©Istock / Manche Frauen haben es – das Schlank-Gen. Doch die gute Nachricht ist: Jeder kann seine Gene auch nach der Geburt positiv beeinflussen.

In dem heutigen Blogartikel geht es wissenschaftlich zu. Wir lassen erstmal Mascara, Foundation und Parfüm beiseite und tauchen in die Welt der Biologie ein. Besser gesagt wir schauen uns die Genetik ein bisschen genauer an. Das machen wir aber selbstverständlich nicht grundlos, obwohl es manchmal doch sehr interessant ist ein andere Themengebiete zu schnuppern. Vielmehr wollen wir erforschen, welchen Zusammenhang es zwischen den Genen und dem Fitnessstand des Körpers gibt. Denn, seit einiger Zeit ist in der Fitnesswelt immer wieder von den sogenannten Epi-Foods die Rede. Doch es ist nicht immer ganz klar, was es damit überhaupt auf sich hat.

Kurz gesagt sind Epi-Foods Lebensmittel, die die Gene aktivieren oder reaktivieren. Sie enthalten besonders viele Nährstoffe und sorgen für einen gesunden Körper.  Ins Leben gerufen wurden Epi-Foods von den  beiden Bloggerinnen Felicitas Riederle und Alexandra Stech. Diese entwarfen, basierend auf der epigenetischen Ernährung ein Konzept, das eine langfristig gesunde Ernährungsweise schaffen soll.

Die beiden Bloggerinnen Felicitas Riederle und Alexandra Stech

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Auch uns hat das Thema neugierig gemacht, also haben wir uns zu den Epi-Foods und der epigenetischen Ernährung ein bisschen schlauer gemacht.

Bevor wir uns den Epi-Foods widmen, sollten wir zunächst einmal zurück an den Anfang: und zwar zu der Epigenetik.

 

Epigenetik: Die Wissenschaft der Gene und Zellen

Die Theorie, auf die sich die Epi-Foods beziehen, beruht auf die Epigenetik. Doch was genau ist Epigenetik, fragen sich bestimmt viele an dieser Stelle.

Bei der Epigenetik handelt es sich um ein Fachgebiet der Biologie, dass sich mit der Aktivität der Genen und die Entwicklung der Zellen befasst. Hier wird die Änderung der Genfunktion untersucht. Besonders interessant ist dieser Bereich, da die Veränderungen nicht auf Mutationen zurückzuführen sind, sie aber dennoch an Tochterzellen weitergegeben werden.
Lange Zeit glaubte man, dass die Gene ihr Erbgut an die Tochterzellen weitergeben würde. Bei der Zeugung eines Kindes würden sich die genetischen Texte des Vaters, mit den genetischen Texten der Mutter vermischen. Es würde ein Kind entstehen und alle elterlichen Informationen würden dann in seinem Gentext enthalten sein.
Die Epigenetik hat allerdings festgestellt, dass das Erbgut nicht nur ein genetische Text ist, sondern auch viele andere Bestandteile enthält, wie zum Beispiel Proteine. Diese kann man zum Beispiel methylieren, acetylieren oder auch phosphorylieren. Dabei enstteht  ein wichtiger Code, der sogenannte Histone-Code. Dieser lässt sich durch äußere Umwelteinflüsse verändern. Dadurch kann man zum Beispiel beeinflussen welche Gene eine Zelle benutzen kann und welche nicht. Es lassen sich zwar nicht die Gene verändern, aber man kann den epigenetischen Code verändern. Klingt etwas kompliziert, ist es aber nicht. Am einfachsten lässt sich das an einem Beispiel erklären:

Wenn wir zum Beispiel trainieren, dann verändern wir unsere Genstruktur. Die Zellen nehmen einen Umwelteinfluss wahr und schalten dabei bestimmte Gene ein, die für das Training benötigt werden. Gene die nicht benötigt werden, werden dann ausgeschaltet. Da Gene eine Art Gedächtnis haben können sie sich merken, welche Zellen benötigt werden, wenn man wieder trainiert.

So lassen sich die Gene durch äußere Umwelteinflüsse, wie eben sportliche Aktivitäten und auch die Ernährung beeinflussen.

Weiß man, wie man die Gene aktiviert, dann kann man sie sogar auf schlank polen. Das bedeutet, dass man mit den richtigen Umwelteinflüssen die Gene aktivieren kann, um bestimmte Prozesse auszulösen. So klappt es mit dem Abnehmen zum Beispiel besser.

 

Diese Dinge kann man beeinflussen

Mit der Erkenntnis, dass die Gene durch bestimmte Umwelteinflüsse aktiviert und reguliert werden, haben die beiden Blogger Felicitas Riederle und Alexandra Stech ihre Epi-Foods ins Leben gerufen. Ihr Ernährungskonzept zielt darauf ab, den Genpool positiv zu beeinflussen. Somit soll man einen gesunden Körper bekommen. Mittlerweile weiß man dank einer Studie, bei der mehr als 10.000 Blutproben  von Männern und Frauen genommen wurden, zum Beispiel, dass rund 100 Stellen im Erbgut  mit dem Body-Mass-Index des menschlichen Körpers verknüpft sind. Ernährt man sich von zu viel Zucker oder Fett, dann wirkt sich das nicht nur auf das Gewicht aus. Die Epigenetik sagt nämlich, dass man die Gene soweit aktivieren kann, dass man die Gesundheit, die Fitness, das Hautbild und sogar die Persönlichkeit positiv beeinflussen kann. Das passiert nicht nur während sich der Fötus im Bauch der Mutter entwickelt, sondern kann auch zum Teil auch im Erwachsenenalter. Hier setzt dann die epigenetische Ernährung an.

Folgendes solltet ihr bei der epigenetischen Ernährung beachten:

 

Diese Lebensmittel gehören nicht auf die Speisekarte einer epigenetischen Ernährung

Wenn ihr eure Gene auf schlank polen wollt, dann ist es wichtig, dass man einige Lebensmittel vermeidet. Denn diese tun der Gesundheit nicht gut.

Felicitas Riederle und Alexandra Stech raten demnach auf folgende Zutaten zu verzichten:

 

  1. Weizen

Mittlerweile verzichten viele Menschen auf Weizen, vermeintlich wegen dem enthaltenen Gluten. Zwar rät die epigenetische Ernährungsphilosophie auch auf Weizen und weizenhaltige Produkte zu verzichten, doch nicht wegen dem verteufelten Gluten. Vielmehr sagen Anhänger der epigenetischen Ernährung, dass die meisten Sorten überzüchtet, genmanipuliert und mit Quecksilber belastet sind. Auf Dauer kann das den Genpool schaden und auch negativ beeinflussen. Langfristig kann das sogar krank machen.
Viel gesünder sind zum Beispiel Dinkel, Buchweizen oder Quinoa. Diese sind sehr gute Alternativen zu Lebensmittel, die Weizen enthalten.

 

  1. Zucker

Zahlreiche Studien  bei Mäusen haben bewiesen, dass Zucker nicht nur süchtig macht, sondern auch die DNA verändern kann. Das ein erhöhter Konsum von Zucker bei Menschen die gleichen Auswirkungen haben kann, ist nicht so unvorstellbar.  Denn, auch bei Menschen konnte man beobachten, dass zu viel Zucker viele Autoimmunerkrankungen auslösen. Die epigenetische Ernährungsphilosophie rät deshalb die Finger von Rohrzucker zu lassen. Stattdessen sollte man zu Trockenfrüchten und Agavendicksaft greifen. Diese haben nämlich einen niedrigen glykämischen Index. Dieses lässt den Blutzuckerspiegel nicht so schnell ansteigen.

Grundsätzlich sollte man Zucker in jeglicher Form reduzieren.

 

  1. Milchprodukte von der Kuh

Auch Kuhmilch Produkte sind bei einer epigenetischen Ernährung strengstens untersagt. Denn die Milch, die in Supermärkten erhältlich ist, enthält sehr wenige Nährstoffe. Des Weiteren, werden den Kühen viele Hormone gegeben, die ihre Milchproduktion anregen soll. Diese sind für den menschlichen Körper nicht gut.
Da in Kuhmilch auch Alpha-S1-Kasein enthalten ist, sollten man sie lieber vermeiden. Denn dieses Proteingemisch ist für viele Menschen nur sehr schwer verdaulich. Was folgt ist, dass die Peptide im Dünndarm oder im Darm stecken bleiben. Das kann dann zu Entzündungen, die auch chronisch sein können. Eine weitere Folge ist auch, dass sich die Darmzotten verkrümmen.
Glücklicherweise gibt es heutzutage, in den meisten Supermärkten, viele Alternativen zur Kuhmilch- so muss keiner auf seinen morgendlichen Müsli verzichten. Man kann die schädliche Kuhmilch prima durch Schaf- oder Ziegenmilchprodukten ersetzten. Diese sind nämlich nicht so stark verarbeitet. Wer komplett auf tierische Milchprodukte verzichten möchte, kann auch zu Mandel-, Soja- Kokos oder Haselnussmilch greifen.

Streicht man diese Lebensmittel von seinem Speiseplan, dann eliminiert man nicht nur Produkte, die dem Körper unwissentlich Schaden zufügen, sondern hilft dabei seine Gene auf Schlank zu polen.

 

Epi-Foods: Diese Lebensmittel sollten auf jeden Fall auf die epigenetische Speisekarte

Neben den Lebensmitteln die verboten sind, gibt es selbstverständlich auch Dinge, die auf jeden Fall in die tägliche epigenetische Ernährung gehört. Vor allem müssen frische und natürliche Lebensmittel regelmäßig auf den Teller. Diese tun nämlich nicht nur der Gesundheit gut, sondern helfen dabei die Gene auf Schlank zu polen. Die Nährstoffe, auf die die epigenetische Ernährung basiert, aktivieren oder reaktivieren die Gene, das für die Epigenetik so ausschlaggebend ist.

Grundsätzlich ist eine epigenetische Ernährung nicht wirklich auf besondere Lebensmittelgruppen beschränkt. Es ist also relativ einfach zu befolgen. Verzichten sollte man wie bereits erwähnt auf Zucker, Weizen und Kuhmilchprodukte. Nimmt man diese Lebensmittel aus seiner Ernährung, dann darf man eigentlich alles andere essen. Doch natürlich gibt auch Lebensmittel die besonders häufig in den Einkaufwagen landen sollten. Das sind vor allem Lebensmittel, die einen hohen Nährstoffgehalt haben. Zu diesen gehören zum Beispiel frisches Obst und Gemüse. Auch Fleisch und Fisch sind in einer epigenetischen Ernährung erlaubt. Hülsenfrüchte sind in der epigenetischen Küchen auch ein oft gesehener Gast.
Folsäure ist für die Aktivierung der Gene besonders wichtig. Zu den Lebensmitteln, die reich an Folsäure sind, gehören unter anderem Blattgemüse, Erbsen. Sonnenblumenkerne, Leber und Bohnen. Auch Brot und Cerealien, die mit Folsäure zugesetzt wurden, sind gute Quellen für diese B-Vitamine.
Um den täglichen Eiweißgebrauch zu decken eigenen sich besonders Eier, Spinat, Knoblauch, Paranüsse, rote Bohnen und Tofu. Auch Rindfleisch, Huhn und Fisch sind gute Quellen für Protein. Empfohlen wird auch, dass man häufig zu Erdnüssen und Salat greift.

Da die epigenetische Ernährung den Verzehr von Alkohol nicht verbietet, darf man sich ab und zu ein Glas Rotwein gönnen. Dies enthält nämlich Resveratrol, das vorbeugend für das Altern und auch Krebs wirken soll. Da alkoholische Getränke allerdings auch den Folsäurespiegel im Körper negativ beeinflussen kann, sollte man lieber nicht zu oft zu ihnen greifen und sich nur auf das ein oder andere Glas beschränken.

Stellt man seine Ernährung und sein Lifestyle um und verzichtet auf Kuhmilchprodukte, Weizen und Zucker und greift stattdessen zu den obengenannten Lebensmittel, dann kann man seine Gene aktivieren beziehungsweise reaktivieren. Man hat kann sich nicht nur auf einen gesünderen Körper freuen, sondern auch kann dabei helfen, seine Gene auf schlank zu polen. Somit steht dem Sommerbody nichts mehr im Weg.

Sagt uns doch gerne in den Kommentare, ob ihr Epi-Foods kanntet und ob ihr von dem Konzept überzeugt seid. Wir würden uns sehr darüber freuen.