Sandelholz – Quell der Entspannung

Sandelholz hat nicht nur in der Parfümindustrie eine lange Tradition. Auch in der Verwendung als Baustoff oder als Öl zur Einbalsamierung wurde Sandelholz im alten Ägypten bereits vor über 4000 Jahren genutzt. Heute erfährt es vor allem in der Aromatherapie und in Ayurveda-Anwendungen eine Renaissance. Auch in der indischen Meditationspraxis findet der Duft Verwendung, woher wahrscheinlich auch die beruhigende Wirkung rührt, die dem Sandelholz nachgesagt wird.

Der Sandelbaum und seine Wurzel

Gewonnen wird die wertvolle gold-orangefarbene Essenz von Sandelholzbäumen in Indien, Indonesien, Malaysia und den pazifischen Inseln. Zu 95 Prozent wird das Sandelholzöl auch heute noch in Indien gewonnen. Der Sandelholzbaum ist ein immergrüner Baum mit einer beträchtlichen Stammesdicke. Ausgewachsen ist er nach etwa 70 Jahren. Dieser Zeitpunkt eignet sich hervorragend zu Gewinnung des Öls, da ausgewachsene Sandelholzbäume den höchsten Ölgehalt besitzen. Frühestens nach 30 Jahren sollte man mit der Gewinnung von Sandelholzöl an einem Baum beginnen.

Hierbei ist vor allem die Wurzel interessant. Dort verbirgt sich die größte Menge des hochwertigen Öls. Immerhin 10 % beträgt der Ölgehalt in den Wurzeln. Deshalb wird der Sandelholzbaum auch nicht geschlagen, sondern mit der Wurzel ausgehoben. Mittels Dampfdistillierung werden die Öle gewonnen.

Verfälschte Sandelholzkopien

Problematisch ist leider die häufige Verfälschung des Duftes. Da Sandelholz nicht unendlich zur Verfügung steht und die Gewinnung zudem teuer und umfangreich ist, werden teilweise auch andere Hölzer als Sandelholz gekennzeichnet. Der Charakter des Duftes und die nur kurz anhaltende Wirkung sind aber nicht vergleichbar mit dem Original.

Olfaktorische Eigenschaften

Sandelholz duftet süßlich-holzig und hat einen balsamartigen Touch. Seine Herkunft hinterlässt eine exotische Erinnerung in europäischen Nasen und soll entspannend wirken. Sandelholz wird in der Parfümerie meist als Basisnote eingesetzt und verleiht Düften eine holzige Grundierung. Sandelholz eignet sich hervorragend zur Mischung mit Patschuli, Jasmin, Bergamotte, Fenchel oder Weihrauch. Sein gesamter Habitus ist deshalb meist exotisch und orientalisch. In der Parfümerie wird Sandelholz mannigfach verwendet. Es gehört zu den sinnlichsten Düften überhaupt und soll mit seiner Wärme und Sanftheit dazu beitragen, alles Gestaute wieder in den Fluss zu bringen und heilende Energien freizusetzen.

Author: Jasmin Winter

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