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Unsere Haut ist der Spiegel für unsere Gesundheit. Zumindest bekommt man das immer wieder gesagt – von Kosmetikerinnen, Beauty-Gurus und Frauenmagazinen. Und es stimmt auch. Der Zustand unseres Teints sagt einiges über unseren Lebensstil, unseren Hormonhaushalt und ja – unseren Gesundheitszustand aus. Doch unser Hautbild verbessert sich nicht allein durch gesunde Ernährung, genügend Wasser trinken und ausreichend Schlaf. Worauf keine Haut verzichten kann, auch wenn alle anderen Gesundheits-Faktoren stimmen, ist eine gesunde Hautpflege. Auf den Hauttyp sollte sie angepasst sein, je nach Jahreszeit, Umweltfaktoren und Tagesform auf die Bedürfnisse des Teints abgestimmt.

5 Pflege Tipps für tiefengereinigte Haut und reine Poren

Eines der häufigsten Beauty-Probleme, mit denen sich Frauen jeden Hauttyps herumärgern, sind erweiterte und verstopfte Poren sowie Mitesser. Feinporige, zarte Haut wünschen wir uns alle. Doch manchmal ist es trotz intensiver Versuch-und-Irrtum-Pflege nicht so leicht, die richtigen Methoden und Strategien in der Hautpflege zu finden, mit denen wir für feinporige Haut sorgen können. Doch bloß nicht die Nerven verlieren.

Kommt Zeit, kommt Rat – nur Geduld haben: Tipps für reine Poren

Gesunde Hautpflege und der Pfad zu makelloser, feinporiger Haut stellen unseren Geduldsfaden ganz schön auf die Probe. Aber wenn wir genügend Disziplin und Geduld an den Tag legen, werden wir dafür irgendwann mit feinporig strahlender Haut belohnt. Es braucht seine Zeit, aber es lohnt sich. Der Kampf ist nicht vergebens. Damit ihr eure Haut effektiv in Richtung feinporig und makellos pflegen könnt, haben wir hier unsere 5 Beauty Tipps für reine Poren zusammengestellt.

1 Öffne deine Poren

Immer wieder ist die Rede vom Poren öffnen und schließen. Poren haben zwar keine Tür, die man auf magische Weise öffnen und wieder zumachen kann. Das meinen wir auch nicht, wenn wir davon sprechen, die Poren zu öffnen. Vielmehr wird die Haut etwas „aufgequollen“, um die Poren quasi zugänglicher zu machen.

Bevor also die Poren grundgereinigt werden können, öffnet man sie am besten erstmal. Die beste Methode dafür ist es, einen Waschlappen oder ein Handtuch mit warmem Wasser zu befeuchten und das warme Tuch leicht ans Gesicht zu pressen. Durch diese „Öffnung“ können überschüssiger Talg und Verstopfungen in den Poren gelockert werden. Dieses Procedere sollte man seinem Gesicht einmal pro Woche gönnen.

Vorsicht: Zu heißes Wasser oder Wasserdampf von aufgekochtem Wasser können der Haut schaden. Die Temperatur ist viel zu hoch und kann die Haut unnötig reizen und die Kapillargefäße der Haut schädigen. Deswegen sollte man auch der Haut zuliebe niemals beim Duschen das heiße Wasser über das Gesicht laufen lassen. Es reizt nicht nur, sondern trocknet auch aus.

2 Ein sanftes Peeling exfoliert auch die Innenseite der Poren

In den letzten Jahren sind traditionelle mechanische Peeling mit Körnern und Schleifpartikeln immer mehr chemischen Peelings gewichen, die die Haut sanfter exfolieren als das Rubbeln mit Aprikosenkernen oder Mikroplastik-Partikeln. Die beliebtesten Peelings enthalten meist eine Form der AHA (Alpha Hydroxy Acid), zum Beispiel Glycolsäure, Milchsäure oder Mandelsäure. Diese wirken leicht schälend und tragen die äußeren Hautschichten ab, um neue, strahlende Haut zum Vorschein zu bringen.

Wer feine und reine Poren möchte, legt sich gern zusätzlich zum AHA-Peeling ein BHA-Peeling zu. BHA steht für Beta-Hydroxy-Acid. Diese Präparate enthalten Salicylsäure und sind mit einem sauren pH-Wert formuliert. Anders als die hydrophilen (also wasserliebenden) AHAs, sind Salicylsäure-Peelings lipophil, das heißt, sie fühlen sich von Ölen und Fetten magnetisch angezogen. Und das, was in unseren Poren steckt, ist nun mal Öl und Fett, das unsere Haut produziert hat. Mit einem BHA Peeling bekommen wir es raus aus den Poren.

Das Salicylsäure Peeling sollte anfangs einmal die Woche durchgeführt werden. Ist die Haut daran gewöhnt, kann die Häufigkeit der Anwendung langsam auf drei bis vier Mal wöchentlich gesteigert werden.

3 Klärende Tiefenreinigung mit Kohle und Tonerde

Spezielle Reinigungsmasken sind nicht dazu da, die Haut mit wertvollen Wirkstoffen zu versorgen oder sie einmal ordentlich durchzufeuchten. Sie sollen einzig und allein dafür sorgen, einmal richtig grundzureinigen. Die besten Ingredienzen für so eine tiefenreinigende Prozedur sind Aktivkohle und Ton- oder Heilerde.

Beide haben die Eigenschaft, in schwammartiger Manier Mitesser, Talg und überflüssige Öle aus der Haut zu ziehen und aufzusaugen. Zur Klärung des Hautbildes sind sie daher kein schlechtes Hilfsmittel. Die Tonerde Masken gibt es als fertige Maskenpackungen in Drogerie und Parfümerie, sind aber auch schnell zuhause selbst angerührt.

Dafür braucht es gar nicht viele Zutaten und null Konservierungs- und Duftstoffe, wie sie in fertigen Produkten enthalten sein können. Mit etwas destilliertem Wasser, einem Schuss Glycerin (spendet Feuchtigkeit), Grüntee-Extrakt (wirkt antioxidativ) vermengt ihr nun so viel Tonerde (hier gibt es verschiedene Variante, zu den feinsten gehört etwa Montmorillonite), bis ihr eine schön cremige Konsistenz habt, die sich mit Händen oder dem Maskenpinsel eurer Wahl gut im Gesicht verteilen lassen.

4 Intensive Feuchtigkeitspflege

Mehr als einmal pro Woche sollte die oben genannte Maske allerdings nicht ihres Amtes walten, denn so reinigend sie auch ist, so austrocknend wirkt sie auch auf die Haut. Deswegen ist nach der Maske auch intensive Feuchtigkeitspflege angesagt. Nach der Reinigung des Gesichts – ob mit Tonerde Maske oder nicht, braucht die Haut immer Feuchtigkeit. Auch eine fettige und ölige Haut kommt ohne Feuchtigkeit nicht aus. Gelige Konsistenzen und leichte Seren ziehen schnell ein und können von der Haut zügig aufgenommen werden. Anders als fetthaltige und schwere Konsistenzen produzieren sie nicht noch mehr Glanz auf einer ohnehin schon öligen Haut.

5 UV-Schutz – und das jeden Tag!

Wir tun gut daran, unsere Haut vor schädlichen UV-Strahlen zu schützen. Und das täglich! Auch im Winter und bei Wolken und Regen. Denn gerade die UVA-Strahlung ist nicht nur das ganze Jahr über so gut wie konstant, sondern dringt auch durch Regen, Wolken und Fensterscheiben tief in unsere Haut ein und zerstört unsere Kollagenfasern. Und die sind es nun mal, die dafür Verantwortung tragen, dass unsere feinporige Haut straff und glatt bleibt.

Zusatztipp: Finger weg von Pore Strips!

Auch wenn sie verlockend aussehen und mit ihren beeindruckenden Sofortergebnissen beeindrucken: Lasst die Finger von Pore Strips. Ihr kennt sie: Man klebt sie über Nase und/oder Kinn und zieht sie wie ein Pflaster ab. Durch den starken Klebstoff werden Mitesser und die Inhalte erweiterter Poren mit herausgezogen. Das sieht zwar ekelhaft-gut aus, doch schadet der Haut mehr als es ihr nützt. Dabei werden nämlich nicht nur Mitesser entfernt. Auch unzählige gesunde Hautzellen fallen diesem Klebestreifen zum Opfer und es kann zu Schäden an Haut und Poren kommen.

Geduld, Ausdauer und Beharrlichkeit sind in der Pflege der Schlüssel zum Glück, wenn es darum geht, reine und feine Poren zu bekommen. Haltet durch und gebt nicht auf!