Mascara: Wunderwerkzeug, Must Have!

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Wenn ihr auf eine einsame Insel geschickt werdet und ihr dürftet an Schminke nur ein Teil in euren Koffer legen, seid ehrlich, welches Teil wäre das? Für mich wäre es definitiv der Mascara! Das Ding ist in meinen Augen ein richtiges Wunderwerkzeug. Optisch verdichtet er die Wimpern nicht nur, sondern  verlängert sie auch und lässt die Augen größer und weiblicher wirken. Einfach toll! Aber wo kommt der Mascara eigentlich her? Welche Wimperntusche passt zu meiner Augenfarbe? Wie wende ich ihn eigentlich richtig an? Mehr erfahrt ihr hier im Blogbeitrag.

 

Die Geschichte der Wunderwaffe

Fragt ihr euch nicht auch wie und wo der Mascara eigentlich entstanden ist? Und vor allem, wie hat man ihn früher angewendet? Ich glaube nicht, dass die Menschen früher so kleine, handliche und praktische Fläschchen, gefüllt von Tusche und einer kleinen Bürste zur Verfügung hatten. So war es wirklich…

Für die ersten Anwendungen von Wimperntusche müssen wir eine kleine Zeitreise ins Alte Ägypten machen. Damals haben die Ägypter Tusche in Form von Kohl benutzt, um ihre Seelen vor bösen Geistern zu schützen. Holzkohle, Ruß, Malachit, Bleiglanz, Honig und Wasser dienten damals als meist verwendete Inhaltsstoffe. Aber die Kohl-Anwendung wurde in Europa nicht weiter etabliert.

Zunächst galt das markante Augen-Make Up als unangemessen in westlichen Kulturen. Aber nach und nach wandelte sich das gesellschaftliche Interesse an dekorativer Kosmetik zum Positiven. Ein Glück! Frauen wollten auch damals schon ihre Schönheit betonen, indem sie sich dunkle und dichte Wimpern schminkten. Dafür mischten sie Asche, Ruß und Holundersaft zusammen.

Maybelline  – Wer kennt es nicht?

1913 schuf Chemiker T.L. Williams ebenfalls eine Substanz, die dazu dienen sollte, seiner Schwester Maybel schwarze und lange Wimpern zu verpassen. Sein erstes Rezept bestand aus Vaseline und Kohlenstaub. Die Wimperntusche wurde so schnell beliebt und ich wette ihr benutzt sie auch heute. Sagt euch der Name Maybelline vielleicht etwas? Williams gründete daraufhin nämlich einen Versandhandel mit einer Namenskombination aus Maybel und Vaseline – Maybelline! Schwierig war es damals, die richtigen Mengen für die perfekte Mascara-Formulierung zu finden. Es gab anschließend eine auf Seife basierende Mascara-Formel.

Helena Rubinstein

1957 gelang es Helena Rubinstein eine gebräuchliche und zähflüssige Masse in einem Fläschchen mit dazugehörigem Pinsel, so wie wir es heute kennen, auf den Markt zu bringen. Das Ergebnis dieser Erfindung war nicht nur optisch deutlich besser sondern vergönnte einem auch eine leichtere Anwendung. Rubinstein patentierte kurze Zeit später noch eine geriffelte Stange als Hilfsgerät für die Auftragung. Dadurch erhielt man automatisch eine genauere Dosierung und der Mascara wurde immer populärer.

Der Mascara heute

Mittlerweile enthalten fast alle Formeln identische Grundelemente: Öle, Pigmente und Wachse. Nach wie vor besteht viel Spielraum für die Entwickler was die Formelmischungen angeht. Mineralöle, Rizinusöl, Leinöl, Eukalyptusöl, Lanolin oder Sesamöl sind einige der beliebtesten Zutaten für die Wimpernwunderwaffe. An Wachsen verwendet man heute am liebsten Paraffin-, Carnauba- oder Bienenwachs. Wasserfeste Mascaras hingegen enthalten wasserabweisende Stoffe wie beispielsweise Dodecan.

 

Hände hoch! So wendet ihr die Wunderwaffe an

Wenn man weiß, was ein Mascara ist, erklärt sich die Anwendung schon fast von allein. Was ich mich immer wieder frage: Ist Wimperntusche schädlich für meine Wimpern? Ich habe es wirklich schon sehr oft gehört. Angeblich sollen die Wimpern dadurch austrocknen und abbrechen. Aber stimmt das? NEIN!

Ganz im Gegenteil: In den Marscara-Formeln sind sogar pflegende Öle, natürliche Wachse und viele Proteine enthalten, die gut für eure Wimpern sind. Trotzdem solltet ihr darauf achten, auch qualitativ hochwertige Produkte zu kaufen. Mascaras unter 3€ enthalten meist keine natürlichen Zutaten, riechen streng und werden schnell bröckelig. Und als sei das nicht genug sorgen sie auch noch dafür, dass eure Wimpern spröde und brüchig werden. Also lasst lieber die Finger davon. Ich finde man kann schon 7-10€ für ein Fläschchen ausgeben, denn sie halten sehr lange, pflegen die Wimpern und sorgen auch noch für das richtige Volumen. Was will man mehr?!

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Ein kleiner Produkttipp von mir: Versucht doch mal den Horst Kirchberger – Oh My God Voluminizing Mascara aus, denn der verpasst euren Wimpern ein ordentliches Volumen, Länge und Schwung. Das Produkt enthält zu dem eine pflegende Textur, ist wasserresistent und trotzdem mühelos abzuschminken.

Häufige Fehler beim Mascara-Auftragen: Wichtig ist es, die Bürste nicht ständig am Rand abzustreifen. Das einzige was ihr davon habt, ist ein verklumpter Mascara. Was ich leider auch selbst immer mache, ist das sogenannte „Pumpen“ der Bürste im Flakon. Das sollte man auf keinen Fall zu oft machen, denn dadurch bekommt ihr nicht mehr Tusche auf die Bürste, sondern lediglich mehr Luft im Fläschchen, was dazu führt, dass die feuchte Masse darin schneller austrocknet und klumpig wird. Aber normalerweise lässt sich ein guter Mascara leicht und schnell auftragen. Die Bürste sorgt dafür, dass jede einzelne Wimper Farbe bekommt und damit auch mehr Volumen.

 

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Wichtig: Ihr solltet euch wirklich jeden Abend gründlich abschminken, sonst kann das ganze schädlich für eure Wimpern werden. Es gibt einige Augen-Make Up-Entferner mit denen ihr die
Tusche ganz leicht abbekommt. Hier empfehle ich euch: Jean d Arcel – Démaquillant Pour les Yeux. Bei dem Produkt handelt es sich um ein 2-Phasen Augen-Make Up Entferner, der eine moderne Rezeptur enthält, welche sich durch Schütteln vermischt. Euer Make Up, egal ob normal oder wasserfest, wird so gründlich und schonend entfernt. Mehr Produkte findet ihr auch unter www.meinduft.de.

 

Es wird bunt?

Klar, der schwarze Mascara zählt zu den Klassikern schlecht hin. Aber wie steht ihr zu farbigen Wimperntuschen? Experten empfehlen, sich mit farbigen Mascaras kontrastreich auszuleben. Auf der anderen Seite könnt ihr eure eigene Augenfarbe betonen oder Highlights intensivieren. Wichtig ist, dass sich die Farbe der Wimperntusche in euren Accessoires oder eurer Kleidung wieder zu finden ist.

Braun: Brauntöne sorgen für mehr Natürlichkeit. Gerade bei hellen Hauttypen ist ein brauner Mascara zu empfehlen, denn dieser wirkt sehr viel dezenter, verdichtet und betont aber dennoch jede einzelne Wimper.

Blau: Blautöne waren in den 80ern sehr beliebt. Besonders passend ihr der blaue Retrolook zu braunen Augen. Probiert es mal aus!

Grün: Grüntöne passen sehr gut zu dunkleren Hauttypen. Wenn ihr grüne Augen habt, scheut euch nicht diese Farbe auch mit grüner Wimperntusche zu betonen, so erhaltet ihr zum Beispiel tolle und auffallende Katzenaugen.

Und traut ihr euch?

 

Einen lieben Gruß aus Mainz wünscht euch,

eure Elisabeth

Author: Karolin Fischer

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