© INSTAGRAM/LOYLYHELSINKI – Diese 5 Benimmregeln solltest du in einer Sauna beachten.

Die Sauna ist ein Ort der Ruhe, der Entspannung und des Wohlbefindens. Wer regelmäßig sauniert, tut Körper und Geist viel Gutes. Doch gerade, wenn man vor fremden Menschen die Hüllen fallen lässt, gibt es einiges zu beachten. Wir zeigen dir, was beim Saunieren Tabu ist und wie du keinen Fauxpas begehst.

Sauna ist Erholung für Körper und Geist. Das haben zahlreiche Kulturen überall auf der Welt erkannt. So gibt es in der Türkei den „Hamam“, in Japan den „Sento“ und in Russland schwitzt man im „Banjo“. Keine Frage – das Saunieren ist beliebt. Bereits in der Steinzeit legten die Menschen kleine Höhlen mit heißen Steinen aus und schütteten Wasser darüber, um Wasserdampf zu erzeugen. Die erste Sauna war geboren. Seitdem ist die Beliebtheit des Dampfbades ungebrochen. Und das nicht ohne Grund. Regelmäßige Saunabesuche stärken das Immunsystem, machen eine schönere Haut und tragen enorm zur Entspannung bei. Gerade in der Erkältungssaison sind Saunabesuche eine gute Idee, um zuverlässig gegen Viren gewappnet zu sein. Allerdings gibt es kaum einen Ort, wo man so viele Dinge beachten muss, wie in der Sauna. Das gilt umso mehr in Deutschland, wo wir im Adamskostüm schwitzen. Da kann jeder Tritt ins Fettnäpfchen doppelt peinlich sein. Worauf du achten musst und welche Regeln eingehalten werden sollten, erklären wir dir hier.

Wundermittel Dampfbad – die Vorzüge des Saunierens

Mit dem Saunieren gehen zahlreiche und vielfältige Vorteile einher. Wer sauniert, setzt viele positive Prozesse im Körper in Gang. Hier kannst du nicht nur Wärme und Ruhe genießen – auch deine Gesundheit kommt auf ihre Kosten. In erster Linie stärkt der Saunabesuch das Immunsystem. Genauso wie Wechselduschen und frische Luft abhärten, so hilft das Saunieren dabei dich fit und weniger anfällig für Viren zu machen. Das liegt am Wechsel zwischen Heiß und Kalt. Dieser wirkt sich positiv auf unser Nervensystem aus. Viren und Entzündungen haben so keine Chance. Noch ein Pluspunkt: Neben der Stärkung der Immunabwehr helfen Saunagänge auch dabei den Kreislauf anzuregen. Aber Achtung: Nur gesunde Menschen sollten sich den Kalt- und Warmreizen aussetzen.

Das nackte Sitzen im Dampfbad tut auch sein Übriges für die Muskulatur. Wärme entspannt die Muskeln natürlich und verbessert ihre Durchblutung. Durch das Schwitzen in der Sauna wird zudem die Übersäuerung der Muskeln verhindert. So lohnt sich gerade nach einer Krafteinheit oder nach dem Joggen das Schwitzbad für die beanspruchten Muskeln.

Die Entspannung des Körpers führt auch zu einer automatischen Entspannung des Geistes. Deshalb gibt es nach dem Saunagang im Ruheraum die Möglichkeit diese Entspannung voll auszukosten und so die Regeneration des Körpers zu verbessern. Und last but not least: Auch unser Aussehen profitiert von den Dämpfen in der Sauna. Die Wärme bewirkt nämlich, dass sich die Blutgefäße in der Haut erweitern. Das wiederum fördert die Durchblutung. Die Kälte nach dem Saunagang lässt die Blutgefäße wieder zusammenziehen. Das ist ein effektives Training für die Gefäße, das für einen frischeren und verjüngten Look sorgt!

Der kleine Knigge für die Sauna

Haben wir dir Lust auf die Sauna gemacht? Bei den vielen Vorteilen wäre das kaum verwunderlich. Vorher empfehlen wir dir aber noch einen kleinen Blick auf unseren Sauna-Knigge. Denn: Wo viele nackte Menschen auf engem Raum zusammenkommen, sollte man besonders darauf achten die Etikette einzuhalten. Was genau sind die Benimmregeln in Deutschlands Saunen? Wir haben die fünf wichtigsten Regeln zusammengefasst. So wird dein nächster Saunagang auch sozial ein Erfolg!

  1. Lass die Hüllen fallen

In Deutschland ist das Saunieren eine nackte Tatsache. Bikini oder Badehose sind hier nicht erwünscht. Stattdessen musst du textilfrei in die Kabine gehen – denn hier ist Scham nicht angebracht. Was du allerdings unbedingt mitbringen solltest, ist ein Handtuch. Um dich daraufzusetzen – aber auch, um dich darin einzuhüllen, wenn du die Saunakabine verlässt. Denn nackte Tatsachen gelten nur in der Kabine – nicht außerhalb.

Denke aber daran: Beim Saunieren gilt – andere Länder, andere Sitten. Während man in Deutschland nackt in der Sauna erscheinen sollte, ist das etwa bei unseren Nachbarn in Frankreich Tabu. Auch die Inselbewohner setzen auf Bekleidung in der Sauna. Dasselbe gilt für Spanien und die südeuropäischen Länder. Deshalb hier bitte nicht im Adamskostüm erscheinen.

  1. Dusche dich vor und nach dem Saunagang

Keiner möchte in der Sauna neben einem unhygienischen Körper sitzen. Es ist ein Gebot der Höflichkeit sich vorher zu duschen und dann gründlich abzutrocknen. Das ist wichtig, denn trockene Haut schwitzt schneller und du gehst schließlich in die Sauna, um ordentlich zu schwitzen. Die Abkühlung nach der Sauna ist eine Wohltat – aber auch sie sollte nicht ohne eine vorherige Dusche erfolgen.

  1. Entspannen geht nur mit Ruhe

Das Saunieren ist gesundheitsfördernd und unheimlich entspannend – aber nur, wenn auch Ruhe in der Kabine herrscht. Keiner möchte der lautstarken Unterredung der anderen Saunagänger beiwohnen müssen. In Deutschland zumindest gilt: Die Sauna ist ein Ort der Ruhe. Auch wenn anderenorts in der Sauna oft über Geschäftliches geplaudert wird – hierzulande hält man den Mund.

  1. Halte dich fern

Der nackte Körper ist eines der natürlichsten Dinge der Welt. Aber dennoch möchte keiner mit der nackten und feuchten Haut eines Fremden in Berührung kommen. Da kann einem die Lust aufs Saunieren schnell vergehen und jeder Entspannungseffekt verpufft womöglich ebenfalls. Also halte Abstand zu den anderen Saunagängern. Eine Armlänge sollte es schon sein. Das gilt auch für das Handtuch deines Nachbarn. Nicht berühren!

  1. Kein Starren, bitte!

Zu guter Letzt: In die Saune geht man, um Ruhe und Wohlbefinden zu erlangen. Das gelingt kaum, wenn dich jemand anstarrt. Auch wenn du so nackt wie alle anderen bist – vermeide es unbedingt den Blick über die Körper deiner Nachbarn gleiten zu lassen. Dass das fehl am Platze ist, muss eigentlich nicht gesondert erwähnt werden. Du willst schließlich auch selbst nicht angegafft werden, oder?

So funktioniert das Saunieren

Um das bestmögliche aus deinem Saunagang herauszuholen, achte auch darauf den Saunabesuch nicht länger als 15 Minuten zu halten. Besser sind 8 bis 12 Minuten. Trinke danach ausreichend Wasser und vermeide Alkohol. Wenn du die Sauna verlassen möchtest, tue dies langsam. Setze dich aus der liegenden Position zuerst langsam auf und bleibe sitzen, während du die Beine leicht bewegst. Das verhindert eventuellen Schwindel – gerade bei Menschen mit Kreislaufproblemen ist diese Vorsichtsmaßnahme sinnvoll.

Wenn du obige Tipps beherzigst und die Etikette einhältst, verläuft dein Saunagang wirklich so entspannend, wie er sein soll. Gerade in der kalten Jahreszeit ist die Sauna eine Wohltat. Wir wünschen viel Spaß dabei.