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Ein paar Pfunde verlieren… Aber allein schon der Gedanke an die nächste Diät lässt die Laune rapide sinken. Die Motivation fehlt gänzlich und dies macht das Abnehmen natürlich umso schwerer. Niemand hält gerne Diät und die oft damit einhergehende schlechte Laune, die häufig tatsächlich sogar eher zu Trägheit und fehlender Motivation führt, ist der Beginn von einem Teufelskreis.

Doch anders bei der Dopamin-Diät! Die Pfunde purzeln leichter und die Glückshormone sind im Einklang mit ihrem Wohlbefinden. Wie das funktionieren soll? Lesen Sie selbst:

Was sind Glückshormone?

Die bekanntesten Glückshormone, von denen Sie sicherlich auch irgendwie, in irgendeinem Zusammenhang schon einmal gehört haben sind Dopamin, Endorphin, Serotonin und Noradrenalin. Da ihre Wirkung unser physisches und psychisches Wohlbefinden beeinflusst, werden sie auch als die körpereigenen Drogen bezeichnet. Sie sind die Basis von Emotionen, Gedanken und Bewegungen, denn sie leiten Nervenerregungen über die Synapsen an unser Gehirn weiter. Insgesamt produziert unser Körper sechs verschiedene Glückshormone, dazu gehören neben den schon genannten, bekanntesten, auch noch Phenethylamin und Oxytocin.

Wie wirken die Glückshormone?

Endorphine werden beispielsweise bei Verletzungen ausgeschüttet und gelten als körpereigenes Schmerzmittel. Sie versetzen den Körper in eine Art Rauschzustand und lindern somit die Schmerzen. Auch bei intensiven sportlichen Aktivitäten werden Erschöpfungssymptome durch das Freisetzen von Endorphinen gemindert. Zudem regulieren sie unsere Stimmung, Sexualhormone und sogar unser Hungergefühl.

Serotonin wirkt sich auf unser Schmerzempfinden, Schlaf- und Sexualverhalten und generellen emotionalen Zustand aus. Nicht umsonst wird es auch als das Schlafhormon bezeichnet. Es wirkt stimmungsaufhellend und sorgt im Sommer für mehr Elan.

Noradrenalin hingegen wird ganz besonders in Stresssituationen ausgeschüttet und erhöht unsere Konzentration, Leistungsfähigkeit und steigert die Motivation. Es wird in Verbindung mit einem Enzym aus Dopamin hergestellt und befindet sich im zentralen Nervensystem.

Dopamin wirkt sich nun als entscheidender Botenstoff für unsere Glücksempfindungen, auf unsere Gefühle und Empfindungen aus, leitet diese weiter, steuert die Durchblutung der inneren Organe und gibt Impulse an die Muskeln weiter.

Welche Rolle spielt der Dopamin-Spiegel?

Der Dopamin-Spiegel kann dabei helfen, motiviert zu bleiben, eine Diät bis zum Ende durchzuziehen und somit effektiv abzunehmen. Dafür muss er allerdings über den gesamten Zeitraum konstant und relativ hoch bleiben. Um den Dopamin-Spiegel aufrecht zu erhalten, ist es wichtig, die richtigen Nährstoffe zu sich zu nehmen und zu den richtigen Lebensmitteln zu greifen. Dabei sind Eiweiße die wichtigsten Grundbausteine von Nervenbotenstoffen und Proteine somit unheimlich wichtig und notwendig, in großem Maße zu sich zu nehmen. Kohlenhydrate hingegen sollte man eher hintenanstellen. Letztere wirken sich negativ auf die Dopamin-Produktion aus und können Heißhungerattacken verursachen.

Vitamin B, Magnesium und Kalzium sind ebenfalls sehr wichtig, da sie die Umwandlung von Proteinen in Neurotransmitter unterstützen. Dafür eignen sich frische Lebensmittel wie Gemüse und Obst hervorragend, da sie voller Vitamine und Spurenelemente stecken, die wir für unsere Leistungsstärke und Motivation unbedingt brauchen. Außerdem mindern die Vitamine zusätzlich auch Stress.

Besonders gut eignen sich auch Lebensmittel wie Mandeln, Pistazien, Kürbiskerne, Hülsenfrüchte, sowie Eier, Parmesan und Milchprodukte, Lachs, Fleisch und Fisch. Diese Lebensmittel enthalten Tyrosin, was eine Ausgangssubstanz für die Herstellung von Dopamin ist.

Greifen Sie zu unverarbeiteten Lebensmitteln

Auf künstliche Zusatzstoffe und Konservierungsstoffe sollte man soweit es geht verzichten. Unser Körper braucht sie nicht, sondern sogar eher im Gegenteil: Sie belasten ihn. Lebensmittel, die nicht industriell verarbeitet sind hingegen, eignen sich hervorragend. Auf sämtliche Fertigprodukte sollte man demnach verzichten und stattdessen zu frischen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse, sowie Fleisch und Fisch, am besten direkt frisch vom Markt gekauft, greifen.

Der Blutzuckerspiegel muss konstant gehalten werden

Durch den Konsum von Zucker wird Dopamin freigesetzt und das macht gute Laune. Jedoch steigert eine regelmäßige Aufnahme von Zucker auch das Bedürfnis nach Zucker. Nun ist es meistens so, dass man während einer Diät so gut es geht auf Zucker verzichten möchte und der Konsum gesenkt wird. Das hat zur Folge, dass auch der Dopamin-Haushalt sehr plötzlich, sehr stark sinken kann. Das wiederum führt natürlich zu schlechter Laune. Und wie es so ist, verliert man mit schlechter Laune auch sehr schnell die Motivation und die guten Vorsätze, die man zu Beginn einer Diät noch hatte. Damit befinden wir uns wieder in dem schon angesprochenen Teufelskreis. Sehr wichtig ist es deshalb, zu versuchen, den Blutzuckerspiegel von vorne herein konstant zu halten, indem man beispielsweise viele Ballaststoffe isst. Das verhindert einen vorzeitigen Abbruch der Diät aufgrund von fehlender Motivation.

Vorsicht bei zuckerhaltigen Getränken

Auf zuckerhaltige Getränke sollte man am besten komplett verzichten, während der Diät. Sie sind ohnehin ungesund für Zähne, Haut und Knochen und eine unnötige, zusätzliche Kalorienquelle, die jede Diät zu Nichte machen kann. Sparst du dir über den Tag auch noch so viele Kalorien ein, wenn du dennoch fast ausschließlich zu Limonaden oder anderen süßen Getränken greifst, hast du die eingesparten Kalorien super schnell wieder drauf und das sogar, ohne dass du es wirklich merkst. Viele Menschen übersehen diesen wichtigen Aspekt, auch auf die Getränke während einer Diät zu achten und zuckerhaltige Softdrinks sind sogar einer der Hauptverursacher von Übergewicht. Alternativ ist natürlich Wasser die beste Möglichkeit viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen, aber auch zuckerfreier Tee, beispielsweise Früchtetee, oder ab und an eine leichte Fruchtschorle eignet sich gut. Besonders Tee empfiehlt sich während einer Diät, da man eine reiche Auswahl an Geschmäckern finden kann, Tee in den meisten Fällen auch noch sehr gesund ist durch die vielen enthaltenen Mineralien und Vitamine und vor allem viele Teesorten auch das Hungergefühl senken, oder Heißhungerattacken verhindern.

Die Schlafqualität muss stimmen

Dopamine können sowohl den Wachzustand, als auch die Schlafqualität beeinflussen. Das Dopaminlevel sinkt für gewöhnlich am Abend, wenn wir zu Bett gehen wollen. Wenn wir morgens aufstehen, setzt der Körper hingegen wieder Dopamine frei. Wenn wir nun unter Schlafmangel leiden, oder in der Nacht wach bleiben, kommt es zu Störungen innerhalb dieses natürlichen Rhythmus. Die Verfügbarkeit von Dopaminrezeptoren im Gehirn werden bis zum nächsten Morgen extrem stark reduziert, da geringe Dopaminmengen das Einschlafen eigentlich erleichtern und somit ein Schlafdefizit ausgleichen sollen. Unter einem geringen Dopaminlevel leiden Konzentration und Koordination. Auch hier bildet sich also wieder ein Teufelskreis: Schlafmangel verringert Dopamin, reduziertes Dopamin führt zu Schläfrigkeit. Deshalb sollte man unbedingt darauf achten etwa 7 Stunden, ruhigen, erholsamen Schlaf, ohne Störungen und Unterbrechungen ab zu bekommen.

Bewegung und Neues wagen

Durch Glückshormone zum eigenen Wunschgewicht zu gelangen ist ein Abnehmkonzept, welches man längerfristig durchführen kann und sollte. Mit der gewonnenen Motivation durch das Dopamin, sollte man regelmäßige Bewegung in seine tägliche Routine einbauen und das am besten direkt von Anfang an. Denn umso früher man damit beginnt, umso schneller konditioniert man den Körper darauf und lernt auch den Sport mit etwas Positivem und vor allem mit Erfolgen und Glückserlebnissen zu verbinden. Ruhig dabei auch mal etwas Neues ausprobieren, denn neue Erlebnisse und Erfahrungen aktivieren die Dopaminproduktion ebenfalls. So kommt man wieder in eine Art Kreislauf, aber dieses Mal in einen positiven: Gute Vorsätze motivieren, Erfolge machen gute Laune und man bleibt am Ball.