5 Tipps für bessere Instagram-Photos

© INSTAGRAM/NICOLE_HUISMAN

Instagram – das ist derzeit DIE Fotoplattform weltweit. Es gibt kaum einen anderen Online-Dienst, der solch eine Reichweite hat: Über 500 Millionen aktive Instagram-Nutzer gibt es. Davon sind nach Angaben von Facebook 300 Millionen jeden Tag aktiv. In Deutschland nutzen immerhin neun Millionen Menschen den Online-Dienst. Instagram ist eine wundervolle Quelle für Inspirationen, aber bei der Menge an Nutzern kann man nur mit Qualität herausstechen. Weil Instagram ein maßgeblich visuelles Medium ist, sind gehaltvolle Fotos wichtig für einen erfolgreichen Instagram-Account. Qualität vor Quantität lautet die Devise. Ob man die Anzahl seiner Follower erhöhen will oder einfach nur ansprechende Bilder für die Freunde uploaden will – es lohnt sich, sich ein wenig mit Fotografie zu beschäftigen. Bessere Fotos zu schießen heißt nicht, dass man direkt zum Profi rennen muss oder viel Geld für eine teure Kamera ausgeben muss. Wir haben für euch fünf Tipps herausgesucht, die die Qualität eurer Bilder sofort verbessern – und dabei einfach umzusetzen sind. Viele Instagram-User haben diese Vorgehensweisen verinnerlicht, so dass ihre Fotos eindrucksvoller sind oder ihr Dashboard harmonischer wirkt.

1. Es werde Licht

Es gibt kaum eine Komponente, die die Qualität deiner Fotos mehr erhöht, als das richtige Licht. Dafür muss man auch nicht unbedingt teures Equipment haben – tatsächlich sehen viele Fotos in natürlichem Licht man besten aus. Wenn du dich mit den Gegebenheiten von natürlichem Licht ein wenig auseinandersetzt, ist schon viel gewonnen. Dabei geht es weniger darum, was das beste natürliche Licht ist, sondern die Vor- und Nachteile für jeden Shot genau auszuloten.

Am wichtigsten dabei: Die Tageszeit, zu der man sein Foto schießt. Hier heißt es ausprobieren. Welcher Ort in deiner Wohnung hat das beste Licht? Zu welcher Tageszeit erscheinen Schatten auf dem Gesicht und zu welcher ist das Motiv gut beleuchtet? Stell dir bei jedem Foto diese Frage: Welchen Effekt möchtest du erreichen? Ein Foto im Gegenlicht etwa erzeugt Tiefe und Raum im Foto. Schießt man ein jedoch Foto zur „goldenen Stunde“, also in der Zeit nach dem Sonnenaufgang oder vor Sonnenuntergang, erhält das Foto eine warme Farbe und ein schönes Leuchten, weil der tiefe Sonnenstand das Licht abschwächt.

Neben der „goldenen Stunde“ solltest du auch die „blaue Stunde“ kennen. Das ist die Zeit zwischen Sonnenuntergang und Nacht. In dieser Zeit ist die Dunkelheit noch nicht völlig hereingebrochen und die Konturen des Motivs wirken plastischer.

Achte darüber hinaus darauf, dein Motiv nicht direkt vor einer Lichtquelle zu posieren, weil das eine harsche Silhouette kreiert. Egal ob du draußen oder drinnen fotografierst, suche immer einen Platz, an dem sich das Licht gut verteilen kann. Damit ist schon eine Menge gewonnen.

2. Standpunkt & Bewegung

In welchem Winkel du dein Motiv aufnimmst und von welchem Standpunkt macht eine Menge aus! Schießt man ein Bild etwa von einem leicht niedrigen Standpunkt, sieht das Objekt größer und schlanker aus – besonders bei Körperaufnahmen ein guter Tipp! Scheu dich nicht, dir einen ungewöhnlichen Standpunkt auszusuchen – vielleicht gehst du in die Knie, steigst auf einen Stuhl oder legst dich gar auf den Boden. Ein neuer Blickwinkel kann ein Bild in ein ganz anderes, positiveres Licht rücken.

Auch Bewegung kann einem Bild das gewisse Etwas geben. Versuch doch mal eine Bewegung wie zum Beispiel das Laufen auf der Kamera festzuhalten. Gerade das Laufen erscheint auf einem Foto sehr natürlich und kann zum Beispiel bei Outfit-Fotos die Kleidung natürlicher und schöner zur Geltung bringen. Wenn du lieber stehen bleiben willst, achte auf eine Haltung, bei der ein Fuß leicht vor dem anderen steht – auch das lässt einen schlanker erscheinen.

3. Der goldene Schnitt

Positioniert ihr euer Motiv immer ins Zentrum des Bildes? Das kann schnell langweilig werden und zudem widerspricht es einem harmonischen Bildaufbau. Um eure Fotokollektion ein wenig harmonischer und auch spannender zu gestalten, orientiert euch am Goldenen Schnitt. Der Goldene Schnitt bedeutet nichts anders, als dass das Bild in einem bestimmten Verhältnis aufgeteilt wird. Das kommt uns auch deshalb so harmonisch vor, weil dieses Verhältnis sehr oft in der Natur vorkommt.

Bei dem goldenen Schnitt unterteilt man ein Bild waagrecht und senkrecht mit einer Linie im Verhältnis von circa 61 zu 39. Das Hauptmotiv sollte sich dann an diesen Achsen orientieren, die die Linien geschaffen haben. In manchen Kameras und Bildprogrammen kann man sich das Raster des Goldenen Schnitts auf sein Bild legen lassen und so leichter das Motiv entlang der Linien (am besten an den Schnittpunkten der Linien) platzieren.

Wenn euch das schon zu viel an Aufwand ist, probiert bei eurem nächsten Foto einfach, das Motiv seitlich zu platzieren oder es nach oben oder unten versetzt zu fotografieren.

4. In der Ruhe liegt die Kraft

Egal ob ein Instagram-Bild, Selfie oder ein professionelles Porträtfoto – ohne eine sichere Hand verwackelt das Bild. Kommt dann noch schlechtes Licht dazu, habt ihr ein wenig ansprechendes Bild. Für ein gutes Foto ist eine stabile Hand aber notwendig. Dafür braucht es nicht unbedingt ein Stativ: tief einatmen, sich Zeit lassen und aufstützen und dann erst knipsen heißt die Devise. Es geht auch nicht darum so viele Bilder wie möglich zu machen. Nimm dir Zeit bevor und nachdem du den Auslöser drückst. Sieh dir dein Foto an und frage dich, was dir daran gefällt und was nicht. Was könntest du ändern, um ein besseres Bild zu erhalten? Den Standpunkt? Das Licht? Eine andere Pose? Mit ein wenig Geduld und Übung wirst du mit dieser Taktik bald deine Fotografierfähigkeiten perfektionieren und schneller Fotos schießen, mit denen du zufrieden bist.

5. Beschäftige dich mit deinem Equipment

Ein Stativ, Reflektor oder eine teure Kamera machen deine Bilder natürlich besser. Aber es ist nicht zwingend notwendig teures Equipment anzuschaffen. Viele großartige Fotos auf Instagram sind ohne kostspieligen Schnickschnack geschossen worden. Wenn du dich mit dem, was du hast, besser auseinandersetzt, kannst du allein dadurch die Qualität deiner Bilder massiv erhöhen. Dabei ist es egal, ob du mit einer Kamera oder einem Smartphone ein Foto schießt.

Heutzutage schießen die meisten Smartphones in ihren Default-Einstellungen schon sehr gute Fotos, aber das heißt nicht, dass man sich nicht mit den vielen Optionen bekannt machen sollte, die die Smartphone-Kamera hat. Suche im Internet nach Tutorials für dein Handy und probiere die verschiedenen Optionen aus, damit du beim nächsten Fotoshooting weißt, worauf du zurückgreifen kannst. So bekommst du garantiert schneller genau das Foto, dass du dir vorgestellt hast!

Wenn du diese fünf einfachen Tipps beherzigst, wirst du beim nächsten Mal schneller und erfolgreicher ein gutes Instagram-Foto schießen. Ein letzter Tipp noch: Egal, was du postest, vergiss nicht, dass der Spaß im Vordergrund stehen soll. Deine Fotos müssen nicht perfekt sein – es reicht, wenn du einige Grundlagen berücksichtigst und dein Instagram-Feed einnehmend ist – das ist viel wichtiger als Perfektion.

Author: Ida Neuberger

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