Foto: Ebenholz Skincare

Dass Männer weniger Zeit und Wert auf ihre Hautpflegeroutine verwenden, lässt sich in den meisten Fällen wohl nicht leugnen. Natürlich gibt es mittlerweile auch einige Ausnahmen, die sich tatsächlich auch intensiv mit dem Thema beschäftigen und wissen, was ihnen gut tut, jedoch sind es oftmals doch Frauen, die mehr Zeit in der Drogerie am Pflegeregal verbringen, um ein passendes Produkt für sich auszusuchen. Die große Frage die sich viele noch immer Stellen: Brauche ich tatsächlich eine separate Creme für den Tag und die Nacht, oder ist das ganze bloß ein Beauty-Trend und Marketingkonzept? Tatsächlich macht diese Aufteilung unbedingt Sinn und das nicht nur bei Frauen, sondern auch bei Männern.

Wir erklären Ihnen warum die richtige Pflege so wichtig ist und auf was Sie beim Kauf ganz besonders achten sollten…

Der Unterschied zwischen Frauen- und Männerhaut

Tatsächlich gibt es wesentliche Unterschiede zwischen der Haut von Frauen und Männern, auch wenn dies auf den ersten Blick womöglich nicht so scheint. Es ist auf den unterschiedlichen Hormonhaushalt zurückzuführen und bedarf entsprechend natürlich auch unterschiedliche Arten der Pflege. Durch das Sexualhormon Testosteron haben Männer eine etwa 20 Prozent dickere Haut als Frauen, dennoch aber gleichzeitig eine viel höhere Durchlässigkeit in der Schutzbarriere, wodurch sie Haut verletzlicher wird. Mit Hautalterung wiederum haben Männer weniger, beziehungsweise erst viel später als Frauen zu kämpfen, denn diese verläuft bei Männern langsamer als bei Frauen. Verantwortlich dafür ist der fallende Östrogenspiegel bei Frauen. Frauen haben außerdem weniger Talgdrüsen und Männer produzieren durch die Vielzahl an mehr Talgdrüsen über den Tag selbst natürlich auch mehr Talg, beinahe sogar doppelt so viel. Grobporiger und fettiger scheint das Hautbild von Männern dadurch zu wirken und oft haben sie deshalb auch mehr mit Unreinheiten zu kämpfen.

Deshalb besser nicht zur Hautcreme des Partners greifen

Aufgrund der zahlreichen Unterschiede, der Beschaffenheit der Haut, benötigt Männerhaut natürlich eine ganz andere Art der Pflege, als die von Frauen. Durch den meist fettigeren Teint und den Unreinheiten, zu der Männerhaut neigt, empfiehlt sich auf fettige Produkte zu verzichten und diese nur im Winter zu nutzen, wenn die Haut von Kälte und Heizungsluft ausgetrocknet ist. Die meisten Pflegecremes für Frauen enthalten einen hohen Fettanteil, besonders wenn es sich um Nachtcremes, oder Anti-Falten-Produkte handelt. Ein weiterer wichtiger Grund ist der Bartwuchs des Mannes. Die tägliche Rasur gehört bei vielen zur Routine und teilweise kommen dadurch Hautirritationen zustande. Keime können so schneller in die Haut eindringen und Entzündungen verursachen.

Die richtige Bartpflege und Rasur

Wer seinen Bart regelmäßig abrasiert, sollte unbedingt darauf achten, dass immer sehr scharfe Klingen verwendet werden. Haut und Barthaare am besten immer ausreichend mit warmen Wasser benetzen und dann bei Rasierschaum, oder Rasiergel auf keinen Fall sparen. Großzügig den Schaum sanft einmassieren und darauf achten, nicht so mehrfach über die gleiche Stelle zu rasieren. Nach der Rasur empfehlen sich desinfizierende und feuchtigkeitsspendende Produkte.

[magento category=“935″ order=“sku“ dir=“asc“]

Wer lieber auf die Rasur verzichten und seinen Bart mit Stolz tragen möchte, sollte trotzdem darauf achten, dass er gepflegt aussieht. Es empfiehlt sich ihn einmal am Tag mit einem milden Shampoo, am besten pH-neutral, zu waschen

Wie viel Gesichtspflege braucht der Mann?

Wie auch bei Frauen gilt natürlich bei Männern ebenfalls: eine richtige Balance finden. Zu viel Hautpflege ist auch nicht gut. Morgens reicht es den meisten Männern ihr Gesicht mit Wasser gründlich abzuwaschen. Bei besonders fettiger Haut sollte man jedoch auch morgens schon zu einem pflegenden Produkt greifen. Am Abend sollten Männer ihr Gesicht dann zwar schonend, aber gründlicher reinigen, ein Gesichtswasser benutzen und eine Pflegecreme auftragen.

Was sind die Unterschiede bei einer Tages- und Nachtcreme?

Jeden Tag warten neue Herausforderungen, Umwelteinflüsse und Stress auf uns, weshalb die Haut über den Tag auf einen entsprechenden Schutz und eine Feuchtigkeitspflege angewiesen ist. Nachts hingegen, fährt der Organismus Schutz- und Regenerationsprozesse hoch. Unsere Zellen reparieren sich von selbst und das, viel schneller als im Wachzustand. Außerdem weiten sich die Poren in der Nacht und sind deshalb ganz besonders aufnahmefähig für Pflegestoffe. Meistens sind Nachtcremes deshalb reichhaltiger und dickflüssiger als Tagescremes. Natürlich ist es sowohl bei einer Tages- als auch bei einer Nachtcreme wichtig, vorab zu klären, was genau für ein Hauttyp sie persönlich sind und welche Pflege für genau Ihre Haut notwendig ist.

Welchen Hauttyp habe ich eigentlich?

Um herauszufinden welcher Hauttyp genau auf Sie zutrifft, empfiehlt es sich, Personal in einem Fachgeschäft um Hilfe zu bitten. Mit einem speziellen Test kann man direkt vor Ort herausfinden, ob Sie eher zu trockener, oder öliger Haut neigen und welche Tages- und Nachtpflege somit perfekt auf sie abgestimmt am effektivsten wirkt. Bei öligen und fettigen Hauttypen, ist es wichtig darauf zu achten, besonders bei der Nachtpflege eine Creme zu verwenden, die speziell für Mischhaut konzipiert wurde. Bei einer falschen Pflege kann es zu Hautirritationen kommen.

Kurztipps zum Erkennen des eigenen Hauttyps:

Trockene Haut erkennen Sie daran, dass sie sehr zart und empfindlich ist und über den Tag hinweg zu Rötungen neigt. Zudem kann es zu Spannungsgefühlen, Juckreiz, oder sogar schuppigen Stellen auf der Haut kommen

Fettige Haut ist grobporig und neigt zu Mitessern und Pickeln. Die Haut glänzt und wirkt über den Tag sehr ölig.

Mischhaut kennzeichnet sich innerhalb der bekannten T-Zone. Über den Tag werden Nase, Kinn und Stirn fettig, glänzen und neigen zu Unreinheiten. Wangen und Augenpartien hingegen wirken sehr trocken.

Normale Haut macht kaum Probleme, ist pflegeleicht und unkompliziert. Dennoch sollten Sie die Haut auch hier nicht vernachlässigen und regelmäßig reinigen.

Die Verwendung eines Gesichtswassers, das regelmäßige Waschen mit lauwarmen Wasser und eine passende, auf Sie abgestimmte Tages- und Nachtpflege, empfiehlt sich bei allen der unterschiedlichen Hauttypen. Lassen Sie sich hierfür, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, lieber bezüglich der passenden Pflege beraten, ansonsten läuft man Gefahr viel Geld auszugeben und keinen Effekt, oder sogar schlimmer: einen negativen Effekt zu erzielen.

Welche Inhaltsstoffe muß eine gute Männerpflege haben?

Grundsätzlich empfiehlt es sich eigentlich immer hautähnliche, oder sogar hautidentische Inhaltsstoffe zu wählen, da diese die natürliche Zellumgebung ergänzen und bestmöglich regenerieren können. Cholesterol und Ceramide sind ein gutes Beispiel dafür. Letzteres schützt vor Feuchtigkeitsverlust und bildet eine Schutzbarriere für die Haut. Cholesterol hingegen ist ein sehr wichtiger Baustein der Zellmembran. Die meisten Tagescremes enthalten einen leichten Lichtschutzfaktor, was notwendig ist um die Haut vor gefährlichen Sonneneinstrahlungen zu schützen (auch im Winter!). Nachtcremes mit Hyaluronsäure und Vitamin E, lassen die Haut am Morgen frischer und praller wirken und eignen sich deshalb hervorragend als Anti-Aging-Produkte. Vorsichtig muss man allerdings sein, wenn man sowieso schon zu sehr fettiger Haut neigt. Nutzt man eine zu reichhaltige Nachtpflege, fördert dies die Talgproduktion und die Haut wird noch fettiger als sowieso schon.

[magento category=“39″ order=“sku“ dir=“asc“]

Unsere Anti-Aging Tipps für Männerhaut:

  • Viel Feuchtigkeit (im Alter wird das Speichern von Feuchtigkeit für die Haut schwieriger. Mit einer passenden Pflege kann man dies ausgleichen)
  • Radikalfänger (Pflegeprodukte mit antioxidativen Wirkstoffen, wirken freien Radikalen entgegen. Sie neutralisieren und machen die Sauerstoffteilchen unschädlich)
  • Sonnenschutz (Schützt vor sonnenbedingter, vorzeitiger Hautalterung)