Säure Basen Diät – Detox mit Schlankeffekt

Basisch essen – dabei handelt es sich nicht um einen bloßen Diättrend, sondern um eine echt gesundheitsbewusste Ernährungsweise. Der Grund: Die Säure Basen Diät basiert auf der Grundlage, dass wir zu viele Lebesmittel zu uns nehmen, die Säure im Körper produzieren. Das Resultat ist eine Übersäuerung des Körpers. Wenn der Körper übersäuert ist, ist nicht nur das Abnehmen deutlich schwerer, es kann sogar zu Krankheiten kommen.

Übersäuerung – das Thema wird immer wichtiger

Wenn bisher die Rede von Übersäuerung im Körper war, dann ging es meistens nicht um die Säure Basen Diät, sondern um die Ernährung im Zusammenhang mit unterschiedlichen, meist chronischen Krankheiten. Dazu zählt zum Beispiel Rheuma, Neurodermitis, Psoriasis und verschiedene Allergien. Verschiedene Ernährungsberater und Fastenexperten rollen das Spezialthema Übersäuerung jetzt neu auf.  Sie meinen, wer übersäuert ist, der kann auch nicht mehr abnehmen. Erst, wenn das Gleichgewicht aus Säuren und Basen im Körper wieder hergestellt ist, kann die Fettverbrennung im Körper wieder auf Hochtouren laufen und der Stoffwechsel geht seinen gewohnten Gang. Diese Reaktivierung und Regenerierung des Stoffwechsels wird in der Säure Basen Diät vor allem durch basische Kost erreicht, insbesondere mit pflanzlichen Lebensmitteln. Diese neue Ernährungsweise schützt auch vor dem gefürchteten Jo Jo Effekt. Zur Gewöhnung wird empfohlen, die Säure Basen Diät in drei Stufen über insgesamt vier Wochen durchzuführen.

In Woche eins der Säure Basen Diät heißt es: Suppenfasten

Die erste Stufe der Säure Basen Diät dauert eine Woche und hat eigentlich nur einen Programmpunkt. Drei Mal am Tag steht eine basische Suppe auf dem Speiseplan. Das kann zum Beispiel eine mit etwas Honig gesüßte Suppe auf Hafer- oder Reisbasis sein. Mittags eine  Suppe aus Spargel mit Orangen und abends gibt es dann eine warme Suppe mit Fenchel und Polentaeinlage. Mit dieser überwiegend flüssigen Nahrung wird der Körper so richtig entgiftet und die basischen Lebensmittel helfen, dem Stoffwechsel wieder auf die Sprünge zu helfen.

Auch in Woche zwei bleibt die Kost pflanzlich

In der zweiten Phase der Säure Basen Diät bleibt es vegetarisch, aber immerhin darf man jetzt zu fester Nahrung wechseln. Die Faustregel für den Rest der Diät: Die 70/ 30 Regel. Das bedeutet, 70 Prozent der Nahrungsmittel, die man zu sich nimmt, sollten basenbildend sein, während nur etwa 30 Prozent säurebildende Lebensmittel erlaubt sind. Zu letzterer Gruppe gehören zum Beispiel alle Sorten von Fleisch und Fisch, Eier sowie Milchprodukte, Zucker und Alkohol. Diese sollte man nur in reduziertem Maß zu sich nehmen. Stattdessen haben also basenbildende Lebensmittel Priorität. Dazu gehören so ziemlich alle Sorten von Gemüse, Früchte, Kartoffeln, Nüsse, Reis und Brot. Gemäß der 70/ 30 Regel sollen die Säuren im Körper reduziert werden und die Enzyme und Hormone, die im Stofwechsel für den Abbau von Fett verantwortlich sind, sollen wieder ungestört arbeiten können.

Basische Ernährung ist für viele ein Wohlfühlfaktor

Aus wissenschaftlicher Sicht ist die Theorie der Übersäuerung des Körpers mehr als nur umstritten. Tatsächlich gibt es keine Belege für die Übersäuerung im Körper. Schulmediziner sagen ganz klar, dass ein gesunder Körper seinen Säure Basen Haushalt von ganz allein reguliert. Durch Metabolismus und Respiration werden die Zellen und das Blut immer im normalen pH-Wert Bereich gehalten. Kommt es wirklich zu einer Übersäuerung der Zellen, sind die Gründe hierfür meist pathologisch, etwa eine unbehandelte Diabeteserkrankung, die dringender ärztlicher Behandlung bedarf. Nichtsdestotrotz fühlen sich viele Menschen mit einer so genannten basischen Ernährung deutlich wohler. Das liegt vor allem daran, das Lebensmittel, die nach dem Schema der Säure Basen Diät als sauer ausgewiesen sind (vor allem Fleischprodukte) entzündungsfördernde Stoffe enthalten. Diese können Störungen und Irritationen im Körper hervorrufen, die sich dauerhaft negativ auf Wohlbefinden und Gesundheit auswirken.

Übersäuerungskiller Ananas

Wer besonders wirksam gegen Übersäuerung vorgehen will, der gönnt sich regelmäßig frische Ananas. Die mineralstoffreiche Frucht wirkt besonders basisch. Die gesunden Enzyme werden durch Hitze allerdings schnell zerstört, deswegen unbedingt auf frische Frucht zurückgreifen! Ananas ist nicht nur ein echtes Detox-Wunder, sondern kann sogar abends das Einschlafen erleichtern. Denn das Serotonin in ihr kann vom Körper in Melatonin transformiert werden – das so genannte Schlafhormon.

Basenfasten – die Entgiftungskur für Detox Fans

Wem es mit dem Detoxen ernst ist, der versucht sich an einer Basenfasten Kur. Anders als extreme Diäten schränkt diese Säure Basen Diät die Ernährung nicht zu stark ein und ist auch im Alltag gut durchführbar. Auch hier gilt die 70/ 30 Regel, bei der vor allem basenbildende Lebensmittel auf dem Speiseplan stehen. Wichtig: Wie bei jeder Diät sollte auf eine ausreichende Trinkmenge geachtet werden. Zwei bis drei Liter Wasser oder Kräutertee helfen dabei, dass der Körper von unerwünschten Giftstoffen befreit werden kann.

Regeln zum Basenfasten – Entgiften mit der Säure Basen Diät

Nicht auf Rohkost umstellen: Wer Gemüse und Obst als Rohkost konsumiert, nimmt dabei zwar besonders viele Vitamine auf und profitiert so besonders von den gesunden Lebensmitteln. Doch gerade Menschen mit empfindlichen Darm sollten aufpassen, ihre Verdauung nicht mit zu viel Rohkost zu überfordern.

Keine Mahlzeit nach 18 Uhr: Das Abendessen sollte so früh wie möglich eingenommen werden. Und die Portionsgröße sollte auch möglichst überschaubar sein. Spätes Essen kann den Schlaf negativ beeinträchtigen und Leber und Darm belasten.

Rohkost nur bis 14 Uhr: Um Verdauung und Stoffwechsel zu schonen, ab 14 Uhr nur noch gekochtes Essen zu sich nehmen und Rohkost einstellen.

Knackiges Gemüse: Das heißt jedoch nicht, dass das Gemüse zerkocht werden soll. Das Zauberwort heißt hier Dünsten. Das erhält die Vitamine und das Gemüse wird trotz Garprozess knackig bleiben.

Mit Gewürzen sparsam umgehen: Zu viele und zu intensive Gewürze können nicht nur Verdauung und Stoffwechsel beeinträchtigen, sondern auch das Sättigungsgefühl mindern. Deswegen bei der Säure Basen Diät am besten mit Gewürzen sehr sparsam umgehen.

Mehr Gemüse als Obst essen: Obwohl Obst auf der Liste der „erlaubten“ Lebensmittel beim Basenfasten steht, sollte es im Gegensatz zu Gemüse eher reduziert gegessen werden. Mehr als zwanzig Prozent Obstanteil sollte der Speiseplan demnach nicht aufweisen. Warum? Auch Obst enthält viel Zucker, der zur Übersäuerung beitragen kann. Auch reagiert der Magen-Darm-Trakt viel empfindlicher auf Obst als auf Gemüse.

Gut gekaut ist halb verdaut: Diese Faustregel hat ihre Richtigkeit. Jeder Bissen sollte mindestens 30 mal gekaut werden. Fortgeschrittene schaffen locker das Doppelte.

Mit dieser Basenkur könnt ihr euren Körper mal so richtig entlasten und entgiften. Doch auch diese Diät sollte nicht zu lange und nicht ohne vorherige Rücksprache mit einem Arzt durchgeführt werden.

Author: Tanja Stephan

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