Die Haut ist unser Aushängeschild. Das gilt vor allem für die Hautstellen, die man auf den ersten Blick sieht. So wie in unserem Gesicht zum Beispiel. Daher legen wir zu Recht besonders viel Wert auf ihre Pflege. Doch so unterschiedlich wir Menschen sind, so individuell sind auch die Ansprüche und Bedürfnisse unserer (Gesichts)haut. Die Produktpalette für unsere Gesichtspflege ist riesig bis unüberschaubar und reicht von Feuchtigkeitscremes und -boostern über reichhaltige Pflegeöle bis hin zu Masken. Doch egal, für welches Pflegeprodukt wir uns auch entscheiden: seine volle Wirkung entfaltet sich erst auf gründlich gereinigter Haut. Wir verraten euch, worauf es bei der Reinigung ankommt und wie auch ihr euren Teint zum Strahlen bringt.

Vor allem im Gesicht und Dekolleté-Bereich ist unsere Haut zart und empfindlich. Doch vor allem diese Stellen sind tagtäglich Sonnenstrahlen, Kälte, Abgasen und anderen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Aber auch Make-Up-Rückstände, Schweiß und Schmutzpartikeln aus der Luft setzen unserer Haut wortwörtlich zu – und verstopfen quasi unbemerkt unsere Poren. Pickel, Unreinheiten und ein fahler, grauer Teint sind häufig die unerwünschten Folgen. Wir sollten unserer Haut daher mehr gönnen, als die morgendliche Katzenwäsche mit kaltem Wasser und die abendliche Reinigung mit einem Abschminktuch.

Eine der häufigsten Ursachen für einen fahlen Teint ist die falsche Ernährung. Salz und Alkohol entziehen der Haut Flüssigkeit und vermindern ihre Strahlkraft. Das A und O für einen strahlenden Auftritt ist daher die richtige Ernährung. Gesunde und vor allem frische Lebensmittel bringen die Haut oft von alleine zum Strahlen. Spinat und Brokkoli zum Beispiel liefern der Haut die Vitamine A, C und E. Sie beugen Trockenheit vor und wirken wie ein natürlicher Sonnenschutz.  Karotten hingegen enthalten Beta-Carotin, das Rötungen mindert und dafür sorgt, dass die Sommerbräune nicht schon am ersten grauen Herbsttag verblasst. Und auch Fischarten wie Lachs, Makrele oder Sardinen wirken durch die drain enthaltenen Omega-3-Fettsäuren zellschützend. Natürlich sollte auch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Viel trinken, lautet die Devise: mindestens zwei Liter Wasser oder gerne auch grüner Tee sollten es jeden Tag sein. Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke hingegen sollten vom Speiseplan verschwinden oder zumindest drastisch reduziert werden. Koffein bildet im Körper nämlich nicht nur sehr viel Säure, sondern sorgt auch dafür, dass die Nebenniere die Stresshormone Adrenalin und Cortisol produziert. Die Folge: verengte Blutgefäße und eine kränklich wirkende Gesichtsfarbe.

Einen Frischekick für zwischendurch gibt kaltes Wasser: durch die Kälte ziehen sich die Poren zusammen, Rötungen und Schwellungen bilden sich zurück und die Gesichtsfarbe wirkt insgesamt rosiger. Alternative bilden Tonics und Sprays mit Thermalwasser. Wer unterwegs keine Zeit oder Gelegenheit findet, das Gesicht in kaltes Wasser zu tauchen, kann mit einem Spritzer Tonic oder Erfrischungsspray die Gesichtshaut verwöhnen. Aber auch ausgedehnte Spaziergänge an der frischen Luft wirken oft wahre Wunder. Und weil nachts die Zellreproduktion auf Hochtouren läuft, sollte ausgiebiger Schlaf mit mindestens sechs Stunden Länge die Regel sein, um morgens nicht mit Augenringen und fahlem Teint zu erwachen.

Die richtige Reinigung

Um den morgendlichen Grauschleier mitsamt den Knitterfältchen aus dem Gesicht zu entfernen, muss eine ordentliche Reinigung her. Eine porentiefe, gründlich gereinigte Haut bildet auch die Basis der täglichen Pflege. Ein Fehler, den viele von uns machen, ist das Gesicht mit normaler Kern- oder Handseife zu waschen. Je nach Hauttyp braucht es jedoch ein anderes Produkt mit einer anderen Wirkungsweise. Man sollte bei der Auswahl der Reinigungsprodukte daher immer darauf achten, dass diese nicht zu aggressiv sind und auf die jeweiligen Bedürfnisse unserer Haut abgestimmt sind. Das gilt vor allem für trockene und/oder empfindliche Hauttypen.

Die Kosmetikerinnen aus unserem Spa in Mainz empfehlen

Zum Abschminken eignen sich neben Reinigungstüchern vor allem spezielle Make-up-Entferner, die schnell aber trotzdem schonend das Augen-Make-up verschwinden lassen. Produkte auf Wasserbasis sind besonders sanft. Für wasserfestes Make-up und kussechten Lippenstift gibt es spezielle Produkte auf Ölbasis.

Klärende Waschgele sind vor allem für Menschen mit öliger und unreiner oder auch Misch-Haut ideal. Durch die etwas festere Konsistenz und die enthaltenen Inhaltsstoffe schäumt das Gel auf der Haut auf, löst Fettansammlungen und bekämpft gleichzeitig Bakterien, ohne die Haut unnötig auszutrocknen.

Für Menschen mit sensibler Haut empfiehlt sich die Verwendung von Reinigungsschaum. Die fluffig, weiche Konsistenz ist wunderbar sanft und schonend zur Haut. Hinzu kommt: da sich der Schaum erst durch den Druck auf den Pumpspender bildet, ist er absolut hygienisch. Bei trockener bis sehr trockener Haut sollte zu einer reichhaltigen Reinigungsmilch gegriffen werden.

Wer seine Haut besonders gründlich reinigen will, nimmt dafür eine Reinigungsbürste oder macht ein Gesichtspeeling. Sowohl Peelings mit reinigen Partikeln als auch auf Enzymbasis befreien die Haut von abgestorbenen Hautschüppchen und regen so die Zellregenration an. Aber Achtung: Peelings sind generell aggressiver als andere Reinigungsmethoden und sollten daher nur einmal in der Woche und vor allem nur bei unempfindlicher Haut angewendet werden.

Um auch noch die letzten Schmutzpartikel aus den Poren zu holen, ist Gesichtswasser ideal. Es klärt die Haut, neutralisiert deren pH-Wert und beschützt sie so vor dem Austrocknen. Vor allem für fettige oder Mischhaut ist Gesichtswasser die ideale Ergänzung nach der Reinigung. Wer hingegen zu empfindlicher Haut neigt, ist mit dem sogenannten Mizellenwasser besser beraten. Mizellen kann man sich als kleine Schmutz-Magneten vorstellen, die Make-up und Verschmutzungen an sich binden und die Haut so besonders schnell und gründlich reinigen. Mizellenwasser ist sehr sanft und daher auch bestens für den Bereich rund um die empfindlichen Augen geeignet.

Übrigens: Trägt man Tages- und Nachtpflege auf verschmutze Haut auf, können die pflegenden Inhaltsstoffe erst gar nicht eindringen – und somit auch nicht ihre volle Wirkung entfalten.

Die richtige Basis

Immer mehr Stars zeigen in ihren Social-Media-Profilen die „ungeschminkte Wahrheit“, also so wie Gott sie (angeblich) schuf. Tatsächlich folgen viele aber eher dem Nude-Look-Trend, bei dem es darum geht, geschminkt ungeschminkt auszusehen. Und das ist gar nicht so einfach. Es bedarf dafür einer guten Grundlage, die den Teint ebenmäßig erscheinen lässt. So kommt auch eventuell später aufgetragenes Make-up richtig zur Geltung. Am besten funktioniert die neue Natürlichkeit mit Naturkosmetik-Make-up, das die Haut mit wertvollen Pflanzenfetten wie Jojobaöl oder Sheabutter pflegt und gleichzeitig atmen lassen. Glycerin hält sie feucht und auch pflanzliche Anti-Aging-Stoffe sind oft enthalten.

BB Cremes für einen gleichmäßigen Teint

Einen ebenmäßigen Teint und ausreichend Feuchtigkeit schenken BB-Cremes. Das „BB“ steht für Beauty Balm oder Blemish Balm. Blemish heißt übersetzt Makel – und erklärt, zu welchem Zweck die Hautpflege einst entwickelt wurde. Sie sind feuchtigkeitsspendende Tagespflege, Make-up und Sonnenschutz in einem, kaschieren störende Rötungen und Unreinheiten. Es gibt sie normalerweise in zwei Varianten: einmal für helle und einmal für mittlere bis dunkle Hauttypen. Durch den geringeren Anteil an Farbpigmenten ist ihre Deckkraft nicht so stark wie die einer klassischen Foundation. Es fühlt sich nicht so „zugekleistert“ an, sondern eher wie eine getönte Tagescreme – was viele Verwender gerade im Sommer zu schätzen wissen. Hinzu kommt: die meisten Produkte enthalten einen niedrigen Lichtschutzfaktor und schützen so vor UV-Strahlung. Für ältere Damen mit reifer Haut sind Produkte mit Anti-Age-Wirkstoffen wie Antioxidantien ideal. Wer zu öliger und fettiger Haut neigt, sollte zu einem gelbbasierten Moisturizer greifen.

Kleine Unebenheiten und Pickelchen können ganz easy mit einem Concealer abgedeckt werden. Besonders praktisch: Es gibt auch Produkte, die mehrere Farben enthalten. Grün lässt Rötungen verschwinden, Rosa kaschiert Augenringe und Beige überdeckt kleine Unreinheiten. Flüssigen Concealer am besten erst nach der Foundation auftragen, da er sonst verrieben wird. Fester und farbiger Concealer kann dagegen unter das Make-up. 

Der Feinschliff

Damit die aufgetragene Grundierung möglichst lange hält, sollte diese zum Schluss fixiert werden. Oder man greift zu transparentem Puder, um die glänzenden Stellen – meist auf Nase, Stirn und Kinn – zu mattieren. Ein bei Make-up-Artists und Beauty-Experten besonders beliebtes Mittel, um dem Gesicht zu einem natürlichen Glow zu verhelfen, ist Highlighter. Auf dem höchsten Punkt der Wangenknochen und unter den Augenbrauen aufgetragen, bildet er das I-Tüpfelchen für einen strahlenden Teint. Aber Vorsicht, das Motto beim Highlighter-Auftragen lautet: weniger ist mehr. Trägt man zu viel auf oder glitzert das Produkt zu sehr, sieht der Look schnell künstlich oder auch billig aus. Besser erst einmal weniger Puder auftragen und vor allem immer gut verblenden.

Für ein strahlend schönes Hautbild