Ein sichtbarer Ansatz im Haar ist schick

Was eine Zeit lang noch als No-Go galt, ist jetzt total in: Der sichtbare Ansatz im Haar. Das wird im Englischen auch als Outgrown Roots bezeichnet. Dabei trägt man seine natürliche Haarfarbe als herausgewachsenen Ansatz.

Dazu kommt, dass es schwierig sein kann, die gefärbte Haarfarbe und die Natur-Haarfarbe gleichermaßen gut zu pflegen.

Ist dieser neue Trend etwa durch die Corona-Pandemie entstanden?

Die Isolation und der Friseur-Verbot machen es möglich: Outgrown Roots

Niemand mehr kann zum Friseur und wer nicht selbst Hand anlegen oder befreundete Friseure zum engsten Kreis zählen kann. Ja, der muss sich mit einem herauswachsenden Ansatz quälen. Aber stopp: Denn genau das ist längst nicht mehr so out, wie es vor Corona einmal war.

Zum Frühling hin wird dieser Modetrend immer mehr gehypt. Und was soll man auch anderes tun, wenn der regelmäßige Färbetermin nicht mehr einzuhalten ist.

Deshalb gilt: Besser zurücklehnen, entspannen und den Ansatz ruhig herauswachsen lassen. Denn genau so kommt die neue Frisur „Outgrown Roots“ zustande. Ob dunkel oder hell, ein Kontrast sieht im Frühjahr schön aus.

Das vermittelt eine gewisse Lässigkeit und verdeutlicht den Laissez-faîre Stil. Man denkt nicht mehr so viel nach, lebt sein Leben, so gut es momentan eben geht, und kümmert sich um Wichtigeres. Outgrown Roots bedeuten, der Natur sowie dem natürlichen Look etwas näher zu kommen und nicht alles künstlich zu färben. Es bedeutet mehr zu sich selbst zu stehen und sich selbst so zu akzeptieren, wie man eben ist.

Bekannte Gesichter wie Kim Kardashian machen es vor und alle Zuhause-Gebliebenen können es ganz einfach nachmachen. Denn das ist auch das Schöne an den Outgrown Roots: Man muss nicht viel dafür tun.

Die richtige Pflege der Outgrown Roots

Aber wie genau kann man diesen Haartrend nun gepflegt beibehalten? Etwas Gutes vorweg: Nicht viel, denn Outgrown Roots sind wirklich mit wenig Aufwand verbunden.

Bei blondierten Haaren sollte das richtige Silbershampoo stimmen und es sollten intensivere Pflegeprodukte zum Einsatz kommen. Am besten ist es, wenn man auf ein abgestimmtes Silbershampoo setzt, ansonsten kann es zu leichten Verfärbungen kommen.

Da haben es Braunhaarige schon etwas leichter. Da reicht es, je nach Pflegebedarf, ein feuchtigkeitsspendendes Shampoo zu verwenden und den gefärbten Ansatz mit einem Pflege-Conditioner zu versorgen. Dabei sollte immer darauf geachtet werden, dass die Spitzen zu keiner Zeit austrocknen. Ansonsten sehen diese spröde aus.

Andere Arten Outgrown Roots zu präsentieren

Es gibt aber nicht nur die eine Art und Weise seine Outgrown Roots zu zeigen. Das reicht von einem sanft kombinierten Farbspektrum bis hin zu einem extremen Look. Die Promis machen diese Optik vor und inspirieren alle Interessierten im Home-Office.

Der Ombre-Effekt

Der Ombre-Look ist schon lange vor Corona bekannt geworden. Dabei vermischen sich zwei Haarfarben, die sich in ihrer Nuance nicht zu unähnlich sind. Diese Optik kann schnell schiefgehen und „abgehackt“ aussehen. Deshalb ist ein fließender Übergang so wichtig.

Im Bereich der Outgrown Roots spricht man ebenso vom Ombre-Effekt. Ein leicht „schmutziger“ blonder Ansatz und dazu ein passender, leicht bräunlicher Kontrast kann sehr schick aussehen. Die bekannte Schauspielerin Margot Robbie präsentiert es in der Öffentlichkeit als eine der ersten.

Schatten-Wurzeln

Wer seine natürliche und eher dunkle Farbe wachsen lässt und den Rest noch blond gefärbt beibehält, präsentiert die sogenannten Schatten-Wurzeln. Der Schatten steht dabei für den Kontrast der dunkleren Farbe.

Natürliche Wurzeln

Leser mit natürlich blonden Haaren werden zustimmend nicken, denn viele davon haben einen gewissen wurzeligen Bereich in ihrer Farbe. Sie sind also nicht immer komplett einheitlich blond. Wer braune Haare hat, lässt dadurch einen Anteil dunkel, um glaubwürdiger zu erscheinen. Dabei sollte aber darauf geachtet werden, dass der Übergang nicht zu drastisch erscheint.

2-Ton-Farbe

Dann gibt es noch die 2-Ton-Farbe, die Shailene Woodley aus der Serie „Big Little Lies“ bereits gezeigt hat. Sie hat ihren Ansatz so weit herauswachsen lassen, sodass der Scheitel dunkel und die Längen immer heller geworden sind. Daraus entstehen im Endeffekt zwei verschiedene Texturen, denn die Enden können gewellt werden. Oben bleibt es hingegen glatt.

Durch diesen Effekt entsteht eine Abtrennung dieser zwei Bereiche. So zeigt man die herausgewachsene künstliche Seite und seinen natürlichen Anteil.

Extreme Wurzeln

Beim Trend der Outgrown Roots können auch nur die Spitzen hell bleiben und der Rest ist natürlich. Paris Jackson hat diesen Look bereits bewiesen.

Polierte Wurzeln

Sich nicht verstecken zu müssen, egal wie viel Ansatz am Haar hervorkommt, setzt ein völlig neues Statement. Kim Kardashian zeigt ihren Scheitel so wie er gewachsen ist, glättet und setzt ihn passend in Szene.

Dabei können die Spitzen auch sehr extrem gefärbt sein: Ob Silber oder Platinblond ist dabei egal. Hingegen bleibt der Ansatz natürlich (in braun oder sogar schwarz). Dieser extreme Unterschied bleibt jedem in Erinnerung.

Gefärbte Wurzeln

Auch ausgefallenere Farben finden beim neuen Haartrend ihren Platz: Wie wäre es mit Knallpink oder Rosa? Diese auffälligen Farben können an den Spitzen, also weit unten, getragen werden. Alles andere wächst nach dem Motto: Ganz natürlich!