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Regelmäßig in die Therme oder ins Spa zu gehen, das schaffen die wenigsten von uns. Die Zeit fehlt und auf Dauer werden die Besuche im Wellnesstempel auch echt kostspielig. Gerade im Winter tut uns die entspannende bis aktivierende Wirkung eines angenehmen Bades aber echt gut. Zum Glück kann man mit ein paar Badezusätzen auch zu Hause ein Wohlfühlparadies einrichten… und das in der eigenen Badewanne. Den mit den richtigen Zutaten im Badewasser kann ein Bad so viele unterschiedliche Wirkungen entfalten… wir verraten im Wellness Blogbeitrag, wie es klappt mit dem perfekten Bad.

Entspannung pur nach einem harten Workout

Wenn du dich beim HIIT, beim Krafttraining oder beim Laufen mal wieder so richtig ausgepowert hast, ist nichts besser für die schwer gewordenen Muskeln, als einmal richtig schön abzutauchen, natürlich in einem entspannenden Bad. Profisportler, vor allem von Fußballern kennt man es, schwören auch darauf. Sportmediziner nennen dieses Abtauchen nach dem Training „Auftriebsbad“. Die hart gewordenen Muskeln werden buchstäblich aufgeweicht und auch der Geist kann bei den Momenten im Bad wieder loslassen. Was wirkt denn entspannender als ein warmes Bad, in dem man von Kopf bis Fuß abtauchen kann? Nicht nur strapazierte Muskeln, sondern auch Stress und schlechte Laune lösen sich hier bei ganz schnell in Luft auf. Diese Erkenntnis gab es schon vor tausenden von Jahren: Nicht umsonst hört man so viel von den Badehäusern in alten Kulturen und vor allem von Kleopatras berühmten Bad in Milch!

Nimm dir eine Auszeit – nur für dich

Schon die Inka und Maya in Mittelamerika setzten auf Bäder. Lorbeer wurde zur Stimmungsaufhellung ins Bad gegeben, Hopfen senkte den Blutdruck und Rosmarin sollte dabei helfen, die Konzentration zu verbessern. Schon damals also wurden die Pflanzen-Essenzen und ätherische Öle in zwei Kategorien geteilt: Die, die eher beruhigen und entspannen und jene, die aktivieren und beleben.

Auch heute machen wir uns beim Badezusatz anmischen noch die gleichen Grundsätze zu Nutze. Die wichtigste Voraussetzung für ein wirksames Bad ist allerdings nicht im Reformhaus oder der Drogerie zu finden: Zeit. Wer besonders viel Stress erlebt, sollte sich wirklich einfach mal die Stunde nehmen, um von vorne bis hinten ein entspannendes Bad zu genießen, wo auch der Kopf mal abschalten kann.

Baden: Ein Erlebnis für alle Sinne

Ein besonders wirksames Vollbad erhalten wir mit der Wirkung ätherischer Öle. In einem Vollbad wirken sie gleich auf zweifache Weise. Erstens aktivieren sie mit ihren Düften und Aromen unseren Geruchssinn. Im Gehirn werden dabei auch immer unsere Emotionen aktiviert. Denn der Geruchssinn ist bekanntlich der am stärksten mit Emotionen und Erinnerungen verbundene Sinn. Daher kommt es auch, dass wir bestimmte Düfte als warm, andere als erfrischend usw. wahrnehmen. Dieses Archiv an Düften haben wir uns über unser Leben angelegt. Auch unser Gehirn verknüpft diese Düfte für sich: Riechen wir spritzige Zitrone, dann sendet unser Kopf das Signal, aktiv zu werden. Andersrum ist es bei warmen und entspannenden Düften wie Lavendel oder Zimt. Hier meldet das Gehirn: Abschalten, Entspannen, Auszeit.

Ein gutes Bad ist wie eine kleine Entspannungstherapie

Neben dieser ersten Wirkung auf den Geist gibt es noch eine zweite Art, wie ätherische Öle sich im Vollbad bemerkbar machen. Denn sie pflegen unsere Haut und unseren Körper mit ihren natürlichen Pflanzenstoffen. Klinische Studien etwa haben die Wirkung von konzentrierten ätherischen Ölen aus Eukalyptus, Lavendel und Pfefferminz inzwischen nachgewiesen. Wichtig bei der Auswahl ätherischer Öle ist hierbei, dass es sich um natürliche Essenzen handelt, und nicht um synthetische Duftstoffe. Darauf solltet ihr beim ätherische Öle kaufen unbedingt achten!

Vollbad für mehr Energie – mit aktivierenden Zitrusdüften

Wenn wir an belebende Düfte denken, kommen zuerst zitrische Aromen in den Sinn. Und die helfen auch in unserem energetisierenden Vollbad dabei, Energie zu schöpfen und aktiv zu werden. Zitrusöle wie Limette, Bergamotte, Zitrone, Grapefruit und Orange aktivieren den Geist und machen uns Lust, aktiv zu werden. Hier kann jeder nach seinem Geschmack die Düfte kombinieren. Besonders im Winter brauchen wir auch mal diese kleine Motivation in Form eines warmen Vollbades, um in die Gänge zu kommen und uns aufzuraffen, aktiv zu werden.

Ein Tipp, damit das Bad auch wirklich entspannend bleibt: Vorsicht mit Kerzen in Badezimmern. Gerade jetzt im Winter sind die Fenster des Badezimmers – sofern vorhanden – ja in der Regel geschlossen, besonders beim Bad. Wer sich also eine Kerze anzündet im kleinen Badezimmer, sollte die Luftzufuhr sicherstellen, damit es mit dem Sauerstoff nicht knapp wird.  

Relaxen ohne wenn und aber – Mit dem Vollbad zur Tiefenentspannung finden

Kommen wir jetzt zu entspannenderen Dingen. Denn auch das ist besonders im Winter, der uns mit seiner Kälte, seinem Wind und Wetter oft einfach nur nervt und zusätzlich zu schaffen macht. Wenn es draußen dunkel und grau und kalt ist, ist es so viel schwerer, abzuschalten! Und das schaffen wir am besten bei einem heißen Vollbad mit den richtigen ätherischen Ölen. Ganz vorne mit dabei in der Liste der entspannenden Essenzen sind Lavendel,  Melisse, Hopfen und der Klassiker Baldrian. Die kostbaren floralen Essenzen von Jasmin und Ylang Ylang wirken ebenfalls beruhigend und helfen beim Entspannen. Aber neben diesen altbewährten Kandidaten kannst du dir auch für dein Relaxing Bad Düfte nach deinem Belieben dazumischen. Alles, was warm, süß und würzig ist, sorgt für die richtige Wohlfühlatmosphäre, in der man nach einem anstrengenden Tag so richtig schön loslassen kann. Lavendel ist besonders bei Nervosität und Stress zur Hilfe, den der beruhigt genau wie Baldrian die Nerven. Das hilft auch beim Einschlafen und bereitet einen entspannenden und erholsamen Schlaf vor.

So schont man die Haut beim Vollbad

Wer sich mehrmals die Woche ein Bad gönnt, muss darauf achten, die Haut entsprechend zu pflegen. Denn beim großflächigen Kontakt mit der Haut entzieht das Wasser ihr Mineralien, Glyzerin, Öle und Salze. Genau diese Bestandteile sind aber in der Haut normalerweise für das Binden von Feuchtigkeit zuständig. Daher kann es sein, dass die Haut sich nach dem Bad trocken und angespannt anfühlt. Solang keine Hautkrankheit vorliegt, ist das aber kein Grund, auf regelmäßige Bäder zu verzichten. Die Haut gewöhnt sich nämlich auch daran und produziert entsprechend mehr Fette und Lipide. Eine reichhaltige Bodylotion nach dem Bad kann aber auch Abhilfe schaffen.

Die richtige Wassertemperatur

Wichtig ist, das Wasser beim Bad nicht zu heiß zu temperieren. Unsere Körpertemperatur beträgt ca. 37 Grad. An der Oberfläche der Haut sind es jedoch um die 33. Deswegen empfinden wir Wasser mit einer Temperatur von 37 Grad als angenehm warm. Über 40 Grad sollte das Badewasser nicht haben.

Mehr Tipps und Wellness gibt es regelmäßig hier im Blog, also schaut auf jeden Fall regelmäßig rein.