Reverse Washing: der Trick für fettige Haare

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Die unter uns, die eher eine dünnere Mähne haben kennen dieses Szenario bestimmt: man hat sich am Morgen nach dem Aufstehen gerade erste die Haare gewaschen und am Mittag sehen sie schon alles andere als frisch aus. Oder man hüpft am Abend vor dem Zubettgehen unter die Dusche, um morgens etwas Zeit zu sparen, wacht aber mit einem speckig glänzenden Ansatz auf.

Ja, fettige Haare sind eine besonders nervige Angelegenheit. Denn, kaum hat man sie gewaschen und mühsam gestylt und schon könnte man, einige Stunden später, eigentlich die ganze Prozedur nochmal wiederholen. Doch auch wenn man sich gerne die Harre stylt, ist eine fettige Mähne lästig, denn viele Friseure und Stylisten raten streng davon ab sich täglich die Haare zu waschen. Das würde nämlich wichtige, natürliche Öle von der Kopfhaut entfernen, was  nicht nur die Spitzen austrocknet, sondern auch den Ansatz aber schneller nachfetten lässt. Somit befindet man sich allerdings in einem Teufelskreis. Denn eigentlich würde man sich gerne täglich die Haare waschen, um den fettig und ungepflegt aussehenden Ansatz loszuwerden, dies macht die Haare allerdings umso fettiger.

Doch was soll man dagegen tun? Im Internet und in Mode- und Beauty Zeitschriften gibt es unzählige Tipps wie man mit häuslichen Mitteln sich Abhilfe schafft. Des Weiteren, sind diverse Shampoos und Conditioner formuliert um gegen das nervige Problem anzukämpfen. Und in letzter Zeit hat auch Trockenshampoo viele, loyale Anhänger gefunden, die auf diese Puder und Sprays schwören. Allerdings, sind diese Rezepte und Mittel nicht immer sonderlich hilfreich. So pflegen diese speziellen Shampoos nicht immer die Haare ausreichend und die Trockenshampoos hinterlassen oftmals einen grauen Schleier auf dem Haar. Durch das Trockenshampoo werden zwar die Fette aufgesaugt, aber durch den Film sehen die Haare nicht wirklich frischer und sauberer aus.

Obwohl der Beauty Markt nur voller Produkte und Tipps strotzt, ist die Antwort auf das fettige Problem eigentlich so richtig einfach. Dafür muss man noch nicht einmal irgendwelche besonderen Produkte oder ausgefallene Zutaten kaufen. Nein, man muss lediglich seine Vorgehensweise beim Waschen der Haare ändern. Das sogenannte Reverse Washing ist eine besonders effektive Methode um die Haare von Schmutz und Fett zu befreien, gleichzeitig aber auch zu pflegen. Die Haare fetten nach dieser Art von Haarwäsche langsamer nach und müssen somit nicht mehr so häufig gewaschen werden.

Ihr fragt euch jetzt bestimmt was es mit dem Reverse Washing auf sich hat und wie man dabei vorgeht. Oftmals kommt bei dieser Methode nämlich auch sehr viel Skepsis auf, denn sie scheint eine fast zu einfache Methode, um ein äußerst nerviges Problem zu beseitigen, zu sein. Doch dieses Misstrauen ist, wie ich euch zeigen werden, eigentlich ziemlich unberechtigt. Denn obwohl es fast zu gut ist um wahr zu sein, mit dem Reverse Washing ist es tatsächlich möglich gegen einen fettigen Ansatz anzukämpfen.

Ich erkläre euch in diesem Artikel wie ihr bei der Reverse Washing Prozedur vorgehen müsst und warum genau es so hilfreich bei fettigen Haaren ist. Lest einfach weiter, wenn ihr Wissen wollt wie ihr euch am Morgen ein paar Minuten unter der Dusche spart, dennoch frisch und sauber aussieht.

Bevor wir uns das Reverse Washing näher unter die Lupe nehmen sollten wir ein paar wichtige Dinge klären…

 

Darum fettet die Kopfhaut

Um ein Problem lösen zu können muss man zunächst wissen wie es überhaupt zustande kommt. In diesem Fall, sollten wir klären wieso bei manchen Menschen die Haare bereits nach weniger Stunden unschön anfängt zu glänzen, bei anderen aber wiederum selbst mehrere Tage nach der Haarwäsche, die Mähne wie frisch gewaschen aussieht.

Meist ist eine fettige Kopfhaut auf bestimmte Ursachen zurückzuführen. Oftmals entsteht sie aufgrund von genetischen oder auch Umwelt bedingten Gründen.

Fettige Haare entstehen aufgrund von einer verstärkten Produktion von Talg, die über die Talgdrüsen auf der Kopfhaut abgegeben werden. Dadurch erscheinen die Haare strähnig und fettig. Ist die Talgproduktion allerdings zu gering, dann kommt es zu trockenen Haaren, die brüchig und spröde sind.

Die Ursachen für fettige Haare sind vielfältig. So sind sie meist erblich bedingt- manche Menschen neigen einfach zu schneller fettendem Haar als andere. Es kann aber auch hormonelle Gründe haben. So sind die Haare in der Pubertät oder während einer Schwangerschaft auch fettiger. Auch die Antibabypille kann ein schnelles nachfetten der Haare herbeiführen. Es kann auch aufgrund von erhöhtem Stress entstehen. Menschen, die häufig unter Stress stehen haben oftmals fettigere Haare, denn der Körper wird damit aus dem Gleichgewicht gebracht. Auch eine schlechte Ernährung kann die Haare schneller nachfetten lassen. Es gibt auch diverse Medikamente, die die Haare schnell fettig aussehen lassen.

Doch auch ein ständiges Anfassen der Haare lässt die Haare schnell dreckig werden, da der Schmutz und die Öle auf den Fingern überträgt sich auf die Haare. Ebenfalls kann ein zu häufiges Waschen der Mähne, die Haare schneller fettig werden lassen. Denn, Shampoo entfernt die natürlichen Öle von der Kopfhaut und trocknet sie aus. Das kurbelt die Produktion des Talges aber zusätzlich an, sodass die Haare schneller dreckig aussehen. Wenn man die Haare auch noch auf einer zu heißen Hitze trocken föhnt, dann kann das sie noch zusätzlich nachfetten lassen.

Des weiteren, sind dünnere Haare anfälliger für eine erhöhte Talgproduktion oder sehen zumindest schneller fettiger aus, als eine vollere Mähne. Denn, bei einer dünneren Mähne sind weniger Haare vorhanden über das sich der Talg verteilen kann. Somit sehen die Strähnen schnell dreckig und fettig aus.

Wie ihr seht gibt es eine Vielzahl von Gründen weshalb die Haare schnell nachfetten können. Obwohl sich das nicht negativ auf die Gesundheit auswirkt, ist es doch äußerst unangenehm, denn fettige Haare sehen schnell dreckig und ungepflegt aus. Da allerdings zu häufiges Haare waschen eher das Problem verschlimmert ist es ratsam es so wenig wie nur möglich zu Shampoo und Conditioner zu greifen. Wenn man sich dann aber doch die Haare wäscht, dann sollte man die Reverse Washing Methode anwenden. Denn das ist besonders für schnellfettendes Haar geeignet.

 

So wendest du die Reverse Washing Methode an

Reverse heißt übersetzt so viel wie Rückwärts oder umgekehrt. Das genau ist bei der Reverse Washing Methode so ausschlaggebend. Denn hierbei werden keine besonderen Produkte benötigt. Shampoo und Conditioner werden nur ‚rückwärts‘ angewendet. Das heißt, dass man nachdem man die Haare nass gemacht hat, diese mit dem Conditioner oder der Spülung behandelt wird. Am besten konzentriert man das Produkt auf den Haarspitzen. Danach wird die Spülung mit klarem Wasser ausgespült. Anschließend gibt man wie gewohnt das Shampoo in die Haare und wäscht dieses dann ganz normal wieder aus.

Wenn man zuerst die Spülung anwendet, dann kann dieses die Haare pflegen und den Frizz eliminieren. Da es aber anschließend mit dem Shampoo wieder von dem Ansatz ausgewaschen wird, dann kann es die Haare nicht beschweren.  Die Haare fetten nicht so schnell nach, werden aber gut gepflegt. Besonders bei dünnerem Haar eignet sich diese Reverse Washing Methode besser als die herkömmliche Haarwäsche, bei dem zuerst das Shampoo auf die Haare aufgetragen wird und dann mit Spülung behandelt wird.

Wenn man die Reverse Washing Methode anwendet, dann sollten die Haare gepflegt und sauber aussehen. Sie sollten weniger gewaschen werden müssen, denn sie fetten langsamer nach.

 

Für diese Haartypen eignet sich die Reverse Washing Methode

Wie gesagt, eignet sich das Reverse Washing insbesondere für feine Haare. Diese neigen nämlich schneller dazu fettig zu werden. Mit dieser Haarwäsche Prozedur bliebt der Ansatz länger frei von Fett, die Spitzen werden aber gepflegt. Auch lockiges Haar kann gut von dieser Methode profitieren.

Wenn ihr eher normales Haar habt, dann ist es eigentlich egal, ob ihr zuerst das Shampoo oder die Spülung benutzt. Es macht nämlich keinen wirklich sichtbaren Unterschied.

Habt ihr allerdings eine eher trockene Kopfhaut und sogar Schuppen, dann solltet ihr lieber das Reverse Washing nicht machen. Die Kopfhaut braucht nämlich die Pflege vom Conditioner, da es sonst weiter austrocknet, wenn nur Shampoo verwendet wird.

Fettige Haare sind schon eine nervige Sache. Der Ansatz wirkt dreckig und alles andere als frisch. Man fühlt sich unwohl und auch ziemlich ungepflegt. Wenn man diesen Haartyp hat, dann müsste man eigentlich jeden Tag die Haare waschen. Das schadet allerdings die Haare und macht sie trocken und brüchig, oftmals wird das Problem dadurch noch zusätzlich verschlimmerz. Abhilfe soll dabei das Reverse Washing. Die Theorie dahinter ist, dass wenn man zuerst die Spülung und dann das Shampoo anwendet, dann wird der Ansatz gesäubert und die Spitzen gepflegt. Die Spülung wird bei dieser Methode größtenteils ausgewaschen und kann somit den Ansatz nicht beschweren. Die Haare sollten dann weniger gewaschen werden müssen, da sie auch nicht so schnell nachfetten.

Was haltet ihr von der Reverse Washing Methode? Habt ihr schon mal davon gehört oder es gar schonmal ausprobiert? Neigt ihr denn zu schnell fettendem Haar oder habt ihr eher trockenes Haar? Was macht ihr gegen einen fettigen Ansatz? Wascht ihr eure Haare jeden Tag oder müsst ihr das gar nicht? Ich habe das Reverse Washing auch schon mal selbst ausprobiert und ich muss sagen, dass es meinen Haaren gutgetan hat. Der Ansatz bliebt länger frisch und die längen und spitzen waren frei von Frizz und blieben gut gepflegt. Lasst mir doch einen Kommentar mit euren Antworten und erzählt mir von euren Erfahrungen.

Author: Cheryl de Santo

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