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Glauben Sie, Sie kennen Botox? Ganz bestimmt. So oft lesen wir von Stars, die sich mit einigen Spritzen gleich um Jahre verjüngern lassen und sich somit ihre Jugend gekonnt verlängern – immer ein bisschen mehr. Ob Nicole Kidman, Grey’s Anatomy-Star Katherine Heigl oder Khloé Kardashian. Botox ist schon längst kein peinliches Geheimnis mehr, über das bloß hinter vorgehaltener Hand gesprochen werden darf. Ganz im Gegenteil: Immer mehr steht der Wunsch im Mittelpunkt, allein sich selbst gefallen zu wollen. Gekonnt und professionell eingesetzt fällt Botox im so genannten Lifting kaum auf. Seine subtile, aber dennoch verjüngende Wirkung erfrischt und verleiht neues Selbstbewusstsein.

Injektionen in die Achseln – dies ist also ganz bestimmt nicht die erste Verwendung die uns in den Sinn kommt, wenn wir das Wort Botox hören. Mit all seinen Vorteilen gehört das hochwirksame Nervengift mittlerweile zu den wahren Klassikerin der Anti-Aging-Behandlung. Seine Anwendung ist extrem flexibel und somit individuell bestens anpassbar. All dies sind gute Gründe, auch über eine anderweitige Nutzung von Botox nachzudenken. Vielleicht sogar an Stellen, die wir zuvor ignoriert hätten. So kann Botox auch unter den Armen eingesetzt werden. Warum? Weil es uns ermöglicht, nicht mehr zu schwitzen. Dies ist eine Erleichterung, die es nicht zu unterschätzen gilt.

Sind Botoxinjektionen eine ernstzunehmende Alternative zum Deodoranten? Diese Frage können wir mit einem sicheren Ja beantworten. Denn immerhin kann Deo, gerade während eines langen Sommers, auch beginnen zu stören. Ob im Büro oder im Café, ob am Stadtstrand oder bei der Gartenparty mit all unseren Freunden am Wochenende – immer müssen wir es bei uns tragen, nur um sicherzugehen. Und es gibt ganz bestimmt Schöneres als rasch im Badezimmer zu verschwinden, um sich wieder frisch zu fühlen. Oftmals müssen wir dann auch noch feststellen, dass unsere Deos uns im Stich lassen. Dies geschieht leider besonders häufig wenn wir auf die viel diskutierten Antitranspiranten verzichten wollen, um Körper und Umwelt zu schonen. Botox hilft, das Leben leichter zu machen. Und zwar (mindestens) einen ganzen Sommer lang.

Magisch, aber ganz ohne Zauberei

Wie allerdings funktioniert dieser schier magische Vorgang? Botox – dessen eigentlicher Name Botulinumtoxin lautet – kappt die Kommunikation von Nervenzellen und Muskeln. Diese monatelang anhaltende Hemmung betrifft vor allem die peripheren Nervenenden deren sogenannte Neurotransmitter, das ist der jeweilige Trägerstoff, das Acetylcholin ist. Letzteres dient vor allem der Aktivität der Schweißdrüsen; dementsprechend kann es ebenfalls von Botox aufgehalten werden. So wird im besten Fall kein Schweiß mehr abgesondert – und dieser Umstand beschert Ihnen eine vollkommen neue Freiheit.

Die Behandlung ist denkbar einfach und überhaupt nicht zeitintensiv. Für bestmögliche Ergebnisse wird ein Gitternetz, ähnlich einer Schablone, auf die Haut unter den Armen gezeichnet. Immerhin sollen alle Schweißdrüsen erfasst und somit betäubt werden. Anschließend werden, je nach Behandlung, zehn bis zwanzig sehr feine Injektionen gesetzt. Angst vor Schmerzen müssen Sie übrigens keine haben: Das Treatment ist, zahlreichen unabhängigen Erfahrungsberichten zufolge, kaum schmerzhaft. Außerdem wird eine sanfte, lokale Betäubung verwendet. Dazu zählen etwa Eisspray oder eine Salbe.

Unbeschwert den Sommer genießen

Es ist fast ein kleines Wunder. Am beeindruckendsten ist vielleicht, dass keinerlei Risiken oder Nebenwirkungen zu befürchten sind. Gibt es noch irgendetwas zu beachten? Die freudige Antwort an dieser Stelle lautet Nein. Denn für die Behandlung muss kein Urlaub genommen werden und sie dauert bloß etwa eine Viertelstunde pro Achsel. Sie sollten lediglich einen Tag auf Sport verzichten und ihrem Körper möglichst viel Wasser zur Verfügung stellen. Die Frage ist durchaus berechtigt: Hat diese Behandlung eigentlich überhaupt Nachteile?

Die schweißhemmende Wirkung des Botox setzt, vielleicht überraschend, erst nach sieben bis vierzehn Tagen ein. Dann allerdings hält sie bis zu sechs Monate lang. So können Sie unbesorgt warme Sonnentage auskosten – einen ganzen Sommer lang. Sie müssen nicht mehr darauf achten, stets ein Deo bei sich zu tragen und immer dann damit zu verschwinden, wenn es mal wieder besonders warm wird. Da Botox allerdings vom Körper abgebaut werden kann, wird nach einiger Zeit eine weitere Behandlung nötig.

Mehr als nur ein Trend

Besonders wissenswert: In einigen Fällen wir das Treatment sogar von der Krankenkasse übernommen. Die Vorteile von Botox als Injektionen unter den Armen und die Erleichterung, die diese mit sich bringen, sind so stark, dass so etwa Menschen geholfen werden kann, die an Hyperhidrose leiden. Dieses übermäßige Schwitzen kann nämlich auch Auswirkungen auf die psychische Gesundheit haben und zu Angststörungen oder gar Depressionen führen. Viele Betroffene trauen sich im Sommer kaum noch vor die Tür – und so verpassen sie, unvergessliche Erinnerungen im Sonnenschein zu sammeln. Botox kann den Betroffenen wieder die Tür nach draußen öffnen.

Sicherlich können wir so viele praktische Gründe aufzählen, die für die Behandlung mit Botox sprechen. Wenn Sie allerdings, ganz simpel, zu dem Entschluss kommen, dass Sie sich schweißfrei wohler fühlen, sollte das Grund genug sein. Denn immerhin geht es ganz allein um Sie. Und seien wir ehrlich: Unschöne Schweißflecken unter den Armen sind nicht gerade ästhetisch. Es ist Ihr Sommer. Genießen Sie Ihn so, wie Sie es sich wünschen.

Ein Plus für die Umwelt

Botox als Alternative zum Deodoranten – etwas, über das sich herrlich diskutieren lässt. Denn wer hätte gedacht, dass man mit Botox auch noch die Umwelt schonen kann? Seit Jahren schon stehen herkömmliche Deos in der Kritik. Gerade Sprays enthalten oftmals eine gefährliche Mischung aus  Propan, Isobutan und Butan. Gase, die eigentlich in Campingkochern Einsatz finden oder als Kältemittel in Kühlschränken. All diese Stoffe sind, auch schon in geringen Dosen, klimaschädigend.

Im Sommer, wenn es extrem warm ist und wir das Bedürfnis verspüren nach noch ein wenig mehr Schutz, greifen wir auch gerne mal zu den so genannten Antitranspiranten. Diese entfalten ihre Wirkung aufgrund von Aluminiumsalzen, die sich wie Propfen in die Ausführungsgänge der Schweißdrüsen setzen und so verhindern, dass Schweiß überhaupt austreten kann. Diese Aluminiumsalze können jedoch auch ungewünscht weiter vordringen und in unseren Körpern so erhebliche Schäden verursachen: Sie stehen im Verdacht, das Risiko für Alzheimer und Brustkrebs deutlich zu steigern. Auf all diese Gefahren kann mit Botox leichthin verzichtet werden.

Wer nach einer ersten Behandlung und nach einem langen, trockenen Sommer eventuell auf eine weitere Behandlung verzichten möchte – zumindest bis zum nächsten Sommer – kann dann auf haut- und umweltfreundliche Deos zurückgreifen (ja, es gibt sie wirklich).

Die besten Deoalternativen finden Sie hier