Die kalte Jahreszeit ohne Infekt oder Erkältung überstehen? Das ist kein Ding der Unmöglichkeit, sondern mit ein wenig Vorsicht durchaus möglich. Wie ihr durch den Winter kommt und Regen und Winterkälte ohne Krankheit übersteht, verraten wir euch im heutigen Beitrag.

Es ist wieder soweit: In Bus und Bahn werden wir angehustet, die Kollegen kommen verschnupft ins Büro und Viren lauern überall, um uns mit Fieber und Gliederschmerzen K.O. zu schlagen. Und wer Kinder hat, muss sowieso auf der Hut vor all den fiesen Bazillen sein. Doch ist es gar nicht so schwierig sich vor all diesen Angriffen gegen den Körper zu wehren. Hier gilt: Vorbeugen ist besser als Nachsorge. Denn wer einmal einen Infekt erwischt hat, kann ihn nur aussitzen.

Doch was hilft eigentlich in der kalten Jahreszeit gegen Bazillen und Viren? Was ist der Unterschied zwischen einer Erkältung und Grippe und wie kann man ihnen überhaupt vorbeugen? Wir verraten euch fünf Tipps, mit denen ihr fit durch den Winter kommt.

Husten, Schnupfen und Heiserkeit – Grippe oder Erkältung?

Im Herbst und Winter hat sie leichtes Spiel: die Erkältung. Eine Erkältung geht mit Halsschmerzen, Husten, Schnupfen und Heiserkeit einher – sie ist eine Infektion der oberen Atemwege. Stecken wir uns mit Erkältungsviren an, dann dauert es mitunter bis zu zwei Tage bis die ersten Symptome auftreten. Glückliche Menschen bleiben trotz Ansteckung gesund – wie das gelingt, zeigen wir euch mit unseren Tipps. Fängt das Geschniefe und der Husten an, dauert der Infekt im Schnitt drei bis sieben Tage an. Dabei ist man gerade in den ersten Tagen hochgradig ansteckend für Familie und Kollegen. Wer nach zwei Tagen Ruhe zu Hause wieder auf die Arbeit kommt, kann also noch durchaus die Kollegen anstecken. Halte also lieber Abstand, denn beim Niesen oder Husten verteilen sich die Viren überall und können so auch andere anfallen. Überhaupt ist es eine gute Idee auf zu viel Händeschütteln zu verzichten, gerade wenn man noch Beschwerden hat.

Die Grippe – die fiese „Erkältung“

Viele meinen sie haben die Grippe, obwohl sie „nur“ erkältet sind. Doch die Grippe, oder Influenza, ist etwas gänzlich anderes. Beide Krankheitsbilder werden durch Viren ausgelöst, aber bei der Grippe kommen nur die sogenannten Grippe-Viren als Auslöser in Frage. Erkältungen hingegen kann man sich von einer Vielzahl von Erregern holen.

Dennoch verläuft das Krankheitsbild bei beiden nicht unähnlich, so dass auch oft Ärzte Schwierigkeiten haben zu diagnostizieren, ob es sich um eine Grippe oder eine Erkältung handelt. Das liegt auch daran, dass die Grippe bei manchen Menschen harmloser verläuft als bei anderen und sich nur durch weniger starke Symptome zeigt.

Generell gilt: Halsschmerzen und Husten können sowohl bei einer Erkältung als auch bei einer Grippe auftreten. Eine Grippe tritt jedoch meist plötzlich auf und beginnt nicht allmählich wie die langsam auftretenden Halsschmerzen bei der Erkältung, die immer schlimmer werden. Auch gehen meist Kopf- und Gliederschmerzen sowie hohes Fieber (über 38,5°C) mit der Grippe einher. Und vor allem dauert es länger bis die Grippe geheilt ist – Kranke fühlen sich oft deutlich angeschlagener und müder und wollen ihr Bett nicht verlassen, während eine Erkältung oft nach zwei bis drei Tagen schon viel besser ist.

5 Tipps für einen gesunden Winter

1.Das Immunsystem boosten

Hippokrates forderte, dass das tägliche Essen auch Heilungsmittel sein sollte. Der antike Heiler trifft damit den Nagel auf den Kopf. Nirgends trifft die Heilungskraft von Lebensmitteln so zu, wie bei Obst und Gemüse. Besonders voll mit Vitamin C sind im Winter zum Beispiel Brokkoli, Blumenkohl und Rosenkohl. Diese einheimischen Gemüsesorten schlagen mit ihrem Vitamin C-Gehalt sogar die Zitrusfrüchte! Brokkoli und Rosenkohl haben pro 100 Gramm fast doppelt so viel an Vitamin C als eine Zitrone. Sie sind wahre Vitamin C- Bomben für ein starkes Immunsystem.

2.Händewaschen angesagt!

Ziemlich einfach durchzusetzen aber von vielen kaum beachtet: Das gründliche Händewaschen. Natürlich waschen wir uns die Hände, wenn wir vom Einkaufen oder von der Bahnfahrt nach Hause kommen. Aber wie steht’s damit, wenn du eine Türklinke auf der Arbeit angefasst hast, deine Nase geputzt hast oder sogar ein Tier gestreichelt hast? Die Hände kommen mit allen möglichen Keimen in Kontakt und wenn man dann mit der Hand das Gesicht anfasst, ist eine Erkältung vorprogrammiert. Denn die Krankheitserreger dringen durch Mund, Nase oder Augen in den Körper ein und zwei Tage später liegt man dann eventuell flach. Deshalb öfter gründlich die Hände waschen – nach dem Toilettengang sowieso, aber auch, wenn du Dinge angefasst hast, mit denen viele Menschen in Berührung kommen. Vermeide auch zu oft das Gesicht anzufassen.

3.Raus ins Dunkel

Zuhause ist es warm und gemütlich – wer will da schon an nach draußen und sich der Kälte aussetzen? Dennoch lohnt es sich den inneren Schweinehund zu überwinden, denn wenn du regelmäßig an der frischen Luft bist, stärkst du dein Immunsystem. Auch Saunagänge und Wechselduschen härten dich ab. Infektionen haben dann eine geringere Chance im Körper! Je fitter du bist, desto weniger wirst du anfällig für Viren. Der nette „Nebeneffekt“: Die frische Luft belebt und mindert das Risiko für Depressionen.

4.Genügend Schlaf

Sieben bis acht Stunden braucht ein erwachsener Mensch mindestens – und diese Zeit solltest du deinem Körper auch geben! Denn wer zu wenig schläft, schwächt den Körper und das Immunsystem. Ausreichender Schlaf macht nach den Ergebnissen von vielen Studien schöner, schlanker und gesünder. Während des Schlafes werden zum Beispiel Hormone ausgeschüttet, die die Bildung neuer Zellen anregen. Auch das Risiko für Bluthochdruck und Herzinfarkte sinken mit auseichendem Schlaf. Deshalb: Gehe lieber ein wenig früher schlafen und gönne dir am Wochenende das Stündchen extra Schlaf!

5.Einmümmeln und einheizen

Die Immunabwehr des Menschen ist, wenn es kalt ist, weniger gut, so dass wir im Winter auch anfälliger für die vielen Krankheitserreger sind. Deshalb ist der Rat sich warm einzumümmeln im Winter durchaus berechtigt. Zieh dich in Schichten an und vermeide unbedingt kalte Füße, dann wirst du bessere Chancen gegen die Erkältungsviren haben. Wer sich innerlich einheizen will, dem empfehlen wir ein paar Scheibchen Ingwer in heißem Wasser. Versüßt mit Honig und einem Spitzer Zitrone schmeckt der Ingwertee nicht nur, sondern wärmt auch effektiv von innen.

Was tun, wenn es dich erwischt hat?

Bei einer Erkältung muss man nicht sofort zum Arzt. Antibiotika wird er gegen Erkältungsviren sowieso nicht verschreiben. Da hilft nur Abwarten und die Symptome mit Hausmittelchen kurieren. Gegen Husten, Schnupfen und Heiserkeit gibt es zahlreiche Hausmittelchen – je nachdem, wie schlimm es ist, kann man sich zum Beispiel ein Dampfbad gönnen oder eine Salbe gegen die wunde Nase. Bei festsitzendem Husten gibt es viele pflanzliche Stoffe, die helfen können, darunter Eukalyptus oder Thymian- Extrakte. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Thymian-Arzneitee? All das kann auch bei einer Grippe helfen, aber wer den Verdacht hat eine Grippe zu haben oder sogar fiebert, sollte den Hausarzt aufsuchen. Medikamente wie Ibuprofen oder Paracetamol helfen gegen Kopf- und Gliederschmerzen und unbedingte Bettruhe ist notwendig, damit der Körper sich schnellstmöglich erholen kann.

Mit den obigen Tipps bleibst du von Weihnachten über Silvester bis Fastnacht munter, frisch und gesund und kannst die kalte Jahreszeit in vollen Zügen genießen!


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