Warum schwärmen alle von Acai?

Kennt ihr schon Acai?

Wer oft auf Instagram unterwegs ist, hat bestimmt das ein oder andere Mal eine Acai-Bowl gesehen. Oder vielleicht wart ihr in einem Cafe, der diese im Menü hatte. Möglicherweise habt ihr sie auf der Suche nach neuen Rezeptideen erspäht oder eure Freundin hat von ihnen geschwärmt. Denn mit Bananenscheiben, Chia Samen und Nüssen geschmückt, sind die bunten Beeren-Püree Kunstwerke wahre Augenweiden. Doch was ist Acai eigentlich und ist es wirklich so gesund wie es aussieht? Kann man Acai-Bowls auch zu Hause nachmachen oder sollte die Zubereitung lieber den Profis überlassen werden?

Alles rund um das Thema ‚Acai‘ will ich Euch jetzt erzählen!

Was ist Acai?

Wer bisher nur die Acai-Bowl auf  diversen Social-Media Kanälen gesehen hat, kennt die Acai Beere vielleicht noch gar nicht in seiner Ursprungsform. Denn in Deutschland ist sie nicht so gut erhältlich, wie in ihrem Herkunftsland Brasilien. Diese kleine Frucht ähnelt stark unserer herkömmlichen Heidelbeere- sie ist rund und klein. Sie werden kaum größer als 12 Millimeter und wachsen auf den Kohlpalmen. Hauptblühzeit ist von September bis Januar und an einem Pflanzenzopf können bis zu sechs Kilogramm Beeren hängen. Erntereif sind sie Beeren sobald sie eine dunkelblaue oder fast schwarze Farbe erreicht haben. (Roh sind sie recht gelblich). Die Frucht besteht größtenteils aus einem Kern, der nach der Ernte entfernt wird. Denn nur die Haut der Acai-Beere ist zum Verzehr geeignet. Zu kaufen gibt es Acai-Produkte, bei uns in Europa, dann nur in Form von Pulver, Püree oder gar Tabletten, denn in frischer Form verderben sie innerhalb von kurzen 24 Stunden.

Übrigens spricht man das portugiesisch Stammende Wort  *Assa-i* aus.  Denn das „ç“ wird nicht wie ein ‚k‘, sondern wie ein Doppel ‚s‘ ausgesprochen!

Was ist das besondere an Acai?

Der Acai-Beere wird so einiges nachgesagt. Viele behaupten, dass wie fettlösende Wirkungen haben, denn sie soll den Stoffwechseln ankurbeln. Da das allerdings nicht wissenschaftlich Belegt ist, wollen wir uns den Versprechen widmet, die sie tatsächlich einhalten kann.

Denn ob sie bei der Gewichtsabnahme wirklich hilft oder nicht, sollte bei dieser wahren Wunderzutat nicht an vorderster Stelle stehen. Denn Sie kann so viel mehr! Sie enthalten einen hohen Anteil von Antioxidantien, ungesättigten Fettsäuren, sowie Vitamin A, C und E. All das stärkt das Immunsystem und schützt somit vor Erkrankungen. Die Wunderbeere soll sich auch positiv auf das Herz und den Cholesterinwert auswirken. Ihr wird auch nachgesagt, dass sie bei Krebs eine positive Wirkung haben soll. Das sie Krebs nicht alleine heilen kann ist klar, aber die in ihr enthaltenen Antioxidantien sollen, laut einem Bericht einer Forschungsgruppe, bei Krebszellen den Selbstzerstörungsprozess unterstützt haben.

Des weiteren, soll Acai auch einen Anti-Aging Effekt haben. Denn sie soll die freien Radikale neutralisiert und somit die Zellen konserviert. Zwar sollte Acai nicht als Killer von bestehenden Falten eingesetzt werden, aber es kann gut zur Prävention der Hautalterung genommen werden.

Auch zu einem Detox-Programm gehört Acai immer öfter. Dank ihrer entgiftenden Wirkung eignet sie sich besonders hierfür. Hierbei wird sie allerdings in Form einer Tablette oder auch als Tee (welches eher seltener vorkommt) eingenommen.

Wie ihr seht, hat sie ihren Superfood-Namen redlich verdient.

Wo kann man Acai kaufen?

Wie bereits erwähnt, sind Acai-Beeren und Kohlpalmen hauptsächlich in Brasilien einheimisch. Auch in anderen Südamerikanischen Ländern wachsen diese großen Pflanzen. Hier sind sie sowohl frisch, als auch gepresst als Saft unheimlich beliebt. Da sie allerdings schnell verderben und auch dementsprechend zügig nach der Ernte weiterverarbeitet werden müssen, gibt es sie kaum für europäische Kunden frisch zu kaufen. Stattdessen gibt es sie bei uns im Handel entweder als Pulver, als Saft, als Mus oder tiefgefroren zu kaufen. Obwohl die Wunderbeere immer beliebter wird, kann die  Acai-Beere hier zu Lande noch nicht den Ruhm, den er in Latein-oder Nordamerika hat, genießen.  Demnach sind Acai-Produkte in herkömmlichen Supermärkten kein oft gesehener Gast. Allerdings findet man sie in gut bestückten Reformhäusern oder Bio-Märkten.

Wie schmeckt Acai und wozu passt es am besten?

Ob als Saft, als Mus oder Mark. Acai wird selten pur verzehrt, sondern meist als Nahrungsergänzungsmittel genommen. Anders als Heidelbeeren, haben Acai-Früchte einen leicht säuerlichen Geschmack. Außerdem erinnert das Aroma an Schokolade oder Nüssen. Somit eigenen sich die kleine Beeren bestens zum Frühstück oder als Bestandteil eines Smoothies oder eines Fruchtsaftes. Besonders zu Joghurt oder Müsli schmeckt er köstlich. Das Mark kann, vermischt mit Quark, auch bestens als Brotaufstrich verwendet werden.

Doch die bekannteste Form, Acai zu verwenden, ist wahrscheinlich in einer Acai-Bowl. Getoppt mit Kokosraspeln, Haferflocken oder anderen Beeren schmecken sie nicht nur lecker, sondern halten auch lange satt.

Wenn ihr die Acai-Bowls auf Instagram gesehen habt, dann habt ihr bestimmt gedacht, dass man sie kaum zu Hause nachmachen kann. Denn sie sehen zwar hübsch, aber so wie sie zurechtgemacht sind, auch nach einer Menge Arbeit, aus. Aber das muss es gar nicht sein. Grundsätzlich verwendet man für die Wunderbowls, Acai in Pulver Form. Dieses wird einfach mit frischen oder tiefgekühlten Beeren in einem Mixer zu einem Püree vermischt. Auch Banane oder Mango eignen sich super. Anschließend mit beliebigen Zutaten-auch Toppings genannt-ergänzt werden. Wie Ihr seht, ist das kein Hexenwerk J

Kleiner Tipp: Acai ist zwar sehr gesund und ihr Verzehr ist nur zu empfehlen. Allerdings können sie, wie auch jeder andere Superfood, schnell zur Kalorienbombe mutieren, wenn sie mit zu vielen Zutaten kombiniert werden.

Ich habe Euch ein Paar einfache Rezepte zusammengestellt, mit denen Ihr ganz einfach zu Hause  eure eigenen Acai-Bowl zaubern oder Euch einfach inspirieren lassen könnt.

Wenn ihr lieber Acai-Mark verwenden wollt, könnt ihr das natürlich. Ich habe allerdings Acai-Pulver genommen.

Alle Rezepte bestehen aus einer Basis-Mischung (Pulver, Obst+ Flüssigkeit) und den Toppings

Mit Granola

Kennt ihr Granola? Bestimmt schon, denn eigentlich ist es nichts anderes als Knuspermüsli-also in Zuckergebackene Haferflocken. Granola hört sich allerdings schicker an. Wie dem auch sei, ich finde, dass es unheimlich lecker in einem Acai-Bowl schmeckt. Denn er verleiht der Kreation einen Crunch, der gut zu der weichen Acai- Basis-Mischung schmeckt.

Für diese Rezepte, die jeweils für zwei Portionen reichen, braucht ihr nicht nur einen guten Standmixer, sondern auch folgende Zutaten:

2 EL Acai-Pulver

1 Banane (am besten tiefgefroren)

Milch (Kuh, Mandel, Soya)

Toppings

2EL Granola (oder mehr, wenn ihr wollt)

1-2 EL Kokosraspeln

25 g frische Blaubeeren

Mixt in dem Standmixer das Pulver mit der Banane zusammen und gebt so viel Milch hinzu, bis ihr die gewünschte Konsistenz erreicht habt. Je mehr Flüssigkeit ihr nehmt, desto dünner wird die Mischung.

Gebt die Mixtur, zusammen mit den Toppings in eine Schale und schon habt ihr Eure eigens kreierte Acai Bowl.

Mit Erdnussbutter

Erdnussbutter schmeckt nicht nur super, sondern ist zudem reich an Eiweiß. Wenn ihr Euch (und Euren Muskeln) nach dem Sport am Morgen etwas Gutes tun wollt, dann greift doch zu diesem Rezept

2 EL Acai Pulver

150g tiefgefrorene Beeren (entweder nur Erdbeeren, Himbeeren oder Blaubeeren oder eine Beeren-Mischung)

½ Banane

Milch (Mandelmilch schmeckt in dieser Rezeptur besonders lecker, aber nimmt Eure Lieblingsmilch)

Toppings

2 EL Erdnussbutter

1 EL Chia Samen

1 EL Schokotropfen

Wie bei dem ersten Rezept, die hexelt ihr die Zutaten der Basis-Mischung zusammen und gebt sie anschließend mit den Toppings in die Schale.

Mit Mango

Wenn ihr Euch in der kalten Jahreszeit nach ein bisschen Sommerfeeling sehnt, dann greift doch am Morgen (oder Mittag) zu diesem Rezept.

150g Mango (gibt’s mittlerweile auch in jedem Supermarkt tiefgefroren zu kaufen)

2EL Acai-Pulver

Kokusnusswasser

Toppings

1 Handvoll Müsli

2-3 EL Joghurt (hier passt Pfirsich Joghurt ganz gut)

Kokusnusswasser ist um einiges flüssiger als herkömmliche oder Mandelmilch, also gebt zunächst lieber ein bisschen weniger in den Mixer. Vermischt alles zusammen und schon könnt ihr loslöffeln.

 

Mit Himbeere und Birne

Kennt ihr diese Kombination schon? Ich finde sie schmeckt besonders lecker, wenn die Birnen ein wenig zu reif sind, denn dadurch sind sie umso süßer.

2 EL Acai Pulver

150g gefrorene Himbeeren

Milch (oder gar ein wenig Orangensaft)

Toppings

1 Birne (kleingeschnitten)

1 EL Nüsse (Mandelsplitter oder Haselnüsse eignen sich besonders gut)

Acai muss nicht zwingend in einem Frucht-Bowl gegessen werden. Die Wunderzutat bereichert auch jeden Smoothie. Wie wärs mit diesem Rezept:

2 EL Acai Pulver

150g gefrorene Erdbeeren

1 Banane

Milch

Gebt Pulver, Erdbeeren und Banane mit ein wenig Eis in einen Mixer und schüttet so viel Milch hinzu, bis ihr die gewünschte, trinkbare Konsistenz habt.

Wie ihr seht, eurer Acai-Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Da die Beeren nicht sonderlich Geschmacksdominant ist, kann sie gut zu allen Obstsorten kombiniert werden.

Ob ihr eines meiner Rezepte befolgen wollt, ein eigenes erfindet oder in das nächstgelegene Cafe geht. Mit der Acai-Beere tut ihr eurem Mund und eurem Körper richtig gutes.

Viel Spaß beim ausprobieren?

Habt ihr schonmal einen Acai-Bowl probiert? Was sind eure Lieblingskombinationen?

Lasst es mich wissen, denn ich freue mich über jede Neuentdeckung.

Author: Tanja Stephan

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