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Es gibt wohl niemanden, der noch nicht von den beiden dunklen Schatten geärgert wurde, die sich nur allzu gerne unter den Augen abzeichnen. Ob es eine besonders schaflose Nacht war oder die anhaltende Übermüdung nach einer anstrengenden Phase auf der Arbeit, die die unerwünschten Augenringe verursacht – niemand sieht diese verräterischen Verfärbungen gerne. Besonders aus dem Grund nicht, weil die hartnäckigen Schatten so offensichtlich sind. Sie erzählen den Menschen um uns herum mehr über unser aktuelles Befinden, als uns vielleicht lieb ist. Vielleicht ist man erkältet, hat Liebeskummer oder ist einfach nur gestresst. Ganz egal, was es sein mag: Augenringe sagen manchmal mehr als tausend Worte.

Besonders unschön ist der Fakt, dass diese Schatten unsere Augen – also das berühmte Tor zur Seele – so negativ hervorheben können. Wenn wir jemanden ganz unmittelbar anschauen, so möchten wir einen wachen und aufmerksamen Eindruck vermitteln. Und das ist völlig unabhängig davon, ob man sich gerade im Büro aufhält oder beim Treffen mit Freunden am Wochenende. Wo also kommen die berüchtigten Augenringe eigentlich her und wodurch werden sie verursacht?

1001 Gründe

Wir hegen und pflegen unser Gesicht mit besonderer Hingabe, weil die Haut dort sehr viel dünner und empfindlicher ist als die des Körpers. Was viele nicht wissen: Die Haut der Augenpartie ist noch einmal ungaubliche viermal dünner als die des restlichen Gesichts. Nicht einmal einen halben Millimeter ist sie dick. Aus diesem Grund ist auch die Haut unmittelbar unter den Augen besonders zart, beinahe schon durchscheinend. Ihr fehlt außerdem das natürliche Fettgewebe, das die Haut normalerweise angenehm aufpolstert und ihr Volumen verleiht. Fehlen diese Faktoren, so schimmern die darunter liegenden Blutgefäße hindurch. Prozesse, die sonst tief unter der Haut ablaufen und somit unsichtbar bleiben, werden hier sofort  und ohne Umschweife offenbart.

Das bedeutet, das jede noch so kleine (oder auch größere) Strapaze hier im wahrsten Sinne des Wortes auftaucht. Deswegen haben die sonst so banal wirkenden Augenringe auch unendlich viele Gründe: Es kann anhaltender Stress sein oder zu wenig Schlaf, eine durchfeierte Nacht oder eine Grippe, die sich gerade anbahnt. Augenringe können sogar auf einen chronischen Eisenmangel hinweisen. Es sind also meistens Formen der Belastung, die der Körper versucht auszubalancieren, die sich ganz ungeniert zeigen. Doch wie kann man gegen so vielfältige Ursachen vorgehen?

1. Eine Frage des Stils

Oftmals sind Augenringe, wie wir bereits festgestellt haben, ein Ergebnis unseres Lebensstils. Leiden wir besonders häufig oder besonders heftig unter den unschönen Schattierungen, so ist dies vielleicht ein Signal unseres Körpers, besser auf uns Acht zu geben. Hinterfragen Sie Ihre tägliche Routine und stellen Sie zunächst einmal fest, ob Sie sich und Ihrem Körper genug Ruhe gönnen. Genügend Schlaf ist das A und O für einen gesunden und zuverlässigen Körper. Probieren Sie, pro Nacht 7 bis 8 Stunden zu schlafen. Gehen Sie – auch wenn es schwer fällt – ein wenig früher ins Bett und lassen Sie zu, dass Sie müde werden. Statt dem Smartphone ist es nun vielleicht ein gutes Buch das Sie in der Hand halten, bevor das Licht ausgemacht wird. Denn Lesen entspannt und hilft dabei, die Gedanken zu entschleunigen.

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Mindestens genauso wichtig ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Dazu zählt auch, wie viel Wasser Sie am Tag trinken. Zwei Liter sollten Pflicht sein! Nur so hat der Körper eine gute Möglichkeit, Giftstoffe schnell aus dem Körper zu schleusen und den Kreislauf dauerhaft angekurbelt zu lassen. Außerdem versorgt das einfache Mineralwasser auch die Haut mit Feuchtigkeit und polstert sie somit von Innen heraus auf. Weitere Faktoren sind regelmäßige Bewegung (auch im Alltag lässt sich, ganz einfach, mehr zu Fuß gehen um in Bewegung zu bleiben) und bewusste Phasen der Entspannung. Darunter fallen beispielsweise Aktivitäten wie Yoga oder Meditation, in denen Sie sich nur Zeit für sich und Ihren Körper nehmen.

2. Den Arzt des Vertrauens konsultieren

Sollten Sie an besonders hartnäckigen Augenringen leiden so empfehlen wir, eine potentielle medizinische Ursache gemeinsam mit dem Hausarzt auszuschließen. Denn immerhin können anhaltende bläuliche, grünliche oder gräuliche Verfärbungen unter den Augen auch ein Indikator für andere Dinge sein. Dazu gehören beispielsweise Allergien oder auch Mangelerscheinungen. Letzteres ist besonders dann wahrscheinlich, wenn Sie sich völlig unabhängig von der Situation unerklärlich müde und anhaltend schlapp fühlen.

Sollte jedoch nichts davon zutreffen so ist es durchaus möglich, dass Ihre Haut in der Augenpartie von Natur aus besonders dünn ist und die Augenringe somit angeboren sind. Das ist aber glücklicherweise kein Beinbruch, dann selbst die lassen sich mit dem richtigen Know-how lindern und kaschieren.

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3. Ice Ice, Baby

Es ist ein alter Trick, doch das macht ihn nicht weniger wirkungsvoll: Kühlen ist eine absolute Wunderwaffe im Kampf gegen geschwollene Augen und Augenringe. Besonders leicht ist es, am Abend einen Teelöffel ins Gefrierfach zu legen, um ihn am nächsten Morgen verwenden zu können. Halten Sie dann allerdings kurz inne und hauchen Sie ihn einige Male an, damit er nicht zu eisig ist, ehe Sie ihn direkt nach dem Aufstehen auf die Augen legen. Natürlich können auch Kühlmasken verwendet werden, die beispielsweise in Drogeriemärkten zu finden sind.

Unser Tipp: Wer kennt es nicht, das filmreife Bild aus einem Beautyspa, in dem bei einer klassischen Behandlung zwei Gurkenscheiben auf die Augen gelegt werden? Sie werden nicht glauben, wie effektiv diese Methode tatsächlich ist. Dabei helfen gut gekühlte Gurkenscheiben nicht nur dabei, Schwellungen zu lindern, sondern sind auch noch ein wahrer Feuchtigkeitsbooster. Lehnen Sie sich einfach zurück und entspannen Sie!

4. Spezielle Augencremes

Sollten jedoch auch Hausmittel nicht die gewünschten Effekte erzielen, so ist es wohl an der Zeit, sich professionellen Treatments zuzuwenden. Dazu gehören vor allem speziell entwickelte Cremes, die perfekt auf die empfindliche und hochsensible Augenpartie abgestimmt sind. Diese Kosmetika haben oftmals nicht nur eine Feuchtigkeits-, sondern auch eine damit verbundene Anti-Aging-Wirkung. Zu den Cremes, die sich schon oft bewährt haben, gehören etwa Lotus Defense Intensive Eye Treatment von Panpuri oder auch die Preventive Crème Beauté Yeux von Jean D’Arcel.

Damit die Wirkstoffe dieser hochwertigen Cremes besonders gut wirken, können Sie die Creme sanft unter den Augen einklopfen. Das regt nicht nur die Durchblutung, sondern auch den Lymphfluss an. Aber Achtung: Klopfen Sie nicht zu fest! Nutzen Sie bestenfalls den Ringfinger und seien Sie vorsichtig. Diese Anwendung kann übrigens auch mit einem vorherigen Kühlen der Augenpartie verbunden werden, damit eigensinnige Augenringe auch ja keine Chance haben.