann. Vorsicht: Achte darauf den Topf sicher zu platzieren und das Gesicht nicht zu nah an das Wasser zu bringen. Kamille wirkt antibakteriell, das heißt sie bekämpft die Entzündung im Pickel und wirkt so besonders bei unreiner Haut. Darüber hinaus wirkt sie entzündungshemmend und beruhigend auf die Haut. Ein kleiner Alleskönner, der deine unterirdischen Pickel effektiv bekämpft.

3. Zugsalbe

Zugsalben sind Salben, die die Durchblutung der Haut anregen und schmerzlindernd wirken. Gegen unterirdische Pickel sind sie deshalb besonders gut geeignet, denn sie bewirken, dass sich der Eiter an die Hautoberfläche bewegt. Dadurch entwickelt der Pickel einen Eiterpunkt und kann schneller abheilen. Erschrecke nicht, wenn der Pickel erstmal schlimmer aussieht. Da sich ein Eiterpunkt ausbildet, ist das normal. Wichtig ist nur, dass du dem Körper Zeit gibst, den Pickel von selbst abheilen zu lassen. Also nicht ausquetschen! Achte darauf die Zugsalbe wirklich nur auf die betroffene Stelle aufzutragen, da sie gesunde Haut reizen kann.

Noch ein kleiner Tipp: Als pflanzliche Alternative zur Zugsalbe kannst du wenige Tropfen Teebaumöl auf deinen Pickel auftragen. Teebaumöl wirkt antibakteriell aber einige Menschen reagieren allergisch darauf. Also vorsichtig anwenden.

Wie du den unterirdischen Pickeln vorbeugst

Wenn sich ein unterirdischer Pickel erstmal ausgebildet hat, helfen dir die obigen Tipps dabei, sie schneller loszuwerden. Dennoch erfordert es Geduld bis die Pickel ganz weg sind. Dabei ist es auch nicht einfach, den sichtbaren Pickel an der Hautoberfläche zu ertragen, bis er von selbst abheilt. Da ist es viel besser den unterirdischen Pickeln vorzubeugen. Deine beste Waffe, um dies zu erreichen? Lass die Hände vom Gesicht. Denn gerade an den Fingern sitzen viele Bakterien, die sich auf der Gesichtshaut absetzen und dort Entzündungsreaktionen hervorrufen können. Dass man sich nicht zu oft im Gesicht berühren sollte, sagt einem schon der gesunde Menschenverstand. Das US-amerikanische Militär hat es sogar zu einer Regel gemacht und bläut dies seinen Soldaten ein. Aber oftmals berühren wir uns unterbewusst am Gesicht. Je öfter du dir in Erinnerung rufst, die Hände vom Gesicht zu lassen, desto eher wird sich dein Unterbewusstsein danach richten. Unreinheiten im Gesicht werden sich erheblich verringern.

Auch Peelings sind eine Power-Waffe gegen Unreinheiten jeder Art, darunter gegen unterirdische Pickel. Peelings entfernen abgestorbene Hautzellen, die mit Talg unsere Poren verstopfen. Auch das mindert also das Risiko für Hautunreinheiten. Achte aber darauf ein sanftes Peeling zu verwenden oder aber ein chemisches Peeling.