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Während einer Diät trotzdem noch ausgewogen und vor allem lecker zu essen fällt vielen nicht leicht. Gerne greifen wir zu Quinoa, Couscous, oder Chiasamen. Besonders letzteres ist in den vergangenen Jahren für viele ein kaum mehr wegzudenkender Bestandteil des Speiseplans geworden. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten und Variationen an Superfood, welche diverse Gesundheitsvorteile versprechen. Im Schatten der beliebten und trendigen Chiasamen, oder Quinoa und meistens völlig außer Acht gelassen, steht das Powerkorn Amaranth. Dabei steckt es voller wertvoller Nährstoffe und kann bei einer Diät wahre Wunder wirken, diese optimal unterstützen und somit sogar tatsächlich beim Abnehmen helfen.

Wie das funktionieren soll, was Amaranth überhaupt genau ist und wie man es am besten zubereiten, verraten wir Ihnen hier:


Was ist Amaranth?

Amaranth gehört zu der Gruppe der so genannten „Pseudogetreide“. Dabei handelt es sich um eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Fuchsschwanzgewächse. Hauptsächlich werden die feinkörnigen Samen genutzt. Die Azteken und Inkas verwendeten Amaranth sogar als ihr Hauptnahrungsmittel und heute wird das Korn sowohl in Mittelamerika, als auch mittlerweile in Europa angebaut. Aber nicht nur die Körner der Pflanze sind essbar, sondern sogar auch die Blätter. Amaranth ist vollkommen glutenfrei und enthält eine unglaubliche Fülle an leicht verwertbaren Nähr- und Vitalstoffen, was die Pflanze besonders interessant für Sportler, Kinder und ältere Menschen macht. Kein anderes, herkömmliches Getreide kann mit den besonderen Inhaltsstoffen des Powerkorns mithalten. Auch der Name Amaranth, lässt auf eine besondere Kraft der Pflanze zurückschließen, denn es bedeutet so viel wie „unsterblich“, oder „nicht welkend“.

Welche Nährstoffe liefert Amaranth?

Der Großteil der enthaltenen Fette in Amaranth besteht aus ungesättigten Fettsäuren, unter anderem auch die Omega-3-Fettsäure und Omega-6-Fettsäure, welche der Körper sowieso durch Nahrung aufnehmen muss, da er sie nicht selbst herstellen kann. Außerdem enthält es zusätzlich Lecithin, was bei der Fettverdauung, sowie dem Aufbau von Gehirn und Nervengewebe eine wichtige Rolle spielt. Es enthält einen Proteingehalt von bis zu 18 Prozent und ist damit ein perfekter Eiweißlieferant für Groß und Klein, sowie Veganer und Vegetarier. Besonders für Veganer ist die große enthaltene Menge an Lysin super wichtig, da diese häufig, Schwierigkeiten haben, genug von der wichtigen Aminosäure zu sich zu nehmen. Außerdem ist Lysin für den Aufbau von Kollagen und die Herstellung von L-Carnitin wichtig. Der Energiestoffwechsel bleibt intakt und die Knochen und das Bindegewebe stark.

Achtung: Laut Studien kann Lysin sogar die Ausbreitung von Krebszelle stoppen, indem es kollagenverdauende Enzyme an sich bindet.

Des Weiteren weist Amaranth einen außergewöhnlich hohen Anteil von Magnesium und Calcium auf, genauso wie Eisen und Zink und ist zudem reich an Nährstoffen wie Vitamin B1 und E. Es liefert dem Körper einen hohen Anteil an Ballaststoffen sehr arm an Kohlenhydraten.

Wie hilft Amaranth bei einer Diät?

Der Kohlenhydratanteil bei Amaranth ist wesentlich geringer als der von Getreide. Außerdem lassen die enthaltenen Kohlenhydrate den Blutzuckerspiegel langsam ansteigen und sind leicht verwertbar. Durch den hohen Anteil von Ballaststoffen, tritt schneller ein Sättigungsgefühl ein und die Körner wirken sich positiv auf die Darmgesundheit aus. Heißhungerattacken können durch die lang anhaltende, sättigende Wirkung vermieden werden.

Besonders in den dunkleren Winterjahreszeiten, fördert Amaranth das Wohlbefinden durch seinen hohen Nährstoffgehalt. Der Körper bildet in diesen Zeiten häufig nicht genügend Serotonin. Die Körner pushen hingegen die Produktion von Serotonin im Körper und dadurch werden vermehrt Glückshormone ausgeschüttet. Davon profitiert neben dem Körper selbst natürlich auch die Seele, denn ein Stimmungshoch tut jedem gut. Ganz besonders an dunklen, tristen Wintertagen. Während einer Diät kann es schnell zu schlechter Laune kommen, was natürlich nicht unbedingt zur Motivation, die Diät weiterhin durchzuziehen, beiträgt. Glückshormone hingegen motivieren weiter zu machen.

Amaranth zubereiten

Roher Amaranth

Amaranth lässt sich super einfach und schnell in den Küchen-Alltag integrieren und mit den feinen Körnchen lassen sich viele köstliche Gerichte zaubern. Als Beilage, in Suppen, in Pfannengerichten, als Salatgrundlage, im Gemüseauflauf, oder sogar als Bratling, lässt sich Amaranth hervorragend in seiner rohen Form einbauen und kann beispielsweise Reis, oder Couscous ersetzen. Zubereitet wird roher Amaranth ebenfalls ähnlich wie Couscous. Einfach im Verhältnis 1:2 mit Wasser aufkochen, oder übergießen und etwa 30 Minuten köcheln lassen. Im Anschluss von der Herdplatte nehmen und noch etwas nachquellen lassen, denn das wichtigste ist, dass die feinen Körnchen gut aufgequollen sind. Der leicht nussige Amaranth-Geschmack ist charakteristisch und lässt sich mit unzähligen Rezepturen kombonieren

Gepoppter Amaranth

Auch gepoppter Amaranth kann sehr vielseitig eingesetzt und kombiniert werden. Besonders als knuspriges Extra auf Salten, Suppen oder Gemüse, aber auch als Topping für süßere Speisen wie Porridge, eine Smoothie Bowl, oder einfach Müsli, ist der gepoppte Amaranth sehr beliebt. Teilweise findet man die Pops auch schon im Handel in bestimmten Produkten verarbeitet, wie beispielsweise in Keksen, vorgefertigte Müslimischungen, oder spezielle Energieriegel. Aber auch einfach einzeln in abgewogenen Päckchen gibt es den gepufften Amaranth im Handel zu kaufen.

Achtung: Verzehrt man Amaranth in ungekochter und noch nicht gequellter Form, ist es wichtig ausreichend Wasser im Anschluss zu trinken. Egal ob als Topping, oder Müsli, ähnlich wie bei Leinsamen, quellt Amaranth im Bauch noch nach und sollte deshalb ausreichend Wasser zur Verfügung haben, sonst kann es zu leichten Bauchschmerzen kommen, weil der Magen so viel zu arbeiten hat.

Gepuffte Amaranth-Pops selbst zubereiten

Wer sich gepufften Amaranth nicht im Handel besorgen möchte, oder es einfach vergessen hat und nun aber dennoch Lust auf die leckeren Pops hat, kann sich diese auch in kurzer Zeit, ganz einfach selbst in der Pfanne zubereiten.

Erhitzen Sie zu Beginn eine beschichtete Pfanne ohne die Zugabe von Fett, bis sie sehr, sehr heiß ist. Dann so viele Amaranth-Körnchen hineingeben, bis sie knapp den Boden bedecken und einen Deckel drauflegen. Im Anschluss die Pfanne sofort von der Herdplatte nehmen, da die Körner sonst schnell verbrennen. Die Hitze in der Pfanne reicht vollkommen aus. Die Pfanne kurz ein wenig schwenken und schon beginnen die Körner unter dem Deckel aufzupoppen. Fertig sind die köstlichen Pops.

Wer es lieber süßer mag:

Wer die leckeren Amaranth-Pops lieber etwas süßer man, kann dies in einem kleinen weiteren Schritt ebenfalls ohne Probleme erreichen. Die Amaranth-Körner wie beschrieben ganz normal erst einmal in der heißen Pfanne aufpoppen lassen. Im Anschluss allerdings zusätzlich ein wenig Butter in einem Topf zum Schmelzen bringen und wenn die Butter flüssig ist, etwas Honig hinzugeben. Das Ganze dann im Topf verrühren und die fertigen Pops darin schwenken. Die Pops erhalten eine Art Schicht und können nun aus dem Topf genommen werden und auf einem Küchenpapier trocknen. Super lecker!

Amaranth-Blätter zubereiten

Amaranth-Blätter werden ebenfalls in der Küche verwendet und lassen sich genauso zubereiten, wie Spinat. Geschmacklich unterscheiden sich die Blätter allerdings von Spinat und ähneln einer Mischung aus Rucola und Mangold. Außerdem sind sie oxalat- und nitratarm.

Tipp: Lieber die feinen Blätter verwenden. Größere Blätter sind bereits älter und können teilweise leicht bitter schmecken.