Schlankgeschminkt – Contouring und Highlighting

Hohe, definierte Wangenknochen, ein schlanker Hals und eine schmale Nase – das sind wohl die Attribute, von denen jeder träumt. Doch da die Genetik nicht mit jedem so gnädig ist und nur die Wenigsten diese beneidenswerte Knochenstruktur haben, muss man eben ein wenig nachhelfen. Und das ganz ohne plastische Eingriffe – lerne hier, mit Licht und Schatten zu zaubern und dein Gesicht zu modellieren, in unserem Blogbeitrag zum Contouring und Highlighting!

Die Wangenknochen einer Keira Knightley – mit Make up nachgeschminkt

Auch sehr schlanke Menschen haben oft nicht das Glück, eine ausgeprägte Knochenstruktur im Gesicht zu besitzen. Hollywood-Größen wie Angelina Jolie und Keira Knightley machen es vor: Wangenknochen sind sexy. Wer sie nicht von Natur aus besitzt, greift tief in die Make up Trickkiste: Contouring und Highlighting lauten die beiden Zauberwörter, zu Deutsch: Konturieren und Hervorheben. Wer bis jetzt nur Bahnhof versteht, sollte nicht verzagen: Es klingt schwerer, als es wirklich ist. Mit ein wenig Übung wird jede Beauty Begeisterte und Makeup Anfängerin zum Contouring Profi.

Contouring und Highlighting – die Basics für schöne Wangenknochen

Das Grundprinzip ist ganz simpel: Die Partien des Gesichts, die optisch zurücktreten sollen, werden dunkel schattiert; Teile, die prominent im  Vordergrund stehen sollen, werden mit einer helleren Nuance akzentuiert. So weit, so gut – wichtig beim Contouring und Highlighting ist die Wahl eines geeigneten Mediums. Hier die beliebtesten Methoden:

Puder – der Klassiker beim Contouring – für Anfänger und Fortgeschrittene

Contouring und Highlighting mithilfe von Puderprodukten ist die wohl am Weitesten verbreitete Methode zur optischen Modellierung des Gesichts. Sie eignet sich besonders gut für Anfänger, denn kleine Fehler können hier leichter korrigiert werden als bei anderen Formen des Contouring und Highlighting.

Eure Tools – ohne diese Contouring Basics geht es nicht

Was ihr dafür braucht? Zu allererst braucht ihr drei Puder: Eines in einer Nuance passend zu eurer natürlichen Hautfarbe, eines, das in etwa ein bis zwei Nuancen dunkler, und zu guter Letzt eines, welches etwa ein bis zwei Nuancen heller als euer Hautton ist. Wie dunkel bzw. hell ihr gehen wollt, hängt ganz individuell davon ab, wie intensiv ihr euer Endergebnis haben wollt. Für ein sehr natürliches Ergebnis solltet ihr nicht zu extrem von eurer natürlichen Hautfarbe abweichen. Zu dunkel und zu hell gewählte Puder lassen schnell den Eindruck von Angemaltsein entstehen – ein Ergebnis, was die meisten nicht explizit wünschen.


VIDEO: CONTOURING & HIGHLIGHTING for beginners!


So geht es: Contouring für Anfänger

Wie funktioniert es? Tragt zuerst euer normales Tages Makeup auf, nicht anders als ihr es auch sonst machen würdet. Verzichtet dabei jedoch vorerst auf Rouge und Bronzer – die sind erst nach dem Contouring und Highlighting an der Reihe. Betrachtet nun euer Gesicht, idealerweise an einem Ort mit starkem Lichteinfall von oben, beispielsweise von einer sehr hellen Deckenleuchte. Es sollten sich ein paar leichte, natürliche Schatten in eurem Gesicht abzeichnen, und eben diese gilt es zu intensivieren und hervorzuheben. Wer sich bei diesem Schritt schwer tut, kann sich die Areale auch herleiten:

Die Wangenknochen sollen betont werden? Denke dir eine Linie von der Mitte deines Ohrs bis zu deinem Mundwinkel. Diese kann dann bis etwa zur Hälfte schattiert werden.

Die Nase soll schmaler erscheinen? Die Schattierung wird seitlich vom Nasenrücken angesetzt.

Der Kiefer soll definierter Wirken? Eine leichte Schattierung unterhalb des Kieferknochens ist der Trick.

Diese zu korrigierenden Areale schattiert ihr nun mit eurem etwas dunkleren Contouring Puder. Die oberste Regel für ein gutes Contouring lautet: Blenden, Blenden, Blenden. Es dürfen keine scharfen Kanten im Gesicht entstehen, alle Nuancen müssen sanft miteinander verblendet werden und ineinander überfließen. Nach dem Contouring kommt wie gewohnt das Rouge auf die Wangen. Hier sollte eine nicht zu knallige Farbe gewählt werden. Mit den anderen Farbnuancen zusammen sieht das Gesicht sonst schnell überladen aus.

Highlighter sorgt für lichtreflektierende Akzente

Ist die dunkle Schattierung einmal platziert, kommt der Highlighter zum Einsatz. Dieses meist sehr helle, reflektierende Puder sorgt für eine besonders schöne Lichtreflektion an den höchsten Stellen des Gesichts. So wirkt der ganze Look am Ende plastischer und wohlgeformter. Das Highlighting Puder wird nur an den höchsten Stellen des Gesichts aufgetragen, meistens am liebsten direkt an der oberen Kante der Wangenknochen, entlang des Nasenrückens und zur Hervorhebung der Augenbrauen direkt unter selbigen. Auch hier kann weniger oft mehr sein. Deswegen nicht gleich beim ersten Pinselstrich zu dick auftragen, zu viel Glitzer bekommt man später nämlich schwer wieder runter.

Tontouring – Contouring mit Selbstbräuner?

Für gewöhnlich greifen wir, wenn es ans Contouring geht, ganz normal zu Puder oder cremigem Concealer. Manchmal tut es auch ein Creme Makeup. So setzen wir beim Schminken die entsprechenden Akzente in unserem Gesicht. Matter Bronzer unter den Wangenknochen, entlang der Schläfen und ums Kinn. Das definiert die Gesichtskonturen fürs Tages Makeup und wird abends mit dem Abschminken wieder abgewaschen. Tag für Tag tragen wir es neu auf, wie den Rest unseres Makeups auch. Außer wir entscheiden uns für ein Permanent Make up. Wer seine Contouring Linien jeden Tag auf die exakt gleiche Weise schminkt und ohnehin seinen Look nicht so häufig verändert, der braucht vielleicht gar nicht so viel Mut, um sich einmal am so genannten Tontouring zu versuchen. Hierbei verschmelzen die Wörter Contouring und Tan, also Bräune.

Dabei wird das gewöhnliche Contouring Produkt durch einen cremigen Selbstbräuner ersetzt. Wie eine normale Contouring Creme wird dieser dann mit einem schmalen Contouring Brush an den üblichen Stellen aufgetragen und sanft verblendet. Dieses Contouring hält natürlich um einiges länger und kann nach Belieben intensiviert werden. Das Risiko ist natürlich, dass es ganz schön ins Auge gehen kann. Wer schlecht verblendet oder asymmetrisch arbeitet, bekommt das Tontouring für die nächsten Tage erst einmal nicht mehr vom Gesicht runter. Also entweder mit dem verhunzten Self Tan Contouring vor die Tür gehen, oder so stark überschminken, dass es mit dem normalen Makeup korrigiert ist. Ob es das Risiko wert ist, muss jede selbst für sich entscheiden. Ein interessanter Einfall ist das Tontouring aber auf jeden Fall.

Was sagt ihr zum Contouring und Highlighting? Tägliche Bestandteile eurer Schminkroutine oder nur etwas, was ihr zu besonderen Anlässen praktiziert? Oder steht ihr gar nicht auf den Hype ums Modellieren des Gesichts und bleibt beim guten alten Rouge? Schreibt es mir in die Kommentare!

Liebe Grüße aus Mainz,

eure Natascha

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Author: Natascha Bauer

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