Sonnenbrand – wie man sich am besten davor schützt

Wer sich ungeschützt in die Sonne legt, riskiert schnell einen Sonnenbrand – wie die Models Sara Sampaio (li.) und Candice Swanepoel.

Der Sommer ist für viele Menschen die liebste Jahreszeit. Die Sonne lacht und der Himmel strahlt. Der Sommerurlaub in einem noch wärmeren Land ist bereits gebucht.
Doch so schön der Sommer auch sein mag, er birgt auch so einige Gefahren. Neben Heuschnupfen und lästigen Mücken, richtet die Sonne so mächtige Schäden an.

Oft ist nämlich Sonnenbrand eine unangenehme und schmerzende Erinnerung an den Sommer. Jedes Jahr holen sich sehr viele von uns einen heftigen Sonnenbrand ein. Das ist nicht nur unheimlich schmerzhaft, sondern kann auch langfristige Schäden anrichten. Dabei ist es sehr einfach Sonnenbrand zu vermeiden.

Um ein bisschen für Aufklärung zu sorgen, haben wir euch alle wichtigen Informationen zum Thema Sonnenbrand zusammengefasst:

 

Was ist Sonnenbrand?

Sonnenbrand ist mittlerweile ein so gängiger Begriff, dass sich kaum einer größere Gedanken über dessen genauere Definition, macht. Dabei gibt es so einiges was man darüber wissen sollte.

Allgemein gesagt handelt es sich bei Sonnenbrand, um eine akute Entzündung der Haut, die allerdings oftmals als Verbrennung des ersten oder zweiten Grades eingestuft wird, da sie dieser sehr stark ähnelt. Verursacht wird sie, wenn die Ultravioletten Strahlen der Sonne (oder auch von anderen Quellen) auf die Haut einwirken und dort das Gewebe beschädigen.

Strahlt zum Beispiel die Sonne auf die Haut, dann wirken, unteranderem die UV- Strahlen auf diese ein.  Sie dringen in die Haut ein und besonders die Epidermis- also die oberste Hautschicht – ist dabei betroffen. Wird allerdings die Dermis, also die darunterliegende Hautschicht betroffen, dann kann es zu der Entzündung kommen. Je nachdem welche Hautschicht betroffen ist, sind andere Strahlen im Einsatz. Diese rufen auch andere Erscheinungsbilder treten auf.

Obwohl bei Sonnenstrahlen verschiedene Bestandteile am Werke sind, treten viele der veränderten Hautzustände vor allem aufgrund der Ultravioletten (UV) Strahlen auf. So sind sie zum Beispiel für die übliche Bräune und auch die Rötungen, die wir nach einem längeren Aufenthalt in der Sonne beobachten können, verantwortlich.
Die UV- Strahlen werden in UV- A und UV- B Strahlen unterteilt. Es gibt zwar auch die UV-C Strahlen. Diese werden aber in der oberen Erdatmosphäre herausgefiltert und treffen deshalb auch nicht auf die Haut. Grundsätzlich haben UV-A Strahlen den ganzen Tag die gleiche Intensität, wohingegen die Menge der UV- B Strahlen im Laufe des Tages schwanken und zur Mittagszeit besonders stark sind. Sowohl die UV- A, als auch die UV- B Strahlen haben jeweils verschiedene Eigenschaften und Effekte:

Die UV- A sind langwelliger und sind für die bekannte Sommerbräune zuständig. Diese ist meist sofortig und kurzzeitig. Sie können allerdings auch die unangenehme Sonnenallergie auslösen. Des Weiteren, werden ihr auch die frühzeitige Hautalterung und das erhöhte Hautkrebsrisiko zugeschrieben. Der Grund dafür ist, dass die UV- A Strahlen tief in die Hautschichten eindringen und hier die elastischen Fasern angreifen. Das ist weder sofort sichtbar, noch spürbar. Man sieht die Auswirkung der Zellschäden erst nach einigen Jahren.
Sofort bemerkbar machen sich die UV- B Strahlen. Hierbei handelt es sich um kurzwellige und energiegeladene Strahlen. Diese sind hauptsächlich für Sonnenbrand verantwortlich. Zum größten Teil werden sie zwar von der Hornschicht der Haut abgeblockt, dennoch dringt ein Teil von ihnen in die oberste Schicht ein. Hier bräunen sie die Haut zwar auch etwas und diese Bräune hält dann auch länger an, sie verursachen aber größtenteils Sonnenbrand. Denn sie dringen sehr tief in die Zellschicht der Epidermis ein und zerstören diesen, da hierbei freie Radikale freigesetzt werden. Daher kommt es zur Entzündung der Haut, die sich dann als Sonnenbrand bemerkbar macht.

Das hat sich nur Kurzzeit- sondern auch Langzeitfolgen.

 

Welche Folgen trägt Sonnenbrand?

Hat die Haut zu viel Sonne abbekommen, dann macht sich das sehr schnell äußerlich und innerlich am Körper bemerkbar. Denn es handelt sich hierbei um eine Verbrennung, wie sie bei Kontakt mit Feuer auftreten würde. Die Intensität des Sonnenbrandes hängt davon ab, wie lange man sich unter Sonneneinstrahlung befunden hat und auch von seinen eigenen Voraussetzungen, wie zum Beispiel seinem Hauttyp.

Ist die Haut hell, dann ist sie anfälliger für Sonnenbrand, als Menschen, die eher ein dunkler Typ sind. Grund dafür ist, dass hellhäutige Frauen und Männer weniger Melanin, in der Haut haben. Man unterscheidet bei dem Hautfarbstoff auch zwischen Eumelanin und Phäomelanin. Ersteres wird von dunkelhäutigen Menschen produziert und da es gut UV- B Strahlen und freie Radikale unschädlich macht, kommt es nicht  so schnell zu Sonnenbrand. Phäomelanin hingegen kommt eher in hellhäutigen Menschen vor und dieses kann nur im geringen Maßen gegen die Sonne schützen, weshalb es bei diesem Hauttypen häufiger zum besagten Sonnenbrand kommt.

Sonnenbrand macht sich auf verschiedenen Weisen bemerkbar. An den Stellen, die von der Sonne verbrannt wurde juckt, spannt und brennt es oftmals. Meist sind auch starke Rötungen und Irritationen sichtbar. Ist der Sonnenbrand allerdings  sehr akut, dann kann es sogar zur Blasenbildung führen. Diese sollte man nicht selbst öffnen, da es sonst zu einer Infektionen kommen kann. Zum Teil kann es auch sein, dass  sich die oberste Hautschicht ablöst. Tritt das auf, dann bleiben meist Narben als unangenehme Erinnerung an den Brand zurück.

Die Symptome von Sonnenbrand treten meist 5-8 Stunden nach dem Brand auf, bis sie  nach 24-36 Stunden ihren Höhepunkt erreicht haben. Meist klingen die Symptome nach einer Woche wieder ab. In schwerwiegenden Fällen, kann es allerdings mehrere Wochen dauern, bis der Brand verheilt ist.

Doch nicht nur Rötungen und Schmerzen sind die Folgen von Sonnenbrand. Es kann auch zur frühzeitigen Hautalterung führen. Nimmt man bestimme Medikamente ein, dann können die UV-Strahlen dann in Zusammenwirkung mit der Arznei auch die Haut lichtempfindlich machen. Es kann auch zu anderen Hautbeschwerden wie etwa, Aktinische Keratosen,
Basaliome oder maligne Melanomen führen. Auch das Risiko Hautkrebs zu bekommen steigt enorm, wenn man öfters Sonnenbrand hat.

Obwohl die Sonnenstrahlen sehr gefährlich sein können, ist es wichtig, dass man ab und zu ordentlich Sonne tankt. Denn, die Sonne hebt nicht nur die Stimmung, sondern auch die Vitamin D Produktion, das für viele wichtige Prozesse im Körper gebraucht wird, steigt. Man sollte sich nur ordentlich vor den UV- A und UV- B Strahlen schützen.

 

Wie kann man Sonnenbrand vorbeugen?

Es ist um einiges gesünder (und auch einfacher) Sonnenbrand vorzubeugen, statt diese Verbrennungsart zu behandeln. Allerdings will man die Sonne im Park oder am Strand auch genießen und muss sich dann den gefährlichen UV- Strahlen aussetzen. Glücklicherweise gibt es einige Methoden, sich vor den Strahlen zu schützen, gleichzeitig aber auch Sonne zu tanken:

Am einfachsten schützt man sich vor der Sonne, wenn man seine Haut mit Sonnenschirm, Hut und langer Bekleidung verdeckt. Denn so geraten die Sonnenstrahlen nicht an die Hautoberfläche und können auch keinen Schaden anrichten. Dieses schützt sogar besser als Sonnenschutzcreme. Dennoch sollte man sich nie in die Sonne begeben, ehe man sich nicht von Kopf bis Fuß mit Sonnencreme eingeschmiert hat. Man sollte darauf achten, dass man den gesamten Körper gut mit der Creme bedeckt und empfindliche Stellen wie Lippen, Nase, Nacken und Kniekehlen nicht vergisst. Außerdem sollte man sich 30 Minuten, bevor man sich in die Sonne begibt, eincremen, damit der Sonnenschutz genügend Zeit hat in die Haut einzuziehen und zu wirken. Des Weiteren ist es wichtig sich regelmäßig nachzucremen, um so den Sonnenschutz zu erhalten. Ist man am Strand oder am Meer, dann sollte man besondere Acht geben. Das Wasser reflektiert nämlich die Sonne. Das macht die Sonnenstrahlen besonders aggressiv. Außerdem kann sich die Creme, wenn sie nicht ordentlich in die Haut eingezogen ist, auch im Wasser auflösen. So verliert man seinen Sonnenschutz und das Risiko Sonnenbrand zu bekommen steigt enorm.

Diese Produkte schützen vor Sonnenbrand

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Wie kann man Sonnenbrand behandeln?

Hat man sich trotz der vielen Ratschläge einen Sonnenbrand eingeholt, dann sollte man diesen so schnell wie möglich behandeln. Ist die Haut gerötet, dann sollte man zu Quark greifen. Diese weiße Lebensmittel, das sonst in unserem Kühlschrank lebt, eignet sich sehr gut, um die Haut zu beruhigen. Es wirkt auch entzündungshemmend und hilft die Stelle abschwellen zu lassen. Des Weiteren spendet Quark Feuchtigkeit und hilft die sonnengestresste Haut zu regenerieren. Dafür muss man es nur über die betroffenen Stellen  dick auftragen und dann mit einem Baumwolltuch umwickeln. Auf diese Quark-Behandlung sollte man verzichten, wenn sich Blasen gebildet haben, denn die Milchsäure könnte die Haut noch zusätzlich reizen.
Sind die Verletzungen eher kleiner, dann kann man sie auch mit kalten, feuchten Teebeuteln behandeln. Auch Gurkenstückchen und Aloe Vera können abkühlend wirken und eignen sich so sehr gut um Verbrennungen zu behandeln.
After-Sun Produkte sind auch sehr hilfreich und mit Ibruprofen kann man Entzündungen hemmen und Schmerzen lindern.

 

Worauf sollte man noch achten?

Man sollte immer genügend trinken und es vermeiden, bei größeren Verbrennungen, Coolpacks oder Eiswürfel zu benutzen. Des Weiteren, sollte man die Finger von ölhaltigen Cremes zur Behandlung von Sonnenbrand, lassen. Diese reizen die Haut noch zusätzlich. Auch die Kopfhaut muss mit Sonnencreme versorgt werden und auch mit einem Hut abgedeckt werden. Die empfindlichen Lippen sollte man auch nicht in Vergessenheit geraten lassen.
Hat man Sonnenbrand, dann sollte man sich für mindestens 24 Stunden, nicht in der Sonne aufhalten. Hat man noch zusätzlich Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Verbrennungen des 2. Grades, dann sollte man einen Arzt aufsuchen.

Sagt uns gerne in den Kommentaren, wie ihr euren Sonnenbrand behandelt.

Author: Cheryl de Santo

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