Macht meditieren wirklich glücklich?

Irgendwie ist es ja schon zu einer Art Trend geworden. Innere Einkehr und Erleuchtung sind plötzlich cool. Ob Meditieren, progressive Muskelentspannung oder autogenes Training: Jeder will plötzlich zu sich selbst finden. Entspannen. Neue Kraft tanken. Und ja – irgendwie auch glücklicher werden… Verständlich, denn neueste Studien zeigen, dass Meditation unser Leben nachhaltig und positiv verändern kann.

Meditation ist mehr als rumsitzen

Klar ist zunächst: Innere Einkehr und Meditation ist mehr als merkwürdig still rumsitzen und nichts tun. Dass sie einen entspannenden Effekt hat, wurde inzwischen in vielen Studien nachgewiesen. Außerdem sorgt die Meditation für einen beruhigten Stoffwechsel, senkt die Herzfrequenz und stärkt das Immunsystem. Auch Ängste, Unruhe und Paniken sollen durch gezielte Meditation in den Griff zu kriegen sein. Das Prinzip der Technik ist die Konzentration auf den Moment und die Ausschaltung aller störenden Gedanken. Vereinfacht gesagt konzentrieren sich Meditierende auf den Moment und ganz besonders auf ihren eigenen Körper.

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Eine Kunst für sich

In ihrer Grundform besteht die Meditation aus Achtsamkeitsübungen, deren Erlernung durchaus ein Kunststück bedeuten kann. Nicht jeder ist von Hause aus der Typ für diese Art der Entspannung. Umso mehr gilt hier aber: Die Übung macht den Meister! Stück für Stück kann man die Meditationsphasen erhöhen und die Meditation so zu einem normalen Abschnitt des Tages werden lassen.

Kann Glück erlernt werden?

Studien haben ergeben, dass bei Meditierenden die linke präfrontale Hirnrinde besonders stark durchblutet ist. Hinzu kommen weitere Hirnregionen, in denen emotionale Erfahrungen verarbeitet werden. Die Studie kommt demnach zu dem Schluss, dass sich Emotionen wie Mitgefühl, Nächstenliebe und Glück konkret trainieren lassen. Herausgefunden haben Wissenschaftler das mittels Hirnscan, wobei Meditierende und Nicht-Meditierende untersucht wurden. Ein Beleg für das tatsächlich empfundene Glück des Meditierenden ist das natürlich noch nicht. Aber: Ein guter Weg dahin!

Klar ist bis hierhin: Meditation beeinflusst die neuronale Gehirnaktivität. Tiefgreifende Verhaltens- und Gefühlsveränderungen kommen demnach nicht von heute auf morgen, sondern sind das Ergebnis langen und intensiven Trainings.

Viel Spaß dabei! Eure Jenny

Author: Karolin Fischer

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