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Winter – das bedeutet kahle Bäume und Kälte aber auch Winterzauber und Schneepracht. Ob du den Winter liebst oder nicht – für unsere Haut ist die kalte Jahreszeit Schwerstarbeit. Denn gerade jetzt muss sie einiges verkraften. Wie du deine Haut im Winter optimal pflegst, zeigen wir dir im heutigen Beitrag.

Deutschland – ein Wintermärchen? Auf weiße Weihnachten müssen wir in diesem Jahr wohl vielerorts verzichten. Dafür können wir nach einem heißen Sommer und einem goldenen Herbst einen relativ milden Winter genießen. Frischer Wind und Kälte bleiben uns dennoch nicht erspart – genauso wenig wie unserer Haut.

Kalte Temperaturen und eisiger Wind draußen – trockene Heizungsluft drinnen. Unsere Haut ist im Winter ständigen Temperaturwechseln ausgesetzt. An einigen Stellen wird sie trocken, schuppig und rau und spannt unangenehm, an anderen produziert sie übermäßig viel Öl. Kurz: Unsere Haut zickt und hat ihre Mühe mit dem ständigen Wechsel zwischen Kalt und Warm mitzuhalten. Doch warum ist das so? Was genau passiert mit unserer Haut, wenn es zu kalt oder zu warm ist?

Blass, grau und gestresst – unsere Haut im Winter

Ausschlaggebend für die gestresste und gepeinigte Winterhaut ist die trockene Luft. Im Winter hat die Luft nur wenig Feuchtigkeit – noch schlimmer ist das, wenn wir zu Hause heizen. Denn die Heizungsluft trocknet die Haut noch viel mehr aus. Die Folgen für die Haut sind sichtbar negativ – die Haut spannt, juckt, wird rissig und rau.

Stressfaktoren für die Haut: Trockenheit und Kälte

Wenn es zu trocken ist, dann schadet das der Schutzschicht unserer Haut. Die oberste Hautschicht oder die sogenannte Epidermis schützt die Haut gegen äußere Einflüsse. Ist sie nicht mehr intakt, kann das fatale Folgen auf unsere Hautgesundheit haben. Eine zu große Trockenheit greift den natürlichen Schutzfilm der Epidermis an: Sie wird dann durchlässiger und die Haut verliert vermehrt Wasser. Die Folge? Eine gerötete, gereizte Haut, die anfällig für Entzündungen ist. Übrigens: Nicht nur für die Haut ist trockene Luft schädlich. Trockene Luft greift auch unsere Schleimhäute an und fördert Infekte, da Grippeviren in trockener Luft länger wirkungsvoll sind. Merke dir als Faustregel, dass die Luftfeuchtigkeit für eine ausgeglichene Haut und Gesundheit bei 40 bis 60 Prozent liegen sollte. Da lohnt es sich doch in einen Luftbefeuchter zu investieren, oder?

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Kälte – ein Risiko für die Haut

Wenn zu der trockeneren Luft sowohl draußen als auch drinnen dann noch Kälte hinzukommt, stresst das die Haut zusätzlich. Sie hat alle Hände voll zu tun, um sich einigermaßen stabil zu halten. Besonders die kälteren Temperaturen sind hier schädlich: Wenn es draußen frostig ist, ziehen sich die Blutgefäße unter der Haut zusammen. Der Körper konzentriert sich darauf, die lebenswichtigen Organe zu schützen und leider gehört die Haut nicht dazu. Weil weniger Blut durch die äußeren Hautschichten fließt, ist die Haut schlechter durchblutet. Viele Nährstoffe und auch Sauerstoff kommen nun nicht mehr in der Haut an oder nur in geringerem Maße. Die Zellerneuerung verlangsamt sich, die Regeneration stagniert und die Haut wird anfälliger für Schadstoffe oder Bakterien.

Doch damit nicht genug: Auch der Fettfilm der Haut wird durch Kälte angegriffen. Normalerweise produzieren die Talgdrüsen in der Haut täglich bis zu zwei Gramm Talg, die sich wie ein Schutzfilm schützend auf die Haut legen. Ist es kalt, ist die Talgproduktion jedoch gestört. Der Fettfilm wird dünner – das ist fatal für die Haut. Bei zu kalten Temperaturen stellt die Haut die Fettproduktion sogar ganz ein. Wer also bei klirrenden Temperaturen die Skier anschnallt, sollte sich die Haut gut eincremen.

Die richtige Winterpflege für einen strahlenden Teint

Auch im Winter musst du nicht dem Himmel gleich mit grauer und strapazierter Haut herumlaufen. Unsere Haut braucht bei kälteren Temperaturen definitiv eine besondere Pflege. Wenn du unsere fünf Tipps dazu beherzigst, wirst du deine gestresste Winterhaut schützen und schnell in den Griff bekommen. Wir zeigen dir, wie das geht.

Tipp 1: Wahre den Schutzfilm deiner Haut!

Um den durch Trockenheit und Kälte ohnehin schon angegriffenen Schutzfilm der Haut nicht noch zusätzlich zu strapazieren, empfehlen wir möglichst sanfte Reinigungsprodukte. Das ist eigentlich zu jeder Jahreszeit eine gute Idee! Verzichte auf alkoholhaltige Reinigungsmittel oder Seifen. Alles, was schäumt, greift die Haut an. Nutze stattdessen PH-neutrale Reinigungsmilch und -cremes, die zusätzlich Feuchtigkeit spenden.

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Tipp 2: Mehr Feuchtigkeit

So wie die Reinigung mit feuchtigkeitsspendenden Produkten einhergehen sollte, brauchst du auch mehr Feuchtigkeit in deinen Cremes. Jojobaöl eignet sich hierzu besonders gut. Achte darauf, dass deine Cremes feuchtigkeitsspendende Stoffe wie zum Beispiel Hyaluronsäure enthalten.

Auch fetthaltige Cremes sind im Winter sinnvoll, allerdings musst du hier auf deine Hautbeschaffenheit achten. Wer von Natur aus eine zur Akne neigende Haut hat, kann mit einer „schweren“ Creme die Talgdrüsen zusätzlich verstopfen. Das wiederum kann zu mehr Pickeln führen.

Ein weiteres Plus: Tuchmasken, die wertvolle und feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe haben. Einfach auf die gereinigte Haut legen, die Stoffe einziehen lassen und den Effekt genießen!

Tipp 3: Lippen und Hände nicht vergessen!

Gerade die Hautstellen, die nicht bedeckt sind, leiden unter Kälte und Trockenheit. Dazu zählt nicht nur die Gesichtshaut – auch Hände und Lippen sind einfache Ziele. Für die Lippen schaffen Lippenbalsame Abhilfe: Besonders Pflegestifte mit Sheabutter oder Aloe Vera sind hier deine Retter. Für die Hände gilt: Unnötiges Händewaschen mit zu heißem Wasser vermeiden und milde Seifen verwenden!

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Tipp 4: Kurz und nicht zu warm duschen

Auch wenn es uns schwerfällt: Auf Vollbäder sollten wir im Winter verzichten. Wer sich zu lange im heißen Wasser aufhält, strapaziert die Haut unnötig. Dasselbe gilt für zu langes und heißes Duschen. Auch wenn es noch so wohltuend ist – für deine Haut solltest du lieber mit einer moderaten Temperatur duschen und anschließend die Haut mit einer reichhaltigen Pflege eincremen.

Tipp 5: Die Haut von innen schützen

Wer die Haut von außen ausreichend pflegt und schützt, hat schon viel für eine gesunde Winterhaut gewonnen. Gehe aber noch einen Schritt weiter und pflege deine Haut auch von innen. Das ist sehr einfach zu erreichen: Deine wirkungsvollsten Waffen gegen Trockenheit, Abstumpfung und gestörte Schutzbarrieren der Haut sind Bewegung, Trinken und die richtige Ernährung.

Mindestens 1,5 Liter Wasser oder ungesüßte Tees sollten es am Tag in jedem Fall sein. Das kommt nicht nur der Haut zugute. Sport und Bewegung fördern die Durchblutung der Haut, die ja gerade im Winter angeschlagen ist. Und eine gesunde Ernährung liefert all die wichtigen Vitamine für einen gesunden und strahlenden Teint.

Mit diesen Tipps kannst du dein persönliches Wintermärchen genießen: Malerische Spaziergänge bei klirrender Kälte und raureifbedeckten Feldern sind damit genauso wenig ein Problem, wie die Trockenheit in beheizten Räumen.