Selbstbräuner

Fast jeder hat in seinem Leben schon einmal Selbstbräuner benutzt, und viele haben dabei durch falsche Anwendung schlechte Erfahrungen gemacht. Mit diesen Selbstbräuner Regeln ist die richtige Anwendung für einen natürlichen, schönen Effekt kein Problem mehr.

Wie funktioniert Selbstbräuner?

SelbstbräunerIm Gegensatz zur „echten Bräune“, wirkt Selbstbräuner nur temporär und lässt sich sogar auf Wunsch durch Peelings wieder problemlos entfernen. Obwohl Selbstbräuner ein häufig verwendetes Produkt ist, wissen viele nicht, wie die Bräune aus der Tube eigentlich funktioniert. Die meisten Selbstbräuner verwenden Dihydroxyaceton, kurz DHA, als „bräunenden“ Wirkstoff. Denn DHA, ein aus Glycerin gewonnener Zucker, reagiert mit den natürlich vorhandenen Eiweißen in der obersten Hautschicht  und färbt diese sanft ein. So kann man einen Bräunungseffekt meist schon nach wenigen Stunden nach dem Auftrag feststellen.

Selbstbräuner regen also nicht, wie oft fälschlich behauptet, die Melaninproduktion der Haut an. Diesen Effekt schaffen nur echte UV-Strahlen, wie die der Sonne oder auch die des umstrittenen Solariums. Deshalb hält der Bräunungseffekt von Selbstbräuner auch nur eine kurze Zeit an, es sei denn, man verwendet das Produkt regelmäßig. Das DHA färbt nämlich nur die oberste Hautschicht, und da sich die Hautzellen stetig erneuern, erreicht man einen dauerhaften Effekt nur durch regelmäßige Nachbehandlung. Der Vorteil: Man setzt die Haut nicht so stark der schädlichen UV-Strahlung aus, die ohne ausreichenden Schutz sogar zu Hautkrebs führen kann.

Wie wendet man Selbstbräuner am besten an?

Selbstbräuner

Verwendet DHA und Erythrulose: Die Jean D’Arcel Crème Auto Bronzante

Ich gebe es zu: Auch ich hatte schon mal einen Selbstbräuner-Unfall. Ich habe mir damals im Drogeriemarkt einen billigen Selbstbräuner von der Hausmarke geholt. Daheim angekommen, habe ich ihn einfach, ohne jegliche Vorbereitung, auf meinen ganzen Körper aufgetragen. Am nächsten Morgen kam dann das böse Erwachen: Ich war orange, fleckig und, was am Schlimmsten war – meine Handflächen, Ellenbogen und Knie waren knallgelb. Selbst im Dunklen hätte man mich wohl so schnell nicht mehr aus den Augen verloren. Danach habe ich alle Selbstbräuner verflucht und sie jahrelang keines Blickes mehr gewürdigt. Ich wusste nicht, dass ich einfach so ziemlich alles falsch gemacht hatte, was ich hätte falsch machen können.

Mein erster Fehler war, ein billiges Selbstbräuner Produkt zu kaufen. Wie bei allen Pflegeprodukten sollte man auf die Inhaltsstoffe achten, auch bei Selbstbräuner! Oft liegt das unnatürliche, orange Ergebnis nämlich genau dort: DHA als alleiniger Bräunungswirkstoff funktioniert bei den meisten Hauttypen nicht. Die Lösung heißt hier Erythrulose. Anders als DHA entzieht Erythrulose der Haut keine Feuchtigkeit, sondern spendet sie sogar. Außerdem ist der Wirkprozess langsamer und hält länger. Produkte, die eine Wirkstoffverbindung von DHA und Erythrulose, erzielen demnach ein langanhaltenderes und weitaus natürliches Endergebnis als Selbstbräuner auf reiner DHA Basis. Die Jean D’Arcel Solaire Crème Auto Bronzante ist ein gutes Beispiel für eine gelungene Verbindung aus DHA und Erythrulose.

Selbstbräuner: Die Vorbereitung macht den Unterschied

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Peelt gründlich mit Meersalz: Das Jean D’Arcel Thalasso Corps Peeling

Außerdem habe ich damals auch vollkommen auf jegliche Vorbereitung vor der Anwendung von dem Selbstbräuner verzichtet. Das war mein zweiter Fehler. Um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erreichen, muss die Haut gepflegt und frisch sein – idealerweise verwendet man vor dem Selbstbräuner ein Peeling, um tote Hautschüppchen zu entfernen und die Haut weich und aufnahmefähig zu machen. Ein geeignetes Peeling vor der Anwendung von Selbstbräuner ist das Meersalzpeeling von Jean D’Arcel, denn es entfernt tote Hautschüppchen mit der Unterstützung von natürlichen Wirkstoffen. Bei großflächiger Verwendung kann das Peeling auch unter der Dusche durchgeführt werden.

Wichtig ist auch, die Haut vor dem Selbstbräuner mit einer intensiven Feuchtigkeitspflege zu behandeln. Gerade zur Trockenheit neigende Hautstellen wie Ellenbogen und Knie sollten besondere Beachtung geschenkt bekommen. Wir erinnern uns: Meine Ellbogen und Knie waren gelb. Da dies kein besonders schmeichelhafter Look ist, ist eine reichhaltige Pflege unabdingbar. Sind diese Hautregionen gut feuchtigkeitsgetränkt, kann so gut wie nichts mehr schief gehen. Allerdings ist es von Vorteil, die Hautpflege vor Verwendung von Selbstbräuner komplett einziehen zu lassen, um Schlierenbildung zu vermeiden. Das letzte Mysterium waren meine gelben Hände. Das ist einfach zu erklären: Hand- und Fußflächen haben eine dickere Hautstruktur, weshalb sie sich auch besonders intensiv verfärben. Um dem entgegenzuwirken, sollten diese Stellen direkt nach der Anwendung gründlich gereinigt werden, um eventuelle Rückstände von Selbstbräuner zu entfernen.


TIPP: Bei der Anwendung im Gesicht sollte besonders darauf geachtet werden, Rückstände des Selbstbräuners aus den Augenbrauen und dem Haaransatz zu entfernen, da sonst unschöne Verfärbungen auftreten können.


Wie oft sollte Selbstbräuner angewendet werden?

Auch diese Frage lässt sich durch einen Blick in die Inhaltsstoffe von Selbstbräuner werfen. DHA (Dihydroxyaceton) entwickelt sich ab 2-5 Stunden, das heißt in diesem Zeitraum sind erste Bräunungseffekte erkennbar. Der Färbungsprozess der Haut ist bei DHA nach etwa 13-15 Stunden abgeschlossen. Erythrulose hingegen hat eine Entwicklungszeit von 12-24 Stunden, hat die volle Farbentfaltung jedoch erst nach bis zu fünf Tagen erreicht. Selbstbräuner auf reiner DHA Basis halten, je nach Reinigungs- und Hautpflege Produkten etwa eine Woche bis 10 Tage. Selbstbräuner, die durch Erythrulose ihren Effekt erzielen halten jedoch bis zu zwei Wochen! Bei Kombinationsprodukten unterstützt Erythrulose auch die Haltbarkeit des DHA positiv.

Selbstbräuner mit DHA sollten also wöchentlich erneuert werden, Erythrulose Selbstbräuner können auch in einem zweiwöchigen Abstand angewendet werden. Jedoch ist dies keine Regel, die immer greift. Denn wer zum Beispiel viel Sport macht und schwitzt, wird nicht so lange etwas vom Bräunungseffekt der Selbstbräuner haben, da der Schweiß die Farbe herausspülen kann. Auch die häufige Verwendung von Peelings und Hautpflege Produkten mit Fruchtsäuren kann die Haltbarkeit von Selbstbräuner negativ beeinträchtigen. Je nach eigener Hautpflege Routine muss also die Häufigkeit der Nachbehandlung angepasst werden, da diese sehr individuell ausfällt.

Was muss noch bei der Verwendung von Selbstbräuner beachtet werden?

SelbstbräunerEin häufiges Missverständnis bei der Anwendung von Selbstbräuner ist, das dieser auch gegen UV-Strahlung schützt – denn das tut er nicht! Selbstbräuner besitzt keinen eingebauten Lichtschutzfaktor und kann so die gefährliche Strahlung nicht abwehren. Die tägliche Verwendung von Sonnenschutz ist ein wichtiger Aspekt der gesunden Hautpflege und Sonnenpflege sollte für jeden fest in die tägliche Pflegeroutine eingebaut werden! Denn auch im Winter wirkt die Sonnenstrahlung oft aggressiver als gedacht – dauerhafte Hautschädigungen sind nur eine Folge von falscher Sonnenpflege.

Auch sollte auf Textilien geachtet werden, denn helle Kleidung kann bei Verwendung direkt nach dem Auftrag von Selbstbräuner verfärbt werden. Man sollte sich erst anziehen, sobald der Selbstbräuner vollkommen in die Haut eingezogen ist, und zur Sicherheit auf dunkle Stoffe setzen, und vielleicht nicht das liebste Shirt oder Kleid anziehen, falls doch kleine Verfärbungen auftreten sollten.

Ich hoffe, meine Erfahrungen auf diesem spannenden Gebiet konnten euch weiterhelfen. Habt ihr schon einmal Selbstbräuner benutzt und wie steht ihr zu diesem Thema? Kommentare sind, wie immer, sehr willkommen.

Liebe Grüße aus Mainz,

eure Ida