Sugaring statt Waxing: schmerzfrei Haare entfernen

Schmerzfrei, langfristig und natürlich. Bis zu 4 Wochen glatte Haut ohne Stoppeln, und das ohne Schmerzen und Chemiebomben. Das verspricht das Sugaring, eine Haarentfernungs-Methode, die immer populärer wird.. Die schonende Methode zur Haarentfernung ist in aller Munde. Alle Infos zu der neuen Methode gibt es hier.

Haarentfernung ist für viele Frauen ein leidiges Thema. Eine bevorzugte Methode zu finden, ist eher Fluch als Segen. Klar, das tägliche Rasieren unter der Dusche kann scheinbar nebenbei passieren. Letztlich raubt es aber doch sehr viel Zeit. Und das schön glatte Gefühl hält auch nicht lange an. Nach wenigen Tagen zeigen sich schon wieder deutliche Stoppeln auf der erst so glatten Haut. Haarentfernungscremes konnten sich nie wirklich durchsetzen. Mit ihren chemischen Dämpfen bringen sie uns an den Rand der Ohnmacht, wenn wir im Bad sitzen und die Einwirkzeit der Chemiebombe abwarten.

Effektive Haarentfernung – Sugaring statt Waxing

Epiliergerät und Waxing gehören vielleicht zu den Methoden, die zumindest für ihre langfristige Haarentfernung beliebt sind. Doch von stressfreier Haarentfernung kann wohl keine Rede sein. Beide Methoden tun ganz schön weh. Einige Frauen halten zwar mehr aus als andere, aber angenehm ist diese Art der Haarentfernung wohl nie. Ach ja, die Probleme von Frauen… Doch es gibt eine Lösung für das Problem. Die Antwort heißt Sugaring. Diese gar nicht so neue, aber immer noch relativ unbekannte Methode der Haarentfernung vereint das beste aus beiden Welten: Die Haarentfernung ist effektiv und langfristig, verursacht aber nicht die Schmerzen, die beim Waxing zu erwarten sind. Alles über das Sugaring, die Kosten und wie es funktioniert, das lest ihr hier.

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Was ist Sugaring – so läuft es ab

Wer Sugaring erklärt, beschreibt es of kurz als die „schmerzfreue Version von Waxing“. Von außen betrachtet verläuft die Prozedur auch ähnlich. Nur an Stelle von Wachs wird hier eine warme Zuckerpaste auf die Haut aufgetragen. Beim Abziehen entfernt sie schonend die Haare mit. In den Ländern des nahen Ostens und im Orient ist die Methode, die wir heute Sugaring nennen, schon seit Jahrtausenden bekannt. Frauen im persischen Raum, in der heutigen Türkei und im Iran nutzten sogar Honig zur Haarentfernung, bevor Zucker durch Handel international verfügbar wurde. Seit vielen Jahren ist die Methode dort als Halawa bekannt.

So funktioniert die Sugaring Anwendung

Zur Entfernung der Haare wird auf die Haut eine Zuckerpaste gegeben. Anders als beim Waxing ist die Paste etwas kühler, leicht unter Körpertemperatur. Noch etwas unterscheidet das Sugaring vom Waxing: Die Paste wird mit der Wuchsrichtung entfernt, nicht wie beim Waxing entgegen der Wuchsrichtung. Die Vorteile vom Sugaring: Es ist einfach, und die Behandlung ist sanft zur Haut. Selbst für empfindliche Haut ist das Zuckern gut geeignet. Zudem ist Sugaring komplett natürlich. Die Zuckerpaste enthält keinerlei künstliche Zutaten und ist mit warmem Wasser rückstandlos abwaschbar.

Warum ist Sugaring schmerzfreier als das Waxing?

Die Paste bei der Zuckermethode besteht zum größten Teil eben aus Zucker. Das Gute daran ist nicht nur, dass es zuckersüß schmecken würde, sondern auch die Eigenschaften des Zuckers: Er haftet nämlich besonders gut an den Follikeln der Haare, verbindet sich dabei aber nicht so stark mit der Haut. Beim Abziehen wird so das Haar entfernt, die Haut bleibt aber größtenteils verschont. Hier liegt der Hauptgrund für den Schmerz beim Waxing. Die Hautpartikel werden mit den Haaren vom Wachs „mitgenommen“. Die Gleichung fürs schmerzfreie Sugaring ist also eine ganz einfache: Weniger Hautpartikel, die entfernt werden = weniger Schmerz.

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Sugaring selber machen

Wer sich zu Hause schonend enthaaren möchte, der kann die Paste dafür auch selbst herstellen. Ein Sugaring Paste Rezept ist schon mit wenigen Zutaten komplett. Die meisten Rezepte setzen auf drei einfache Zutaten:

8 Esslöffel Zucker

1 Esslöffel Zitronensaft

2 Esslöffel Wasser

So wie beim Herstellen von Zucker-basierten Süßigkeiten dient der Zitronensaft hier dazu, die Zuckermoleküle in Glucose und Fructose aufzuspalten. Damit ist garantiert, dass die Masse keine Kristalle enthält, sondern schön glatt und homogen ist. Übung beim Sugaring selber machen ist dennoch gefragt. Denn trotz des einfachen Rezeptes für die Paste ist es schwierig, die richtige Konsistenz zu treffen. Um die Sugaring Paste anzurühren, kommen alle Zutaten in einen kleinen Topf. Dieser wird nun auf hoher Stufe auf dem Herd erhitzt.

Sugaring Rezept: So wird die Paste hergestellt

Dabei sollte die Masse allerdings nicht dunkel werden. Das würde bedeuten, der Zucker karamellisiert. Und das brauchen wir für unser Rezept nicht. Statt nur köcheln sollte die Masse also richtig kochen. Aber Vorsicht, dass nichts überkocht. Sonst wird es klebrig. Mit einem Thermometer hat man die Temperatur besser unter Kontrolle: Viel heißer als 120 Grad sollte die Mischung nicht werden. Aber wenn sie nicht heiß genug erhitzt wurde, ist sie nicht verwendbar. Also lieber ein paar Grad drüber als drunter. Nach ungefähr 10 Minuten Kochzeit ist die Paste fürs Sugaring fertig. Das Resultat ist eine hochprozentige Zuckerlösung. Durch den Zitronensaft verhindern wir, dass sich Kristalle bilden. Jetzt heißt es: Warten. Die Paste muss etwa auf Raumtemperatur abkühlen.

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Die Anwendung: schonende Haarentfernung mit Zuckerpaste

Ist die Paste abgekühlt, kann es losgehen. Diese Punkte sind für ein erfolgreiches DIY Sugaring erforderlich:

1 Am Beginn steht saubere, trockene Haut.

2 Nun ist es empfehlenswert, ein Baby Puder oder Talcum aufzutragen. Dadurch kann der Zucker noch besser an den Haaren haften.

3 Entnehmen Sie einen gehäuften Esslöffel Paste – etwa in der Größe einer Eiscreme-Kugel.

4 Verteilen Sie die Sugaring Paste auf Ihrer Haut, indem Sie sie entgegen der Wuchsrichtung der Haare verstreichen!

5 Ziehen Sie den Zucker schnell in einer ruckhaften, schnellen Bewegung entlang der Wuchsrichtung der Haare ab.

Die Vorteile vom Sugaring 

Sugaring ist generell sehr schonend zur Haut. Dabei kann problemlos mehrmals über die Haut gegangen werden. Es schmerzt nur ein wenig – letzten Endes werden dabei immer noch Haare ausgerissen. Aber das kurze Ziepen ist nichts im Vergleich zum Waxing oder Epilieren. Tut eine Hautstelle nach dem Sugaring etwas weh? Dann hilft es meist, mit der Hand sanft etwas zu reiben. Dadurch wird der Schmerz gelöst. Das Ergebnis hält lange an. Da die Methode die Haare an der Wurzel entfernt, bleibt die Haut mehrere Wochen ohne Stoppeln glatt.

Zucker klebt an sich selbst. Bleiben also kleine Zuckerflecken auf der Haut zurück, dann sind sie mit der Zuckerpaste leicht wieder zu entfernen. So wie Knete. So ist Sugaring zu Hause viel weniger klebrig und chaotisch als Waxing. Wenn am Ende doch irgendwo Zucker klebt – keine Sorge. Die Mischung ist wasserlöslich und kann mit etwas warmem Wasser leicht entfernt werden.

Author: Ida Neuberger

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