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Henriquatre, The ZZ und Schifferkrause – was sich nach kreativen Bandnamen anhört, sind in Wahrheit Bezeichnungen für Barttypen. Noch nie davon gehört? Mehr als auf den Namen kommt es beim Thema Bart auf die richtige Pflege an. Die wichtigsten Ratschläge findest du hier.

Nach einer Studie aus dem Jahr 2015 tragen 54 Prozent der europäischen Männer einen Bart. Mehr als die Hälfte fühlt sich mit Bart attraktiver, egal ob das ein Rauschebart, der berühmte Moustache (oder Schnurrbart) oder ein Drei-Tage-Bart ist. Der Bart ist also noch lange nicht aus der Mode. Wir zeigen euch die beliebtesten Barttypen und geben euch einige Tipps, wie ihr euren Bart pflegt, damit er noch besser zu Geltung kommt.

Ein einzigartiges Accessoire: der Bart

Für Männer ist der Bart ein modisches Accessoire, eine Chance ihrem Stil einen persönlichen Stempel aufzudrücken und sich von der Masse abzuheben. Die Möglichkeiten, sich einen Bart stehe zu lassen, sind vielfältig und ideenreich. Für jeden Bartwuchs und jede Gesichtsform lässt sich der perfekte Barttyp finden. Doch Achtung: Jeder Bart erfordert viel an Aufmerksamkeit und Pflege, wenn er wirklich ein modisches Accessoire sein soll und nicht nur ein Wirrwarr an Haaren.

Ein Bart für jeden Typ

Die meiste Zeit über in der Geschichte war ein Bart für Männer Pflicht. Deshalb gibt es viele Barttypen, die sich aus historischen Vorbildern ableiten. Vom winzigen Soul Patch bis hin zum Vollbart, gibt es zahlreiche Varianten. Die populärsten zeigen wir euch hier – so könnt ihr beim nächsten Besuch im Barber-Shop fachmännisch mitreden.

Der Vollbart

Auf Nummer 1 der beliebtesten Barttypen steht definitiv der Vollbart. Es ist zugleich der bekannteste Barttyp – vielleicht auch, weil er so einfach zu wachsen ist: Einfach die tägliche Rasur weglassen und nach 3 bis 4 Wochen kann man sich mit diesem Rauschebart schmücken. Danach ist regelmäßiges Trimmen angesagt, aber unter den Barttypen gehört der Vollbart sicherlich zu den einfacheren Varianten.

Der Ziegenbart

Neben dem Vollbart stehen der Balbo und der Ziegenbart ebenfalls auf dem Podium der beliebtesten Bartarten Europas. Wer sich einen Ziegenbart stehen lässt, lässt einfach den Kinnbart wachsen. Das verlängert optisch das Gesicht. Der Ziegenbart ist sehr gut mit anderen Barttypen kombinierbar. In der Kombination mit einem Schnurrbart (oder neudeutsch „Moustache“) gehört er etwa zu den beliebtesten Bartkombis.

Die Schifferkrause

Die Schifferkrause ist ein voluminöser Bart, der Charakter zeigt. Wer schon einmal den US-amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln auf einem Bild gesehen hat, kennt diesen schmalen Kinnbart. Zwei schmale Bartstreifen führen von den Koteletten die Wangen hinunter und zeichnen das Gesicht bis zum Kinn entlang.  Besonders bei dichtem Bartwuchs ist die Schifferkrause wärmstens zu empfehlen!

Besonders beliebt ist es auch die Schifferkrause mit einem Schnurrbart zu kombinieren. Von dort ist es nur ein kleiner Schritt zu einem der beliebtesten Bärte Europas: dem Balbo.

Der Balbo

Wieder eine Bezeichnung, die sich ein wenig seltsam anhört, aber der Balbo ist ein Bart, der definitiv Wiedererkennungswert hat. Bei diesem Barttyp kombiniert man Schifferkrause, Schnurrbart und Zwirbelbart. Dabei sollten Oberlippenbart und Ziegenbart sich nicht berühren. Ein sehr männlicher Bart, der jedoch einiges an Pflege benötigt. Er steht auf Platz zwei der beliebtesten Barttypen in Europa.

Der Soul Patch

Der Soul Patch ist ein kleiner Unterlippenbart, der von der Unterlippe bis zum Kinn reicht und dabei die Form eines Dreiecks hat.

Der Backenbart

Wer sich den Schauspieler Hugh Jackman als Wolverine vor Augen führt, der erkennt, dass ein üppiger Backenbart der Hingucker schlechthin ist! Beim Backenbart rasiert man lediglich das Kinn und den Hals, der Rest soll üppig wuchern. Mann erscheint dadurch wild und markant.

Struppig und borstig oder weich und üppig – die richtige Bartpflege macht’s!

Bart ist nicht gleich Bart – tatsächlich muss man(n) sich mit Haut und Haaren einem Bart verschreiben, denn hier bringen halbe Sachen nichts. Die richtige Bartpflege ist bei allen Barttypen auschlaggebend für den Erfolg eures Barts. Dabei geht es auch nicht nur darum den Bart jeden Morgen lediglich durchzukämmen oder ab und zu ein wenig Bartöl hineinzumassieren. Wir haben für euch eine Reihe Tipps, die euren Bart zu seiner voller, herrlichen Entfaltung führen sollen.

Die tägliche Pflegeroutine – die Basics

Du hast einen sehr robusten Bart, der deiner Freundin zu borstig ist? Oder dein Bart macht, was er will und kräuselt sich in jede Richtung? Mit einigen wenigen Handgriffen und Produkten kannst du dem Abhilfe schaffen, angefangen bei dem richtigen Handwerkszeug bis hin zu den richtigen Pflege- und Stylingprodukten.

  1. Den Bart bürsten

Am besten den trockenen Bart mit einer Naturhaarbürste gründlich durchbürsten, um Schmutz zu entfernen und kleine Knoten zu lösen. Das Bürsten verteilt zudem das am Haaransatz sitzende Talg über den ganzen Bart, was ihm zusätzliche Pflege verleiht.

  1. Mit einem Bartshampoo reinigen

Bitte hier keine Shampoos benutzen, die du auch für dein Kopfhaar benutzen würdest. Es gibt spezielle Bartshampoos und sogar Conditioner, die silikon- und parabenfrei sein sollten. Die Bartreinigung muss nicht täglich erfolgen, zwischendurch kannst du den Bart auch einfach mit Wasser reinigen. Das schont das Barthaar. Danach das empfindliche Barthaar nicht rocken rubbeln sondern vorsichtig abtupfen.

  1. Das richtige Bartöl

Barthaar braucht Feuchtigkeit egal ob du einen Vollbart oder einen kleinen Soul Patch hast. Hier kommt dein Bartöl ins Spiel. Es schützt und pflegt den Bart, macht ihn weich und verleiht darüber hinaus Glanz. Das Öl sorgt auch dafür, dass die Stoppel weniger pieksen und bringt Nährstoffe ans Haar. Ein paar Tropfen von dein Bartöl in der Hand verreiben und ins feuchte oder trockene Barthaar einmassieren. Bartöle können dem Bart auch einen wundervollen Duft geben – die Auswahl liegt bei dir!

  1. Verteilen der Pflegeprodukte mit Kamm

Um die Produkte im Haar auch gleichmäßig zu verteilen, lohnt es sich, noch einmal mit einem Kamm oder einer Bürste durch den Bart zu gleiten. Dein Kamm sollte keine allzu spitzen Zähne haben – grobe Zähne sind für deinen Bart besser. Sei dabei vorsichtig, denn du willst deinen Bart nicht unnötig verletzen.

Styling für den perfekten Auftritt

Nach diesen Pflegeschritten geht es ans Eingemachte. Wer Bart trägt, möchte auch, dass er gut zur Geltung kommt. Leider wird ein Bart selten ohne Hilfsmittel prächtig und schön. Neben der Pflege, heißt es deshalb das richtige Styling zu finden. Zwei Dinge sind dabei entscheidend: Bartwachs oder Bartbalsam. Diese Produkte helfen dabei euren Bart so zu formen, wie ihr es möchtet. Der Unterschied zwischen Wachs und Balsam? Bartwachs gibt stärkeren Halt als Bartbalsam, während das letztere den Bart weniger verklebt.

Zum Styling müsst ihr einfach das Wachs oder das Balsam mit dem Kamm oder den Händen in den trockenen Bart einmassieren und so stylen, bis er euch gefällt. Falls euer Bart sich dennoch weigert in die gewünschte Richtung zu zeigen, könnt ihr den Föhn zu Hilfe nehmen und den Bart auf kalter Stufe in die gewünschte Form bringen.

Das richtige Image mit dem richtigen Bart

Der Bart ist ein männliches Accessoire, das mit ein wenig Liebe zum Detail jedem Mann ein gepflegtes Äußeres zaubert. Ob rebellisch oder präzise, wild und geheimnisvoll – mit dem richtigen Bart vermittelst du eine bestimmte Botschaft, die dein Image stärkt und dein Gesicht markant zur Geltung bringt.


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