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Für viele Frauen (und Männer) ist Spliss ein lästiges Problem. Denn sie lässt die Haare nicht nur trocken, spröde und ungepflegt aussehen, aber auch mühsam gezauberte Frisuren halten nicht lange. Aber wieso spalten sich die Haarspitzen und was kann man machen, um in Zukunft nicht mehr bei jedem Friseurbesuch mehrere Zentimeter abschneiden zu müssen?

Das will ich Euch in diesem Blogbeitrag näher erklären.

Was ist Spliss eigentlich?

Kurz gesagt: Spliss ist die Spaltung der Haarspitzen und ein Zeichen stark beanspruchter oder empfindlicher Haare. Der Mähne fehlt es an genügend Feuchtigkeit und die Frisur erscheint strohig und fisselig. Oft sind längere Haarprachten betroffen, da diese seltener gekürzt werden. Doch auch kurzes Haar kann von Haarbruch betroffen sein, besonders wenn dieses auch noch blondiert ist.

Doch woher kommt er?

Spliss kann verschiedene Gründe haben. Grundsätzlich lassen sich diese in drei Kategorien einteilen:

Mechanische Gründe:

Hierzu zählt nicht nur das häufige Hitzestyling, sondern auch die Schäden, die durch Reibungen des Haar an der Kleidung, entstehen.

Man unterscheidet auch zwischen chemischen Ursachen, die von der Blondierung oder von aggressiven Produkten kommen können, und natürlichen Gründen, wie trockene Luft oder Umwelteinflüsse, wie starke Sonnenstrahlen.

Spliss ist auch nicht gleich Spliss. Wenn ihr stark strapaziertes Haar habt und Eure Strähnen betrachtet, dann werdet ihr sehen, dass sich die Spitze nicht nur in zwei teilt. Bestimmt werdet Ihr Stellen finden, die mehrere Abspaltungen in einem Haar oder die am Ende ein kleines Knötchen haben. Das sind alles Formen des Spliss. Am weitesten verbreitet sind jedoch diese Arten:

Ast: Das Anfangsstadium des Haarbruches. Wie ein Ast spalten sich die Spitzen in zwei Teile. Diese Haare sind trocken und angegriffen, können aber noch gerettet werden. In diesem Fall sind meist nur einzelne Haarsträhnen betroffen und mit der richtigen Pflege kann der Trockenheit entgegengewirkt werden.

Gabel: hier sieht es schon ein wenig schlimmer aus. Das Haar ist stärker beansprucht, die Spitzen haben sich nicht nur in zwei, sondern gleich in drei Teile gespalten. Die Haare sollten sorgsam behandelt werden. Starkes rupfen oder gar eine neue Farbe schadet dem Haar noch weiter und kann anschließend zur nächsten Splissform führen.

Baum: Das Haar ist stark geschädigt. Der Spliss zieht sich nicht nur durch vereinzelte Strähnen, sondern durch die gesamte Frisur. Die Spitze ähneln einem Baum, sie ist in mehrere Teile abgesplittert. Bei diesem Spliss können keine Pflegeprodukte mehr wirken, denn die gesamte Struktur ist kaputt. Pflegeprodukte können nirgendswo eindringen.

Was kann man gegen Spliss machen?

Die klare Antwort: Schneiden. Leidsam, aber es führt nichts dran vorbei. Kaputte Haare müssen abgeschnitten werden. Obwohl es mittlerweile viele Produkte auf dem Markt gibt, die versprechen Spliss zu bekämpfen, wirken diese selten. Denn, wie ein Pflaster, versiegeln sie die Haare nur und bekämpfen das Problem nicht. Nur ein Gang zum Friseur kann das. Denn wird ein gespaltenes Haar nicht abgeschnitten, so zieht sich der Spliss weiter hoch in die Länge.

Bei Spliss raten Friseure zu regelmäßigen Besuchen

Alle sechs bis acht Wochen. So kann nicht nur die Frisur erhalten bleiben, aber auch der Spliss hat keine Zeit, sich nachzubilden.

Doch das muss nicht unbedingt heißen, dass viel länge abgegeben werden muss. Viele Friseure bieten sogenannte Splissschnitte an. Hierbei werden einzelne Strähnen zunächst gezwirbelt. Mit zwei Fingern streicht der Friseur dann über diese Strähne und die Haare, die dann aus dieser Partie abstehen (das ist alles Spliss), werden sorgfältig abgeschnitten. Obwohl das lange dauern kann, ist das besonders bei leicht brüchigem Haar eine gute Methode, um den Spliss loszuwerden.  Der Vorteil dabei ist, dass nur das nötigste abgeschnitten wird und man sich nicht von seiner langen Mähne trennen muss.

Vielleicht habt ihr schon von Candle Cutting gehört? Ähnlich wie beim Splissschnitt werden die Haare eingedreht, aber die splissigen Enden werden nicht abgeschnitten, sondern mit einer angezündeten Kerze abgebrannt. Ziel ist es hierbei die Haarspitze zu versiegeln, sodass kein Haarbruch mehr entstehen kann. In Südamerika ist diese Methode zwar beliebt, ich würde persönlich aber davon abraten. Hitze beanspruchen das Haar nur und kann somit das Problem schlimmer machen, wenn es nicht ordentlich gemacht wird.

Bei stark geschädigtem Haar ist jedoch zu einem klassischen Spitzenschnitt zu raten. Hier werden, wie der Name auch schon verrät, alle Spitzen geschnitten. Dabei muss man zwar mehr an länge büßen, aber die Haare sehen nicht mehr strohig oder fransig aus, sondern wieder voll und gesund.

Auch wirken Pflegeprodukte besser. Denn diese dringen leichter und schneller in die Fasern der Haare ein, Feuchtigkeit kann wieder aufgenommen werden.

Doch wie kann man Spliss vorbeugen?

Sind die kaputten Strähnen erstmal beseitigt, so kann man sich an die Prävention von zukünftigem Spliss machen. Mit der richtigen Pflege und meinen hilfreichen Tipps müsst ihr Euch nicht mehr mit Spliss beklagen.

Wie bereits erwähnt, ist Haarbruch ein Zeichen mangelnder Feuchtigkeit. Diese kann man dem Haar allerdings ganz einfach beim Waschen zuführen. Ich nehme gerne dafür das Repair Shampoo von Susanne Kaufmann.  Diese enthält Aminosäuren aus wertvollen Seidenprotein und repariert mein Haar von innen heraus, indem es die kleinen Risse auffüllt.

Kleiner Bonus: es riecht unheimlich gut!

Nachdem ich das Shampoo ausgespült habe, massiere ich gerne den Conditioner von Panpuri in meine Spitzen. Eine kleine Menge reicht vollkommen aus, um meine Haare mit genügend Feuchtigkeit und Pflege zu versorgen.  Dieses Wunderprodukt enthält nämlich verschiedene ätherische Öle und Pflegewirkstoffe.

Einmal in der Woche gönne ich mir (und meinen Haaren) gerne eine Feuchtigkeitsmaske. Diese lasse ich so lange wie möglich einwirken, damit das Produkt genug Zeit hat in jede einzelne Faser zu dringen. Das Ergebnis nach dieser Kur: meine Haare sind geschmeidig, weich und glänzen wieder wunderschön.

Da zu häufiges Haarwaschen, dem Haar wichtige Öle (und somit Feuchtigkeit) entzieht, greife ich zwischendurch immer zu einem Trockenshampoo. Diese frischt meine Frisur nicht nur auf und schützt sie dabei, sondern spart mir dadurch ein wenig Zeit am Morgen. Ich kann ein paar Mal mehr auf Schlummern drücken. Ein klares Win-Win.

Mein liebstes Trockenshampoo ist das von Carine Bartholomé. Das hat nämlich nicht nur eine auffrischende Wirkung, sondern gibt meinem Haar noch mehr Volumen. Ihr findet es hier im Shop:

Die richtige Pflege ist allerdings nur die halbe Miete. Denn wie bereits erwähnt kann es verschiedene Gründe für brüchige Haare geben. Spliss kann aber auch ganz einfach vermieden werden, indem Ihr meine hilfreichen Tipps befolgt.

Vermeide das häufige Hitzestyling

Ich weiß besonders im Winter ist es schwierig die Finger von Föhn und Glätteisen zu lassen, denn in der kalten Jahreszeit kann man schlecht den Wet-Look zur Schau tragen. Doch wenn ihr aber, euer Haar vor dem Föhnen so lange es geht an der Luft trocknen lassen könnt und auch das Tool nicht zu heiß einstellt, dann werdet ihr eurem Haar schon was Gutes tun können. Auch würde ich an dieser Stelle einen Geheimtipp mit euch teilen wollen. Bestimmt wickeln viele von Euch, nach dem Duschen, Eure Haare in ein Duschtuch. Doch auch das kann zum Spliss beitragen, denn die rauen Fasern des Handtuches beanspruchen das Haar unnötig. Greift stattdessen zu einem alten Baumwolll-T-Shirt. Diese saugen das Wasser nicht nur sorgfältiger aus dem Haar, sondern strapazieren die Mähne nicht zu sehr. Die Haare sollten auch nicht trocken gerubbelt werden, da das die Haare auch beansprucht. Drückt stattdessen das Wasser leicht aus dem Haar.

Nasse Haare sollten auch nicht gebürstet werden, da dies die Haare ebenfalls beansprucht. Nehmt stattdessen einen Kamm und kämmt liebevoll die Knötchen aus.

Ich würde auch vor jedem Styling einen Hitzeschutz ins Haar sprühen. Das verhindert zwar nicht die Schädigung komplett, trägt aber einen großen Teil dazu bei.

Was ist noch zu beachten um Spliss zu vermeiden?

Auch das Haarefärben und besonders die Blondierung tragen sehr zur Schädigung der Haarstruktur bei. Wenn es sich vermeiden lässt, würde ich auch hier die Finger von lassen oder zumindest, die ein oder andere, Farbauffrischung ausfallen lassen.

Ein wenig extra-Feuchtigkeit könnt ihr Eurem Haar durch Pflegeöle oder Seren zuführen. Im trockenen oder nassen Zustand einmassiert, werden die Spitzen schön geschmeidig und weich. Diese könnt ihr mehrmals am Tag anwenden-eure Strähnen werden sich freuen!

Auch im Schlaf könnt ihr Eurem Haar etwas Gutes tun, indem ihr nachts ein Seidenkissen verwendet. Besonders raue Kissenhüllen strapazieren, durch Reibungen, das Haar. Ein sanfter Seidenbezug verhindert das allerdings.

Da Schönheit allerdings nicht nur von außen kommt, kann Spliss auch ein Anzeichen eines Nährstoffmangels sein. Wenn ihr trotz Befolgung aller Tipps immer noch mit Spliss zu kämpfen habt und auch Eure Fingernägel rissig sind, könnte es Euch an Biotin oder Vitamin 7 fehlen.

Dieses wasserlösliche Vitamin benötigen wir für den Stoffwechsel von Aminosäuren, Glucose und Fettsäuren.

Biotin kommt zwar in vielen Nahrungsmitteln vor, dennoch kann es vorkommen, dass wir nicht ausreichend Biotin zu uns nehmen. Dem ist allerdings schnell entgegengewirkt. So  gibt es dieses Vitamin auch in der Apotheke oder in der Drogerie, kostengünstig, als Nahrungsergänzungsmittel zu kaufen. Einmal am Tag eingenommen, so solltet ihr innerhalb sechs Wochen einen deutlichen Unterschied in Eurer Haar-und Fingernagelstruktur sehen.

Nun habe ich Euch mit den besten Tipps und Tricks gewappnet! Spliss sollte nun ein Leid von gestern sein.

Hinterlasst mir doch einen Kommentar, wenn Ihr beim Lesen so weit gekommen seid. Vielleicht habe ich eine kleine Überraschung für Euch.

Grüße aus Mainz

Eure Tanja