make-up-story

Das Make Up – danken wir Gott für diese magische Erfindung. Schminke läuft uns jeden Tag über den Weg, sei es auf dem Weg zur Arbeit, zur Uni, in der Stadt, beim Shoppen, beim Einkaufen, beim Date, im Theater, im Kino… Es ist überall! Und das ist auch gut so. In meinen Augen, kann man beinahe jede Frau als Künstlerin bezeichnen, denn wir sind in der Lage ein Porträt auf unser eigenes Gesicht zu malen und das nahezu täglich. Aber wo kommen unsere Schminkfreunde eigentlich her? Die Individualität und Vielfalt von Make Up muss so unfassbar groß sein. Welchen Sinn und Zweck erfüllt Make Up? Wie hat man sich früher geschminkt? Historisches erfahrt ihr hier im Blogbeitrag.

 

Bezeichnung

„Make Up“: Es ist Englisch ja, aber gibt man diese Bezeichnung zum Beispiel bei Google-Übersetzer ein, erhält man auch im Deutschen den Begriff „Make Up“. Damals hat es so viel bedeutet wie „sich zurechtmachen“. Mittlerweile hat man den Begriff einfach im Deutschen übernommen. Synonyme für die Bezeichnung „Make Up“ sind beispielsweise „Schminke“ oder „Kosmetik“. Die Herkunft des Wortes Schminke wird immer noch diskutiert. Vermutet wird, dass es von der ostfriesischen Bezeichnung für Tonerde, nämlich „Smicke“ entlehnt wurde. Aber auch das griechische Wort „smegma“ (Deutsch „Reinigungsmittel“) steht mit zur Debatte.

 

That’s the story

Das zusätzliche Schmücken des eigenen Körpers existiert im selben Zeitraum wie die Menschheit. Vor über 50.000 Jahren haben die Neandertaler in Spanien Muschel als Behälter für Schminke verwendet – also das finde ich wirklich cool! Was sagt ihr dazu? Beim Betrachten von Höhlenmalereien fielen Wissenschaftlern die Hautverzierungen direkt auf, was vermuten lässt, dass die damaligen Menschen sich bereits geschminkt haben. Oft wurden dabei Farbreste aus Ocker, Kalk und Asche gefunden. Es gab auch eine andere Art der Hautverzierung, nämlich dekorative Schnitte und Stiche für die Entstehung von Schmucknarben. Auch Piercings, Tätowierungen und Brandings waren wohl damals in Mode. Je näher man damals dem Norden kam, desto mehr Hautverzierungen und Muster begegneten einem.

Um 2500 v. Chr. haben sich die Ägypter ihre Haut zum Schutz vor starken Sonnenstrahlen mit Salben und Ölen eingerieben. Die Frauen haben Rouge und Lippenstifte verwendet. Statt Muscheln haben sie die übrige Schminke in Pflanzenstängeln aufbewahrt. Bei der Entdeckung fand man doch tatsächlich noch Überbleibsel von grüner Schminke, bestehend aus Kupferspat, blaue Farbe aus Lapislazuli, schwarze aus Kohle-Öl-Mixen und rot aus Zinn und Bleiglanzpuder. Die Ägypter sind bekannt für die Betonung der Augen. Dies taten sie, da die Augen ein Sinnbild für den Sonnengott Ra symbolisierten.

Die Römer übernahmen das dekorative Schminken erst nach der Eroberung Griechenlandes. Was interessant ist: Zum Entfernen benutzten sie damals Olivenöl oder Esel- und Ziegenmilch. Zu dieser Zeit fand auch die Wimperntusche Platz in der Kosmetik und wurde damals aus gebranntem Kork hergestellt. Auch der blasse Teint galt mal als Idealbild. Vor Allem im Mittelalter. Um diese Blässe zu erhalten, verwendete man ein hoch toxisches Bleiweiß. Die Folgen waren sehr schädliche Abszesse in der Gesichtshaut. Populär wurde das Färben von Wangen und Lippen in der Renaissance. Die rote Lippenfarbe entstand aus Koschenille, einem roten Farbstoff, der aus der Koschenilleschildlaus gewonnen wurde. Später wurden neben Bleioxid auch noch Wismutoxid, Quecksilberoxid, Zinn und Talk verwendet, um die Haut weiß zu schminken. Für die roten Lippen wurde mit Saflor, Rotholz und Sandelholz gearbeitet.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts hat man die meisten schädlichen Zutaten ersetzt. Um 1915 etwa, etabliert sich der Lippenstift in der Make Up-Industrie und die Ausgaben für Kosmetikprodukte stiegen um ein vielfaches an. Ebenso beliebt wurden Lidschatten und Mascara.
 

Max Factor – Der Erfinder des Make Up’s

„Man wird nicht glamourös geboren. Glamour ist etwas was erschaffen wird.“

Ja Max Factor, als Pionier auf dem Gebiet der Kosmetikaherstellung, wurde die Erfindung des Begriffes „Make Up“ zugeschrieben. 1904 ging er nach Amerika, um der Filmbranche näher zu sein. Sein Name wurde dort schnell bekannt und nach kurzer Zeit arbeitete er bereits mit den wichtigsten Hollywoodstars zusammen. 1916 begann er Lidschatten und Augenbrauenstifte zu verkaufen, das erste Mal, dass solche Produkte zu kriegen waren. Vier Jahre darauf brachte er eine Kosmetiklinie auf den Markt, die er „Make Up“ nannte. Ein Begriff der heute jedem bekannt ist. Er gewann sogar einen Oscar. Das von ihm oben genannte Zitat soll so viel bedeuten wie, dass aus Factors Sicht, jede Frau mit den richtigen Produkten schön aussehen kann.

 

Individuelles einsetzen

Die Schminke bzw. das Make Up von heute dient lediglich zur Kaschierung von Hautfehlern. Dennoch lässt sich dieses in einige verschiedene Kategorien unterteilen. Nämlich in:

  • Kosmetische Schminke: dient zur Verschönerung der Ausstrahlung einer Person. Oft verwendete Produkte sind: Gesichts-Make Up, Lidschatten, Lippenstift, Nagellack
  • Medizinische Schminke: dient zur Kaschierung von Brandnarben, tiefsitzenden Verletzungen oder Muttermalen. Mittlerweile gibt es alternative Laser-Therapien die teilweise sogar die Krankenkasse übernimmt. 
  • Theaterschminke: dient der Ausweitung des künstlerischen Ausdrucks. Die Gesichter werden im hellen Scheinwerferlicht oft zu stark belichtet. Die Schminke sorgt für ein Gleichgewicht zwischen dunkel und hell und ist in den meisten Fällen sogar wasserfest. 
  • Kampfschminke: Die europäischen Wikinger trugen meist auffällige Farben im Gesicht und auf der Haut, um ihre Gegner bei Kriegsschlachten einzuschüchtern. 
  • Filmschminke: Oft vergleicht man die Kategorie mit der Theaterschminke. Früher wäre dies auch möglich gewesen, aber mittlerweile passt sich die Filmschminke nicht nur den Modetrends an, sondern auch der Realität. 
  • Kulturelle Schminke: dient der optischen Zugehörigkeit einer Gruppe oder Religion.

 

Make Up – Shopping

Das richtige Make Up einzukaufen ist nicht immer einfach. Ich weiß wovon ich spreche. Ich glaube es ist mir wirklich noch nicht einmal gelungen, das richtige Gesichts-Make Up zu kaufen. Jedes Mal war die Farbe entweder zu hell oder zu dunkel. So musste ich beim Auftragen oft zwei Farben mischen. Einfach lästig, denn das Angebot an Make Up verfällt in ein unübersichtliches Spektrum. Farbe und Konsistenz spielen bei dem Kauf eine Rolle. Entscheidend ist erstmal welcher Hauttyp ihr seid und was das Make Up bezwecken soll? Soll es mattierend wirken? Soll es Glanz verschaffen? Soll es Unreinheiten verdecken? Neigt ihr zu trockener Haut, ist ein cremiges und leichtes Make Up zu empfehlen. Fettige Haut hingegen benötigt eher eine Kompakt-Foundation. Also entscheidet selbst, lasst euch beraten oder macht einen Make Up Test. Das richtige Make Up wird zu euch finden! Schaut auch mal vorbei auf www.meinduft.de !

Einen lieben Gruß aus Mainz wünscht euch,

eure Elisabeth