Strahlende Haut mit einem Gesichtsöl

Joe Gardner

Auf den ersten Blick hört es sich vielleicht seltsam an: Sich Öl auf das Gesicht zu schmieren scheint vielen, die mit Seife und Wasser großgeworden sind oder gerne das Gesicht mit einem alkoholhaltigen Gesichtswasser reinigen als wenig vielversprechend oder sogar kontraproduktiv. Schließlich führt Öl auf dem Gesicht doch ganz sicher zu Pickeln, Mitessern und Akne, richtig? Falsch! Gesichtsöle haben eine Menge sehr heilsamer Eigenschaften für deine Haut: Die meisten Öle sind reich an Vitamin A, C und E. Sie können Akne reduzieren, Feuchtigkeit spenden, die tief in die Haut einzieht und darüber hinaus Folgen des Alterns und Narben verringern. Darüber hinaus binden Öle Wasser in der Haut und helfen dabei die Hautbarriere vor Umwelteinflüssen zu schützen. Nicht umsonst haben schon die alten Ägypter Öl in ihre Hautpflegeroutine eingebaut. Nun ist der Trend endlich auch bei uns angekommen und immer mehr Anbieter bieten kaltgepresste, reines Gesichtsöl an.

Aber warum sind Gesichtsöle denn so gut für die Hautpflege geeignet? Unsere Haut produziert selbst Öl (das sogenannte „Sebum“) als körpereigenen Feuchtigkeitsspender und um die Haut zu schützen. Weil die Haut also selber Öl produziert, kann sie leichter andere Öle absorbieren und nutzen als zum Beispiel Cremes. Wenn die Ölproduktion aus dem Gleichgewicht ist, kann dies zum Beispiel zu Pickeln führen: Vereinfacht gesagt bestehen Pickel aus dem körpereigenen Öl und toten Hautzellen, aber das richtige Gesichtsöl kann diese Pickelchen sanft entfernen. Wie das geht? Ganz einfach – Ein Pickel wird am besten mit einem Öl aufgelöst, weil sich das Gesichtsöl leichter mit dem Öl auf der Haut vermischt. So lassen sich alle Unreinheiten, die die Poren verstopfen leichter entfernen. Das richtige Gesichtsöl kann also Akne vorbeugen oder reduzieren, indem es hilft die Ölproduktion der Haut zu regulieren.

Öle sind also gut für unsere Haut. Doch Vorsicht, ein Gesichtsöl ist nicht wie jedes andere. Ganz wichtig bei der Auswahl ist, das richtige Öl für die eigene Haut zu finden. Denn natürlich gibt es auch Öle, die Pickel verursachen können. Hier ist der sogenannte Komedogenitätsgrad wichtig. Komedogen nennt man alle Inhaltsstoffe, die zu Hautunreinheiten führen. Inhaltsstoffe und Öle, die die Haut nicht verstopfen, nennt man folglich nicht-komedogen. Die Bewertungsskala reicht dabei von  0 bis 5, wobei „0“ einen nicht-komedogenen (also nicht Poren verstopfenden) Inhaltsstoff bezeichnet und „5“ einen stark komedogenen Inhaltsstoff bezeichnet.

Wir zeigen dir für deinen Hauttyp jeweils ein bewährtes Gesichtsöl, mit dem du deine Haut nicht nur nicht verstopft, sondern auch noch hegst und pflegst. Die Zahl in den Klammern hinter jedem Öl zeigt dabei den Komedogenitätsgrad an.

Unsere Produktempfehlung:

  • APoEM - Detox Tea Tree Oil

    APoEM - Detox Tea Tree Oil

    Eine spezielle Mischung aus Teebaumöl in der richtigen Konzentration zur speziellen Pflege zu unterschiedlichen Zwecken. Durch seine antiseptischen, antimykotischen, antibakteriellen und antiviralen Eigenschaften wird es traditionell angewendet bei Haut mit Herpes, vermischt mit Shampoo bei Läusen oder bei fettiger Kopfhaut, es kann einer Körpercreme zugefügt werden, um Mückenstiche zu vermeiden, oder zur schnellen Besserung bei Mitessern. Mehr von APOEM     APOEM im Blog

  • Susanne Kaufmann - Gesichtsöl Linie F

    Susanne Kaufmann - Gesichtsöl Linie F

    Ein ausgleichendes Gesichtsöl für unreine, fettige und Mischhaut. Mehr von Susanne Kaufmann

  • Panpuri - Huile Purifying

    Panpuri - Huile Purifying

    Reinigungsöl für jeden Hauttyp - Reinigt und entfernt auch wasserfestes Make-up. Mehr von Panpuri

Jojobaöl (1): Der Alleskönner für jede Haut.

Schon die amerikanischen Indianer machten aus den Samen des Jojobastrauchs Salben für die Haut. Jojobaöl (oder in diesem Fall eher ein Wachs) genießt zu Recht eine enorme Popularität in der Kosmetikindustrie, denn es ist reich an Provitamin A, Vitamin B und E, zieht tief in die Haut ein und kann so Unreinheiten lösen und ist dazu auch noch antibakteriell und geruchslos. Ein echter Alleskönner also!

Hanföl (0): Für fettige Haut

Bei Mischhaut oder fettiger Haut ist es besonders wichtig ein Öl mit dem Komedogenitätsgrad 0 zu wählen. Hanföl ist hier euer Retter. Das Öl zieht leicht ein, spendet langanhaltende Feuchtigkeit, verbessert den Teint, indem es zum Beispiel Rötungen reduziert und verfeinert sogar Falten. Das Öl wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen, aber keine Sorge – das Öl besitzt keine der psychoaktiven Substanzen, die man mit Marihuana assoziiert, weil es aus einer anderen Art der Hanfpflanze gewonnen wird.

Hagebuttenöl oder Rose Hip Oil (1): Für trockene Haut

Schuppige, trockene Haut kann unter anderem darauf zurückgeführt werden, dass dem Köper nicht genug ungesättigte Fettsäuren – spezifisch Linolsäure zugeführt wird. Linolsäure gehört zu der Familie der Omega-6-Fettsäuren und ist ein wirksames Anti-Aging-Mittel. Besonders Hagebuttenöl (Rose Hip Oil) enthält mit über 40 Prozent sehr viel Linolsäure, so dass trockene Haut mit diesem Öl für euch bald kein Problem mehr darstellen sollte.  Doch damit hören die Vorteile nicht auf: Hagebuttenöl ist darüber hinaus auch reich an Vitamin C, A und E, was ebenfalls wie Linolsäure dem Alterungsprozess entgegenwirkt und Falten reduziert.

Cacay Öl (0): Für Mischhaut

Auch das nicht so bekannte Cacay Öl enthält reichlich Linolsäure und ist beinahe unschlagbar, was den Vitamin A und Vitamin E-Gehalt angeht. Weil Linolsäure ein zentraler Bestandteil unserer Haut ist und von außen zugeführt werden muss, ist Cacay Öl also definitiv auch für Mischhaut eine gute Wahl.

 

Deine persönliche Ölmischung für ein Gesichtsöl

Natürlich könnt ihr auch verschiedene Öle mischen und so eure eigene, spezifisch auf euch zugeschnittene Feuchtigkeitspflege herstellen. Dafür braucht ihr nicht mehr als zwei bis drei Zutaten. Als Grundlage nehmt ihr am besten ein geruchsloses Öl mit niedrigem Komedogenitätsgrad. Probiert dieses Öl für sich eine Weile aus, um zu sehen, wie eure Haut darauf reagiert. Wenn ihr dabei keine Probleme habt oder eure Haut sich an dieses grundlagen-Öl gewöhnt hat, könnt ihr weitere Öle, sozusagen als Bonus, dazu mischen. Achtet dabei ebenfalls auf euren Hauttyp und auf das Ergebnis, dass ihr erzielen möchtet. Was ist euch am wichtigsten? Falten zu vermindern? Akne zu reduzieren? Trockener Haut Feuchtigkeit zu spenden. Sucht euch das beste Öl für eure Ziele aus.

Als dritte Zutat könnt ihr eurer Mischung einige Tropfen eines ätherischen Öls hinzufügen. Lavendel, Kamille oder Rose sind nur einige wenige, die eurer Haut einen angenehmen Duft verleihen werden und darüber hinaus auch selbst pflegende Eigenschaften aufweisen. So wirkt Lavendel etwa beruhigend und antibakteriell!

 

Noch einfacher gemacht

Um es euch noch einfacher zu machen, könnt ihr auch einfach ein paar Tropfen Öl eurer liebsten Hautpflegecreme zumischen oder eurer Maske hinzufügen – Die Möglichkeiten sind endlos!

 

Nicht die Feuchtigkeitscreme vergessen!

Denkt dran neben eurer Ölmischung auch eine Feuchtigkeitscreme in eure Hautpflegeroutine einzubauen. Während Öle vollgepackt mit essentiellen Nährstoffen und Antioxidantien sind, tief in die Haut eindringen und Feuchtigkeit spenden, gehört zu einer richtigen Gesichtspflege auch eine Feuchtigkeitscreme, die auch Wasser an die Haut geben.

Author: Jasmin Winter

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