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Für die einen ist der Veggie-Day in der Kantine das Grauen – für die anderen ist eine fleischlose Ernährung schon lange nicht nur Pflicht, sondern ein Lebensgefühl. Fakt ist: Es ist eine gute Idee auf Fleisch zu verzichten. Aber sind die fleischlosen Alternativen ein wirklich guter Ersatz? Bei welchen Inhaltsstoffen ihr genau aufpassen müsst, zeigen wir euch im heutigen Beitrag.

Veggie-Trend im Supermarkt

Es ist keine Frage: Auf Fleisch zu verzichten, macht definitiv Sinn. Ob es das Elend der Massentierhaltung ist, die negative Klimabilanz, die die Herstellung von Fleisch hat oder die Verschwendung von Ackerfläche für Futtermittel – wenn wir fleischlos leben, tun wir uns selbst und der Welt etwas Gutes. Und das besonders im Hinblick auf die Gesundheit: Fleisch ist der Hauptübeltäter für einen hohen Cholesterinspiegel und der führt bekanntlich zu einem höheren Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Es gibt noch viele weitere Gesundheitsrisiken, die der Fleischverzehr hervorruft, aber das heißt nicht, dass jeder gleich zum Vegetarier oder Veganer werden muss. Ein wenig Verzicht kann jedoch nicht schaden.

Was also tun, wenn man mal auf die Wurst zum Frühstück zum Wohle des Körpers verzichten will? Viele greifen zu fleischlosen Alternativen. Solche Produkte sind mittlerweile zuhauf erhältlich, denn immer mehr Menschen wenden sich von Fleisch ab. Das resultiert natürlich in einem steigenden Interesse nach Fleischersatz. Die Supermärkte und Discounter haben diesen Trend natürlich schon längst erkannt und bieten eine immer größere Produktauswahl an Fleischersatzprodukten an. Doch sind diese fleischlosen Alternativen wirklich so ein guter Fleischersatz? Leben wir tatsächlich gesünder, wenn wir zwar auf Fleisch verzichten aber dafür Fleischersatzprodukte kaufen?

 

Kein Fleisch essen und doch ungesund leben?

Als Vegetarier und Veganer scheint der Griff ins Supermarktregal zu den fleischlosen Ersatzprodukten eine gute Idee zu sein – oder etwa nicht? Die Zeitschrift „Öko-Test“ und die Stiftung Warentest haben jedenfalls bei ihren Tests von rund 20 Ersatzprodukten festgestellt, dass viele Fleischalternativen aus dem Supermarkt alles andere als gesund sind. Die wenigsten Produkte wurden als „gut“ befunden. Der Grund sind oftmals die hohe Konzentration von Schadstoffen wie Mineralölrückständen – kurz MOSH genannt. Diese gesättigten Mineralöle können sich in den Körperorganen anreichern und diese schädigen. Doch damit nicht genug: In den fleischlosen Alternativprodukten fanden sich auch oft Farbstoffe, Zucker, hohe Dosen Salz, Säureregulatoren und natürlich der Geschmacksverstärker Glutamat. Alles Dinge, die in natürlichen Lebensmitteln in solchen Mengen nichts zu suchen haben. Auch vielfach gesättigte Fettsäuren wie Palmfett sind oft enthalten.

Obwohl Fleischersatzprodukte also auf den ersten Blick als gesündere Alternative zu Fleisch erscheinen, sind sie mit so vielen schädlichen Zusatzstoffen angereichert, dass ihr Verzehr alles andere als gesund ist. Da hilft ein Blick auf das Lebensmitteletikett weiter: Sind zu viele der oberen Stoffe enthalten, sollte man die Finger vom Produkt lassen.

Es stellt sich also die Frage, ob wir diese Produkte wirklich brauchen – man muss ja nicht gleich komplett auf Fleisch verzichten, solange man es nur nicht jeden Tag zu allen Mahlzeiten verzehrt. Es gibt zahlreiche Alternativen zur Wurst zum Frühstück oder dem Schnitzel zu Mittagessen. Egal, ob du fleischlos leben oder lediglich weniger Fleisch konsumieren willst – das geht ohne die Fleischersatzprodukte aus dem Supermarkt.

 

Die wirklich gesunden Alternativen zu Fleisch

Wer selbst gerne kocht, kann sich einfach und unkompliziert schnelle Gerichte zaubern – ohne Fleisch, lecker und ohne jegliche Zusatzstoffe. Es gibt neben dem altbekannten und oft verschmähten Tofu noch zahlreiche andere Alternativen zu Fleisch: Darunter zählt zum Beispiel Tempeh – ein traditionelles indonesisches Lebensmittel, das aus fermentierten Sojabohnen hergestellt wird. Auch aus Grünkern, schwarzen Bohnen, Haferflocken und Kichererbsen lassen sich tolle vegetarische Schnitzel und Burger herstellen. Natürlich gibt es auch zahlreiche leckere selbstgemachte Alternativen für einen vegetarischen oder veganen Aufstrich – da fehlt die Ersatzwurst am Frühstückstisch nicht. Versuch es selbst einmal – für den Anfang haben wir euch drei schnelle und einfache Rezepte zusammengestellt.

 

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Vegane Rezepte – schnell, lecker und ohne Zusatzstoffe!

Es muss nicht immer ein Gang in den Supermarkt sein, um sich vegane Aufstriche oder Schnitzel zu besorgen. Beide sind sehr einfach zuhause herzustellen – dafür braucht es in den meisten Fällen nur einen Blender oder einen Pürierstab.

Olivencreme

Für einen sehr einfachen, aber leckeren Olivenaufstrich, der morgens den Käse- oder Wurstaufschnitt ersetzen kann, mischst du einfach entsteinte grüne oder schwarze Oliven mit ein wenig Olivenöl und pürierst diese, bis eine feine Creme entstanden ist – fertig ist ein leckerer Aufstrich!

Cashewaufstrich/Dip

Noch einfacher und genauso lecker ist ein Cashewaufstrich: Hierfür pürierst du über Nacht eingeweichte Cashewkerne im Mixer zu einer Creme und würzt sie mit Paprikapulver und Salz nach Geschmack. Egal ob als Dip für die Party oder als Aufstrich für den Frühstückstisch – die Cashew-Creme ist ein Hit!

Baba Ghanoush

Ein aus der arabischen Küche bekanntes Gericht ist das sogenannte „Baba Ghanoush“. Schon mal gehört? Das Gericht mit dem klangvollen Namen ist eine einfache Auberginencreme, die fantastisch schmeckt. Im Netz gibt es zahlreiche Varianten aber die einfachste ist die folgende: Auberginen im Ofen backen bis diese weich sind. Schabe dann die Auberginen aus und lasse das Fruchtfleisch über einem Sieb abtropfen. Das Fruchtfleisch dann mit gehackten Zwiebeln, Knoblauch, ein wenig Olivenöl sowie Salz und Pfeffer vermengen. Fertig!

Kichererbsenschnitzel

Du willst lieber ein veganes Schnitzel? Dann empfehlen wir dir ein Kichererbsenschnitzel. Wenn du schon mal eine Falafel gegessen hast, dann kennst du diese Art von veganem Schnitzel, das super schmeckt und einfach zu kreieren ist. Die Falafel ist ein frittiertes Kichererbsengericht aus der arabischen Küche. Hierfür weichst du die Kichererbsen über Nacht in Wasser ein und pürierst sie am Folgetag mit Zwiebeln und Knoblauch. Anschließend würzt du die Paste mit Gewürzen und Salz. Hier kannst du ganz nach deinem Geschmack würzen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Forme kleine Schnitzel, wende diese in Paniermehl und brate die Schnitzel in Öl auf jeder Seite goldbraun. Fertig sind die Kichererbsenschnitzel, die du nun in einem Brötchen mit beliebigen anderen Zutaten zu einem leckeren Burger kombinieren kannst. Oder aber du zauberst eine leckere Soße dazu und isst die Schnitzel mit einer Gemüsebeilage.

Fleischlos zu kochen ist also gar nicht schwer und genauso lecker. Probiere es selbst aus, statt auf Fleischersatzprodukte aus dem Supermarkt zurückzugreifen. Wenn du auf eine Ernährung mit weniger Fleisch achtest, ist auch der Sonntagsbraten eine kleine „Sünde“, die du dir ohne schlechtes Gewissen leisten kannst.