Pickel und Mitesser sind das Ergebnis von vielen Faktoren. Was viele dabei aber nicht bedenken: Einen großen Teil der Schuld an unreiner Haut tragen unsere Hormone. Ziemlich unfair, denn eigentlich wir sind diesen Botenstoffen ausgeliefert. Was du dennoch tun kannst, um den Schaden zu begrenzen, erklären wir hier.

Hormone sind nicht nur für Gefühle wie Lachen oder Weinen zuständig, sie können auch Hautunreinheiten hervorrufen. Jede Frau hat das schon einmal während ihres Zyklus erlebt: Kurz vor der Monatsblutung produziert die Haut mehr Talg – Pickel und Mitesser sind die Folge. Das ist nicht nur lästig, sondern auch unschön anzusehen und kann im schlimmsten Fall weitere Pickel nach sich ziehen: Wer die Pickel und Mitesser ohne professionelle Hilfe ausdrückt, riskiert weitere Unreinheiten und im schlimmsten Fall sogar Entzündungen im Gesicht.

Hormone im Ungleichgewicht

Zyklus, Pubertät, Wechseljahre – sie alle können unsere Hormone aus dem Gleichgewicht bringen. Während der Pubertät sind die Hormone ordentlich durcheinander, bei Jungen wie bei Mädchen. Die Überproduktion von Androgenen – also den männlichen Sexualhormonen – bei Mädchen hat dann etwa Akne oder eine vermehrte Gesichtsbehaarung zu Folge. Androgene produzieren mehr Talg, so dass Mitesser und eine fettig glänzende Haut scheinbar aus dem Nichts aufzutreten scheinen.

Auch in den Wechseljahren können Hormone zum Problem werden: Während dieser Zeit sinkt der Östrogenspiegel. Genau wie eine vermehrte Androgen-Produktion bewirkt ein verringerter Östrogenspiegel unreine Haut. Das mag sich alles ziemlich demotivierend anhören, aber wer weiß, warum die Haut in bestimmten Lebensphasen oder während des Zyklus spinnt, der kann auch dagegen angehen.

Anti-Aging mit Hormonen

Können wir durch eine Einflussnahme auf unsere Hormone also unser Hautbild verbessern? Fest steht, dass Hormone nur ein Faktor unter vielen für eine älter aussehende oder unreine Haut sind. Insbesondere Ernährung und Umwelteinflüsse haben enormen Einfluss auf eine jugendlich aussehende, reine Haut: Wer übermäßig Alkohol konsumiert, viel raucht, ständig unter Strom steht und dem Körper hohe Mengen an Zucker zufügt, der darf sich nicht über ein älteres Aussehen und Pickel wundern.

Anti-Aging Pflege

Dennoch dürfen wir die Auswirkungen von Hormonen auf unsere Hautschönheit nicht unterschätzen. Wer sich hier auskennt, der kann an einigen kleinen Schrauben drehen, um ein besseres Hautbild zu erreichen. Dabei spielen drei Hormone eine Schlüsselrolle: Die weiblichen Hormone (Östrogene), das Gelbkörperhormon (Progesteron) und die männlichen Hormone (Androgene). Sie alle haben großen Einfluss auf die Schönheit von Haut, Haaren und Nägel.

Östrogen – das Schönheitshormon

Östrogen lässt sich leicht als ein Schönheitshormon klassifizieren, denn es ist dieses Hormon, durch das unsere Haut strahlt. Ein hoher Östrogenspiegle hat viele Vorteile: Es hat eine verringerte Talgproduktion zur Folge, fördert außerdem die Bildung von Kollagen und sorgt somit für eine straffere Haut. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass sich Falten bei einer Östrogenzugabe verringerten. Bei so vielen Vorteilen ist klar, warum ein Östrogenabfall im Körper die Haut ungünstig beeinflusst. Genau das passiert uns aber jeden Monat zu Beginn unseres Zyklus – und genau das setzt in den Wechseljahren ein.

Progesteron – das Schwangerschaftshormon

Hast du schon einmal die wunderschön dicken und glänzenden Haare und den strahlenden Teint einer Schwangeren beobachtet? Dafür sorgt das Gelbkörperhormon Progesteron: Wer einen hohen Progesteronspiegel hat, der hat auch mehr Kollagen in der Haut, denn Progesteron hemmt den Kollagenabbau – das heißt wiederum, dass die Haut straffer und jünger aussieht. Progesteron bereitet die Gebärmutter auf eine mögliche Schwangerschaft vor: Mit dem Eisprung (also ca. 15 Tage nach dem ersten Tag der Periode) steigt der Hormongehalt in unserem Körper, was förderlich für die Haut ist – das weibliche Sexualhormon ist so wichtig, dass zu wenig Progesteron sogar zu Empfängnis- und Schwangerschaftsproblemen führen kann. Kommt es zu keiner Schwangerschaft sinkt der Progesteronspiegel wieder und ist bei Eintritt der Menstruationsblutung wieder auf einem sehr niedrigen Niveau – Hautunreinheiten und sogar die Verschlechterung von Hautkrankheiten wie Rosazea sind die Folge. Der Progesterongehalt bleibt niedrig, bis wieder der Eisprung ansetzt und das Ganze geht von vorne los.

Androgene – das „männliche“ Sexualhormon

Androgene sind dir vielleicht schon ein Begriff – das bekannteste Androgen ist schließlich das Testosteron und davon hat jeder schon mal gehört. Sowohl Frauen als auch Männer produzieren dieses Hormon. Androgene sind besonders für die Talgdrüsen verantwortlich. Ein zu hoher Androgengehalt führt zu vermehrter männlicher Behaarung und zu unreiner Haut, weil es die Bildung von Hornzellen auf den Talgdrüsen fördert. Die Folge: Der Talg kann nicht abfließen und Pickel und Mitesser treten in Erscheinung.

Hautverbesserungen dank Hormontherapie

Schaut man sich an, wie Hormone unsere Haut beeinflussen, scheint es nicht abwegig, dass wir mit einer Hormonbehandlung eine bessere Haut erreichen können. Östrogen, Progesteron und Androgene haben Einfluss auf die Qualität der Epidermis, den Kollagenhaushalt unserer Haut und auf die Talgproduktion. Wenn du also deine Hautpflege deinem Hormonspiegel anpasst, kannst du viel gewinnen. Bei schlimmen Hautunreinheiten empfehlen wir euch den Gang zum Dermatologen – er oder sie kann in Absprache mit euch eine geeignete Hormontherapie vorschlagen. Andernfalls empfehlen wir euch unsere Tipps.

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Jugendliche Haut mit Progesteron- und Östrogencremes

Die Hormone müssen nicht gleich geschluckt werden, damit sie wirken. Tatsächlich ist die Aufnahme über die Haut empfehlenswerter, denn eine Hormontherapie in Tablettenform kann die Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Brustkrebs und Gallenblasenerkrankungen bei Risikopatienten begünstigen.

Als Creme hemmt Progesteron den Kollagenabbau und somit die Hautalterung. Wer demnach eine progesteronhaltige Creme aufträgt, der macht seine Haut schöner und verzögert den Alterungsprozess während eine östrogenhaltige Creme die Hautdicke der Haut verbessert, für mehr Feuchtigkeit sorgt, das Kollagen in der Haut begünstigt und die Talproduktion hemmt. Ein Gewinn an allen Fronten!

Hautpflege während des Zyklus

Wie oben beschrieben, ist deine Haut stark von deiner Zyklusphase abhängig. Neben dem Auftragen von Cremes, kannst du deine Haut während diesen unterschiedlichen Phasen optimal versorgen, um Hautunreinheiten auf ein Minimum zu reduzieren.

Während der ersten Zyklushälfte (der Zyklus beginnt ab dem ersten Tag deiner Periode) ist der Östrogenspiegel noch niedrig, die Haut trockener und sensibler. Schone deine Haut und reize sie nicht übermäßig während dieser Zeit. Eine reichhaltige Feuchtigkeitspflege ist nun sinnvoll.

Die Haut verbessert sich mit Anstieg des Östrogens um den Eisprung herum. Jetzt darf eher mit der Haut experimentiert werden – das ist die beste Zeit, um zum Beispiel neue Produkte auszuprobieren.

In der zweiten Zyklushälfte sinkt der Östrogengehalt langsam wieder -eine vermehrte Talgproduktion ist die Folge. Gleichzeitig sorgt der höhere Progesteronspiegel für eine straffere und jüngere Haut. Jetzt ist eine entzündungshemmende, fettfreie Feuchtigkeitspflege zu empfehlen.

Wer seinen Körper kennt und weiß, wie er funktioniert, der hat in Sachen Hautschönheit einen großen Vorteil: Wir können unsere Hormonschwankungen nicht verändern, aber mit ein wenig Geduld und der richtigen Pflege, können wir die Auswirkungen und Symptome auf unsere Haut beeinflussen und mindern. Wenn du deine Haut genau beobachtest und deine Hautpflege deinem Zyklus und Hauttyp anpasst, wirst auch die Kontrolle über deine Haut behalten!