Mochi Eis – der gesunde Food-Trend des Sommers

Bei Temperaturen, die an der 30-Grad-Marke kratzen, ist uns nichts lieber als ein Gang zur Eisdiele. Am liebsten täglich. Denn die Erfrischung mit dem süßen, kalten Mochi-Eis Snack des Sommers kann uns gar nicht oft genug beglücken.

©mochi_doki/Instagram

Eis macht klug – und jetzt ist es sogar gesund: Mochi-Eis

Kürzlich kam eine japanische Studie zu dem Ergebnis, dass Eis zum Frühstück klug macht. Ja wirklich! Dabei aß eine Gruppe Probanden zum Frühstück ein leckeres Eis und musste direkt im Anschluss verschiedene Aufgaben lösen. Eine zweite Gruppe mit Testpersonen musste dieselben Aufgaben lösen – nur ohne vorher ein Eis zu essen. Das Ergebnis war eindeutig: Die Gruppe der morgendlichen Eisesser schnitt deutlich besser ab. Ihre Alpha-Wellen – die sind für Konzentrationsfähigkeit und Reaktionszeit verantwortlich – waren deutlich erhöht im Vergleich zur Testgruppe der Nicht-Eisesser. Tja, da haben wir wohl noch einen Grund mehr, an der Eisdiele eine große Portion zu bestellen!

Das einzige Manko: Eis ist ja doch eine ganz schöne Kalorienbombe, Sahne, Zucker und Co., aus denen unser liebster Sommersnack gemacht werden, haben es ganz schön in sich. Doch jetzt gibt es eine echte Alternative: Mochi-Eis aus Japan.

Mochi: Mehr als nur ein Eiscreme-Snack

War ja klar, dass wir diesen coolen Trend den Japanern zu verdanken haben. Mochis sind eine japanische Spezialität – die kleinen Reiskuchen gibt es in zig Varianten. Mal sind sie mit Bohnencreme gefüllt, mal mit Schokolade, oder wie jetzt eben mit Eiscreme. Mochi ist dabei die Bezeichnung für die Hülle aus einer Klebreispaste, die die süße Füllung beherbergt. Das Eis gibt dem Snack seinen Geschmack, während das Mochi Süße und Textur mitbringt. Die Geschmacksrichtungen der Mochi Eiscreme sind dabei variabel. Eher gewöhnliche Kandidaten wie Vanille, Schoko und Erdbeer kommen genauso zum Einsatz wie Eis mit dem Geschmack von Kona Kaffee, Pflaumenwein und roten Bohnen. Damit die Bällchen nicht aneinander kleben, werden sie meist noch mit Maisstärke oder Puderzucker bestäubt.

Mochi Eis: vegan, glutenfrei, gesund

Die Eiscreme-Füllung der kleinen Mochi Küchlein ist dabei auf Kokosnussmilch-Basis hergestellt – das heißt die Veganer und Veganerinnen unter uns können aufatmen. Von diesem Foodtrend sind sie nämlich nicht ausgeschlossen oder müssen erst nach Alternativen suchen. Die kleinen bunten Kugeln sind von Hause aus gluten- und milchfrei. Hurra! Auch die Geschmacksrichtungen begeistern uns mit ihrer Vielfalt. Klassiker wie Erdbeer und Schoko warten genauso darauf, von uns probiert zu werden wie salzigem Karamell, Matcha und schwarzer Sesam.

Mochi Eis kaufen – Wo bekomme ich die leckeren Kugeln her?

Inzwischen hat sich auch bei uns in Deutschland herumgesprochen, wie lecker die Mochi Eis Bällchen sind, die mit zwei Hapsen im Mund verschwunden sind. Deswegen kann man in einigen gut sortierten Asia Shops fertiges Mochi Eis kaufen. Frage einfach mal in den Asia Läden in deiner Nähe nach. Die kleinen bunten Bällchen mit Reishülle behalten übrigens auch im tiefgefrorenen Zustand ihre weiche Konsistenz. Ein absoluter Traum!

Da Mochi Eis Deutschland nur in ausgewählten Asia Shops und in einer Handvoll Geschmacksrichtungen erreicht, könnt ihr euren leckeren japanischen Sommersnack auch einfach zuhause selber machen. Hier ist unser Mochi Eis Rezept:

©mochi_doki/Instagram


Unser Mochi Eis Rezept

Für 8 Mochi Eis Bällchen braucht ihr:

50 g Klebreismehl
100 g Zucker
100 ml Wasser
etwas Speisestärke
8 kleine Kugeln Eis eurer Lieblingssorten

So geht’s: Mochi Eis selber machen

Als erstes vermengt ihr jetzt Mehl und Zucker in einer Glasschüssel und gebt dann nach und nach das Wasser hinzu. Das ist etwas tricky: Ihr solltet die Mischung unter ständigem Rühren vornehmen, damit sich keine Klümpchen bilden.

Dabei heraus kommt ein glatter und ziemlich flüssiger Teig. Den deckt ihr jetzt ab und stellt ihn bei 800 Watt für 90 Sekunden in die Mikrowelle. Nachdem ihr das Ganze mit einem Holzlöffel gut umgerührt habt, geht es nochmal für eine Minute in die Mikrowelle.

Der Teig ist jetzt schon viel weniger flüssig. Die klebrige Masse sollte leicht transparent wirken und glänzen – dann ist alles richtig gelaufen! Jetzt bestäubt ihr ein Blatt Backpapier großzügig mit Stärke. Nicht geizen! Zwischen zwei Lagen Backpapier rollt ihr die Masse jetzt dünn aus, so auf etwa zwei Millimeter.

Vorsicht: Der Mochi Teig ist sehr heiß! Wenn ihr genug Stärke ausgestreut habt, klebt der Teig aber nicht mehr fest und lässt sich problemlos ausrollen. Jetzt könnt ihr aus dem ausgerollten Teig runde Mochis ausstechen (Durchmesser ca. 10 cm). Jetzt stapelt ihr die kreisrunden Mochis zwischen Backpapier und legt sie für mindestens eine Stunde ins Tiefkühlfach, damit sie gleich bereit für die Eiscreme-Füllung sind.

Dafür legt ihr einfach eine kleine Kugel Eis in die Mitte eures Mochis und legt die Seiten nach oben um, bis ihr sie unten wie ein kleines Paket schließen könnt. Vor dem Essen legt ihr die Mochi Eis Kugeln am besten noch einmal kurz ins Gefrierfach.

Voilà, fertig ist das selbstgemachte Mochi Eis! Lasst es euch schmecken.

©theoriginalmochiicecream/Instagram

Die Erfinderin vom Mochi Eis: Frances Hashimoto

Obwohl Mochi Reiskuchen ein traditionelles japanisches Gebäck sind, das schon seit Jahrhunderten eine besondere Bedeutung in der japanischen Kultur einnimmt, hat das Mochi Eis eine relativ kurze Geschichte. Die Erfindung der Mochi Eiscreme haben wir der Unternehmerin Frances Hashimoto zu verdanken. Die Amerikanerin mit japanischen Wurzeln stieg in das Familienunternehmen Mikawaya ein, das schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts japanische Snacks, Desserts und Süßigkeiten in den USA herstellte und verkaufte.

Hashimoto war es, die als erste die Idee hatte, die traditionellen Reisküchlein mit Eiscreme zu füllen. Seit 1993 bereits stellte ihr Unternehmen das leckere Mochi Eis in den USA her. Über zehn Jahre dauerte die Forschung und Produktentwicklung, bevor das Mochi Eis, das wir zur Zeit so lieben, in großen Mengen hergestellt wurde – denn die richtige Zusammensetzung der Zutaten und wie sie miteinander interagieren ist eine überaus komplexe Angelegenheit.

Nach so vielen Jahren ist die Erfindung von Frances Hashimoto endlich auch bei uns in Deutschland angekommen. In den USA ist Mochi Eis schon seit Jahren ein absoluter Verkaufsschlager. Hoffentlich erfrischt uns diese japanisch-amerikanische Süßigkeit noch viele Sommer lang!

Author: Karolin Fischer

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