Kaktuswasser: das neue Beauty Getränk

Kaktuswasser

Was in den letzten Jahren das Kokoswasser war, ist jetzt das Kaktuswasser: das neue It-Getränk und Beauty Geheimtipp der Stars. Aber was kann das Trend Getränk aus der Wüste? Wir haben uns für euch über den neuen Stern am Beauty Himmel schlau gemacht.

Mutter Natur schenkt uns immer wieder natürliche Schönmacher: ob nun Kokoswasser, Chia-Samen, Birkenwasser oder Matcha, ständig gibt es neue sogenannte Super Foods und Drinks, die von innen heraus gesund und schön machen sollen. Wenn wir an Kakteen denken, kommt uns aber eher die trockene Wüste und die wilden Stacheln in den Sinn, als ein erfrischendes Getränk. Aber es muss doch etwas an dem Hype dran sein, wenn sogar Superstars wie Gwyneth Paltrow oder Sophia Vergara auf den neuen Super Drink schwören. Natürlich kommt dieses neue It-Getränk, wie fast alle Trends, aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten: der USA. Genauer gesagt kommt der Kaktuswasser Trend aus Kalifornien, was sowieso als Hochburg für Gesundheit und gesunde Ernährung gilt. Ursprünglich aber kommt das It Getränk aus Mexiko und Südamerika, denn dort wird es schon sehr lange getrunken. Im Gegensatz zu uns hier in Deutschland, ist ein wilder Kaktus in Südamerika und Mexiko natürlich nichts ungewöhnliches, was auch den Ursprung des Supergetränks erklärt.

Kaktuswasser: Beauty Boost oder leere Versprechungen?

Kaktuswasser

Wenn man einmal überlegt, in welchen extremen Umgebungen Kakteen überleben, wird die Verbindung zum angeblichen Schönmacher klarer: die dicke, dichte Haut der Kakteen hilft, den im Inneren der Pflanze und Früchte gebildeten Wasserspeicher ideal vor der großen Hitzeeinwirkung zu schützen. In diesem Wasserspeicher sammelt sich eine Vielzahl an Mineralstoffen und Vitaminen an, die je nach Alter der Pflanze sehr hohe Konzentrationen erreichen können. Zum einen enthält Kaktuswasser eine große Variation an verschiedenen Vitaminen, wie zum Beispiel Vitamin A und C. Vitamin A ist nicht nur wichtig für die Sehkraft, sondern auch für die Gesundheit der Haut, da es die Regeneration und Reproduktion der Hautzellen fördert und so auf lange Zeit eine gesündere und gepflegtere Haut zur Folge haben kann. Vitamin C ist ein echtes Allround Talent, denn neben Gefäßschutz und Antioxidationsmittel hilft Vitamin C auch bei der Kräftigung des Bindegewebes und beugt so Cellulite und Dehnungsstreifen vor, außerdem strafft es die Haut und lässt sie glatter wirken. Auch wichtige Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium und Eisen sind in dem Beauty Drink enthalten, sowie die hochwertigen Omega-3-Fettsäuren, die in derartigen Konzentrationen sonst auch in Chia Samen zu finden sind.

Kaktus Wasser hat neben den wertvollen Inhaltsstoffen auch den entscheidenden Vorteil, dass sowohl der Zucker- als auch der Kaloriengehalt äußerst gering sind, weitaus geringer als bei dem Kokos Wasser. Das Kaktuswasser pflegt also innen und außen, sowohl die Haut, Haare und Nägel werden positiv von den reichen Inhaltsstoffen beeinflusst, als auch die Organe und das Immunsystem im inneren des Körpers. Zudem enthält das Kaktuswasser ebenfalls natürliches Taurin, was man sicherlich von dem ein oder anderen Energy-Drink kennt – somit ist es auch ein natürlicher Wachmacher. Neben den bereits erwähnten, hochpotenten Inhaltsstoffen ist Kaktuswasser auch reich an natürlichen Antioxidantien, und zwar den sogenannten Betalainen. Diesen wird eine revitalisierende Wirkung zugeschrieben, sowie eine intensive Anti-Aging-Wirkung. Als Krönung wirken die Betalaine auch entzündungshemmend, sodass auch Hautunreinheiten wie Pickel oder Mitesser mithilfe des Kaktuswassers von innen bekämpft werden können.

Das können die Mineralstoffe in Kaktuswasser

Kaktuswasser

Sicher, Magnesium, Eisen, Kalzium und Omega-3-Fettsäuren haben wir alle schon einmal gehört, aber was können diese Wirkstoffe eigentlich? Um zu wissen, welchen Vorteil Kaktus Wasser wirklich bringt, habe ich mich etwas mehr mit den Inhaltsstoffen auseinandergesetzt. Magnesium ist ein Erdalkalimetall und ein besonders wichtiger Mineralstoff in unserem Körper, der an vielen inneren Prozessen und Mechanismen beteiligt ist. Der Großteil des im Körper vorkommenden Magnesiums ist intrazellulär, also innerhalb der Zellen des Organismus. Der tägliche Bedarf eines ausgewachsenen Menschen an Magnesium beläuft sich auf etwa 300 mg, wobei man Magnesium am besten und in den höchsten Konzentrationen in Lebensmitteln wie Beeren (Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren etc.), grünem Gemüse (Kohl, Salat, grüne Paprika etc.) und in Vollkornprodukten (Vollkornbrot, Vollkornnudeln etc.) findet. Ein Magnesiummangel macht sich relativ schnell bemerkbar – zum Beispiel in Muskelzittern oder schmerzhaften Muskelkrämpfen. Magnesium ist zudem ein Enzymaktivator, das heißt, es hat Einfluss auf die Zellatmung und die Energiegewinnung im Körper. Gerade nach längerer Krankheit oder nach dem Genuss von Alkohol sollte der Magnesiumhaushalt schnell wieder aufgefüllt werden, um den Körper bei seiner Regeneration zu unterstützen.

Eisen ist das im Körper am häufigsten vorkommende Spurenelement. Eisen spielt eine wichtige Rolle für die Sauerstoffkonzentration im Blut und somit für den gesamten Kreislauf. Zudem trägt Eisen auch eine wichtige Funktion für das Immunsystem. Der Tagesbedarf an Eisen liegt zwischen 10 und 15 mg. Gerade Vegetarier und Veganer sollten darauf achten, genügende Mengen an Eisen zu sich zu nehmen. Denn der größte Lieferant von Eisen ist Fleisch. Substituiert kann die Aufnahme durch einen erhöhten Verzehr von grünem Gemüse und Getreideprodukten. Auch auf der Haut machen sich Eisenmangelerscheinungen schnell bemerkbar, denn die Haut wird trocken die Nägel werden rissig. Kalzium ist ebenso wie Magnesium ein Erdalkalimetall. Der Tagesbedarf an Kalzium wird in der Regel meist bereits durch Milchprodukte gedeckt – Vegetarier und Veganer sollten auch hier auf Substitute setzen. Der größte Teil des Kalziums befindet sich im menschlichen Körper in den Zähnen und Knochen, wo auch seine Hauptaufgabe liegt: Kalzium ist für die Festigkeit von Knochen und Zähnen verantwortlich und spielt auch in der Kontraktion der Muskeln eine bedeutende Rolle. Wie auch schon das Magnesium ist Kalzium ebenfalls an der Aktivierung von Enzymen beteiligt.

Kaktuswasser – schmeckt das überhaupt?

Kaktuswasser

Kaktuswasser wird nicht aus dem Kaktus selbst hergestellt, sondern viel mehr aus den Früchten, zum Beispiel von Feigenkakteen. Dieses Kaktuswasser hat eine süßliche Note, fast beerenhaft, mit einem leicht zitrischen Beigeschmack von Zitrone und Limette. Wer also, wie ich, mit Kokoswasser absolut nichts anfangen konnte, wird sich sicher mit dem fruchtig-frischen Geschmack des Kaktuswassers zufrieden stellen. Bis jetzt ist das neue It-Getränk noch nicht in deutschen Ladengeschäften erhältlich, allerdings kann man das Kaktuswasser über das Internet beziehen. Günstig ist der neue Beauty Booster allerdings nicht: in etwa doppelt so teuer wie das bisher gehypte Kokoswasser soll das Getränk sein. Neugierig macht es trotzdem.

Liebe Grüße aus Mainz,

Eure Ida

Author: Ida Neuberger

Share This Post On

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Pin It on Pinterest