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Unsere Haut verändert sich in jedem Jahrzehnt. Was Mitte zwanzig noch vollkommen ok war, ist für die Haut Mitte dreißig ein absolutes No-Go. Während wir in den Zwanzigern eine durchzechte Nacht locker wegstecken konnten, rächt sich reifere Haut mit jeder durchgefeierten Party. Je nachdem in welcher Phase unseres Lebens wir uns befinden, braucht unsere Haut unterschiedliche Dinge. Welche Gewohnheiten du ab Dreißig in deine Pflegeroutine einbauen solltest, erklären wir dir hier.

Als Teenager und sogar noch Anfang zwanzig ist uns eine Beauty-Routine meist fremd. Wir tun, was wir wollen und unsere Haut macht es fröhlich mit. Schließlich ist sie noch jung, frisch und straff und kann alle äußeren und inneren Einflüsse leicht verarbeiten. Das ändert sich ab 30. Natürlich nicht über Nacht, aber dennoch müssen wir uns ab jetzt ein wenig mehr um unsere Haut kümmern. Ein Lifestyle, der die Haut belastet, ist jetzt nicht mehr drin. Auch werden viele Frauen in ihren 30ern schwanger und der Hormonhaushalt verändert sich. Auch das wirkt sich enorm auf die Haut aus. Aber selbst ohne Schwangerschaft müssen wir nun einiges beachten. Es gibt einige Dinge, die du jetzt in deine Pflege-Routine einbauen solltest. Schließlich wollen wir möglichst lange faltenfrei bleiben. Das bedeutet, dass wir uns den Bedürfnissen unserer Haut mit jedem Jahrzehnt anpassen müssen. Aber was macht die Haut ab 30 eigentlich aus? Worauf müssen wir achten und warum?

Die Haut ab 30 – was verändert sich?

Glatte und straffe Haut – das ist ein Schönheitsideal, dass wir in jungen Jahren leicht und ohne Mühe aufrechterhalten können. Ab 30 sieht das schon anders aus. Warum? Es ist klar, dass sich die Haut durch innere und äußere Einflüsse verändert. Mit den Jahren entwickelt sie unterschiedliche Bedürfnisse. Diese Bedürfnisse können sich, je nachdem in welcher Lebensphase wir uns befinden, ändern. Und natürlich spielt auch unser Hauttyp eine Rolle. Was braucht die Haut ab Mitte 30 also, um sich wohlzufühlen?

Wir sagen es nur ungern, aber die Hautalterung beginnt in den 30ern. Das hat etwas mit der sogenannten Perimenopause zu tun. Die Perimenopause bezeichnet die Zeit vor und nach der Menopause und bewirkt unter anderen, dass der Östrogenspiegel abfällt. Das sind keine guten Nachrichten, denn das Hormon Östrogen ist enorm wichtig für eine junge Haut. Östrogen regt unter anderem den Kollagenaufbau an. Das ist das Protein im Körper, das Wasser bindet und so für Geschmeidigkeit, Elastizität und Spannkraft sorgt. Geht die Kollagenbildung zurück, können wir straffe und feste Haut ebenfalls verabschieden. Die ersten Falten zeigen sich, Haare und Nägel sind nicht mehr so schön und glänzend. Leider nimmt der Kollagenabbau auch in den darauffolgenden Jahrzehnten immer mehr ab. Genau deshalb müssen wir schon in den 30ern etwas dagegen tun!

Natürlich sind es nicht nur solche inneren Faktoren, die die Hautalterung beeinflussen. Ein Lifestyle mit wenig Schlaf, viel Alkohol, Zigaretten und einer ungesunden Ernährung ist für die Haut enorm schädlich. Auch die Sonneneinstrahlung darf nicht unterschätzt werden. Zu den schädlichen äußeren Faktoren gehört aber auch eine falsche oder zu geringe Pflege. Das ist eine Pflege, die den Bedürfnissen der Haut nicht angepasst ist. Aber keine Angst. Wer auf einen ausgewogenen Lebensstil achtet und eine Pflege-Routine entwickelt, die auf Hauttyp und Alter abgestimmt ist, hat länger junge, straffe und reine Haut. Wenn das mal kein Ansporn ist, die folgenden Tipps zu beherzigen!

3 Gewohnheiten, die du ab 30 in deine Beauty-Routine einbauen solltest

Die richtige Pflege für Tag und Nacht

Bis jetzt hast du immer nur auf eine Creme gesetzt? Du findest es ist unnötig mehr als eine Creme im Schrank zu haben? Damit ist jetzt Schluss. Vielleicht hast du es bisher noch nicht so gehalten. Jedoch solltest du spätestens ab 30 eine Tages- und Nachtpflege in deine Pflege-Routine einführen. Warum das so ist? In allererster Linie haben Tages- und Nachtcremes ganz unterschiedliche Ansätze und Ziele. Eine Tagescreme ist meist so konzipiert, dass sie die Haut vor UV-Strahlen und weiteren äußeren Stresseinflüssen schützt. Die Nachtcreme setzt hingegen auf Erholung. Hier ist die Creme meist vollgestopft mit Wirkstoffen, die die Haut regenerieren. Anti-Aging vom Feinsten also. Achte in jedem Fall darauf eine Pflege zu verwenden, die voll mit Antioxidantien ist. Auch ganz wichtig bei jedem Eincremen: Hals und Dekolleté nicht vergessen! Du kannst noch so sehr ein faltenfreies Gesicht haben – wenn der Hals Falten wirft, fällt das direkt ins Auge und macht den gesamten jugendlichen Effekt zunichte. Alles unter dem Gesicht muss genauso vor Trockenheit und negativen Einflüssen geschützt werden.

24H Pflege fürs Gesicht

Die Augen nicht vergessen

Neben einer passenden Tages- und Nachtpflege ist es immens wichtig ab sofort auf eine hochdosierte Augencreme zu setzen. Du findest, dass ist übertrieben? Dann bedenke, dass sich die ersten Anzeichen der Hautalterung meist im Augenbereich bemerkbar machen. Deshalb ist hier eine gute Hautpflege unerlässlich. Die Haut um die Augen ist trockener und zudem drei- bis fünfmal dünner als die übrige Gesichtshaut. Hier braucht es einen Extra-Pflege-Boost. Fast jede gute Augencreme ist auf genau diese Probleme abgestimmt und hilft dabei die Augenpartie länger faltenfrei zu halten. Wirkstoffe wie das CoEnzym Q10 sollten in jedem Fall in deiner Augencreme drin sein. Klopfe die Creme in die gesamte Augenpartie ein – das regt zusätzlich die Durchblutung an und die Haut wirkt strahlender.

Augenpflege für die Haut ab 30

Anti-Aging mit Vitamin A

Dass du ab 30 Pflegeprodukte mit Anti-Aging-Wirkstoffen benutzen solltest, ist nun klar. Doch welche sollten das sein? Es gibt viele gute Wirkstoffe, die die Haut jetzt braucht. Besonders wirksam ist dabei Retinol. Retinol ist eine Allzweckwaffe gegen das Altern. Erwiesenermaßen reduziert Retinol – oder Vitamin A – Falten, schützt gegen freie Radikale und verbessert die Hautstruktur.

Besonders für die Hautstruktur ist Retinol förderlich. Vitamin A fördert unter anderem die Bildung der Korneozyten. Das sind die Zellen, die die obersten Hautschicht bilden. Wird deren Produktion gemehrt, bekommen wir glattere Haut. Doch damit nicht genug: Retinol regt auf den Kollagenaufbau in den unteren Schichten der Haut an. Die Haut bleibt so länger straff. Achte also darauf, dass dieser Power-Anti-Aging-Wirkstoff in jedem deiner Produkttiegelchen drin ist!

Du siehst also: Die obigen Tipps in deine Pflege-Routine einzubauen ist sehr einfach und simpel. Dafür ist der Effekt umso dramatischer: Jugendliche und frische Haut bis ins hohe Alter hinein!