Foto von Hal Gatewood auf Unsplash – Gen-Diät – Wie deine DNA dein Gewicht beeinflusst

Weihnachtszeit ist Schlemmerzeit. Schon bevor wir die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum auspacken, haben wir wahrscheinlich schon ein paar Pfunde bei Weihnachtsmarktbesuchen zugenommen. Denn wer kann schon Glühwein, Plätzchen und kandierten Äpfeln widerstehen? Doch wie bekommen wir die überschüssigen Kilos wieder runter? Wir zeigen euch eine Diät-Methode, mit der ihr einfacher abnehmen könnt.

Die Zeit nach Weihnachten und Silvester ist oft eine Zeit der Enthaltsamkeit. Wer zu viele Kilos auf der Waage angezeigt bekommt, will diese schnellstmöglich wieder loswerden. Doch wie? Der Diätdschungel scheint undurchdringlich. Diäten gibt es wie Sand am Meer und jede verfolgt einen anderen Plan. Um ein wenig Licht in dieses Dunkel zu bringen, stellen wir dir eine der bekanntesten Diätmethoden vor: Die Gen-Diät.

Die Gen-Diät: Abnehmen mit den richtigen Lebensmitteln

Du kennst das sicherlich: Während du bei jedem Kuchenstück höllisch aufpassen musst, um nicht zuzunehmen, kann deine beste Freundin essen, was sie will und nimmt kein Gramm zu. Woran liegt das? Warum nehmen die einen Menschen sofort zu und die anderen nicht, selbst wenn sie genau dasselbe essen? Die Antwort scheint in unseren Genen zu liegen – genauer in der Art und Weise, wie wir unser Essen verstoffwechseln. Unser ganzes Dasein wird von unseren Genen bestimmt. Wir wissen natürlich, dass unsere Haarfarbe oder die Augenfarbe von unserer DNA bestimmt wird. Doch mittlerweile gibt es auch Hinweise, dass sogar Charaktereigenschaften – wie Neugierde oder Risikobereitschaft – vererbt werden können. Erscheint es da so abwegig, dass auch unser Gewicht – und wie wir abnehmen – von den Genen beeinflusst sein könnte? Ungefähr 25.000 Gene sitzen auf unseren Chromosomen. Es erscheint logisch, dass sie nicht nur unsere äußeren Merkmale bestimmen.

Tabellarische Zusammenfassung der Stoffwechsel-Typen

©gen-diät.de

 

Hier kommt die Gen-Diät ins Spiel. Sie besagt, dass der Abnehmerfolg bei jedem Menschen durch die genetische Veranlagung stark beeinflusst wird. Das ist eine Komponente, die bei den meisten Diätplänen völlig außer Acht gelassen wird. Dabei gehen viele Wissenschaftler mittlerweile davon aus, dass jeder Mensch Makronährstoffe anders verwertet. Was bedeutet das genau? Vereinfacht gesagt, verarbeitet jeder Körper Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette auf unterschiedliche Art und Weise. Während der eine sehr gut Fette verwerten kann, funktioniert das bei dem anderen so gut wie gar nicht. Auslöser dafür scheinen die Gene zu sein. Die Gen-Diät nimmt dies als Basis: Mithilfe einer Stoffwechselanalyse wird bestimmt, welche Abnehm-Methode zu den eigenen Genen passt.

Individuell abnehmen – Wie funktioniert die Gen-Diät?

Ein Diätplan, der individuell auf deine Gene angepasst ist. Das verspricht die Gen-Diät. Dazu wird für jeden einzelnen mittels eines DNA-Tests die genaue Verwertung der Makronährstoffe geprüft. Das übernimmt hierzulande das Center of Genetic Analysis and Prognosis – oder kurz CoGAP. Verwertet der Köper Eiweiße oder Kohlenhydrate besonders gut? Wird fettreiche Nahrung besonders gut vom Körper angenommen oder nicht? Der DNA-Test beantwortet diese Fragen, so dass ein individueller Ernährungs- und Fitnessplan erstellt werden kann. So weißt du, wie du persönlich am besten abnimmst. Doch wie funktioniert das genau? Mithilfe des DNA-Tests wird jeder in eine bestimmte Stoffwechsel-Kategorie eingeteilt. Es gibt vier Meta-Typen und bei jedem zeigt sich eine andere Verstoffwechselung: Der Alpha-Typ, der Beta-Typ, der Gamma-Typ und der Delta-Typ.

Je nachdem, welcher Typus man ist, muss man auf bestimmte Energielieferanten weitgehend verzichten – zumindest, wenn man abnehmen will. Darüber hinaus wird jedem Typus eine Sportvariante zugeteilt, die den Gewichtsverlust zusätzlich fördert. Dazu gehören entweder Ausdauersport oder Sportarten, die Schnelligkeit erfordern.

Der Alpha-Typ (α) kann proteinreiche Nahrung am besten verarbeiten. Deshalb sind Eiweiße auch am besten, damit dieser Typ Gewicht verliert. Kohlenhydratreiche und fetthaltige Lebensmittel sollte dieser Typ vermeiden oder reduzieren. Nudeln oder Brot müssen hier also vom Ernährungsplan gestrichen werden. Der Beta-Typ (β) verstoffwechselt Proteine genauso gut wie der Alpha-Typ. Allerdings hat es dieser Typus ein wenig besser, weil er auch Fette gut verarbeiten kann. Lediglich bei den Kohlenhydraten muss der Beta-Typ aufpassen.

Anders als Alpha und Beta dürfen Gamma und Delta Kohlenhydrate zu sich nehmen – sie verarbeiten diese besonders gut. Der Gamma-Typ (γ) muss aber auf Proteine und Fette verzichten, wohingegen der Delta-Typ (δ) auch Fette gut verstoffwechseln kann. Proteine müssen aber auch bei diesem Typus gestrichen werden.

Die richtige Sportart für deinen Typ

Der DNA-Test ermittelt neben der optimalen Verwertung der Makronährstoffe auch die optimale Sportart, um schnell Gewicht zu verlieren. Bei der Gen-Diät wird dabei zwischen „Endurance“ (Ausdauer) und „Speed“ (Schnelligkeit) unterschieden. Typ E für Endurance bezeichnet alle Menschen, die mit Ausdauersport am besten die Pfunde purzeln lassen können. Dazu gehören zum Beispiel Joggen oder Schwimmen. Typ S für Speed bezeichnet hingegen Menschen, die einen höheren Kalorienverbrauch bei Schnelligkeitsportarten oder bei kraftintensiven Sportarten aufweisen. Dazu gehören zum Beispiel Gewichtheben oder Aerobic.

Kennt man seinen Sporttyp, kann man sich eine Sportart wählen, die einen besonders effektiven Kalorienverbrauch hervorruft. Wenn das mal kein Vorteil ist! Natürlich bedeutet das nicht, dass man als Endurance-Typ nur noch joggen darf. Aber wenn du abnehmen willst, ist es hilfreich, das Hauptaugenmerk auf solche Sportarten zu legen.

Übrigens: Für eine genetische Stoffwechselanalyse musst du kein Blut abgeben. Eine Speichelprobe reicht aus. Dazu musst du einfach mit einem Wattestäbchen einen Wangenabstrich vom Mundraum machen.

Die Gen-Diät: ein Wundermittel?

Wenn dein Stoffwechsel-Typ feststeht, kann dein Ernährungsberater dir darauf basierend einen persönlichen Plan erstellen und auch deine Fitness anpassen. Wenn du dich danach richtest, wirst du schnell Erfolge beim Abnehmen erzielen. Schließlich zeigen zahlreiche Studien auf, dass jeder Mensch Fette, Kohlenhydrate und Proteine anders verwertet. Auch wenn nicht hinreichend gesichert ist, ob ein Gewichtsverlust etwas mit der Verwertung der Makronährstoffe zu tun hat, so erzielen doch zahlreiche Menschen große Erfolge mit der Gen-Diät. Zu bedenken ist aber, dass auch die Gen-Diät kein Wundermittel ist. Auch hier musst du dich nach einem Diätplan richten und – was noch wichtiger ist – deine Ernährung langfristig umstellen. Wenn du Kohlenhydrate weniger gut verwertest, solltest du dich auch nach Erreichen deines Wunschgewichtes nicht sofort wieder auf Nudeln und Brot stürzen. Sonst ist der Jojo-Effekt vorprogrammiert. Wenn du dich aber langfristig an die Lebensmittel halten kannst, die dein Körper besser verarbeiten kann, hast du gute Chancen lange schlank zu bleiben. Wie bei jeder Ernährungsumstellung braucht es dazu einen eisernen Willen. Mithilfe der persönlichen Ernährungspläne und der effektiveren Kalorienverbrennung wird das Abnehmen aber deutlich einfacher.